Mitglied inaktiv
Hallo, ich bin total verzweifelt, weil ich Angst um mein Kind habe. Die Gefahr geht von MIR aus!!! Meine Tochter ist 2 ¾ Jahre alt. Ich „lebe“ mit ihrem Vater „zusammen“. Allerdings muss ich bei ihm eher vom Erzeuger als vom „Vater“ sprechen. Entweder ist er bei der Arbeit oder sitzt vor dem Computer. Zeit nimmt er sich für sie nicht. Auch nicht für mich. So bin ich eigentlich schon immer allein erziehend. Wir werden uns wohl auch bald trennen, was mich sehr belastet. Soviel zum Umfeld. Ich habe Angst, das Leben meiner Tochter zu zerstören. Ich kann sie in letzter Zeit immer weniger ertragen. Den ganzen Tag hängt sie an mir. Selbst wenn ich aufs Clo gehe, geht sie mit. Wenn ich duschen will und obwohl der Papa da ist, steht sie schreiend vor der Tür und donnert dagegen. Den ganzen Tag rennt sie mir hinterher. Ich kann kein Telefonat führen, hab keine 2 Minuten für mich. Ich flüchte schon vor ihr. Ich habe oft das Gefühl, dass sie mich verarschen will. So wie heute Abend: ich lasse sie ihre Zähne putzen, dann will ich putzen. Sie will aber nicht. Ich hatte sie dann soweit, dass ich die Zähne putzen konnte, dann hat sie immer wieder nach der Zahnbürste gegriffen und sie hat eine Riesenkraft. Das ganze ging dann mind. 5mal. Dann hab ich aufgehört zu putzen und das Geschrei ging los. Sie wollte unbedingt, dass ich ihr die Zähne putze. Aber ich wollte nicht mehr. Das ist nur ein Beispiel. Den ganzen Tag hör ich nur „Mama“ und Gejammer. Ständig muss ich aufstehen, meine Arbeit unterbrechen, weil sie irgendetwas will. Spielen tut sie nicht alleine. Wenn ich etwas von ihr möchte, dann sagt sie nur „Nein“ oder tut absichtlich das Gegenteil. Wenn ich „Nein“ sage, sagt sie „doch“. So könnte ich noch Romane schreiben. Ich weiß, dass mein Kind nichts dafür kann. Die Ursache für ihr Verhalten liegt bei ihren Eltern. Ich bin nur noch gereizt und unzufrieden. Ich habe keinerlei Perspektive mehr. Ich hab einfach keine Kraft mehr. Ich habe Angst, dass ich ihr durch mein Verhalten fürs Leben schade oder dass ich sie wirklich verprügel. In letzter Zeit haut sie auch immer öfter nach mir. Ich habe Angst, ich verliere die Kontrolle, dann flüchte ich, aber sie rennt mir hinterher und ich dreh noch mehr durch. Immer öfter denke ich an Adoption, weil das besser für sie wäre. Nein, ich habe niemanden, der sie mir mal abnehmen kann, kann mir auch finanziell keinerlei Abwechslung gönnen. Danke fürs Zuhören
Geh zum Jugendamt, shcildere Dein Problem und sage, dass Du dringend einen Kindergartenplatz brauchst - spätestens wenn sie 3 ist, dann hast Du auch Anspruch darauf. Wenn das Geld dafür nicht reicht, kommt vielleicht ein Zuschuss in Betracht? Aber das können die Euch sagen. So hättest Du mal Freiräume und könntest auch entspannter auf Deine Tochter zugehen. Zumindest hat das Jugendamt vielleicht noch eine Idee. Außerdem gibt es Krabbelgruppen und Müttercafes. Gibts vielleicht bei Euch ein Eltern-Kind-Zentrum oder Mutter-Kind-Zentrum? Dass Du einfach mal unter Leute kommst und Dein Kind auch andere Kinder zum Spielen hat - kostet nix! Gruß tina
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Was ist mit professioneller Hilfe für dich? Zahlt die Kasse, "kostet" dich vielleicht 90 Minuten pro Woche, so lange könnte vielleicht eine Freundin/Nachbarin das Kind nehmen. Erster Ansprechpartner wäre dein Hausarzt, der überweist dich weiter. Das hilft!
DAs mit den Krabbelgruppen wollte ich dir auch vorschlagen. Da spielen die meisten Kinder die zu Hause nicht allein spielen wollen vergnügt und du kommst auch mal unter Leute. Ich kann mir vorstellen, dass sie vielleicht merkt, dass es dir nicht gut geht wegen der bevorstehenden Trennung, sie merkt das da irgendwas im Busch ist und das wird ihr Angst machen, sie klammer sich deshalb extrem an dich. Da hilft nur das ihr eure Verhälnisse bald regelt und einen Neuanfang macht. Ich hoffe dür dich das du noch genug Kraft schöpfen kannst, dann kommen bestimmt auch bald wieder bessere zeiten!
