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Zyklusinterpretation

Zyklusinterpretation

Bella2021

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Hallo ihr Lieben, ich benötige mal einen Rat. Ich habe Weihnachten die Micropille abgesetzt. Es hat lange gedauert, bis meine Periode wieder kam (1. Zyklus 6 Wochen). Auch den 2. Zyklus habe ich erstmal ignoriert. Früher hatte ich Zyklen wie ein Uhrwerk mit ca. 29. Tagen. Ab März dann wollte ich loslegen mit der gezielten Planung und meinen Zyklus mit einer, teilweise mehreren Apps zum Gegencheck ausgewertet. Der März, April und Mai verliefen jeweils mit 33/32/31 Tagen (von Monat zu Monat jeweils ein Tag weniger). Die Apps haben mir dann relativ einheitlich den gleichen ES vorhergesagt, also etwa am 18./19./20 Zyklustag. Wir haben rund um den errechneten ES dann auch recht weitreichend geherzelt. Leider ohne Erfolg. Weil mich das dann aber doch verunsichert hat mit der Zykluslänge, habe ich jetzt im Juni die Femometer-Ovulationstests mit dazugehöriger App genutzt. Tatsächlich hatte ich meinen LH-Peak am 13. Zyklustag und dann eben etwa am 14. Tage meinen ES. Also tatsächlich wesentlich früher als die Eisprungsberechnung es vermuten würde. Diesmal hatte ich jedoch auch starke "Nebenwirkungen". Ich habe mich gefühlt, als hätte ich meine Periode, mein Unterleib war verhärtet, ich hatte krampfartige Schmerzen,das Herzeln war unangenehm...waren das die Ovulationsschmerzen? Die habe ich früher zumindest nie so wahrgenommen. Wir sind jetzt ES+5, also gerade in der aufgeregten Zwischenphase, wo noch nicht getestet werden kann ob es geklappt hat. Was ich also eigentlich wissen will. Wem soll ich mehr glauben, einer mathematischen Zyklusberechnung (wo ich ja letztlich erst sicher am Ende des Zyklus weiß, wann der ES wirklich gewesen sein könnte, sofern der Zyklus dauerhaft variabel ist) oder sind die Ovulationstests sicher interpretierbar? Kann man davon ausgehen, dass der ES 24 Stunden nach dem LH Peak ist? Liebe Grüße Bella


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Bella2021

Der Körper ist nicht mathematisch berechenbar. Apps rechnen immer nur einen Durchschnitt aus. Bei manchen passt es, bei anderen wieder nicht. Ein Ovulationstest zeigt nur an, dass LH im Körper vorhanden ist und ein Eisprung stattfinden KANN, aber nicht MUSS.


Bela66

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Antwort auf Beitrag von Bella2021

Hallo, beide Methoden sind sehr unzuverlässig. Die statistische Berechnung der Apps ist völlig unbrauchbar, weil sie ja rein gar nichts mit Deinem individuellen Körper zu tun hat. Auch Ovulationstests konnten Wissenschaftler nicht überzeugen, weil sie Eisprünge anzeigten, wo keine waren, und fehlende, wo doch welche waren. Grund ist, dass sie lediglich das Vorhandensein von LH (eisprungauslösendes Hormon) feststellen, nicht aber, ob dessen Konzentration überhaupt ausreicht für einen Eisprung. Meine Frauenärztin sagt, dass eine Basaltemperaturkurve die einzig wirklich zuverlässige Möglichkeit der Zyklusbestimmung ist. Noch dazu ist sie kostenlos und braucht bloß zwei Minuten Zeit jeden Morgen. An der Kurve kannst Du sehen, wann Dein Eisprung war, ob Du eine zügige Eireifung hast, und ob nach dem Eisprung eine stabile, ausreichend lange Gelbkörperphase folgt, die für eine Einnistung auch ausreicht. Führe einfach mal drei, vier Zyklen lang online eine solche Kurve (geht hier oder auch bei urbia.de). Dann hast Du Sicherheit. LG


NaduNadu

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Antwort auf Beitrag von Bella2021

Die Zyklusrechner rechnen nur den Durchschnitt aus... Am besten behältst du dein Zervix im Auge. Das ist sehr lehrreich und du weisst durch die gute spinnbarkeit wann dein Eisprung ist. Bei mir lag der Eisprung fast immer am 12. Zyklustag auch wenn der Zyklus mal etwas länger war.


Bella2021

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Antwort auf Beitrag von NaduNadu

Komisch, eigentlich hatte ich bereits geantwortet, aber das ist wohl vom Handy aus schief gegangen. Temperaturmessen kommt in meinem Alltag morgens leider nicht in Betracht. Insgesamt habe ich leider auch sehr wenig Zervixschleim, so dass hier eine tägliche Interpretation kaum möglich ist. Das hatte ich versucht auch nebenher zu tracken, aber das war so lückenhaft, so dass ich da kaum was reininterpretieren konnte.