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Künstliche Befruchtug - Beziehungskrise - wie soll es weitergehen???

Künstliche Befruchtug - Beziehungskrise - wie soll es weitergehen???

Mitglied inaktiv

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Hallo. Mein Freund und ich haben im März 2016 die Pille abgesetzt. Bis Mai 2017 dachte ich, es liegt an mir, dass es nicht klappt. wir sind dann in eine KiWu Klinik (es war schon nicht einfach ihn dorthin zubekommen). Nach 2 Spermiogrammen hieß es, es bleibt nur eine ICSI. Klar ist für mich eine Welt zusammengebrochen, und er hat dazu einfach nur gesagt, er könne es nicht ändern.... Wir wollten nach drei Monaten eine 2. Meinung einholen. Jetzt ist er dazu nicht bereits, weil es bei uns kriselt. Ja ich bin jetzt ziemlich anstrengend , weil es mich fertig macht. Jeder bekommt gerade ein Baby und bei uns wird es nur kompliziert. Wie würdet ihr mit dieser Situation umgehen. Ich habe ihm Zeit gelassen, das ganze sacken zu lassen, aber irgendwann muss es doch weitergehen. Ich möchte so sehr schwanger werden! Könnt ihr mir Tips geben um damit besser und entspannter umzugehen? Wer von euch hat diese Befruchtung auch durchgemacht, wie habt ihr euch gefühlt? Liebe Grüße


Rübenkind

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Mh. Also ein Kind rettet keine kriselnde Beziehung. Nie. Im Gegenteil: Ein Kind ist eine echte Belastungsprobe. Wenn dein Freund jetzt schon kein Bock mehr hat, würde ich dir raten, das mit dem Kind erst mal auf Eis zu legen und nach eurer Beziehung zu schauen. Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf? „Eilt“ es?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Rübenkind

Das Kind soll nicht die Lösung für Probleme sein. Es ist auch sonst alles sehr gut. Wir haben nur das Beziehungsproblem, weil ich nicht weis, wie es mit dem Kinderwusch weitergeht. Ich danke euch, für eure Mut machenden Worte! Das gibt mir gerade sehr viel Kraft. Ich möchte auch mit Ihm zusammenbleiben und ein Kind mit IHM haben. Das habe ich ihm auch schon öfter gesagt. wenn es nicht so wäre, könnte ich es ja viel leichter haben (auch wenn das ziemlich gemein klingt). Ich liebe Ihn und sehe ihn auch als Mann. Ich finde es sehr schade, dass gerade dieses Thema, welches eigentlich sehr schön sein sollte für eine Beziehung, zu solchen Problemen führt. In Ruhe reden funktioniert nicht. Also soll ich das Thema vorerst nicht ansprechen?


Frieda87

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Hi, genau die Situation kenne ich! Vor 2,5 Jahren habe ich meinen damals noch Freund auch in die Kiwu geschleppt, selbe Diagnose ... Er konnte es nicht glauben und war so geschockt ( aber nicht so wie ich ) das er das alles abgebrochen hat! Wir haben fast ein Jahr nicht drüber gesprochen! Aber mir war klar das ich ihn liebe und das ich auch ohne Kind bei ihm bleiben würde! Im Januar 2017 kam raus das bei mir ein Eierstock verschlossen ist was ja nun auch nicht förderlich ist ... Der Kinderwunsch ist noch da und auch über die letzten Monate noch stärker geworden! Im September haben wir geheiratet und Und Freitag haben wir unsere erste ICSI hinter uns gebracht. Das spermiogramm ist von mal zu mal etwas besser geworden, er sollte sich nochmal testen lassen. Aber wenn es jetzt schon kreiselt überlege es dir gut! Das wird ein harter steiniger Weg ... Liebe Grüße


