14.01.2026 Ich sehe die zwei Linien auf dem Test und spüre Freude, Hoffnung und Liebe für mein Baby. Ich liebe dieses kleine Leben schon jetzt und stelle mir vor, wie ich es halte, schütze und umsorge. Zwischen 14.01. und 26.01. Immer wieder mache ich Tests, immer wieder bestätige ich die Schwangerschaft. Ich freue mich so sehr. 26.01.2026 – Termin beim Frauenarzt Voller Vorfreude auf mein Baby gehe ich zum Arzt. Bin aufgeregt und hibbelig. Kann man es schon sehen? Wie groß wird es sein? Doch dann : Der Ultraschall zeigt kein Baby, obwohl ich rechnerisch bei 7+5 Wochen sein müsste. Die Worte „Verdacht auf Eileiterschwangerschaft“ treffen mich wie ein Schlag. Mein Herz zieht sich zusammen, Schuldgefühle übermannen mich. Ich frage mich immer wieder: Warum gerade mein Baby? Warum ich? Was habe ich falsch gemacht? Einweisung ins Krankenhaus – weitere Untersuchungen Ich werde ins Krankenhaus eingewiesen. Weitere Ultraschalluntersuchungen und Bluttests bestätigen den Verdacht. Ich spüre, wie sich die Angst in meinem Körper festsetzt – Enge in der Brust, Zittern, das Gefühl der Hilflosigkeit. Immer wieder frage ich mich: Warum musste es so enden? Was hätte ich anders machen sollen? 29.01.2026 – Operation Letztendlich wurde entschieden, ich muss operiert werden. Der Eingriff findet statt. Mein Baby ist verloren. Mein rechter Eileiter muss aufgrund einer Ruptur entfernt werden. Es gab bereits Einblutungen und das Gewebe war stark geschädigt. Es war gefährlich und wohl knapp, dass die Operation rechtzeitig kam. Ich spüre irgendwie Dankbarkeit, dass ich überlebt habe – aber mein Herz bricht über dem Verlust meines Kindes. Gefühle danach Ich weine, ich zittere, die Enge in meiner Brust ist fast unerträglich. Ich fühle tiefe Schuld: Hätte ich etwas tun können? Hätte ich anders reagieren sollen? Ich weiß rational, dass ich keine Schuld trage, aber mein Herz will das nicht glauben. Die Sehnsucht nach meinem Baby ist überwältigend. Ich vermisse es, obwohl ich es nie in den Armen halten konnte. Ich fühle Trauer, Liebe, Angst und Schuld gleichzeitig, so intensiv, dass sie mich oft lähmt. Ich versuche mir zu sagen: „Ich bin nicht schuld. Ich habe alles getan, was ich konnte.  Und doch komme ich überhaupt nicht klar.