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Mein Kind ist trocken, will aber nicht zur Toilette

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Mein Kind ist trocken, will aber nicht zur Toilette

Alely1522

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Hallo Zusammen Meine Tochter (3,5 Jahre) kann Ihren Urin und Stuhlgang bewusst zurückhalten. Sie trägt am Tag wie auch nachts nur Unterhosen & es gibt auch keine Unfälle. Aber: Sie will nur in die Windel pinkeln und auch Stuhlgang nur in Windel. Die Toilette oder auch Töpfchen lehnt sie ab.  Falls sie sich mal drauf setzt dann sagt sie: aber nur sitzen.  Sie kommt auch selten und sagt, dass Sie auf Toilette bzw. Windel muss. Wir haben fixen Zeiten, bei denen ich Ihr sage: So wir gehen jetzt Pipi. Wichtig zu wissen: Wir hatten vor einiger Zeit mit Verstopfung zu kämpfen. Wir haben es sehr gut im Griff - Stuhlgang ist weich und täglich. Kann mir da jemand helfen? Ich wäre schon froh, wenn Sie endlich windelfrei ist... weil, sie könnte es ja. :-)Danke für Eure Tipps.


Julia294

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Antwort auf Beitrag von Alely1522

Hi, ich glaube, jedes Kind wird anders sauber. Ich kann mal erzählen, wie es bei uns abgelaufen ist bzw. läuft: Mein Sohn (3 Jahre) wurde letzten Spätsommer trocken, allerdings nur in der Kita, gab dann auch relativ schnell keine Windeln mehr. Unfälle gabs damals nur ca 1 bis 2 mal die Woche. NUR: ich habe ihn mit Windel in die Kita gebracht und beim Abholen bestand er auch auf eine Windel. Zu Hause war er nicht trocken und sauber, endete immer im Drama. Kurz danach wurde er bei meinen Eltern trocken, kurz danach auch keine Windel mehr, nur zu Hause klappte es nicht. Er wollte nicht. Ich habe das Thema ruhen lassen, monatelang. Auf einmal kam er vor ca 2 Monate an, er wolle aufs Töpfchen, aha. Nachts ist er seitdem auch meistens trocken, ab und zu ist noch die Windel nass. NUR: auf die Windel will er nicht verzichten, diese bleibt aber in der Regel trocken. Manchmal sind ein paar Tropfen drin. Ich mache ihm jetzt die Windel in der früh in der Kita ab und meist will er nach der Kita keine Windel mehr haben. Allerdings wenn wir zu Hause sind, z.B. am Woende, dann will er die ganze Zeit eine Windel, auch wenn er diese nicht nutzt. Da ich immer einige Packungen auf Vorrat gekauft hatte, habe ich noch welche. Keine Ahnung, was ich machen soll, wenn diese alle sind. Zum Stuhlgang, ist hier auch schwierig, nur wenn ich dabei bin und am besten nur zu Hause und nur ins Töpfchen, da gabs wohl einen Vorfall in der Kita, deswegen will er nicht auf der Toilette das große Geschäft verrichten. Das kleine Geschäft ist auf der Toilette meist kein Problem, bevorzugt aber klar das Töpfchen. Wir waren ein paar Tage weg und dort hatte er wenig Stuhlgang und an 2 Tagen hatte er tatsächlich, in seiner Not, weil wir draussen waren und nicht so schnell rein gekommen sind, in die Windel gemacht. Vielleicht würde ich es mal mit Pants versuchen. Wenn sie die ganze Zeit einhält, ist auch nicht gut. Was sagt sie denn, warum will sie die Windel nutzen? Oder das Thema einfach nochmal ruhen lassen. Ich weiss, es ist schwer, wenn man weiß, dass Kind kann es, es aber nicht will. LG


JoMiNa

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Antwort auf Beitrag von Alely1522

Ich stimme meiner Vorrednerin zu. Der Weg ist bei jedem Kind individuell. Der Weg sollte an das Kind angepasst werden und nicht andersherum. Egal, wie ungewöhnlich eure Lösung von außen wahrgenommen wird, Hauptsache es funktioniert 😅 Zwei wichtige Tipps: 1. Auch wenn du verständlicherweise frustriert bist, dass ihr so kurz davor seid, die Windel endlich loszuwerden, und Kind im Wege steht: Es ist nur eine  relativ kurze Übergangszeit. Es wird ganz sicher auch bei euch irgendwann der Toilettengang zur Normalität. Je entspannter du bist und je weniger Erwartungen und Druck du dem Kind vermittelst, desto einfacher für alle Beteiligten 😉 2. Erfahrungsgemäß funktionieren die Lösungen am besten, die vom Kind initiiert werden, oder zumindest auf Anhieb akzeptiert werden. In dem Alter kann man schon gut sprechen, und einfache Regeln und Vereinbarungen aufstellen. Lass dich dabei ruhig auf "Kinderlogik" ein, auch wenn dir bestimmte Dinge unsinnig vorkommen. Ein paar Ideen, du musst selbst schauen, was für euch passt, und ob du sie kombinierst oder anpasst: - Nicht sofort "Maximalforderungen" stellen. Große Veränderungen können verunsichern und Abwehrhaltung auslösen. Kleine Schritte in die richtige Richtung führen manchmal schneller zum Ziel. Zum Beispiel: Windel gibt es zu Hause nur noch im Bad/Toilette. Als Nächstes immer kurz auf der Toilette "nur sitzen", bevor es die Windel gibt. - Selbsständigkeit fördern: Pants zum selbst anziehen besorgen und in ein gut erreichbares Fach legen. Ich würde auch versuchen, das eigene Gefühl zu fördern, indem du *nicht* erinnerst, wenn ihr zu Hause seid. Denn eigentlich zählt zum "Trockensein" auch dazu, dass Kind selbst merkt, wann es muss. Da ist dein Kind eventuell doch noch nicht soweit, auch wenn es schon eine gute Kontrolle über die Blase hat.  - Belohnungssystem einführen: z.B. Sticker für jedes Mal Pipi in die Toilette, oder eventuell erstmal nur für jeden Versuch, nach einem vollen Blatt gibt es ein Geschenk. Das kann der entscheidende "Motivationsstups" sein, alte Gewohnheiten zu ändern. Meist ist dann nach wenigen Tagen oder Wochen schon so eine Routine drin, dass keine Belohnungen mehr nötig sind. Wird aber nur funktionieren, wenn Kind einverstanden ist (z.B. das Geschenk selbst aussuchen darf) und es nur eine "Kopfsache" ist.