Mitglied inaktiv
,....vor guertelrose....habe unten nochmal zum Thread geantwortet. LG CArmen
Ja, ich hab gelesen, daß die Impfung vor Gürtelrose schützt und zwar die Geimpften... Die älteren Leute wären gefährdet, da es nicht mehr soviele Wildviren geben würde und sie nicht ständig geboostert würden. Aber bald kommt eine Impfung gg. Gürtelrose... Jedenfalls ist das alles so Theorie, was passiert, wenn ALLE gg. Windpocken geimpft werden. Und daß sich ALLE impfen lassen, das wird sowieso nie vorkommen, grad nicht bei Windpocken. Nicht mal gg. Masern lassen sich ja alle impfen und das ist wirklich eine gefährliche Krankheit, die man nicht durchmachen muß.. Was das Training des Immunsystems betrifft: Es gibt ja sonst sooooviele Krankheiten die ein Kind kriegt... Also meiner ist wirklich ständig krank gewesen am Anfang des Kindergartens, von Angina über Stirnhöhlenenztündung, Schnupfen, Husten usw. usw. natürlich gehen auch Rota Viren, Scharlach, Magen-Darm-Grippen rum. Die Palette ist unendlich... Ich finde, daß ich dazu dann nicht noch die Windpocken brauche, um das Immunsystem zu stärken... Lediglich der legenslange Schutz, der noch nicht gewiß ist, stört mich ein wenig, jedoch muß man halt schlimmstenfalls in 20 Jahren einmal nachimpfen... Diphterie, Tetanus usw. muß man ja auch immer nachimpfen und deswegen laß ich ja mein Kind auch nicht Diphterie durchmachen, weil es dann lebenslang geschützt wäre...
ich bin weder eine eingefleischte impfgegenerin noch eine bedingungslose befürworterin. aber eines muss man doch sehen: krankheit ist NICHT gleich krankheit. es gibt krankheiten, die sind per se und an sich sehr gefährlich. dazu zählen tbs, diphterie, manche hepathitis-formen, polio und einige, wenige mehr. dann gibt es solche, die bei einer kleinen anzahl von fällen statistisch gesehen schlimm sein können - im normalfall aber unangenehm, doch nicht weiter gefährlich sind. dazu zählen windpocken, masern, scharlach, röteln, manche grippen, mumps usw. - jedenfalls bis zu einem gewissen alter! mumps z.b. ist für erwachsene männer ziemlich gefährlich (an und für sich). deshalb kann man eben windpocken nicht mit diphterie vergleichen. ich bin keine medizinerin, aber ich versuche mich über risiken aufzuklären. klar ist es total drastisch, wenn man bedenkt, was etwa bei einer grippe oder eben bei windpocken passieren kann. aber das gilt - statistisch gesehen - ebenso für den alltäglichen straßenverkehr oder den haushalt, wo auch viele, z.t. tödliche unfälle passieren. deshalb: genau hinschauen, genau nachfragen. ist jedenfalls meine devise. lg paula
weit schlimmer verläuft,wenn sie ein kind!! bekommt?? da die kinder früher immer windpocken (also die harmlose variante) bekamen und meist die erwachsenen gürtelrose...nicht so schlimm. heute wo plötzlich die kinder sofort windp. geimpft bekommen, bekommen sie die zweiterkrankung noch im kindesalter und die sind weitaus schlimmer!!!(viel!! höhere komplikationsrate) lg pitti