Hallo, du klingst ziemlich deprimiert, ich glaube, Du könntest Hilfe für Dich gebrauchen! Ich kann gut verstehen, dass es Dir schlecht geht und Du etwas ausgebrannt bist, wenn Deine Partnerschaft dem Ende zu geht und du seit nunmehr fast drei Jahren praktisch völlig allein die Verantwortung für ein Kind hast. Deine Tochter spürt das wahrscheinlich auch und ist deswegen verunsichert und ganz besonders anhänglich, was Dir wiederum das Gefühl gibt, gar keine Luft und keinen Raum mehr zu haben. Ich denke, Du musst Dich jemandem anvertrauen, der Euch Hilfe geben kann. Dein Hausarzt könnte Dich in eine Therapie überweisen oder sprech doch mal mit ihm über eine Mutter-Kind-Kur. Da gibt es Kinderbetreuung für Deine Tochter und in der Zeit Angebote für Dich. Allerdings werden die meisten Kuranträge wohl erstmal abgelehnt, davon nicht entmutigen lassen sondern Einspruch einlegen. Und dann kann Dir das Jugendamt hoffentlich weiterhelfen, wenn Du ihnen offen sagst, dass Du Hilfe und Unterstützung brauchst und das schnell. Vielleicht kann Deine Tochter bald in den Kindergarten, sonst käme eventuell eine vom Jugendamt vermittelte Tagesmutter in Frage. Es gibt dort auch Angebote zur Erziehungshilfe. Es ist toll und mutig, dass Du in der Lage bist, zu erkennen, dass Du so am Ende bist, wirklich, Du musst jetzt nur noch Hilfe in Deiner Umgebung suchen. Alles Gute Kristina
Zunächst mal ist es sehr ehrlich von dir zu sagen ,daß du einfach überfordert und nervlich am Ende bist. Irgendwann ist man dann in einem "Teufelskreis" weil jeder nervlich fertig ist und den anderen wieder dadurch fertig macht. Ich habe zufällig auf meiner Gemeinde ein Prospekt in die Hand bekommen vom Frauenbüro. Veranstaltungskalender für und von Frauen. Da stehen sehr viele Adressen drin auch von Caritas , Frauenring, Nothilfe für Frauen in solchen Situationen, Familienhilfe, Sorgentelefon, Erziehungshilfe etc. Alles übrigens kostenlos. z.B. Beratungsstelle für Erziehungsprobleme, schwierige Familiensituationen, Trennung, Lebensproblemen , Gewalterfahrungen etc. Das ist jetzt allerdings nur für den Raum Mittelhessen, aber das gibt es sicher in eurer Stadt und Gemeinde auch. Wenn du merkst daß du die Kontrolle verlieren könntest, dann sei so mutig und steh auch dazu und nimm Hilfe in Anspruch. Das ist keine Schande. Im Gegenteil ein Zeichen von Mut dazu zu stehen, daß es einem alles zuviel wird. Ich bin sicher, daß deine Tochter auch wieder ganz anders sein wird, wenn es dir besser geht.
Hallo, hol Dir einen Termin beim KIA. Rede mit ihm / ihr und schildere Deine Probleme. Die habe dort Adressen von Organisationen, die Dir weiterhelfen können. Vllt. würde euch eine Mu-Ki-Kur guttun. Das Kind ist betreut und Du hast Anwendungen und kannst ausspannen! Den ersten Schritt hast Du getan: Das Problem erkannt! Nun bleib bitte am Ball und wende Dich an Leute die Euch helfen können! Alles alles Gute für euch! LG Danny. Wo wohnt ihr denn? Wenns in der Nähe ist, würd ich Dir gerne mal aushelfen.
