Elternforum Erster Kinderwunsch

Zum Alter im Kinderwunsch

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Ich habe ja nun doch einige Jahre Kinderwunschzeit auf dem Rücken, und ich habe am Anfang meiner Kinderwunschzeit auch so gedacht. Meine Gedanken waren die "wie kann nur ein junges Mädchen schon ein Kind wollen! Sie soll sich erstmal im Beruf beweisen..." Aber ich bin nach und nach zu der Erkenntnis gekommen, das das alles nicht ganz so einfach zu beantworten ist. Dazu muß man vielleicht auch mal zurück blicken. Die Frauen hatten in den letzten Jahrzehnten eine enorme Veränderung zu verzeichnen. Ihr gesellschaftliches Leben hat sich völlig geändert. Waren sie Anfang des 1900 Jahrhunderts bis zu dessen Mitte in erster Linie für Haus und Hof und für die Kinder und deren Erziehung zuständig, so ist der Anspruch an die moderne Frau heute ein ganz anderer. Die Gesellschaft hat sich was die Frau anbelangt total verändert. Hingegen ist die Stellung der Männer in unserer Gesellschaft in etwa die gleiche geblieben. An Frauen wird heute die Erwartung gestellt ihren Mann zu stehen, vor allem im Beruf, sie soll sich erstmal beweisen. Oftmals muß eine Frau sich sogar in ihrem Beruf doppelt so gut verkaufen wie ein Mann um die gleiche Anerkennung zu erhalten. Bis Anfang der 60er war es sogar üblich das die Frauen den ersten Tag ihrer Regel im Betrieb frei nehmen durften, dann kam der totale Wandel. Z.B. hat eine Tamponsfirma so geworben, das war 1963: Ratschlag für Ehefrauen Es gibt eine alte Regel für ein gutes Eheleben, und die lautet: Nutzen sie Ihren Ehemann nicht aus! Diese alte REgel ist heute so richtig wie früher. Natürlich bemühen auch Sie sich darum, sie einzuhalten, aber nicht alle Formen der Ausnutzung sind leicht zu erkennen. Oder würden Sie dabei einen Zusammenhang mit der Menstruation erkennen? Aber wenn sie die Menstruation nicht zu einer ganz normalen zeit im Monat machen und sich statt dessen jeden Monat ein paar Tage zurückziehen, als ob Sie krank sind, dann nutzen Sie die Gutmütigkeit Ihres Manner tatsächlich aus. Er hat schließlich eine Vollzeitgattin geheiratet, keine Teilzeitfrau. Sie sollten deshalb jeden Tag aktiv, schwungvoll und frühlich sein. Was ich jetzt damit zeigen möchte: Junge Mütter werden sehr leicht von beruftätigen Frauen als "asozial" abgetan, letztlich ist dies aber nicht korrekt. Ich möchte nicht sagen das es schlecht ist was die moderne Zeit uns gebracht hat, nur leider haben wir auch für diese "Gleichberechtigung" einen ganz schönen Batzen unserer Weiblichkeit auf der Strecke gelassen. War es früher doch total normal mit Anfang 20 zu heiraten und Kinder zu bekommen. Was passiert aber oft wenn man eine Powerfrau ist modern, beruftätig und und und??? Oftmals muß die Frau in einem zurückstecken. Ich glaube wenn ich jetzt frage "fühlst du dich als Vollweib?" Dann wird bestimmt die eine oder andere denken "naja..." Und gerade durch die Unterdrückung der eigentlichen Weiblichkeit in uns (und der Druck kommt ja schon früh auf die Mädchen, oder hat die eine oder andere sich hier noch nie für ihre Weiblichkeit entschuldigt "ach tut mir leid ich bin zu schwach dafür..." oder "ich bin ja auch vom schwachen Geschlecht"...kommt es oft zu folge Erkrankungen. Diese können schwerwiegend sein wie z. B. Krebs...oder aber auch fallen vor allem das Prämenstruelle Syndrom unter diese Sparte. Denn haben wir dann irgendwann das Alter erreicht wo wir meinen jetzt passen Kinder in unseren Plan, dann wollen wir auch das wieder Planen...wir setzen uns unter Druck...man ist also praktisch ständig in einem enormen Druckkreislauf... Und unsere Seele...die spielt besonders im Kinderwunsch und was unsere Sexualorgane angeht eine entscheidende Rolle. Mit anderen Worten finde ich es mutig wenn Frauen heute so jung zu einem Kind stehen...vorausgesetzt sie haben natürlich das Verantwortungsbewußtsein...und das kann man nicht unbedingt am Alter festhalten. Ich hoffe ich habe jetzt in meinem leider sehr lang geratenem Text vermitteln können was ich meine. Und übrigens kann der Körper sogar selber dicht machen (Verschlossene Eileiter) wenn er meint die Seele ist nicht so weit für ein Kind. Lasst doch einfach jeden dann sein Kind bekommen wann er es möchte. Und wenn ihr eine junge Mutter seht, dann wird sie sich vielleicht sogar freuen wenn ihr ihr mal das Kind abnehmt. Liebe Grüße und habt euch lieb flo


