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Träume und das Gespräch mit meiner Beraterin (lang!)

Träume und das Gespräch mit meiner Beraterin (lang!)

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Hallo meine Süßen! Wie geht es euch? Ich möchte euch gerne von 2 Dingen erzählen - von merkwürdigen Träumen und vom Besuch bei meiner psychologischen Beraterin: Die Träume.... In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hab ich etwas ganz Merwürdiges geträumt, was mich sehr verwirrt und mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf geht: Ich war bei einer Abschlussfeier für das Abendgymnasium (ich bin wirklich mal 1,5 Jahre ins Abendgymnasium gegangen) und ich war mit meinem Kind dort. Ich hielt mein Kind im Arm und es war körperlich behindert - es hatte einen riesigen Kopf, die Augen standen ganz nah zusammen und Beine und Arme waren verkürzt. Ein Schulkollege sagte zu mir, ob mein Kind denn behindert sei und ich erzählte (wortwörtlich): "Mein Kind ist in der 9. SSW zur Welt gekommen und Zwergerl ist gestorben beziehungsweise der Körper ist gestorben und die Seele lebt!" Dann hab ich mein Kind angeschaut, es umarmt und gesagt: "Nicht wahr, denn ich hab dich ja!" In der letzten Nacht hab ich geträumt, dass viele Menschen mit mir diskutierten, dass ich noch viel zu jung für ein Kind sei, jeder hackte auf mir rum und um mich rum waren viele Babys und Schwangere... Dieser Traum hat mich richtig fertig gemacht, ich wachte mal wieder fix und fertig auf. Das Gespräch mit meiner Beraterin... Ich habe meiner psychologischen Beraterin gestern von diesem Traum mit meinem behinderten Kind erzählt und sie meinte, dass er sehr viel auszusagen hätte - der Körper ist tot, doch die Seele von Zwergerl ist bei mir. Meine Beraterin und ich haben gestern über sehr viele Dinge gesprochen und ich bin dabei leider regelrecht zusammen gebrochen. Das ganze Gespräch wäre zu lang, aber im Endeffekt gab sie mir diesen Rat: "Barbara, du hast in letzter Zeit so viele Dinge mit dir geschehen lassen, all diese Untersuchungen, all die schlimmen Dinge, die mit dir passiert sind. Lass nicht alles über dich ergehen, nimm dir eine Auszeit und gestalte dein Leben so wie du es willst. Lass dir nicht befehlen, ob du nun noch traurig sein darft oder nicht, nimm dir die Zeit für dich - du darfst traurig sein. Keiner kann dir deine Gefühle befehlen, keiner kann dir dein Leben befehlen. Nimm dir eine Auszeit und erhol dich etwas, du hast ein Recht auf deine Eigenbestimmung..." So ungefähr hat sie mir gesagt, was sie von meiner momentanen Situation hält. Ich habe für mich daraus gezogen, dass ich ein Recht habe, noch traurig zu sein und dass ich in meinem Leben wieder mehr selbst bestimmen will und werde. Ich werde nicht immer das tun, was die anderen sagen - ich hoffe, ich bekomme das so hin wie ich es will. Und etwas ist ganz wichtig: Meine Beraterin meinte, ich bin wie in einem Sog der Traurigkeit, ich muss mir etwas suchen, an dem ich mich festhalte, um nicht noch tiefer gezogen zu werden. Ich soll mich an meiner Beziehung, an meiner Familie und meinem Zwergerl festhalten und das nicht loslassen, egal was mir andere Menschen (wie meine Schwiegermutter zum Beispiel) einzureden versuchen, das ist mein Anker. Ziemlich lang dieses Posting, aber ich denke, ihr seid immer so lieb zu mir und unterstützt mich so viel, da will ich euch an meinen Leben teil haben lassen. Alles Liebe, Barbara.