Klingt fast wie mein Tag. Meine 2 hängen immer an mir, ich komm zu nix, nicht mal allein aufs Klo. Mal 5min allein lassen im Kinderzimmer geht nicht. Wenn ich den Raum verlasse riesen Gebrüll und sie rennen mir nach "Maaaaaaaaaaaaaaamma!" Sag ich was wird protestiert und wild gestrampelt, nein ist das Wort schlechthin und wenn sie abends im Bett sind bin ich sooooooo k.o. Weggehen geht nicht, da wir niemanden für die Kleinen haben und damit auch keine Abwechslung. Nie Hilfe, da keine Omis usw. hier ist... ...aber an Adoption usw. hab ich noch nie gadcht. Ich nehm das ernst und denke du solltestd ir bei der Familienhilfe z.B. Hilfe holen um dich zu entlasten (auch psychisch). Wen du dein Kind nicht lieben würdest würdest du dich nicht mit solchen Gedanken plagen. Dein Partner soll dich mehr unterstützen. Meiner ist ja bis abends auch nicht da aber wenn er da ist hilft er mir udn wenn sie mir ins Badezimmer usw. naxchrennen hält er sie ab und erträgt ihr Gebrüll. Ich hab meist bei all dem Chaos noch gute Laune aber nicht jeder hält das aus. Laß dir helfen und ich wünsch dir viel Glück. Kerstin
wirklich toll, wie ehrlich du deine situation schilderst. ich finde es wirklich verständlich, dass du dich am ende fühlst und angst um deine tochter hast. wie die anderen schon sagten: jugendamt, kinderschutzbund (sorgentelefon z.b. für eltern oder erziehungsberatung), psychologisches gespräch sind sehr, sehr, sehr gute anlaufstellen. wenn du denen genauso überlegt, ehrlich und im besten sinne bemüht wie hier deine ängste schilderst, werden sie dir garantiert gute hilfen anbieten. ich wollte dir nur sagen, dass wir mit unserem sohn auch solche anhänglichkeits- und regelrechte kletten-phasen auch kennen. ich hatte auch manchmal das gefühl, mir bleibt keine luft zum atmen oder kein bewegungsraum, weil sohn IMMER an mir klebte. und das, obwohl der papa/lebensgefährte total engagiert ist. es muss also nicht an dir bzw. eurer situation liegen. manche kinder sind so. sie sind vielleicht sehr sensibel, was die innere anwensenheit der mama betrifft. wie gesagt, dass musst du dir nicht unbedingt als 'Fehler' anschreiben. trotzdem brauchst auch du deine freiheit, deinen raum. den musst du dir - behutsam, freundlich und zugleich deutlich - nehmen. auch deiner tochter gegenüber. wenn sie beim duschen gegen die tür donnert oder mätzchen macht heißt das noch lange nicht, dass "ihr leben zerstört" wird. absolut nicht. von weinen und wut geht die welt eben nicht unter. das müssen du und deine tochter lernen. wichtig ist, dass du sie ihr grenzen setzen lernst (mama braucht auch zeit ohne tochter und sei es nur beim duschen) ohne sie ganz grundsätzlich als mensch abzuweisen. sprich mit ihr. zeige ihr durch positive anwenseheit und viel zuneigung, dass du sehr wohl für sie da bist. nur nicht 24 stunden am tag. das geht. dabei können dir ganz sicher auch profis helfen. deshalb: nur mut! lg paula
es beruhigt dich vermutlich im moment überhaupt nicht... aber jeder von uns kennt diese situationen, wo die kinder oder das kind einen fordern, fordern, fordern und noch mal fordern. man möchte die kleinen zwerge dann manchmal nehmen und kopfüber an der wäscheleine aufhängen. bei dir kommen natürlich jede menge umstände hinzu... der vater der sich nicht kümmert, die bevorstehende trennung, die angst, dann wirklich allein zu sein und die vielen tausend fragen. keine ahnung wo du wohnst, ob du eine freundin hast, die auch kinder hat... aber tatsache ist, dass du dringend mal eine auszeit von allem brauchst. bei uns hier gibt es die möglichkeit an einem projekt teilzunehmen was so treffend heisst: mama hat heute frei. frag doch mal, ob es sowas bei dir auch gibt. du kannst dein kind in geübte hände geben und sei es nur für eine stunde. dein kind wird betreut, mit ihm wird gebastelt, gemalt, gespielt. es ist beschäftigt. wenn du so eine möglichkeit gefunden hast...dann nutze die zeit..nutze sie für dich, zum durchatmen, zum auftanken. ansonsten, wenn es dir hilft, schreib dir alles von der seele. mir hilft es immer, wenn ich meinen kummer wenigstens einmal aus mir heraus befördert habe. es ist dann für mich nichts mehr da, was ich erneut "runterschlucken" oder verdrängen könnte. zu deinem kind sei gesagt, dass es jetzt eben in diese phase kommt, wo es sich einen bezugspartner aussucht, der rund um die uhr dazu sein hat. setz deinem kind ruhig grenzen, damit es dir nicht auf der nase herumtanzt. andererseits hat dein kind auch keine andere möglichkeit als mit dem ständigen dich fordern auf sich aufmerksam zu machen, dir zu zeigen, dass etwas nicht in ordnung ist. wenn du das alles gelesen hast, was ich dir so geschrieben habe, dann schau dir dein kind an, drück es an dich, bekuschel es und sei froh, dass du ein gesundes, munteres kind hast.
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