Windpocken - der unterschätzte Killer? Eine kritische Stellungnahme von Dr. med. Steffen Rabe Seit Juli 2004 empfiehlt die STIKO in der neuesten Fassung ihrer Impfempfehlungen nun auch die Windpockenimpfung für alle Kinder zwischen 11 und 14 Monate sowie die Nachimpfung aller älteren Kinder, die bisher nicht an Windpocken erkrankten - dies ist eine klare Abkehr von der bisherigen Strategie, lediglich Risikopatienten (z. B. im Rahmen immunsupprimierender Erkrankungen oder Therapien) impfen zu lassen. Grundlage dieser Strategieänderung ist offenbar eine Untersuchung, die im Auftrag des Windpocken-Impfstoffherstellers GlaxoSmithKline (!) durchgeführt wurde und die auf der Grundlage einer ungewöhnlichen Methodik ebenso ungewöhnliche Zahlen produzierte: so wurden knapp 300 Arztpraxen telephonisch rückblickend über beobachtete Windpockenfälle befragt (Gesamtzahl 1134) und aus den gemeldeten 76 Komplikationen eine hieraus eine Komplikationsrate von 5,7% errechnet. Allerdings litten 90 der erfassten Patienten (8%) an Immundefekten, (wodurch rein theoretisch die Komplikationen allein in dieser Gruppe aufgetreten sein könnten...) und mit in diesem Zusammenhang 13 erfassten Mittelohrentzündungen und 12 erfassten Bronchitisfällen entfallen 25 (33% der Komplikationen!) auf Erkrankungen, die üblicherweise nicht als typische Komplikationen von Windpocken gelten (mit diesen also wahrscheinlich nichts zu tun hatten...). Völlig unberücksichtigt bleibt bei dieser Form der Datenerhebung die Tatsache, dass z. B. in einer Familie mit mehreren Kindern in Ermangelung einer effektiven geschweige denn individualisierten schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeit kaum wegen jedes einzelnen eine ärztliche Konsultation erfolgt. Obwohl kein Todesfall in dieser Beobachtungsphase auftrat, kommt diese Arbeitsgruppe dann zu der Schlussfolgerung, dass in Deutschland pro Jahr mit mindestens 20 Todesfällen als Komplikationen von Windpocken zu rechnen sei (Wutzler 2002). Dies steht in krassem Widerspruch zu allen bisherigen (weitgehend pharmaunabhängig gewonnenen) Erkenntnissen und Untersuchungen zu Windpocken und ihren Komplikationen: So errechnet die ESPED (Erhebungseinheit für seltene pädiatrische Erkrankungen in Deutschland) in einer Untersuchung von 1997 für immunkompetente Kinder bis 16 Jahren eine Häufigkeit von Komplikationen, die eine stationäre Behandlung erforderlich machten von weniger als 1 pro 100.000 Kinder und Jahr, bleibende Folgeschäden wurden in dieser Untersuchung bei 6 Kindern festgestellt, Todesfälle wurden keine berichtet (Ziebold 2001). Laut Statistischem Bundesamt (www.gbe-bund.de) verstarben von 1998 bis 2002 pro Jahr im Durchschnitt weniger als 6 Personen in Deutschland an Windpocken, weniger als ein Drittel davon waren Kinder unter 15 Jahren. Dies deckt sich mit der einschlägigen pädiatrischen Fachliteratur, derzufolge Windpockenkomplikationen im wesentlichen immungeschwächte Patienten oder nicht-immune Schwangere bzw. deren Kinder bedrohen, für die Mehrzahl der immunologischen Normalbevölkerung im Kindesalter jedoch in der Regel komplikationslos verlaufen. Die Argumentation für die Impfung mit dem Verhindern angenommener Komplikationen von Windpocken krankt darüber hinaus auch daran, dass - trotz nachweisbarer Reduktion der Erkrankungszahlen - eine Verminderung z. B. der notwendigen stationären Behandlungen von Windpocken(komplikationen) bisher in mehreren Studien nicht nachgewiesen werden konnte (Sewar 2002, Galil 2002, Ratner 2002). Lediglich ein Rückgang windpockenassoziierter Streptokokken-Hautinfektionen konnte nachgewiesen werden - bei allerdings insgesamt unveränderter Häufigkeit dieser Erkrankung (Patel 2004). Da die Windpockenimpfung nicht vollständig schützt, kommt es zum einen auch in Kindergärten/Schulen mit hoher Durchimpfung häufig zu Windpockenausbrüchen (Lee 2004, Tugwell 2004, Galil 2002), zum anderen fürchten