Elternforum Erster Kinderwunsch

Streichung der Kostenübernahme einer Kinderwunschbehandlung aus dem Leistungskatalog der GKV

Streichung der Kostenübernahme einer Kinderwunschbehandlung aus dem Leistungskatalog der GKV

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Hallo Ihr Lieben, mit großem Bedauern verfolgen meine Frau und ich nun seit einigen Wochen die Diskussion über die Streichung der Kostenübernahme einer Kinderwunschbehandlung durch die GKV. Wir sind selber, bedingt durch eine krankhaft bedingte Fruchtbarkeitsstörung, auf eine solche Behandlung zur Erfüllung unseres seit langem gehegten Wunsches nach einem eigenen Kind, angewiesen. Daß zur Zeit die Kosten für die bei uns notwendige ICSI-Therapie momentan noch von den Kassen übernommen werden, stimmt uns zuversichtlich, unseren Wunsch erfüllen zu können. Wünschenswert ist aber auch, daß Paare die über dieses Jahr hinaus mit einem solchen Problem belastet werden, sich auch in Zukunft mit Hilfe einer solchen Behandlung ihren Kinderwunsch verwirklichen können. Die geplante Streichung der Kinderwunschbehandlung als Leistung der GKV ist meiner Meinug nach absolut nicht tragbar. In Anbetracht der derzeitigen demografischen Entwicklung und der ökonomischen Perspektive des deutschen Sozialsystems kann ein solches Handeln unserer Politiker nur als Kurzschlußreaktion verstanden werden. Ein solch an den Tag gelegtes kurzfristiges Denken entbehrt jeglicher Logik. Alleine der Umstand, daß Fachkräfte im Bereich der Repromedizin gezwungen werden ins Ausland abzuwandern, sollte wohl zu denken geben. Die sich hieraus ergebenden Folgen um so mehr. Mitglieder aller Parteien beteuern immer wieder, daß ein Grund für die desolate Lage des Sozailensystems die schwachen Geburtenzahlen sind. Andererseits sollen aber nun ab dem nächsten Jahr Maßnahmen gestrichen werden, die dieser Entwicklung entgegenwirken. Das seitens der Politiker aufgeführte Argument, daß ein Kind in den Bereich der Eigenverantwortung und der eigenen Lebensplanung fällt und somit auch die Kosten hierfür selber zu tragen sind, kann nicht akzeptiert werden. Anstatt diejenigen zu unterstützen, die in Zeiten lahmender Wirtschaft und den absolut negativen Zukunftsaussichten den Wunsch hegen ein Kind zu haben, will man diese Bürger noch bestrafen. Eine krankhaft gestörte Fruchtbarkeit, die medizinisch belegt ist, muß doch als behandlungswürdig eingestuft werden. Oder warum soll z.B. Alkohlismus weiter als Krankheit definiert und mit enormen Kostenaufwand sowie zweifelhaften Erfolgsquoten behandelt werden und der Umstand, daß aus eigener Kraft kein Kind gezeugt werden kann, nicht? Kinderwunschbehandlungen aus eigenen finanziellen Mitteln zu bestreiten, dürfte der Mehrzahl der Betroffenen schier unmöglich sein. Allen denjenigen, die bisher an unsere Politiker geschrieben haben, möchte ich sagen, daß ich es absolut für richtig halte etwas zu unternehmen. Leider hat aber auch die Erfahrung der Vergangenheit gezeigt, daß der einzelne wenn er nicht organisiert ist, nicht viel bewegen kann. Die breite Öffentlichkeit muß z.B. über die Folgen einer Streichung der Kostenübernahme informiert werden. Die meisten Bürger unseres Landes interessieren sich nur für das, was sie selber betrifft, so daß all die anderen Probleme und Mißstände einfach nicht beachtet und überdacht werden. Wir müssen uns zusammenschließen und in der Öffentlichkeit und in den Medien den Konsens mit dem Bürger und vor allem mit den Politikern suchen. Ich möchte und werde mich diesem Konsens stellen und möchte alle diejenigen bitten, die mich bei diesem Vorhaben unterstützen wollen, sich unter pkip@onlinehome.de mit mir in Verbindung zu setzen. So kann es mit unserem Land nicht weitergehen. Es darf nicht wieder zu einer 2-Klassen-Gesellschaft kommen, in der die Klasse der Wohlhabenden sich den Kinderwunsch auf Grund ihres Geldes erfüllen können und der normale Bürger auf der Strecke bleibt. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln muß gegen eine Streichung der Leistung durch die GKV gekämpft und diese verhindert werden. Einsparungen in unserem Land sind notwendig. Aber nicht an der falschen Stelle. Eine vernünftige Familienpolitik und eine vernünftige Familienplanung muß gewährleistet sein, wenn wir unsere Zukunft positiv gestalten wollen. Über eine Differenzierung im Bereich der Kostenübernahme bei der Kinderwunschbehandlung sollte man im Rahmen des Sparzwangs diskutieren - aber grundsätzlich muß klar sein, daß krankhafte Störungen mit allen der Medizin zur Verfügung stehenden Mitteln behandelt werden müssen. In der Hoffnung, daß sich viele Betroffene bei mir melden und mich unterstützen werden, verbleibe ich bis auf weiteres mit freundlichen Grüßen und wünsche allen mit unerfülltem Kinderwunsch das Glück, bald diesen Wunsch erfüllt zu bekommen. Kay


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Gehe mal zu klein-putz.de, da gibt es einen Extra-Ordner wegen der Gesundheitsreform. Wir haben dort schon einige Sachen unternommen. Tschau Susi (nach ICSI 36.SSW)


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Hallo Kay wollt dir ne mail schicken aber die kam zurück woran liegt das . Meld dich mal bei mir. LG Anita