Elternforum Rund ums Kleinkind

Selbstbewusstsein stärken ????

Selbstbewusstsein stärken ????

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, mein Sohn (gerade 3J.) spielt ungern mit anderen Kindern; da kann er sich auch nicht durchsetzen -lässt sich teilweise Spielsachen abnehmen :-( !! Auch redet er nicht mit Leuten, die ihn ansprechen und was fragen........das ist nicht nur bei völlig Fremden so, sondern auch bei Verwandten die wir nicht soo oft sehen!! Dann guckt er immer gleich weg oder zu mir und sagt es dann evtl.mir. Auch in der Spielgruppe fühlt er sich nicht wirklich wohl, da sitzt er teilweise auch echt 1,5 Stunden auf meinem Schoß und geht höchstens mal ein Auto oder so holen.......... Da gibt es einfach viele solche Situationen: und nun meinte eine Bekannte zu mir, dass mein Sohn einfach zu wenig Selbstbewusstsein hat und daher so schüchtern ist und eher an mir hängt!!! Doch wie stärke ich sein Selbstbewusstsein; ich meine, ich lobe ihn schon oft oder lasse ihn auch bei vielen Dingen helfen (Tisch decken, anziehen, putzten) und lobe ihn dann auch!! Was kann ich denn sonst noch machen ??? Und woher kommt das; ansonsten ist er zu HAuse eher (hyper-)aktiv: da quatsch er von morgens bis abends, spielt und tobt rum ---nur sobald wir woanders sind, verhält er sich komplett gegenteilig !?!?! Vielen Dank und lieben Gruß


