Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe zwar am Dienstag einen Termin bei unserer KÄ/Kinderpsychologin, aber ich meine es bis dahin kaum mehr auszuhalten!!! Ich habe meine Tochter (2 Jahre 4 Monate) immer abgöttisch geliebt, aber momentan werden die Gefühle immer weniger, denn unser Alltag ist, seit ein paar Wochen leider schon, ein einziger Kampf. Sie ist so anstrengend, quengelig und fordernd, dass es kaum auszuhalten ist! Sie war sonst immer so ein fröhliches Kind, zwar immer schon eher anstrengend und wütig als der Durchschnitt, aber ich bin mit ihr zurecht gekommen! Momentan bin ich mit den Kräften am Ende und das spürt sie natürlich auch und wahrscheinlich verunsichert sie es unglaubllich! Nur was soll ich machen? Wenn wenigstens ein Tag mal schön wäre, könnte ich daraus Kraft schöpfen, aber der Albtraum beginnt schon wenige Minuten nach dem Aufwachen. Mich reizt schon der Oberfeldwebel-Tonfall, mit dem sie mich morgens aus ihrem Bettchen ruft! Irgendwie ist es ein Teufelskreis. Ich wünsche mir so sehr Harmonie, aber es klappt nicht!!! Ich verstehe sie nicht. Sie ist überdurchschnittlich intelligent. Sie muß doch wissen, dass alles nur noch schlimmer wird, wenn sie nur rumnörgelt oder nicht auf mich hört?! Ich sage es ihr ein paar mal ruhig, aber sie macht einfach weiter und ignoriert komplett alles was ich ihr sage. Irgendwann kann ich nicht mehr und brüll sie an. Dann wird ihre Heulerei natürlich nur noch schlimmer! Was mich wundert ist ihre neurdings so extreme Anhängllichkeit! Einhergehend mit dem Gefühl, dass sie mich nicht mehr lieb hat oder mich ärgern will... Wenn sie mal über nacht bei der Oma ist, ist alles super und sie ist ganz brav. Hole ich sie ab, freut sie sich riesig mich zu sehen, aber ganz schnell kippt ihre Stimmung um und sie ist wieder wie immer! Manchmal macht es mich auch wütend. Den ganzen Tag mach ich was ihr gefallen könnte und sie wirkt trotzdem so unzufrieden... Manchmal denke ich, sie kriegt zu viel Aufmerksamkeit, manchmal denke ich, sie braucht mehr davon. Man kann sich z.Zt. auch mit niemandem unterhalten, ohne, dass sie sich die ganze Zeit in den Vordergrund drängt und dazwschischen redet! Was mir auch Angst macht, ist, dass sie manchmal ein richtiges künstliches Verhalten an den Tag legt. Sie lacht manchmal schon richtig aufgesetzt! Ich hab Angst, dass mit ihr was nicht stimmt. Dass unser Verhätnis nie wieder so wird, wie es mal war! Ich weiss auch, dass es mir momentan sehr schlecht geht und ich mit meinem Leben/meiner Partnerschaft (ihr Papa) sehr unzufrieden bin! Ich bin auf Wohnungssuche. Mein Strohhalm, an den ich mich momentan klammer, ist, dass es dann besser wird! Ich habe Angst, dass alle Schuld bei mir liegt und Emma unglücklich ist! Oder ist sie einfach nur maßlos egoistisch! Wer weiß Rat????? Viele liebe Grüße Teresa
