Elternforum Rund ums Kleinkind

Mama rumbefehlen

Mama rumbefehlen

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hi zusammen Jetzt muss ich also wirklich mal eine Frage stellen, vielleicht kennt jemand das Problem und kann mir einen guten Tipp geben. Mein Sohn wird bald 3 Jahre alt, er hat die Angewohnheit seit längerem, mich rumzubefehlen. Dh ich muss ihm das Getränkt holen, ich muss dies holen und jenes. Tue ich es nicht bekommt er einen Schreianfall und hört nicht mehr auf. Er weint, stampft schlägt den Kopf auf den Boden etc. Er bleibt stur wie ein Bock und gibt nicht nach bis ich nicht mehr kann und es dann tue und ihm das Gewünschte bringe. Dabei hat er natürlich wieder gewonnen. Ignorieren kann ich es nicht, sonst schlägt er noch den Kopf ein. Was soll ich tun? Im seine Wünsche erfüllen und hoffen, dass es bald aufhört oder was soll ich tun? Vielen Dank


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

mhm...also durchgehen lassen würde ich so ein verhalten nicht-wo hat er das denn her? Also ich meine kinder imitieren ja gern ihr umfeld-wenn ein freundlicher umgangston vorgelebt wird,dann geht das irgendwann in fleisch und blut über ...allerdings haben kinder natürlich so ihre"phasen" wo sie ihre grenzen testen. Ich würds mal mit motivation probieren:also wenn er wieder mal was"fordert" dann mach ihm den vorschlag dass er ja mit dir gemeinsam in die küche gehen könnte und zb sich selbst was einschenken könnte oder so.... sag ihm ganz ,klar und deutlich dass er mit geschrei und befehlen nichts erreichen kann,wohl aber mit einer freundlichen bitte-auch wenn er sich ne beule haut(ich denke aber mal er wird sich nicht ernsthaft verletzen-er will dich halt damit unter druck setzen und weiß das du irgendwann nachgibts!) Setz Grenzen und vor allem bleib konsequent und(zumindest äußerlich)unbeeindruckt von seinen "Anfällen". LG Tanja


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Vielen Dank für deinen Tipp. Von wo er das hat weiss ich nicht, ich bin wohl einfach zu gut mit ihm. Ich muss auch immer zu ihm wenn er ruft, er kommt nicht zu mir. Das mit dem selber Getränke einschenken finde ich toll, doch wie mache ich es wenn ich ihm den blöden Nuckel bringen oder auflesen muss, der neben seinen Füssen liegt? Oh man es ist so mühsam, ich hoffe nur ich komme da bald wieder raus...


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Oh, solche Sachen kenne ich von unserem rumpelstilzchen nur zu gut! Ist zwar die weibliche Variante und ein halbes Jahr jünger, aber solche vehemente Einforderung von bestimmten Schen und "rumkommandieren" erleben wir jeden Tag aufs Neue. Inzwischen wird es aber langsam etwas besser, nachdem wir dahinter gestiegen sind, dass sie sehr wohl versteht, dass ihr Verhalten nicht ganz fair ist. Wenn sie also etwas absichtlich runterwirft, muss sie es selbst aufheben. Basta. Wenn sie etwas haben möchte, das wir holen sollen, muss sie danach fragen bzw. sowas wie "Ich möchte bitte XXX haben" sagen. Wer schreit, stampft oder lautstark "Ich WILLLLLLLLL" brüllt, hat keine Chance. Wenns mal besonders schlimm wird mit der Schreierei, dann schicke ich den Trotzkopf auch schon mal in ihr Zimmer mit der Ansage, dass sie sich dort ruhig ausschreien darf und dann wiederkommen kann, wenn sie wieder normal reden kann. Das zieht. Keine Strafen androhen, das bringt nix. Aber die Trotzköpfe müssen einfach merken, dass man mit solchem Verhalten niemanden beherrschen kann! Mama ist doch kein Butler. Wir jedenfalls erfüllen jetzt gerne jede Bitte oder helfen bei freundlichen Anfragen aber lassen uns keine lautstarken Forderungen und Kommandos mehr bieten. Viel Erfolg und starke Nerven, lupa