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hi, bei uns war das bis vor Kurzem noch ähnlich. Mein Sohn wird im Oktober 3 Jahre und er hatte (fast) dasselbe Verhalten. In der Spielgruppe hat er zwar nie auf meinen Schoß gesessen, aber auch fast immer nur mit Autos gespielt. Die anderen Kinder dürften zwar auch mitspielen, aber das er mal in der Gruppe mitgebastelt hätte o.ä. ist ganz, ganz selten passiert. Ich habe diesbezüglich auch bei meinen Kinderarzt nachgefragt, und der meinte das man eigentlich erst ab dem 4. Geburtstag ein Problem dahinter sehen könnte, vorher liegt es eben nicht jedem Kind ein Gruppentier zu sein. Spielsachen läßt er sich nur begrenzt wegnehmen, Lieblingsautos allerdings überhaupt schon garnicht. Gleiches Spiel auch mit dem Ansprechen von fremden Leuten, manchmal auch bei denjenigen die er besser kennt. Die Spielgruppenleiterin hat mich mal darauf angesprochen, weil ihr aufgefallen ist, das ich es oft wiederhole wenn sie was zu ihm sagt. Ist mir auch selber aufgefallen, sollte man sich verkneifen. Aber es ist schon manchmal nervig, weil man ja weiß das Kind kann! sprechen nur will er einfach nicht. Hier auch mein Tip, denn ich selber oft nicht beherzigt habe: bloß nicht einmischen. Die Leiterin vermutete das er schwerhörig ist, was sich aber nicht bestätigt hat. Wie dem auch sei, ich habe im Forum von Dr. Posth gelesen das du alleinerziehend bist und der Kontakt zum Vater abgebrochen ist. Bei uns ist es genauso, der KV wohnt 500 km entfernt, wir kommunizieren zwar telefonisch, aber irgendwie ergibt sich kein regelmäßiger Treff zwischén den Beiden. Ich weiß nicht genau wie der Alltag bei euch abläuft, aber bei uns war es teilweise so das ich mich durch die ständige 24h-Allein-Betreuung vergegenwärtigen musste, das er noch da ist. Wenn du verstehst was ich meine. Ich gebe zu, es ist für mich anstrengend seit 3 Jahren, 7 Tage die Woche und 24h am Tag ein Kind allein zu betreuen. Da kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich für ein-zwei Stunden mal nicht ohne ihn war und es schlaucht eben doch ganz schön. Teilweise kam ein richtiger Trott bei uns auf wie bei einem alten Rentnerehepaar und ich denke das unter diesen Umständen ein Kind zwangsläufig sehr auf die Mutter fixiert ist. Nach der Vermutung der Spielgruppenleiterin er wäre schwerhörig, hat es mir einen richtigen Schock versetzt. Von seiner Sprachentwicklung her hatte er die guten und sehr frühen Anfänge auch nicht umsetzen können und ist sogar ins Hintertreffen geraden. Natürlich die lodernde Panik: ist er schwerhörig oder beschäftige ich mich nicht intensiv genug um ihn? Seitdem habe ich es mir ins Mutterpflichtheftchen geschrieben, wenigstens eine Stunde konzentriert auf seine Augenhöhe zu gehen. D.h. spielen, basteln, malen - immer das was er gerade möchte und wirklich konzentriert! auf das Spiel eingehen. Gemeinsam Haushalt erledigen, spazierengehen oder Spielplatz zähle ich jetzt mal nicht dazu, das sind Sachen die man auch nebeneinander her erledigen kann ohne sich wirklich miteinander zu beschäftigen. Das haben wir alles auch gemacht, aber es hat eben einfach nicht gereicht. Und es ist tatsächlich besser geworden. Er redet jetzt wieder mehr und besser, er geht auch mal freiwillig mit seiner Tante mit und bleibt ein paar Stunden bei ihr. Heute war er gerade unterwegs und verabschiedet sich mit den Worten: "So, dann mal Tschüß, Mami." Ganz cool, der Wicht (o: Nur an der Tür wurde ihm mulmig, da schaute sich nochmal besorgt zu mir um, gegangen ist er trotzdem. Er spielt Basketball mit dem Onkel, oder gärtnert mit Opa. Er sucht wieder den Kontakt zu anderen Kindern, verhält sich absolut vorbildlich (kein Hauen, Meckern, Motzen, Schüchternsein). Das hat er zwar früher auch schon gemacht, aber die Qualität wie er mit anderen Menschen umgeht ist eine ganz Andere. Er erzählt eben auch mehr über sich, was er gemacht hat, wer was kann usw. Und ich bin optimistisch das der KiGa-Einstieg im Oktober problemlos klappen wird. Und das ist die zweite Miete: seitdem er besser mit Anderen umgehen kann, traue ich ihm auch mehr zu. Dieses teilweise extreme Gluckenhafte. von wegen er kann nicht ohne mich, weil ich doch der einzige, gegenwärtige Elternteil von ihm bin, ist schon ein Stück von mir abgefallen. Er braucht mich, wie jedes andere Kind in dem seine Alter seine Mutter. Aber er braucht mich nicht mehr, weil wir zwei allein sind. Wenn man ständig allein die Verantwortung für ein Kind tragen muß, auch und gerade wenn z.B. gesundheitliche Probleme auftreten, fällt man nämlich ziemlich schnell in diesen Glauben. Es ist für mich z.B. auch total seltsam, wenn er mal nicht bei mir ist und ich allein draußen im Strassenverkehr bin. Sonst muß ich immer 100% auf ihn achtgeben ohne das an Papa delegieren zu können. Und natürlich bilde ich mir dann ein, dass wenn er mit Anderen draußen ist, er wengstens 10x plattgefahren wird, weil keiner so gut auf ihn aufpaßt wie Mami! Ist man sich da selber unsicher oder ängstlich, überträgt sich das ganz wunderbar auf das Kind. Ich denke durch unser "Intensivtraining" bekommt er genug Muttiliebe für den Tag eingeimpft, so dass er sich auch mal traut wieder mehr aus sich herauszugehen, auf andere zuzugehen oder überhaupt mal ohne Mami wegzugehen. Und ich traue jetzt auch ihm und Anderen mehr zu. Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob es bei euch dasselbe ist. Ich denke dieses Renterehepaartrott als Alleinerziehende-mit-Kind war Teil des Problems. Andererseits gibt es bestimmt auch viele Muttis in Beziehung oder Ehe, die quantitative mit qualitativer Spielzeit gleichsetzen bzw. Überglucken, so wie ich auch. Bei einer Freundin war das ähnlich, die ist zwar verheiratet, aber de facto alleinerziehend mit drei Kindern und dementsprechend überlastet. Ihr Sohn (5) ist ein wenig seltsam in seinem Sozialverhalten, wobei hier allerdings ADHS und Hochintelligenz vermutet wird (was ich persönlich für Unsinn halte). Ich muß aber auch sagen, das mein Söhnchen mit eineinhalb Jahren ein sehr offenherziger Typ war und es von seiner Persönlichkeit her wahrscheinlich auch einfach ist. Wenn dein Sohn von Natur aus eher schüchtern ist, muß man es vielleicht doch anders lösen. LG fusel