Was willst Du bei einem Kinderpsychologen? Dein Kind ist knapp über 2 Jahre alt! Da schreibst Du solche Sätze: "Ich verstehe sie nicht. Sie ist überdurchschnittlich intelligent. Sie muß doch wissen, dass alles nur noch schlimmer wird, wenn sie nur rumnörgelt oder nicht auf mich hört?! ". Hey, sie ist ein KLEINKIND. DU bist erwachsen. Sie spürt die Spannungen, sie spürt, daß Du unglücklich bist. Das verunsichert sie. Du mußt nicht mit ihr zum Kinderpsychologen, Du mußt Dein Leben in den Griff bekommen. Du hast Die Verantwortung, Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen, ihr Halt zu geben. Daß Du das im Moment nicht kannst, ist nicht Deine Schuld, sogar nachvollziehbar. Aber dann gehe mit ihr nicht zum Psychologen, sondern Du zur Lebensberatung, Erziehungsberatung, was auch immer. Viele Dinge, die Du beschreibst, sind völlig normal für ein 2-jähriges Kind, nur Dein Problem ist, daß Du derzeit nicht den Nerv darauf hast. Verstehe ich, wirklich. Aber Du mußt an Dir arbeiten, als erstes Lebensumstände schaffen, die Deinem Kind wieder Sicherheit und Halt geben, dann vielleicht Erziehungsberatung, damit Dir von außen unter die Arme gegriffen wird, Dir Deine Tochter wieder näher gebracht wird. Bei Euch trifft es wieder voll und ganz zu: Kinder sind kompetent. Daß Dein Kind gerade völlig neben der Spur scheint, ist eine kompetente Rückmeldung an Dich, denn Dein und ihr Leben ist ebenfalls völlig neben der Spur. Das gilt es in Ordnung zu bringen. Liebe Grüße und viel Glück dabei! Elke
Kann dem Posting von Mathildas_Mama nur zustimmen. Denke sie hat es auch wirklich gut gemeint und sie hat Recht mit dem was sie schreibt. Versuche doch mal eine Mutter-Kind-Kur oder andere "Atempausen" zu bekommen. Wenn sich deine Lebensumstände und deine Nerven beruhigen, dann wird sich auch die Beziehung mit deiner Kleinen wieder ändern.
hallo, also ich den meisten sachen, die du schreibst erkenne ich meinen Sohn eindeutig wieder. Der ist bald 2,5 jahre und anstrengender als meine anderen 3 kinder zusammen. Letztendlich denke ich aber, das wir diese Zeiten durchstehen müssen. Ob da ein Kinderpsychologe hilft? keine ahnung, hab darüber nie nachgedacht. Bei meinem Sohn hilft ab und an das ignorieren viel besser, als das immer drauf eingehen. Verzweifelt bin ich auch oft über ihn und mich, das gebe ich zu. Doch bei dir hört es sich für mich persönlich noch eher danach an, das bei dir viele andere dinge nicht stimmen. Je unausgeglichener man selber ist, desto störrischer wirds kind, habe ich gemerkt. wünsche dir alles gute tine PS: haste niemanden, wo deine tochter mal einen tag oder übers WE hinkann, das du ne Auszeit bekommst?
leider ist es fast immer so, dass ein solch krasses verhalten bei kleinen kindern auf die eltern zurückzuführen ist. das ist gar kein vorwurf, das ist eine schlichte tatsache. falsche erziehungsmethoden, unangemessen harte reaktionen, unzufriedenheit der eltern, kaputte beziehung usw. kein 2-jähriges weiß, wie es sich zu verhalten hat. dein satz Sie muß doch wissen, dass alles nur noch schlimmer wird, wenn sie nur rumnörgelt oder nicht auf mich hört?! zeigt, dass du völlig überhöhte forderungen und erwartungen hast. DU musst ihr vorleben, wie man sich verhält. sie kopiert dich bloß. der tipp mit dem kinderpsychologen geht in die richtige richtung. vielleicht ist aber ein besuch bei einem "erwachsenenpsychologen" viel notwendiger, nämlich einer, der dir hilft. geht es dir besser, geht es auch deinem kind besser. ein kind dieses alters spiegelt seine eltern den lieben langen tag. positiv wie negativ. ich wünsche dir von herzen alles gute und dass ihr aus dem strudel herauskommt.
