XENIA.GBS
Hallo, ich wollte mal fragen ob ihr schon Erfahrungen mit Familienhilfe habt bzw. berichten könnt. Ich bin alleinerziehend und habe 2 kleine Kinder, mir wurde nahe gelegt das ich zur Entlastung eine Familienhilfe beantragen soll. Mir wurde gesagt das die mir helfen könnte bei Ämtergängen, Beantragungen und mir bei der Wohnungssuche helfen könnte. Zudem sollte mehr Struktur in die Familie kommen und sie könnte mir eine Hilfe in der Erziehung sein. Das wäre alles auf freiwilliger Basis und ich bin mit dem Jugendamt schon im Kontakt. Ich weiß das beide sorgeberechtigen Elternteile unterschreiben müssen und das mein Noch Ehemann damit einverstanden sein müsste. Was wäre wenn er sagt das eine Familienhilfe nicht notwendig ist und er seine Zustimmug nicht geben würde, könnte er dazu gezwungen werden zu unterschreiben oder könnte es dann zwangsweise auch ohne ihn entschieden werden das ich eine Familienhilfe bekomme? Ich habe ja leider viele schlechte Sachen über die sogenannte Sozialpädagogische Familienhilfe gelesen bzw. auch das eine Familienhilfe nicht wirklich hilft. Daher wäre ich sehr dankbar über Antworten.
Habe selbst noch keine in Anspruch genommen, aber eine Freundin von mir arbeitet als solche. Sie betreut zum Beispiel eine Familie, die mit ihrem Geld nicht auskommt und insgesamt sehr unordentlich. Sie hilft bei der Strukturierung der Wohnung, holt die Tochter mal aus der Schule ab, hilft, den Kühlschrank wieder zu füllen oder was so anliegt. Sicherlich kommt es auf die Situation an und man kann sicherlich mal eine gute oder schlechte Hilfe bekommen. Aber ich würde es ausprobieren!!!
Deine Informationen darüber, für was ein/e FamilienhelferIn zuständig sein kann, sind alle richtig. Alles unterliegt der Schweigepflicht. Was konkret die Aufgaben deines Familienhelfers oder deiner Familienhelferin sein werden, klärt ihr gemeinsam mit dem/der SozialarbeiterIn des Jugendamtes beim Hilfeplangespräch. Dabei kommt es am darauf an, in welchen Bereichen du Unterstützung wünschst und was das Jugendamt an Unterstützung als sinnvoll erachtet. Wichtig ist es, die selbst wahrgenommenen Probleme realistisch und ehrlich zu schildern. Wenn du Probleme "kleinredest" hat es unter Umständen zur Folge, dass dir weniger Stunden pro Woche eine Familienhilfe genehmigt wird, was ja auch logisch ist, da dann ja nicht viel zu tun ist... Die Zustimmung deines Ehemannes kann durch eine gerichtliche Entscheidung ersetzt werden, die sein sonstiges Sorgerecht nicht weiter berührt. Ob eine Familienhilfe wirklich hilft, ist häufig nicht genau abzuschätzen. Man kennt ja nur den Verlauf, den der Fall mit Familienhilfe genommen hat aber nicht den, den er ohne Familienhilfe genommen hätte. Es ist wichtig, dass du mit deinem Helfer/deiner Helferin gut zusammenarbeiten kannst. Wenn du jemanden hast, bei dem du ein gutes Gefühl hast und du selbst Hilfe haben möchtest und entsprechend mitarbeitest, kann sie kurzfristig sehr entlastend sein und mittelfristig zu einer erheblichen Verbesserung der Situation führen. Gerade in psychischen Belastungssituationen wie einer Trennung ist eine Familienhilfe sehr ratsam.