Epidemiologen zunehmend ein Ansteigen späterer Fälle von Gürtelrose (Herpes zoster) im Erwachsenenalter als Wiederaufflammen der Erkrankung bei nachlassender (Impf-)Immunität (Goldmann 2004). Auch der von den Impfstoffherstellern postulierte ökonomische Nutzen (u. a. der Wegfall von Pflegetagen für windpockenkranke Kinder) der Impfung basiert auf den oben genannten höchst fragwürdigen Zahlen und darüber hinaus auf einer angenommenen Durchimpfungsrate von mindestens 85% - diese wird jedoch selbst in den USA, die seit 1995 flächendeckend gegen Varizellen impfen nur in den Staaten erreicht, wo der Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen an die Impfung gebunden ist, in den anderen Bundesstaaten liegt die Rate bei ca. 70%. Zusammenfassend fällt es angesichts des heutigen Standes unvereingenommener Kenntnis über Windpocken und ihr Komplikationsrisiko schwer, die Strategieänderung der STIKO weg von der gezielten Impfung von Risikopatienten hin zu einer allgemein empfohlenen Impfung nachzuvollziehen. Wieder einmal fällt das zeitliche Zusammenfallen von Markteinführung eines Impfstoffes und dazu passender Impfempfehlung der STIKO auf und wieder einmal wird der Ruf laut nach der Deklaration eventueller Interessenskonflikte bei medizinischen Veröffentlichungen, vor allem bei solchen mit Leitliniencharakter wie der STIKO-Empfehlungen... Arzneitelegramm 2004; 35; 80-81 Arzneitelegramm 2004; 35; 92-93 Galil, K: Pediatr. Infect. Dis. J 2002; 21:931-4 Galil, K: N. Engl. J. Med. 2002; 347:1909-15 Goldman, G: Vaccine 2004 (in press) Lee, B: J. Infect. Dis. 2004; 190: 477-83 Patel, R: J. Pediatr. 2004; 144: 68 - 74 Ratner, A: Pediatr Infect. Dis. J. 2002; 21: 927-30 Seward, J. :JAMA 2002; 287: 606-11 Tugwell, B: Pediatrics 2004; 113: 455-9 Wutzler, P: Dt. Ärzteblatt, 2002; 99; A1024-9 Ziebold, C.: Pediatrics 2001; 108; E79; http://www.pediatrics.org/cgi/content/full/108/5/e79 © Dr. med. Steffen Rabe, 2004 Der Autor Steffen Rabe ist Arzt für Kinder- & Jugendmedizin - Klassische Homöopathie in München. Homepages www.dr-steffen-rabe.de und www.impf-info.de http://www.geburtskanal.de/index.html?mainFrame=http://www.geburtskanal.de/Wissen/W/Windpocken.php&topFrame=http://www.geburtskanal.de/Advertising/BannerTop_Random.html?Banner=
und es widerspricht sich ein wenig, die Meinungen im Internet. Aber vermehrt wird von Impfreaktionen gesprochen, die eben unmittelbar zur Gürtelrose führten. In einem anderen BEitrag habe ich gelesen, dass sogar eine Gürtelroseepedemie durch die Impreei erwartet wird. Und in wieder einem anderen Beitrag habe ich gelesen, dass durch die Impfung die Gefahr der Gürtelrose im Alter weitaus höher liegt. Also, googelt Euch mal durch, Ihr werdet überrascht sein! Grüßle Silvia, die hofft, dass ihr Jüngster auch noch die WP haben darf (ich weiß nur nicht, woher. es gibt sie fast nicht mehr)
Im Impfforum hab ich das gefunden: die Diskussion um ein evtl. erhöhtes Risiko für Gürtelrose betrifft die NICHT Geimpften - und auch nur evtl. und nur dann, wenn die Impfung eine hohe Akzeptanz findet. Denn bei hoher Impfakzeptanz kommt es zu weniger Windpockenfällen (logisch!) und damit zu weniger "Booster"möglichkeiten, gefolgt von einem möglicherweise erhöhtem Risko für Gürtelrose. Die Geimpften selbst haben ein geringeres Risiko, da es ohne Windpockeninfektion ja auch keine Gürtelrose gibt! Also - es geht da um die Nichtgeimpften, die hätten ein höheres Risiko - siehe oben...
