Elternforum Erster Kinderwunsch

Unsicherheit

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Hallo zusammen, seit einem Jahr hat der Nestbautrieb mich (30) also auch erfasst. Und der Zeitpunkt ist günstig - wir sind seit 4 Jahren ein glückliches Paar, mein sehr sensibler und liebevoller Lebensgefährte ist 35, sieht beruflich und finanziell einer recht rosigen Zukunft entgegen, hätte trotzdem viel Zeit für ein Kind und ist bei den kids sehr gefragt, ich feile nun seit meiner Ausbildung 5 Jahre an meiner Karriere, wir sind gesund und leistungsfähig, alles passt - und ich bin sicher, dass sich ein günstigerer Zeitpunkt nicht bietet - und jetzt bekommt mein Lebenesgefährte, der sowieso nicht zu den Entscheidungsfreudigen zählt, irgendwie kalte Füße. Er sagt nicht nein, er sagt nicht ja, er sagt, er müsse überlegen und vielleicht später, irgendwann mal - also am liebsten aufschieben, bis es aufgehoben werden kann oder gar: ich will mich einfach nicht damit beschäftigen (schreiben sies auf, ich beschäftige mich später dfamit...) Seine Ängste kann/will er leider nicht genau definieren, sonst könnten wir drüber sprechen. Wenn ich das Thema nicht mehr anspreche, wird sich auch nichts tun (Gott sei dank, sie hats vergessen), überreden mag ich ihn aber auch nicht - ich würde mir eigentlich wünschen, dass er voll dahinter steht. Was bleibt - erst noch mal abwarten und dann Konsequenzen ziehen? Was meint Ihr?


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Es ist schön zu lesen das es das auch bei anderen Paaren so ist. Wir sind nun seit 5 Jahren zusammen und alle unsere Freunde haben 1 b.z.w 2 Kinder(und sind jünger oder gleich alt als wir) nun will ich auch und habe ihm das auch klar gemacht aber er kann sich das nicht vorstellen. Wir haben beide Partenkinder seins ist 3 Jahre und meins ist 7Monate es sind Geschwiester mit dennen wir gut und immer viel spaß haben. Er kann mir auch nicht sagen vor was er Angst hat. Ich lese viel über Babys und werde auch die Pille absetzen, das weiß er auch. Ich denke wenn es pasiert freut er sich auch.Ach mein Freund ist 28Jahre und ich 27Jahre. dann viel glück 2003


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Huhu, war bei uns ähnlich. Ich würde dir raten, versuche, herauszufinden, warum er zögert. Versetz dich mal in seine Lage und sieh dir die Sache von da aus an. Vielleicht erkennst du ja dann den Grund, den er vielleicht selber nicht benennen kann. Und dann arbeite dran, den Grund aus dem Weg zu räumen. Du solltest dir überlegen, ob du wirklich auf alle Fälle Kinder willst oder ob dir die Partnerschaft wichtiger ist. Und dann dementsprechend handeln. Denn wenn du z.B. einfach die Pille absetzt, dann musst du damit leben können, dass du evtl. alleinerziehend wirst. Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. LG Martina


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Vielen Dank für Eure Antworten - hat etwas geholfen, dass ich nicht ganz allein damit bin. Da mein Partner derjenige bei uns ist, der verhütet, muss er schon wollen und sich überwinden - wenn er kann. Löcher ins Gummi knabbern mach ich nicht - ich würde gern ehrlich mit ihm umgehen - erwarte ich ja auch. Vielleicht wäre es einfacher, wenn er sich nicht aktiv gegen das Kondom entscheiden müsste - aber so ists halt. Leider kam es nie zu einem Unfall (was ich immer gehofft habe, aber nachhelfen kommt, wie gesagt, nicht in Frage), ich bin sicher, er würde sich freuen. Danke