Yasso

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So wie du dich gerade fühlst tut es mir richtig Leid... Aber ich denke mal du solltest ganz tief ein und ausatmen... Dich mit deinem Freund zusammen setzen und ganz ruhig nochmal mit einander reden... Ich weiß ist leichter gesagt als getan, aber ihr müsst zusammen halten... Meine Freundin hatte damals vor 3 Jahren genau das selbe Problem... Heute ist sie Mutter und sagt mir hätte sie sich damals getrennt wäre sie kaputt gegangen.... Und die beiden haben die künstliche Befruchtung sowas von durchgezogen und sind nun stolze Eltern.... Und dir wünsche ich ganz viel kraft und Geduld und haltet zusammen


Mitglied inaktiv

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Ach so.... ich bin 26 und er 34.


Mitglied inaktiv

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Das tut mir sehr leid. Aber ich sehe es etwas anders. Für Deinen Partner ist eine Welt zusammengebrochen. Er kann keine Kinder zeugen! Ja, als Frau denkt man dann vielleicht "Ok, dann eben in vitro " aber der Mann fühlt sich als Versager! Versuch mal zu verstehen wie es ihm geht!!! Viele Männer wollen nicht in die Kinderwunschklinik, weil sie eben genau davor Angst haben. Dass sie der Grund sind, weswegen es nicht klappt. Und genau diese Angst har sich nun bewahrheitet. Er ist der Versager, der es nicht mal schafft, Kinder zu zeugen. Auch wenn man das als Partnerin garnicht so sieht, er wird sich so fühlen. Er muss das auch erstmal verdauen. Und anstatt für ihn da zu sein, jammerst Du herum, willst das alles ganz schnell voran treiben und zum nächsten Arzt. Ich kann Dich total verstehen, aber Du bist nicht der Grund, das ist schon etwas ganz anderes. Mit jedem "ich will ein Baby" Thema, ist es für ihn wie ein Schlag ins Gesicht! Als würdest Du ihm jedes Mal unter die Nase reiben "Und Du bist der Schlappschwanz, der es nicht bringt". Mit ist klar, dass Du das nicht so meinst und sicher weiß er das auch, aber trotzdem wird es sich für ihn so anfühlen Dazu kommt, dass das alles unverheiratet ja auch eine Stange Geld kostet. Bei uns hat es 1,5 Jahre nicht geklappt. Dann waren wir auch in der Kinderwunschklinik. Es hieß Auch, es liegt an meinem Freund. Zwar wurde gesagt, dass es schon auf natürlichem Wege funktionieren könnte, aber eher unwahrscheinlich und uns wurde zu einer IUI geraten. Ich weiß, das ist nicht ganz eure Situation. Aber uns hat es geholfen. Wir wussten woran wir sind. Wir haben, nachdem wir das ganze etwas haben sacken lassen und auch nicht drüber gesprochen haben, beschlossen, dass wir erstmal beide eine neue Stelle anfangen, im Frühjahr nochmal einen großen Schnorchelurlaub machen und dann, wenn 1 Jahr herum ist, nehmen wir alles in Angriff (nun hat es bei uns doch einfach so geklappt). Nach dieser Aussprache verlief die Beziehung wieder deutlich besser. Und Ja, das rate ich Dir auch. Führt EIN Gespräch. In Ruhe, ohne Vorwürfe. Ohne dieses "alle anderen haben/bekommen Kinder". Ihr seid nicht alle anderen! Und Ja, Du musst Dich dann zusammenreißen. Kein Gejammer mehr von wegen "ich will unbedingt ein Kind ", "guck mal die süßen Babysachen", "xy ist nun auch schwanger". Such Dir eine Freundin/ Deine Mutter oder eine Therapie, aber Dein Freund darf nicht mehr Dein Kummerkasten sein (außer er möchte es, aber so wie Du ihn beschreibst, glaube ich das eher nicht). Ich habe auch alles andere gelassen. Keine Ovus, keine Körper Beobachtung mehr, Sex nur noch wenn wir wollten, egal ob man den ES erwischt oder nicht. Redet einmal in Ruhe miteinander. Es klappt auch nicht schneller wenn Du ihn unter Druck setzt und ihm immer wieder zeigst, dass Du ja unbedingt ein Baby willst. Das weiß er. Setzt Euch eine Frist. Aber auch die sollte (wenn es jetzt vom Alter her nicht total eilt) etwas verhandelbar sein (vllt. gibt es dann ein anderes Projekt oder, was ja leider mal sein kann, einer wird krank oder arbeitslos und dann sollte man nicht auf Krampf darauf bestehen, dass man ausgemacht hat, ab April ISCI zu versuchen). Lasst das Thema bis dahin dann ruhen nach dem Gespräch. Macht wieder bewusst Dinge für Euch als Paar. Dinge, die mit Kind vllt. schwierig sind (bestimmte Urlaube, ein neues gemeinsames Hobby, schafft erstmal ein Haustier an...). Auch eine Paartherapie kann helfen, aber das müssen beide wollen. 3 Monate reichen ihm vielleicht nicht. Auch dafür musst Du Verständnis haben. Ihr müsst Euch ja auch kein Jahr Zeit lassen. Januar oder Ostern oder so wären ja auch eine Frist. Aber nimm den Druck raus. Klar, wenn es nun eh kriselt, will er erst recht kein Kind, und das verstehe ich auch. Sein Satz "ich kann es nicht ändern" war purer Selbstschutz. Es wirkt vielleicht gefühllos. Aber so eine Nachricht verdaut jeder anders. Macht Euch einen Plan, kümmert Euch um Euch und dann kann man wieder an Kinder denken. Vor Euch liegt noch ein steiniger Weg und es können noch einige Rückschläge folgen. Da ist eine stabile Basis wichtiger als nun ein Kind herbei zu zwingen.


