Mitglied inaktiv
hallo, ich dachte ich schau mal bei euch rein,mein mann und ich wir beschäftigen uns mit einer besonderen frage. also,wir haben beide ein kind welches drei jahre alt ist und haben nun durch sämtliche diagnostische verfahren die diagnose bekommen,das unsere tochter welche minderwüchsig ist (85cm)bei drei jahren,entwinklungsverzögert und sehr verbogene(deformierte) unterschenkelknochen,eine vererbte geetischbedingte unheilbare erkrankung hat,welche sie noch etwa zwei bis drei jahre leben läßt. nun hätten wir aber gern noch ein baby,natürlich nicht mit gendefekt,denn wir leiden schon genug. mann redet ja viel über samenspenden,wo bekommt mann denn die fremden samen her? klar über ne samenbank,aber wie? über frauenarzt? muß man das bezahlen,oder zahlt die kasse? denn die hätten ja die begründung wir haben ja schon ein kind.oder? wenn der wuunsch nach einem zweiten so groß ist? kann uns jemand aufklären? vielen lieben dank
hallo! also zum thema samenspender, die krankenkasse bezahlt eine behandlung mit einem fremdsamen nicht, das müsstet ihr selbst bezahlen. erlaubt ist diese behandlung aber in deutschland soviel ich weiss, aber woher man adressen von ärzten bekommt, die das machen, weiss ich leider nicht, musste vielleicht mal im internet mit google suchen. gruss ivonne
Hallo Nancy, die fachliche Beratung und Behandlung (Untersuchung, Ultraschall, Festlegung des Theraphieplans u.a.) wird über die Krankenkasse abgerechnet. Das ist oft schon ein großer Teil der Kosten. Zusätzliche Kosten entstehen durch die Samenspende selbst, die Gefrierlagerung, die Aufbereitung und die Übertragung des Samens. Dieser Kostenanteil wird nicht von der Krankenkasse getragen. Adressen bei Dir in der Nähe kann Dir sicherlich Dein Frauenarzt nennen! LG Koi
Also bie uns hat die Krankenkasse gar nichts bezahlt, mein Mann war völlig zeugungsunfähig und trotzdem mussten wir alles selbst bezahlen. Wir waren damals in Essen bei der samenbank, dort waren auch alle supernett. Mann macht mit denen einen Vertrag und dann kann man sich das tiefgefrorene Sperma auch zu einer KIWU Praxis oder zum Frauenarzt schicken lassen. Übrigens war ich vorher auch durch Internet suche an eine Betrügerfirma geraten und habe ziemlich viel Geld eingeüsst. LG Bianka P.S. Wenn du mehr wissen möchtest, habe auch Tel.Nr. und so. Kannst mich anmailen
Hallo Nancy, habt Ihr denn schon überhaupt klären lassen (genetische Beratung), ob eine Wiederholungsgefahr besteht? Es gibt auch Leute mit zwei gesunden Kindern, deren drittes Kind einen Gendefekt hat, das ist bei Freunden von uns so. Die Ärzte sagten, dass dies jedem Paar passieren könnte. Eine Samenspende wäre überdies ja nur dann interessant, wenn es wirklich Dein Mann wäre, der den Defekt vererbt hat, und nicht Du. Wisst Ihr das genau? Ich würde trotz Eurer sicher sehr belastenden Situation nicht an eine Samenspende denken. Vielleicht kennst Du den bekannten Psychologen und Buchautor Bert Hellinger? Er hat über Jahrzehnte als Ehe- und Paartherapeut gearbeitet. Und er hat die ziemlich drastische Erfahrung gemacht, dass so gut wie keine Ehe langfristig eine Fremd-Samenspende übersteht. Der Grund: Selbst wenn der Ehemann mit dem Kopf einverstanden ist, wird er durch das so entstandene Kind immerzu daran erinnert, dass dies das Kind eines anderen Mannes ist. Da unser Seelenleben leider nicht kopfgesteuert ist, sondern anderen, unbewussten Mechanismen folgt, kann der Mann dagegen kaum etwas tun, dass ihn das schwer belastet. Dass fast alle solcher Ehen scheitern (wenn auch manchmal erst nach Jahren) ist übrigens keine schlaue Theorie Hellingers (und anderer Psychologen), sondern schlicht ein Erfahrungswert. Da Eure Ehe durch die Krankheit Eures Kindes jetzt schon überdurchschnittlichen Belastungen ausgesetzt ist (was sich noch steigern wird, sollte Euer Kind tatsächlich seine Krankheit nicht überleben), solltet Ihr sie nicht noch mehr strapazieren. Da ein durch Samenspende entstandenes Kind schon eine völlig normale Ehe fast immer scheitern lässt, ist die Gefahr bei Euch, bedingt durch das Schicksal Eurer Tochter, erst recht extrem hoch. Lasst Euch lieber erst einmal ausführlich bei einer genetischen Beratungsstelle informieren. Vielleicht ist das Wiederholungsrisiko ja sehr gering. Vielleicht denkt Ihr - FALLS es wirklich eine Erbkrankheit ist, die Ihr nicht umgehen könnt - auch mal über eine Adoption nach. Adoptionen sind zwar auch oft schwierig, aber nach Psychologenerfahrung für die Ehe keine so große Belastung. Alles Liebe, Astrid
Da kann ich mich Astrids Meinung nur anschliessen, es war das erste, was ich gedacht hab. Falls es dich interessiert: Wir hatten bei meiner ersten SS auch einen Gendefekt. Wir hatten danach eine ausführliche Beratung im Humangentischen Institut der Uni und die haben uns gesagt, das sei kein Grund, den Kinderwunsch ganz aufzugeben. Ich musste das Kind Ende des 5. Monats tot auf die Welt bringen. Aber sie haben gesagt, daß beim nächsten Mal sicher alles gut ist und wollten noch nichtmal eine genetische Untersuchung bei uns vornehmen. Sowas kann passieren, so hart es auch klingt. Laßt Euch erstmal untersuchen, bevor du so harte Schritte einleitest. Alles Gute und ganz viel Glück Tinka