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Ui...da hste ja einen richtigen Pascha daheim ;o)) Das glaub ich dass das anstrengend ist-umso nötiger ist es dass du ihm mal klare regeln und Grenzen aufzeigst. Das wichtigste ist dabei halt die Konsequenz-also wenn ihr eine Regel aufgestellt habt,dann müssen sich alle daran halten-auch wenns für dich vielleicht nervenaufreibend wird in der ersten zeit,denn er wird nicht versthen warum du auf einmal nicht mehr springst. Wenn sein Nuckel neben ihm liegt(brauch er den noch mit drei Jahren??)dann könntest du zB sagen"komm,heb du den Nuckel auf und dann gehn wir zusammen ins Kinderzimmer und ich lese dir was vor" oder sowas in die richtung.... Naja,schwierig da jetzt den ultimativen tip zu geben-aber auf alle fälle musst du was ändern,ansonsten bist du bald dauergenervt und das wiederum führt wieder zu genervtem kind usw... LG Tanja


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Lach mich kaputt, ich habe auch so ein Rumpelstilzchen zuhause. Wir rätseln noch, wo er den Choleriker her hat, von Mama oder Papa (bei uns kommen beide in Frage). Ich glaube, das muss nicht mit falscher Erziehung zu tun haben, dass ein Kind so vehement seinen Willen äußert, sondern kann durchaus an der Veranlagung liegen. Hat er genügend Gelegenheit zum Toben, sich zu bewegen? Zu spielen? Wird auf seine Bedürfnisse eingegangen? Darf er selbstständig kleine Aufgaben erledigen? Wird ihm zugehört? Wenn du ausschließen kannst, dass er vielleicht in dieser Richtung irgendwelche Defizite hat, dann wäre ich an deiner Stelle knallhart aber ruhig: Schreien und ausflippen lassen, ganz ruhig reagieren - irgendwann ist sein Akku leer, dann hört er auf und kriegt sich wieder ein, ich kenn das von meinem - und dann heult er wie verrückt, klammert sich vor lauter Gefühlsausbruch an mich und wird getröstet getröstet getröstet Niemals nachgeben! Mein Sohn schreit mich z.B. manchmal an: "Mama, Haare hoch!!" wenn ich meine Haare offen trage ... ich gehe zwar drauf ein, aber mir fällt nicht im Traum ein, mich danach zu richten. Gleiches mit : ich will einen Saft haben!! etc. - Ich sage ihm, das heißt ich möchte bitte und wenn er dann rumbockt, gibt's gar nichts. Wenn du dir sicher bist, dass es korrekt ist, seine Forderungen abzulehnen, dann würd ich auf keinem Fall nachgeben. Bocken und schreien lassen ohne mit der Wimper zu zucken. Aber sei ihm anschließend nicht böse deswegen. LG Lisa


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

hallo binchen, ich kann mich lupa nur anschließen. unser kleiner (3j6m) hat auch alle paar tage mal wieder diese phase:" mama, hol' mir was zu trinken." ich frage dann zurück: "bitte?" dann kommt immer ein: "kannst du mir bitte etwas zu trinken holen?" er hat sich zum glück noch nie auf den boden geschmissen und getobt. ich empfehle dir, das trotzige verhalten absolut zu übergehen und ihm eine auszeit in seinem zimmer zu geben. übrigens toleriere ich auch kein lautes rufen aus dem wohnzimmer, wenn ich gerade in der küche das essen mache und mein kleiner sitzt gemütlich auf der couch. wenn er etwas möchte, kann er zu mir kommen ;-) lg kiki


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

hi kenne ich zu gut. lasse ich aber in keinem fall durchgehen. erstens verlange ich von meiner tochter, dass sie bitte sagt. finde auch nichts schlimmes daran, ihr mal einen gefallen zu machen und ihr etwas bringen, aber ohne bitte sowieso nicht. aber sie übertreibt es auch manchmal und fängt an zu schreien wie blöd, wenn ich mich weigere. ist mir egal, das lässt mich kalt. wenn es mir zu bunt wird gehe ich hin, nimm sie an der hand, stelle mich mit ihr zusammen vor das gewollte und sage ihr, sie könne es selber nehmen. weigert sie sich, laufe ich davon und ignorier sie einfach. hört sie nicht auf, gibt es ein paar minunten auzeit in ihrem zimmer oder ich gehe in einen anderen raum was machen. aber in der regel hat sie schon aus dieser methode gelernt und macht jetzt auch nur noch selten einen aufstand. also bitte, ich bin doch nicht ihr dienstmädchen. ich kann dir nur raten, egal bei was, wenn die kids anfangen, es zu bunt zu treiben, sofort den riegel schieben. das ist halt die konsequenz! lg veralynn