gehen wirklcih alle von euch zum nachimpfen als erwachsene? Immer termingerecht. Wißt ihr das immer? Ich kenne hier viele die sagen "oh stimmt irgendwan müßte ich auch mal wieder zum impfen" Was bringt es dann, wenn Erwachsene dann nicht mehr gegen WP sicher geimpft sind, oder gegen masern? Oder sich monate lang mit keuchhusten rumschleppen (kenne jetzt 3 die keuchhusten als erwachsene im letzten jahr hatten) oder oder oder. (mal abgesehn davon, das man trotz impfung keuchhusten bekommen kann) nein ich bin kein impfgegner, meine kids haben einige der impfungen. Nur versuche ich es kritisch zu sehen und ein bischen in die zukunft. bei uns geht das erstemal seit 3 jahre im kiga die WP um. D.h. alle 2-3 wochen ist EIN Kind erkrankt. Hat sich schonmal jemand gefragt, warum Masern mitlerweile so schlimm sind? Eben weil mitlerweile soviel geimpft wird, das es vorwiegend nur noch wilde masern gibt (laut vortrag im KH übrigens) viele grüße tine
Also ich muß da widersprechen. Masern sind ja immer 'Wildmasern', außer man ist geimpft worden und ich denke nicht, daß die Krankheit schlimmer geworden ist, ich denke, die Information, die Überwachung usw. ist genauer geworden. Früher hat man ja vieles gar nicht erfahren und nicht gewußt, es wurde auch nicht bekannt und es gehörte einfach dazu, Masern zu bekommen, es gab ja keine Wahl... Und ich hab ehrlich vieeel gelesen mittlerweile. In Amerika sind früher wirklich mehr Indianer an Masern gestorben als am Bürgerkrieg und in Afrika wird ein Kind erst 'gezählt', wenn es die Masern überstanden hat... Klar, Windpocken ist ein anderes Thema. Hier geht es um keine 'tödliche' Krankheit. Normalerweise ist es harmlos. Aber es ist lästig, kann heftig werden und Komplikationen kommen vor und die Impfung ist lt. Info nebenwirkungsarm... Und zum Nachimpfen wird wohl jedes unserer Kinder im Erwachsenenalter gehen müssen - aber bei z.B. Masern, Windpocken usw. wäre das ev. in 20 Jahren 1x nachimpfen, wenn überhaupt, das ist ja wohl im Grunde keine Aufregung wert, oder???
Hallo, also bei uns stellt sich diese Diskussion nicht, denn alle meine 3 Kinder hatten sie schon. Die Jüngste war damals gerade 7-8 Monate alt. Alle haben es ohne große Nebenwirkungen überstanden. Die kleinste hatte es zwar am schlimmsten und es jückte sie sehr, aber in Mamas arm ging es ohne Probleme. Impfe meine Kinder sonst durch, aber Windpocken erst wenn sie in die Pupertät kämen und die Windpocken noch nicht gehabt hätten. LG Cathy
Meine Worte!!!! Und irgendwann sind die WP auch mal ganz schlimm, weil es nur noch die gefährlichen Wildviren gibt. Grüßle Silvia
Siehste, das meinte ich mit widersprüchlichen Aussagen dazu. Ich habe im Internet eben gelesen, dass es durch die Impfung zu einem Anstieg der Gürtelrose führen kann. Da haben wohl die Ärzte eine unterschiedliche Meinung. naja, mir eigentlich wurscht. ich lasse auf keinen fall impfen und hoffe, dass mein Jüngster nun bald mal mit WP heimkommt. Grüßle Silvia
So - nun hab ich im Internt noch was gefunden: Nach Windpocken kann man Schlaganfall bekommen. Ein Mädchen hatte es und in einem anderen Forum ebenfalls ein Mädchen... Wahnsinn.. Also - die Meinungen teilen sich hier komplett... Ungefährlich sind Windpocken bestimmt nicht, nur normalerweise hat man damit keine Probleme. Aber es kann auch blöd hergehen und man ist genau dieser Fall...