Astrid

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Naja, Du hast aber doch ziemlich deutlich gesagt, das Dein Freund deshalb nicht mehr zur Kiwu-Behandlung bereit ist, weil es bei Euch kriselt. So etwas liegt ja nicht nur am Kinderwunsch, auch wenn man gern bereit ist, alles darauf zu schieben. Das zweite Problem ist, dass Männer im Gegensatz zu Frauen so gar nicht damit umgehen können, wenn es an ihnen liegt, wenn etwas mit ihrer Fruchtbarkeit, mit ihrer Männlichkeit und ihren „besten Stück“ nicht in Ordnung ist. Sie gehen ja zuerst selbstverständlich davon aus, dass es an der Frau liegt. An wem sonst? Wenn es dann an ihnen selbst liegt, ist das für die männliche Eitelkeit natürlich unglaublich schlimm. Für so etwas habe ich wenig Verständnis, ich find‘s sehr kindisch, typisch Mann halt. Mein eigener Mann hat sich damals auch etwas geziert, bevor‘s erst zum Urologen und dann in die Kiwu-Klinik ging. Er konnte es aber wenigstens offen kommunizieren, dass das für ihn alles suspekt war, er es nicht kannte, nicht einschätzen konnte usw. Und er war zu allem bereit un hat kooperiert. Deshalb hat die ganze Sache unsere Beziehung eigentlich nicht sehr belastet, wir konnten es relativ gelassen angehen, und es hat dann letztlich auch geklappt. Ich weiß nicht, ob wirklich nur der Kinderwunsch bei Euch das Problem ist, oder ob Du die anderen Probleme vielleicht nur darauf projizierst, was ja sehr leicht passiert. Dein Freund zumindest scheint das Gefühl zu haben, dass auch sonst nicht alles bestens ist. Ich würde ihn mal fragen, wieso er dieses Empfinden hat - und ihm auch Deine Wahrnehmung erklären. Ich würde also auch nachhaken und im Gespräch bleiben, obwohl Deinem Freund das vermutlich nicht passen wird. Letztlich muss man aber auch ganz ehrlich sagen, dass man eine Kiwu-Behandlung nicht erzwingen kann, und dass sie eine Beziehung auch zum Zerbrechen bringen kann. Sie ist trotz allem auch eine ziemliche Belastung, das ständige Hoffen, Warten, die Enttäuschung, der nächste Versuch... Das geht nur, wenn man sich einig ist. Wenn Dein Freund sich hier aber völlig sperrt, musst Du tatsächlich eines Tages (Du hast ja noch etwas Zeit) überlegen, wie wichtig ein Kind für Dein eigenes Leben, für Dein persönliches Glück ist. Es kann sein, dass man sich irgendwann trennen muss, wenn der Partner diese Vorstellungen nicht teilt und ganz andere hat. Letztlich muss man wissen, wie wichtig einem die Sache ist. Wenn man den Empfindlichkeiten des Mannes zuliebe auf ein Kind verzichtet, wird diese Beziehung ja auf Dauer sowieso nicht glücklich, weil man ihm seine Weigerung natürlich übelnimmt. Alles nicht einfach also, aber ich würde mir hier keine Denkverbote auferlegen. Letztlich kannst Du nicht das Leben Deines Freundes leben, sondern musst Dein eigenes leben. Wenn er alles probiert und es trotzdem nicht klappt, ist das etwas Anderes, dann ist es eben Schicksal. Aber wenn er es nicht probieren WILL, obwohl er weiß, wie wichtig es Dir ist, dann stellt er damit natürlich - ob es ihm klar ist oder nicht - die Beziehung in Frage. LG