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, ich würde sagen, er weiß was er tun muß, um seinen Willen durchzusetzen. Spätestens beim Kopf-auf-den-Boden-knallen kommt Mama und macht was ich will. Ich würde ihn auch mehr selbst machen lassen. Was machst Du denn, bevor er so ausrastet? Stehst Du neben ihm und sagst, er kann sich den Schnulli selbst aufheben? Ich würde einfach mal probieren, auf solche (sinnlosen)Befehle gar nicht zu reagieren und eher noch zu sagen, dass Du jetzt noch etwas in der Küche zu erledigen hast (und dann auch wirklich dorthin gehen). Ich denke nämlich, dass er Deine Anwesenheit zum Ausrasten braucht. Gruß Iris


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Erstmals vielen Dank für eure wertvollen Tipps. Ich hoffe ich kann mich durchsetzten. Also wenn ich ihn ignorriere, und davon laufe, dann kommt er mir hinterher gesprungen und zerrt an mir rum. Ich kann alles versuchen ablenkungn, reden etc nichts hilft. Aber ist ist genau so, sobald er anfängt mit seinem Kopf auf den Steinboden zu schlagen - gebe ich auf. Ich habe Angst, dass er sich ernshaft weh macht - er hat schon den ganzen Kopf verbeult. Im Haushalt und auch sonst darf er sehr viel alleine machen und ich lasse ihm auch viel Freiheit. Also warum er so reagiert weiss ich nicht. Ich habe neulich versucht hart zu bleiben, aber der Junge bleibt stur wie ein Bock - nach ca 1 h 30 min habe ich aufgegeben.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, wir haben das ähnlich, aber nicht so extrem. Das Dilemma ist ja, dass die Kinder, viele Dinge nicht selbst machen können, die sie uns dann "befehlen". es ist deutlich besser geworden, seit wir konsequent zwei dinge tun: 1. Wir achten besser darauf, was und wie wir es zu den Kindern sagen - quasi als Vorbild und 2. Wiederholen wir den "befehl" (inzwischen BITTE) mit z.B. "ich hole Dir gerne ein Glas Wasser, wenn Du mich freundlich danach fragst und etwas Geduld hast". Je nach Alter muss man natürlich helfen, was "freundlich" ist und ich würds auch nicht auf die Spitze treiben, man kann natürlich gleich gehen, es holen und dazu sagen, dass man so aber nicht rumbefohlen werden möchte und warum. Ist die Situation erst eskaliert 8wie bei Euch, zudem in einem etwas anstregenderen Alter, kommt man an die Kinder ja nicht mehr ran. Viel Erfolg und geduld Gruß Tina


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

zum bedienen lassen gehören immer zwei, der der fordert, und der der bringt. darauf lasse ich mich nicht ein. natürlich protestiert mein sohn, aber das lässt mich kalt. stattdessen ablenken, was anderes zeigen, verständnis aufbringen (ich weiß, dass du dich jetzt ärgerst, aber das ist nicht zu ändern), das getränk zusammen holen (komm, wir holen deinen becher gemeinsam, wer ist schneller?), usw. ein bisschen fantasie muss man natürlich schon entwickeln. wenn er tobt und schreit, freundlich bleiben und bei ihm bleiben, aber nicht nachgeben. ausnahmen sind natürlich immer erlaubt, aber die linie muss klar sein. und bedienen ist meine linie nicht.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

du hast angst, dass er sich ernsthaft weh macht. na dann sag ihm dass, wenn er nicht aufhört, müsst ihr ins krankenhaus und er muss allenfalls da bleiben, weil er sich so weh getan hat. wenn er dann wieder anfängt, den kopf auf den boden zu hauen, pack ihn und sag, so wir fahren jetzt mal ins krankenhaus, kontrollieren ob noch alles gut ist mit deinem kopf! glaub mir, der wird dann schon aufhören. und dann kannst du ihm sagen, dass er jetzt aber nochmal glück gehabt hat. weisst du, dein junge weiss genau, dass du irgendwann mal aufgibst und treibt es solange so bunt, bis dass der fall ist. wirklich, da hilft nur stur bleiben und nicht nachgeben. was er kann, kannst du schon lange oder etwa nicht? du möchtest doch bestimmt nicht einen pascha heranziehen oder? vergiss nicht, du bist die stärkere, dass sind nämlich nur machtkämpfe und wenn du ihn in seinem zarten alter bereits gewinnen lässt, dann gnade gott wenn der mal teenie sein wird! viel kraft und ausdauer wünsch ich dir! veralynn