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/13/0,3672,2303981,00.html
aber andersrum kann Dir auch bei einer Impfung so etwas passieren. das ist es ja. man kann eben nie 100% sagen, welcher Weg der richtige ist. Im Forum hat zum Thema Impfen mal eine Frau geschrieben, dass sie nacheiner Tetanus-Impfung ins Koma gefallen ist. Und die Ärzte sie schon aufgegeben hatten. Zum Glück ist sie aber wieder aufgewacht. Und wer denkt denn so etwas bei der bekanntermaßen "harmlosen" Tetanus-Impfung? Jede Krankheit hat ihre Tücken, aber jede Impfung auch. Deshalb habe ihc mich FÜR die Krankheiten entschieden und GEGEN die Impfungen. Die Krankheiten sind irgenwie reeller. Gegen die kann ich etwas unternehmen. Gegen fehlgeschlagene Impfungen oder Impfschäden, die erst nach 20/30 jahren auftreten, nichts mehr. Grüßle Silvia
Ja, stimmt schon im Grunde. Die WP Impfung, so wie Masern, Mumps und röteln sind aber auch die einzigen Lebendimpfungen. D.h. es sind lebende viren, abgeschwächt. Man immitiert die Krankheit im Kleinen... Ich finde das auch noch einen Unterschied. Ich denke und hoffe, daß eine Impfung gg. z.B. röteln oder WP niemals gröbere Nebenwirkungen haben kann, als die Krankheit selber, oder? Klar, Tetanus, das ist eine tödliche Krankheit. Hast Tetanus, dann bist tot (wenn man nicht sofort passiv impft). Deswegen vielleicht auch die möglichen schweren Nebenwirkungen der Impfung. Wie gesagt, es kann dies falsch sein, es kann das falsch sein...Das wird man nie erfahren, wie es anders gewesen wäre... Für mich jedenfalls hat die Krankheit Windpocken keinerlei Vorteile, wenn man sie durchmacht, außer, daß ich vielleicht bei der Impfung in 20 Jahren noch 1x impfen gehen muß und bei der Krankheit nicht - obwohl manche die WP auch 2x kriegen... Hoffen wir, daß wir alles richtig machen
Übrigens finde ich die Tetanus-Impfung nicht so harmlos - lies mal im Beipack nach. Auf www.kompendium.ch kannst dir alle Beipackzettel runterholen. Bei den div. Tetanusimpfungen steht allerhand drinnen... Bei WP steht nix drinnen, nur möglich, daß man ein paar Bläschen und ev. Fieber kriegt... Ob es stimmt - hoffen wir es!
Fast jeder hat sie gehabt. Hässliche Pusteln, die sich auf dem Körper ausbreiten, dabei unangenehm jucken und hochgradig ansteckend sind - bis der Spuk nach einigen Tagen wieder vorüber ist. Windpocken gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten und bislang galten sie als harmlos, vorausgesetzt man bekommt sie in jungen Jahren. Entsprechend wurde die schon seit 20 Jahren existierende Impfung nur selten genutzt. Doch damit soll nun Schluss sein: Die STIKO (Ständige Impfkommissio), ein Expertengremium unter dem Dach der Robert-Koch-Instituts, empfiehlt nun den Windpocken-Schutz offiziell für alle Kinder. Warum auf einmal jedes Jahr rund 700 000 Kleinkinder gegen die harmlose Krankheit gepiekst werden sollen, erklärt Gernot Rasch, Impfexperte beim Robert-Koch-Institut (RKI), im Gespräch mit unserer Zeitung mit Daten aus den USA. Dort wurde die Impfung in einigen Staaten vor zehn Jahren eingeführt. Das Ergebnis: Die Erkrankungsrate ist deutlich zurückgegangen, außerdem mussten weniger Kranke wegen Komplikationen in die Klinik. Rasch stimmt zwar zu, dass Windpocken nicht zu den besonders gefährlichen Kinderkrankheiten gehört, "aber dadurch, dass so viele Kinder erkranken, lohnt es sich schon, es einmal mit der Impfung zu probieren." In der Tat erkrankten bislang jedes Jahr in Deutschland rund 750 000 Menschen