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Liebe Flo! Nur kurz: Super ausgedrückt und mir voll aus der Seele gesprochen ;o) Irgendwie ist von der Gesellschaft gesehen nie DIE richtige Situation und Zeit für ein Kind, weil man sich selber ja auch immer weiterentwickelt. Man (frau) wird sich glaube ich selber klar, wann man bereit ist, Verantwortung für ein anderes Leben zu übernehmen. Bei den einen eben früher, bei anderen später. Liebe Grüße Tanya


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hallo flo, ich kenne das forum jetzt ein paar tage und bin wohl in einer ganz heißen zeit eingestiegen. ich habe die ganze zeit überlegt wie ich es gut ausdrücken kann was ich dazu sagen wollte. nun bist du mir zuvorgekommen SUPER . ich kann nur ganz und voll betätigen was du geschriben hast. ich selbst wollte schon mit 16 ein kind. bin in einer großfamilie aufgewachsen und habe schon früher als mir lieb war das gefühl von verantwortung und dadurch auch eine entsprechende reifeenticklung bekommen. da wird mir ganz schlecht wenn ich so festgefahrene gemüter höre bzw. lese. lg und jeder so wie er möchte...


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stimme ich euch zu, obwohl ich da eigentlich die argumente beider seiten in gewisser weise verstehen kann. aber zugegeben, verantwortungsgefühl kann leider kaum am alter festgemacht werden....... nur mit einer sache komme ich persönlich nur schwer klar. warum kann man nicht im alter von 19 noch ein wenig ruhe bewahren? warum muß es denn gleich eine künstliche befruchtung sein? das halte ich persönlich tatsächlich für ein bißchen übertrieben in so jungen jahren..... aber trotzdem.....auch den küken hier viel glück sahira


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o.t.


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Hi Flo, ich hab das Gefühl, dass du hier einigen aus der Seele gesprochen hast. Ich kann deinen Ausführungen nur beipflichten und bin echt froh, dass sich die Gemüter wieder etwas beruhigt haben. Viele Grüßle an alle Meg


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Diese vermännlichung der wir Frauen ausgesetzt sind ist leider auch oftmals der Grund warum es dann eben nicht mit dem Kind klappt. Z. B. haben doch die meisten Frauen hier ein gemeinsames Problem "erhöhte mänl. Hormone"... na...macht es klick? ;-) Wichtig ist wenn wir schon gerade so dabei sind von Seele und Kinderwunsch zu sprechen vielleicht auch zu wissen, das gerade unsere linke KÖrperseite die weiblichkeit und Kreativität zeigt. Darum haben die meisten Frauen ihre Zysten auch links, oder das Gefühl das z. B. link nie ein ES ist. Ganz einfach weil sie sich nicht ausleben dürfen wie sie es vielleicht ihrer Weiblichkeit entsprechend gerne täten. Das ist echt ein richtig wichtiges Thema...und ich bin der festen überzeugung das viele Unfruchtbarkeitsfälle damit zusammen hängen. lg flo