Hallo, ich schließe mich den anderen an und glaube auch nicht, dass du zu einem Kinderpsychologen brauchst, das hört sich nach einem ganz normalen Kleinkind an, dass gerade seinen eigenen Willen entdeckt. Ich kann dich verstehen, aber versuche vielleicht, dich selbst erstmal wieder einzukriegen, indem du dir so oft wie möglich eine Auszeit gönnst (Kind zur Oma, zu Freunden mit eigenen Kindern etc). Wie gesagt, ich verstehe dich und will dich auch nicht verurteilen, aber überleg mal, wie krass das eigentlich ist, wenn dir dein über alles geliebtes Kind schon durch vielleicht extreme aber noch normale Kleinkind-Zickigkeit so auf den Keks geht, dass du so genervt von ihrem Verhalten bist. Deine Kleine braucht Liebe und Verständnis, wer soll ihr das geben, wenn nicht die eigene Mama? Mir fällt auf, dass du sagst, dein Kind ist "überdurchschnittlich intelligent" - wie kommt man bei so einem kleinen Kind dazu, so etwas festzustellen oder anzunehmen? Hast du sie irgendwelchen Tests unterzogen, mit anderen Kindern verglichen, mal einen Experten konsultiert? - Vielleicht überforderst du sie dahingehend, dass du zuviel von ihr erwartest? Ich finde nicht, dass man von einem 2,5-jährigen Kind im besten Trotzalter schon so etwas wie Rücksicht oder größere Einsicht erwarten kann. Vielleicht solltest du deine Erwartungen an sie etwas zurückstecken und es ein bißchen so akzeptieren, wie es im Moment halt eben ist. Ich wünsche dir starke Nerven u. viel Glück, L.
Vielen Dank für Eure Antworten! Ist vielleicht ein bischen falsch rübergekommen. Meine Kinderärztin ist gleichzeitig auch Kinderpsychologin. Sie berät einen aber auch, wenn man Probleme mit der Erziehung hat! Ich sage nicht, dass meine Tochter hochbegabt ist. Meine KÄ meinte nur, dass sie das im Auge behalten will, denn sie hätte den Eindruck, dass sie überdurchschnittlich intelligent sei. Ich merke es ja selber, dass sie unheimlich fit im Kopf ist. Sie war mit 6 Monaten schon kein richtiges Baby mehr. Aber darum geht es ja auch nicht. Es ist nur so, dass sie mir oft so schlau vorkommt und ich sicher unbewußt oft mehr erwarte. Wegen den zahlreichen Tips, was Auszeiten vom Kind angeht, z.B. zur Oma bringen: Ich habe Angst, dass wenn ich sie vermehrt abgebe, ich sie dann auf eine Art mehr verliere, der Draht zu ihr völlig durchreisst. Sie sich vielleicht noch mehr abgelehnt fühlt! Ich denke momentan, dass ich da irgendwie durch muss und es dann irgendwann besser wird! Aber es ist gewiß nicht leicht. Ich sollte es wahrscheinlich einfach alles nicht so persönllich nehmen. Bin sehr harmoniebedürftig und momentan ist Durststrecke angesagt! LG
Lass dich erstmal drücken! Ich weiss wie anstrengend das alles sein kann. Ich hab selbst einen kleinen kleinen 19 Monate alten Trotzkopf daheim ;) Ich finde es gut, dass du mit der Kinderärztin darüber reden möchtest, aber letztendlich wirst du ein Kind in diesem Alter kaum verändern können, da muss ich den anderen zustimmen. Eigentlich hab ich auch eine Weile gebraucht um zu kapieren, dass sich nicht meine Tochter, sondern ich mich ändern muss, seitdem läuft es wesentlich entspannter. Ich finde es etwas blöd, daß die Kinderärztin schon so früh derlei Vermutungen über Hochbegabung in die Welt setzt, das kann man jetzt garnicht testen, ist noch vie zu früh. Die Gefahr ist dabei, daß du zuviel von ihr erwartest, das sie noch garnicht wirklich nachvollziehen kann. Für mich hört sich das normal an, dass du ihr Sachen auch noch 100 Mal wiederholen mußt bevor sie es