an Windpocken, bei fünf Prozent von ihnen soll es laut RKI zu Komplikationen gekommen sein, darunter Mittelohrentzündungen, Bronchitis, seltener auch Lungen- und Hirnhautentzündung. Eine Studie spricht sogar von 16 Prozent ernsten Verläufen. Diese Komplikationsraten rufen allerdings bei vielen Kinderärzten Unglauben hervor. In einer Leserbriefwelle an die Ärztezeitung drückten unter anderem drei Mediziner aus Bremen ihren Unglauben über "Komplikationsraten von 16 Prozent, die kaum ein Pädiater nachvollziehen wird" aus. Drei weitere Kollegen aus Horn-Bad Meinberg fragen: "Wo sind die 16 Prozent ernster Verläufe und sechs Prozent Komplikationen? Wenn wir an der Basis keine sehen, wo sind sie dann?" Selbst Klaus Hartmann, ehemaliger Mitarbeiter des für Impfstoffsicherheit zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, kritisiert: "Schwere Komplikationen sind, anders wie bei Masern, bei Windpocken wirklich eine Rarität." Und es gibt noch weitere Kritikpunkte. So ist nicht bekannt, wie lange die Windpockenimpfung wirkt. Die STIKO selbst schreibt in ihrer Empfehlung "Nach den bisherigen Erfahrungen kann davon ausgegangen werden, dass die Impfung eine lang anhaltende Immunität induziert." Was aber, wenn der Schutz nach 30 bis 40 Jahren nachlässt, und dann hauptsächlich ältere Menschen erkranken, mit den allgemein bekannten schweren Folgen? Eine weitere Gefahr: Wer einst die Windpocken hatte und den Erreger in sich trägt, braucht eine regelmäßige "Auffrischung", also Kontakt mit den Viren, um sein Immunsystem fit zu halten. Sind aber Kinder und Enkel in Zukunft geimpft, steigt das Risiko, dass das Virus neu aufflammt - dann aber in Form der Gürtelrose. Die STIKO spricht in diesem Zusammenhang von einem "theoretischen Risiko". Übrigens: Die Impfung schützt nicht, wie gerüchteweise verbreitet, vor einer späteren Gürtelrose. Diese dürfte aber bei einer geimpften Person leichter verlaufen. Angesichts der Nutzen und Risiken drängt sich Impfstoffexperte Hartmann der Verdacht auf, die Empfehlung orientiere sich stärker an den Interessen der Pharmauindustrie als an denen der Kinder. Derzeit erhalten nämlich fast alle Kinder in Deutschland die so genannte MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln). Und ein neuer Kombinationsimpfstoff MMR+Windpocken steht unmittelbar vor der Zulassung. Dieser würde ohne die Windpocken-Empfehlung der STIKO wohl kaum Abnehmer finden. Was aber bedeutet dieses Hin und Her der Experten für Eltern? Was ist die beste Entscheidung für ihr Kind? Wichtig ist vor allem, sich mit dem Kinderarzt zu beraten und gegebenenfalls eine zweite Meinung einzuholen. Unumstritten ist, dass immunschwache Kinder vor Windpocken geschützt werden sollten. Das gleiche gilt für Jungen und Mädchen mit Neurodermitis, die sehr unter der Krankheit leiden. Da die Windpocken bei älteren Kindern und Erwachsenen in der Regel schwerer verlaufen, ist zudem zu überlegen, Kinder spätestens bei der Einschulung zu impfen. Vorausgesetzt, sie haben die Kinderkrankheit bis dahin nicht gehabt und damit einen lebenslangen Schutz erworben. Mannheimer Morgen 03. Mai 2005
Jede durchgemachte schwerere Krankheit (wichtig dabei ist auch das Fieber) schützt später vor einer Krebserkrankung. Sprich, Menschen, die selten karnk waren, die kaum mal Fieber hatten haben ein größeres Risiko an Krebs zu erkranken. Und das spricht eher FÜR die Krankheit Windpocken, oder? Grüßle Silvia
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