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Hallo! Bei uns war das ähnlich. Wir beschlossen ein Kind zu bekommen + wußten, daß es schwierig wird. Also begannen wir zu üben. Nach 2 Jahren sollte dann eine Behandlung folgen. Wir waren beim Arzt + ich habe bereits das Rezept für die 1. Hormonbehandlung in Händen gehalten, da meinte mein Mann plötzlich, daß ihm das zu schnell ginge! Ich fiel aus allen Wolken, schließlich übten wir ja auch schon 2 Jahre. Ich erzählte dem Arzt von Schmerzen + daraufhin untersuchte er mich sicherheitshalber noch mal + siehe da, ich war bereits schwanger. Da konnte mein Mann dann keinen Rückzieher mehr machen. Natürlich fragte ich ihn schon noch, woher sein Sinneswandel kam. Immerhin stand damals sein 30. Geburtstag unmittelbar bevor. Wollte er vielleicht auf den St.-Nimmerleinstag warten?!? Er hatte einfach vor den Veränderungen angst, + durch die bevorstehende Behandlung wurde ihm erst bewußt, dass es vielleicht schneller klappt, als ihm lieb ist. Inzwischen ist er der liebevollste Papa, den man sich nur vorstellen kann. Wenn er hätte stillen können, hätte er auch das getan. Rede mal mit Deinem Mann, vielleicht hat er auch nur angst, was ja jeder werdende Papa ( in Spe ), und auch jede Mama hat. Viel Glück Anja


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Hallo Sinia, ein Kind bekommen ist ein Schritt, der das ganze Leben auf den Kopf stellt. Nur zu verstaendlich, dass viele potentielle Papas (aber auch Mamas) da kalte Fuesse bekommen, wenn das Thema aktuell wird. In anderen Faellen ist es ja meistens sinnvoll, sich hinzusetzen, alles zu bereden, eine Entscheidung zu faellen, mit der beide leben koennen. Aber gerade beim Kinderkriegen ist es nun oft so, dass die Praxis ganz anders aussieht als die Theorie. Ich weiss wovon ich spreche, ich wollte eigentlich nie Kinder, aber als ich meine kleine Tochter im Arm hielt, war es genau das, was mir immer gefehlt hat :-) Natuerlich ist das ein Klischee, nichtsdestotrotz passiert es so immer wieder. Deshalb wuerde ich nicht abwarten, bis er irgendwann den "Startschuss" gibt, das wird wahrscheinlich nie passieren. Wenn du sicher bist, von ihm ein Baby zu wollen, so lass es drauf ankommen und lass die Verhuetung weg (natuerlich nicht heimlich). Das kann zwar auch schief gehen, aber wie du deinen Partner beschreibst, glaube ich das nicht. Ich weiss jetzt allerdings nicht, was du mit "Konsequenzen ziehen" meinst, wuerdest du dich von ihm trennen, wenn er keine Kinder will bzw. nicht direkt "ja" dazu sagt? Dann wuerde ich doch hinterfragen, ob eure Partnerschaft wirklich so stabil und gluecklich ist, wie du beschreibst. LG Berit


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Hallo, auch mir ging es nicht anders. Mein Mann wollte eigentlich auch kein Kind. Ich wußte aber ganz genau, dass mir etwas fehlen würde, wenn ich kein Kind bekommen dürfte. Als ich dann schwanger wurde, mein Mann hatte wohl gehofft, es klappt nie, ist ihm richtig schlecht geworden. Nun ist unser Sohn 1 1/2 Jahre alt und bereits in der Schwangerschaft war mein Mann abgöttisch in meinen dicken Bauch verliegt. Als nach der Geburt unser Sohn auf meiner Brust lag, waren alle Ängste meines Mannes verflogen. Mein Mann hatte trotz einer gesicherten Zukunft einfach nur Angst, es nicht zu bewältigen. Aber er ist nun der Meinung, dass er durch das Kind gestärkt worden ist. Mein Mann wollte bereits nach knapp einem halben Jahr noch ein Baby, aber da konnte ich ihn noch ein wenig vertrösten. Jetzt hoffen wir bald mit unserem 2. Kind schwanger zu sein. Ich hoffe für dich, dass ihr den richtigen Weg findet. Alles Liebe