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, erstmal ganz lieben Dank für deine laaaaange Antwort !!!! Tja, ich denke auch,dass es bei uns auch eine Rolle mitspielt, dass wir eben "alleine" sind....und da denke ich, hat mein Sohn einfach meine Mutter als 2.te Bezugsperson gefunden! Bei Oma bleibt er nämlich auch gerne alleine und macht vieles mit ihr. Dann kommt wohl auch noch dazu, dass mein Sohn einen Herzfehler hat und auch schon daran operiert wurde..........das erste Jahr hatte ich echt nur Angst um ihn - da hingen wir dann einfach nur aufeinander!! Ich konnte ihn da auch nicht alleine irgendwo lassen,da brüllte er dann und bekam keine Luft mehr!!!! Du schreibst, du hast auch immer die Fragen der anderen Leute an dein Kind wiederholt --da musste ich echt grinsen:das mache ich nämlich auch :-) Denn wenn mein Sohn gefragt wird, guckt er wie gesagt weg/mich an und dann frage ich halt nochmals und dann antwortet er mir..........da denke ich dann auch oft,ich sollte mich da besser nicht immer einmischen !!! Aber das fällt seeeehr schwer ---das ändert sich dann ja wohl auch im Kiga, denn da bin ich ja dann nicht dabei und dann "muß" er wohl selbst antworten........ Dann haben wir ja auch noch das Problem,dass er nur an meiner Hand läuft; egal, wo wir sind muß ich ihn an die Hand nehmen! Das haben wir nun seit einigen WOchen so geregelt: er fährt nun nur noch mit seinem Laufrad, wenn wir unterwegs sind --da kann ich ihm dann ja keine Hand geben :-) und es klappt echt gut!! Anfangs fuhr er noch neben mir, aber mittlerweile fährt er auch schonmal ein Stück vorraus. Das mit der einen Stunde am Tag intensiv beschäftigen finde ich echt gut, das versuche ich auch fast jeden Tag.....aber schaffe es oft einfach nicht!! Das sollte ich wohl nochmals besser machen :-) Tja und dann ist es bei meinem Sohn auch so, dass wenn er direkt angesprochen wird, dann geht er auch mit den Leuten mit - STOPP, ich meine, bei den Kennenlernnachmittagen spielten erst die Erzieherinnen nur mit den Kindern, die von sich aus auf die zugingen.....mein SOhn machte das natürlich nicht!! hab das denen dann auch mal erklärt, und als dann mal eine Erzieherin auf meinen Sohn zukam und ihn fragte, ob er denn was spielen will, da ist er dann auch tatsächlich mit der Frau mit und hat gespielt!! Nur muß man ihn echt immer direkt ansprechen und dann klappt es auch ganz gut...........nur das haben die im Kiga irgendwie nicht so kapiert :-( Das werde ich nächste Woche aber auch nochmals sagen!!! Denn dann könnte ich mir schon vorstellen,dass es klappt....ohne groß Theater !?!? Ansonsten denke ich schon, dass ich nicht mehr so gluckenhaft bin; ich lasse ihn schon vieles alleine machen, bzw. er dürfte es, wenn er es machen würde !!!!! Nun ja, ich werde dann mal den Kiga abwarten und mal sehen,wie er sich da entwickelt.............und dann soll er bald auch Ergotherapie bekommen, das hilft dann evtl.auch hierbei ein wenig !?!?!??! Danke für deine liebe Antwort und alles Gute für euch......... liebe Grüße noch


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, mein Sohn (jetzt 5) war und ist genau so. Zuhause und in gewohnter Umgebung (Oma etc.) dreht er auf, Neuem gegenüber ist er sehr reserviert, bzw. hängt an mir. Es wird aber langsam besser, ich mußte lernen, daß er seinen eigenen Zeitrhythmus braucht, er guckt bei allem neuen erst mal ganz lange zu, erst dann löst er sich und geht dazu, z.B. auf dem Spielplatz zu einer Gruppe spielender Kinder. Wenn ich ihn zu irgendetwas dränge, stellt er auf stur und nichts geht mehr. Ist zwar anstrengend, aber so ist er eben, und langsam werden die "Guckphasen" auch wesentlich kürzer. Gute Nerven Renate


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hi, bei Jessica (5 J.) ist es auch so: Sehr schüchtern gegenüber Fremden und Fremdem. Bei Bekanntem dreht sie voll auf. Es wird aber auch allmählich besser. Der Kiga trägt da schon einen Teil zu bei. Aber ich denk nicht, dass meine Tochter zu wenig Selbstvertrauen hat. LG Jutta