Bettina8
Hallo, meine Tochter ist gerade drei geworden und seit letzter Woche Mittwoch in der Kindergarten Eingewöhnung. Diese läuft bisher laut den Erziehern "sehr schwierig". Die ersten zwei Tage war ich dabei bzw saß im Flur - kein Problem. Einmal war ich dann eine Stunde weg - auch kein Problem. Am vierten Tag haben sie mich angerufen dass sie stark weint und ich kommen soll. Das war jetzt die letzte beiden Tage auch so. Sie sagt mir beim bringen "Tschüss Mama du kannst gehen" und freut sich dort zu sein. Und kurz später will sie nach Hause und lässt sich nicht beruhigen. Laut Erzieher ohne Grund. Ich persönlich finde die Zeit noch sehr früh um jetzt von einem "schwierigen Eingewöhnungskind" zu sprechen. Das hat mich ehrlich gesagt heute eher stutzig gemacht. Leider bekomme ich aber dort auch keinen richtig Vorgehensweisen vorgeschlagen. Hat jemand Tipps und Erfahrungen für uns? Liebe Grüße
Ihr habt ordentlich Tempo vorgelegt bei den ersten Schritten. Mutig! Am dritten Tag gleich ne ganze Stunde. Würde das Tempo rausnehmen. Dann bist du halt mal nur 5 oder 10 Minuten weg. Oder auch vielleicht ein paar Tage komplett dabei. Bei uns gehen die schnellen Eingewöhnungen auch immer schief. Da fange ich komplett wieder von vorne an. Dokumentiert am besten schon mal alles. Bei uns war das nur der Anfang von vielen weiteren Schwierigkeiten. Ohne Unterstützung vom Träger und Jugendamt geht in der aktuellen KiTa gar nichts mehr.
Ich gebe dir recht, dass ihr noch am Anfang der Eingewöhnung seid und es noch zu früh ist, um ein "Urteil" zu fällen. Dass du dir die Aussage der Erzieherin zu Herzen nimmst, ist nachvollziehbar. Aber vielleicht war es nicht als "endgültiges Urteil" gemeint, nur einfach eine Bemerkungung zur aktuellen Situation? Dass es keine Tipps oder Lösungsvorschläge gab, würde dazu passen. Wie gut kann sich deine Tochter denn ausdrücken? Was sagt sie dazu, warum sie anfängt zu weinen? Kennt es deine Tochter, mehrere Stunden ohne Mama und Papa zu sein? Wenn es einfach nur Trennungsschmerz oder Unsicherheit ist, dann hilft Geduld und den Druck rausnehmen am besten. Wenn möglich, bleib einfach ein paar Tage im Flur, ohne "Androhung" zu gehen. Wenn die Erzieherinnen nichts vorschlagen, dann darfst du auch die Initiative ergreifen. Sie haben natürlich viel mehr Erfahrung mit Eingewöhnungen, aber du hast dafür 3 Jahre Erfahrung mit deiner Tochter 😉 Ich finde euer Tempo auch relativ schnell. Gleich der erste Versuch eine Stunde. Und eigentlich sollte das Tempo an das Kind angepasst werden, aber wenn ich es richtig verstehe, wird bei euch das Programm stur durchgezogen. Ich habe zwei Kinder, beide waren vorher bei der Tagesmutter, kamen mit etwas über 3 in den selben Kindergarten (nicht besonders modern eingestellte, aber engagierte Leitung, gemischte Gruppen mit bis zu 25 Kindern): Bei K1 war ich 10 Minuten im Gruppenraum, 2 Tage im Flur, dann kurze Trennung (15-20 Minuten?) und ab da blieb es jeden Tag etwas länger alleine. Wirklich sehr schnell und unkompliziert. Bei K2 war ich die ersten 10 Tage immer dabei, zuerst im Gruppenraum, dann im Flur. Erst dann gab es eine kurze Trennung und das wurde dann ausgedehnt. Wie ist denn generell dein Eindruck, geht das Personal liebevoll mit den Kindern um? Nimmt sich die Bezugserzieherin Zeit für deine Tochter? Vielleicht kannst du ihr einen Tipp geben, was deine Tochter gerade mag und womit man sie "kriegen" kann? Bei meiner war es zu der Zeit Puppenbuggy und Puzzles 😅
Danke 🙏🏻 ich denke auch dass sie einfach mehr Zeit braucht. Sie kennt es längere Zeit bei den Omas oder Tanten zu sein, aber nicht bei "Fremden". Ich werde am Montag ansprechen dass wir es langsamer angehen müssen. Die anderen Kinder hätten nur eine Woche gebraucht und daran halten die fest. :( Für neues oder Veränderungen hat sie schon immer länger gebraucht um sich daran zu gewöhnen (genau wie ich :)). Mir ist wichtig dass sie sich wohl und sicher fühlt und nicht dass es schnell geht... Liebe Grüße und danke
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