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Hallo, mir ging es ganz genauso, ich hab dazu unten auch ein paar mal gepostet. Mein Mann hat immer mal wieder von einem Kind gesprochen, das es in gaaaanz ferner zukunft (so 4-8 Jahre) mal geben könnte, ich hingegen hätte liebr gestern als heute ein Kind. Der vorgebrachte Grund für die Aufschiebung war immer unsere materielle Situation, daß wir noch zu viele Schulden abzubezahlen haben und einem Kind nix bieten könnten. Ich war wütend darüber, denn er geht sehr verschwenderisch mit Geld um. Ich verdien es sozusagen und er gibt es aus. Dann kam es zu einem großen Krach, wo ich ihm an den Kopf warf, daß er nur deshalb so von der Hand in den Mund lebe um zu verhindern, daß die Schulden je weniger würden und ich niemals ein Kind kriegen könnte. Wenig später fand er einen Strampler, den ich vor zwei Jahren mal gekauft hatte, weil ich einen positiven Frühschwangerschaftstest hatte (aber wenig später einen Abgang). Da wurde ihm wohl klar, wie sehr ich unter seinem Aufschiebeverhalten leide, aber auch, wie beängstigend dringlich mein Wunsch für ihn ist. Seitdem geht er sehr liebevoll damit um, ist etwas sparsamer, aber er ist auch NOCH vorsichtiger mit dem Verhüten als früher, wo er sich blind auf mich verlassen hat. Ich hab ihn darin zwar nie betrogen, aber ebenso wie du immer auf einen "Unfall" gehofft. Inzwischen aber kann ich das Thema Unfall wohl abhaken, denn er ist so supervorsichtig daß sein Sperma eigentlich überhaupt nie in meiner Vagina landet. Im Gegenzug planen wir aber jetzt ein Kind in 1-2 Jahren. Nur: wie kann ich sicher sein, daß er wirklich dann dahinter steht und nicht wieder einen Rückzieher macht? Davor hab ich große Angst.Ich bin 29, er 33.


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Hallo Marit, kommt mir sehr bekannt vor - dieses Aufschieben bis irgendwann (undefiniert)später, um sich dem Problem nicht stellen zu müssen. Leider belegen Studien, dass aufgeschobene Kinder meist zu aufgehobenen Kindern werden, weil man sich an den Lebensstandard und das Leben zu zweit gewöhnt hat, man nicht mehr so flexibel ist, sein Leben nicht mehr verändern will usw. Hab ich meinem Schneck mal so unter die Nase gerieben - mit einem irgendwann, bald oder später ohne Begründung (denn die finanzielle Absicherung ist bei uns da)lass ich mich nicht abspeisen. "Nur: wie kann ich sicher sein, daß er wirklich dann dahinter steht und nicht wieder einen Rückzieher macht? Davor hab ich große Angst." Kann ich gut verstehen. Einfach in Ruhe reifen lassen? Ihn vielleicht zur Feldforschung animieren? (Bekannte Väter bitten, über Ihre Erfahrungen zu sprechen und Mut zu machen) Seinen Vater aktivieren? Ein Kind ausleihen für ein paar Tage? (Schild an der Tür aufhängen - der Praxistest) Und sicherlich, genau wie ich es muss, ihm Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen geben, was für ein toller und mutiger Mann er ist und welch einen tollen Vater er abgeben würde. Und vertrauensfördernde Maßnahmen einleiten (muss ich ebenfalls wieder). Sind wir es eigentlich, die unseren Männern so viel Angst machen und das Selbstvertrauen nehmen? Habe die Couch schon bestellt... Konsequenzen? Ich hab noch keine Ahnung. Ich habe ein bißchen Angst davor, ein nein einfach so zu akzeptieren (weil er zu feige für die Verantwortung ist? zu unreif mit 35 Jahren?? wie reif will er denn noch werden?)und ich hoffe natürlich, dass er auch bei mir bleibt, wenn ich steril sein sollte. Aber später mit Mitte 40 totunglücklich zu sein und ihn doch zu verlassen - wie viele Frauen aus meinem Bekanntenkreis es getan haben? Ich denke, er müßte mir für ein kinderloses leben Alternativen bieten - was fangen wir mit unserem Geld und unserer Zeit an? Ein Leben lang Konsum und Reisen wird mich nicht zufrieden machen - ich würde gern etwas Sinnvolles tun. Leider haben wir keinerlei Kinder in der Verwandschaft, die Sorge und Unterstützung von Neffen/Nichten o.ä. fällt also auch flach. Vielleicht dann beruflich etwas soziales? Gut, diese Alternativen müssten wir uns auch überlegen, wenn er/ich oder wir beide kein Kind haben können - aber vorher würde ich lieber testen, ob wir nicht können.