kapiert (wenn überhaupt), denn in dem Alter können die kleinen noch garnicht die Wirkung ihres Handelns einschätzen. Auch für den Fall, dass sie tatsächlich hochbegabt wäre, heißt das ja nicht automatisch, dass die emotionale Intelligenz (sprich sich sozial bewußt zu verhalten und sich über Tun und Wirkung im klaren sein) mit der kognitiven (Fertigkeiten im Alltag, Wissen, Lernfähigkeit) Intelligenz einher geht. Versuch euer Verhältnis zu entspannen, befrei dich vom Gedanken sie zu fördern und zu fordern. Versuch sie als kleines Kind zu sehen, das sie nunmal ist. Sie kann in dem Alter noch garnicht deine geistige Reife haben bestimmte Sachen nachzuvollziehen. Dazu gehört auch viel Lebenserfarhung. Vielleicht ist das auch der Grund, warum es mit den Großeltern so entspannt läuft. Großeltern neigen eher dazu die Enkel zu verwöhnen und sie nicht so vielen Forderungen auszusetzen. Dass du Angst hast, dass sie sich völlig von dir loslöst ist ein ganz normales Gefühl. Sie spürt diese Angst, glaub mir Kinder haben unwahrscheinlich empfindliche Antennen für so etwas! Vielleicht ist auch das der Grund warum sie sich dir gegenüber so komisch verhält. Sie spiegelt eigentlich deine Unsicherheit und nervliche Zerrissenheit wider. Wenn du es schaffst ihr die Wärme und Liebe zu geben die sie als Kind nunmal braucht, wird sie sich nicht von dir abwenden, auch wenn sie sich loslöst. Die Loslösung von der Mutter ist ein völlig normaler Prozeß. Das Gegenteil ist wesentlich problematischer, auch wenn es uns Müttern schwer fällt dies einzusehen ;) Versuche diese Spannungen von euch zu nehmen, wenn sie dich ankeift morgens, dann schenke ihr das strahlendste Lächeln und versichere ihr, dass du sie über alles liebst. Anstatt zu befehlen, gib ihr Möglichkeiten frei zu wählen. Verhandlungen können Trotz oft abwenden, natürlich nur bei ungefährlichen Sachen. Bei allem was sie gefährdet musst du weiterhin konsequente, aber liebenswerte Autorität zeigen, denn Grenzen brauchen die Kinder auch. Es ist oft mühselig und man denkt, man schafft alles nicht, aber mit der richtigen Einstellung als Ausgangspunkt tut man sich in vielen Dingen leichter. Übrigens würde ich die Großeltern einspannen wo es nur geht. Nimm dir einen Tag frei und nutze ihn nur für dich. Deine innere Ausgeglichenheit wird sich bald bei deiner Tochter widerspiegeln. LG und alles Gute Sofia
hm ich hab mir deine antwort auch nochmal durchgelesen. Also ich würde trotzdem eine Auszeit für dich und deiner Tochter empfehlen. Das tut oft beiden gut. Du sollst sie ja nicht abschieben. Aber vielleicht können Oma und Opa mal nen schönen Tag mit ihr verbringen (Tierpark gehen oder was weiß ich) und du nutz die zeit zur entspannung. Das sowas wichtig ist, habe ich im laufe der Zeit gelernt. Denn es ist wie ein Kreislauf, das sich einer mit dem anderen gegenseitig hochschaukelt. Der muß durchbrochen werden. Sonst werdet ihr nie froh. Ich hatte am Donnerstag ein kurzes Türgespräch mit dem ERgotherapeuten meines 2. sohnes, wegen meinem Trotzkopf und der empfahl mir eindringlich mich nicht hochschaukeln zu lassen. Natürlich weiß ich das eigentlich, aber es zu hören oder zu wissen sind irgendwie 2 paar dinge. Und seitdem kann ich auch wieder etwas entspannter mit meinem Trotzkopf umgehen und es sind nicht mehr gar so viele Trotzanfälle am Tag und dadurch können wir wieder besser uns verstehen. Laß die intelligenz beiseite. Gerade in dem Thema. viele grüße tine
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