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Hallo.. Ist echt ein komischer Traum... irgendwie auch gruselig. Wie alt bist du denn? Und übrigens Schwiegermütter sind eh doof meine hab ich jetzt seit einem Jahr nicht gesehen und es geht mir und meinem Mann immer besser! Ganz liebe grüsse und ich hoffe das alles so klappt wie du möchtest! aylin


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Liebe Babsi, ich finde Deine Beraterin echt gut. Denn sie hat Recht! 1. Du darfst Deine Gefühle haben und ausleben, egal was "die Andern" davon halten. 2. Du darst auch mal ganz egoistisch an Dich denken und machen was Du WILLST. (Dazu musste natürlich erstmal etwas nachdenken, was das sein könnte) Ich hab das früher auch viel zu wenig gemacht. 3. Keiner hat das Recht, gegen Deinen Willen über Dein Leben zu bestimmen. Aber das "sich durchsetzen" will gelernt sein Babsi, ich habs die letzten 4 Jahre versucht zu lernen und es geht schon sehr viel besser. Manchmal klappts auch nicht so gut, aber niemand ist perfekt *grins* Lass Dich nicht unterkriegen und denk erstmal an Dich, was Dir Freude macht, was Du willst!!! Und wenns der Schwiema (oder sonst jemandem) nicht passt, dann solls ihr eben nicht passen, na und! Es ist Dein Leben, nicht ihres! Alles Liebe, Tanja


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Hallo süße.... oh mann , ich habe eben deinen beitrag gelesen und mir sind ein wenig die tränen gelaufen,ich fand den traum auf eine art schrecklich auf der anderen sehr rührend.....man merkt wie sehr es alles an dir hadert wie alles in letzter zeit.....es ist gut das du eine therapeutin hast,die dir in ruhe zuhört und wo du auch solche träume loswerden kannst,denn auch ich stehe auf dem standpunkt jeder traum hat eine bedeutung.......habe es auch aus eigener erfahrung gelernt,zwar nicht in solchem bezug aber aauf andere art..... sie hat recht,nimm dir deine auszeit,die zeit die du für dich brauchst,zum trauern,zum traurig sein,zum wütend sein egal...nimm sie dir oder versuche es... ich drücke dir auf alle fälle weiter die daumen das du mal etwas zur ruhe kommen kannst ganz lieben gruß silvia


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Hallo Babsi! Ich wünsche dir, daß dir gelingt, was deine Beraterin dir empfohlen hat, wieder zu dir selbst zu kommen, dein Leben selbst bestimmen, dich nicht davon beeindrucken zu lassen, was andere sagen. Halt dich fest an deinem Schatz, der scheint ja wirklich ein ganz Lieber zu sein, sowas hat nicht jeder. Ich habe dein Posting "Sehnsucht" weiter vorne gelesen. Ich kann nur sagen verlass dich dabei auf dein Gefühl, was den Zeitpunkt der nächsten ICSI betrifft. Eines aber muß ich bestätigen: Eine SS und vielmehr noch das Mutter-Sein macht einen sehr sehr viel verletzbarer als man es aus seinem bisherigen Leben gewohnt war. Ich habe das selbst sehr schmerzliche erfahren, allerdings kam das erst nach der Entbindung, in der SS hatte sich noch nichts verändert. Seit ich ein Kind habe, kann ich keine Geschichten über kranke/verletze/gestorbene Kinder mehr ertragen. Wenn ich doch mal im Fernsehen/Zeitung über sowas stolpere oder jemand mich mit so was beglückt, bekomme ich das wochenlang nicht mehr aus dem Hirn. Natürlich hat es mich vorher auch betroffen, aber nicht so. Und da man allgegenwärtig mit so was konfrontiert wird, ist es manchmal ein schmerzlicher Zustand. Und man hat immer Angst um sein eigenes Kind, das wird sich nie mehr ändern. Vielleicht meinst du, daß du das zur Zeit einfach noch nicht verkraften könntest. Das mußt du wohl selbst entscheiden. Mal eine ganz dumme Frage: Wie alt bist du eigentlich? Nicht daß ich denke, es gäbe ein empfehlenswertes Mindestalter oder man hätte doch noch sooo viel Zeit. Ich bin einfach nur neugierig. Liebe Grüße Claudia (28 und froh, "schon" mit 26 Mutter geworden zu sein)