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Liebe Florentine, da hast Du was thematisiert, was mich auch schon länger beschäftigt, nur man findet nie jemanden, mit dem man sich mal austauschen kann. Meine Eileiterschwangerschaft saß übrigens im linken Eileiter. Meine Mutter meint immer, wenn ich Regelschmerzen habe, ich solle endlich meine Weiblichkeit akzeptieren, dann würden die Weggehen, aber wie macht man/frau das? Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, ich glaube, wir muten uns manchmal zu viel zu oder lassen uns zu viel zumuten und sind nicht egoistisch genug. Ich meine, wenn wir z. B. Regelschmerzen haben, legen wir uns vielleicht mit einer Wärmflasche auf dem Bauch ins Bett, rufen an der Arbeit an und sagen, dass es uns nicht gut geht und nicht kommen können? Nein, wir werfen Tabletten ein, walzen über uns hinweg und gehen an die Arbeit. Irgendwas muß sich (bei mir)ändern, ich weiß leider nur nicht wie. Man(frau) soll toll aussehen, seine Vorzüge rauskehren, arbeiten wie ein Mann, nur die Kehrseiten des Weiblichseins (Menstruation, hormonell bedingte Launenhaftigkeit u.a.), die soll man/frau schön verstecken (Medikamente, Tampons, Binden mit Duft u.a.). Weiteres Beispiel: Warum endet das medizinische Wort für Gebährmutter = Uterus eigentlich auf eine (lateinische) männliche = "us"-Endung? Warum heißt es nicht Utera? Es ist immerhin ein weibliches Organ und auch der Wortteil "Mutter" ist weiblich. LG, Judith


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Also mit mir liebe Judith darft du dich gerne über das Thema austauschen. Enge Eileiter oder schwer durchgängige Eileiter deuten auf ein ähnliches Problem hin. Oft haben Frauen die letztlich nie aus der Pubertät entwachsenen sind diese Probleme. Einschließlich meiner einer. Das hat nichts mit dem Momentanen geistesstand oder so zu tun, eher damit das man von Eltern und Umfeld auf Mann getrimmt wurde. Der Körper sagt dann sozusagen "nein, das ist noch nicht weit genug für ein Kind" und er macht dicht, im wahrsten Sinne des Wortes. Es bleibt dann was stecken... Ich glaube den ersten Schritt zur Heilung tut man mit dem Erkennen des Problems, den zweiten mit dem Annehmen... Da gibt es auch etwas tolles zu, man nennt es die 12 Schritte zur Heilung. Ich glaube auch das die 7 Jahresregel vieles helfen und verändern kann... lg flo


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Liebe Florentine, schön, dass Du Dich mit mir darüber austauschen möchtest. Ob ich der Puberttät noch nicht entwachsen bin, weiß ich nicht, wenn ich mir meine Haut manchmal anschaue, könnte man glatt davon ausgehen;-) Tja, da wären wir bei der Erziehung... In der Tat bin ich sehr männlich erzogen worden. Ich bin ohne Vater aufgewachsen, habe eine jüngere Schwester und war für meine Mutter glaube ich und auch meine Schwester glaubt das (meine Mutter gibt das nicht zu) ein Partnerersatz. Und jetzt habe ich einen Beruf, in dem Weiblichkeit auch nicht grade gefragt ist, eher Belastbarkeit und Verantwortung. Die 12 Schritte zur Heilung sagen mir gar nichts. Was ist das? Mit der 7 Jahresregel verbinde ich Erneuerung. Ich meine mal irgentwo gelesen zu haben, dass sich die Zellen des Körpers alle 7 Jahre komplett erneuern. Ich hoffe, ich muß jetzt nicht noch 6 Jahre warten ( 1 Jahr ist ja schon um), bis ich wieder ss werde *lach*. Aber vielleicht hat das auch nichts damit zu tun. Liebe Grüße und *gespanntseiaufdieantwort*, Judith