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Astrid

Es hilft aber such nicht, das angekratzte Ego eines Mannes für lächerlich zu halten. Wenn einem jemand sagt "Du kannst keine Kinder zeugen " finde Ich, hat jeder das Recht, enttäuscht zu sein und es ist ganz individuell, wie man damit umgeht. Ja, viele Frauen denken auch dann "ok, dann eben anders". Aber die Menschen sind verschieden und wir wollen auch immer für alles Verständnis. Zu einem weiteren Schritt gehören beide und es ist sein recht, gerade nicht zu wollen. Ich würde es nicht zerreden und andauernd thematisieren. Erstmal wieder Ruhe und Stabilität in die Beziehung bringen! Es ist ja garnicht gesagt, dass er kein Kind will. Aber lasst den Mann das doch erstmal verdauen. Egal ob man das als Frau lächerlich findet.


Mitglied inaktiv

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So viele ehrliche Worte! Danke! Auch wenn diese erstmal verarbeitet werden müssen. Ich werde versuchen das Thema erstmal nicht mehr anzusprechen und ihm Zeit zu geben. Vielleicht kommt er von allein. Es ist ja auch alles gesagt. Wir fahren erstmal nächste Woche drei Tage nach Hamburg und versuchen uns ein paar schöne Urlaibstage zu machen. Und mal sehen wie es sich entwickelt.


Nayla78

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Hallo :) dem was Nala 1987 geschrieben hat kann ich 100% beipflichten. Der kleine Unterschied zwischen den Geschlechtern ist, dass die meisten Frauen sofort eine Lösung wollen und bohren bis diese da ist. Männer machen viel mit sich selber aus und ziehen sich zurück bzw. wollen darüber nicht reden. Bei so einem wichtigen Thema ist das mMn nicht der richtige Weg, aber ich bin auch eine Frau ;) Daher würde ich auch ein bisschen Zeit ins Land ziehen lassen, damit dein Freund es sacken lassen kann und zu einem späteren Zeitpunkt nochmal mit ihm sachlich ohne Vorwürfe etc reden. Es geht um eure Zukunft als Familie (und nicht darum, dass alle anderen gerade schwanger sind oder Kinder bekommen) und ich hoffe dein Freund ist iwann bereit über dieses Thema zu sprechen. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer dir das warten fällt. Aber viele Männer fühlen sich nun mal leider schnell in eine Ecke gedrängt. Ich wünsche dir bzw. euch alles Gute :) Liebe Grüße Nayla


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Nayla78

Ich habe die Antwort erst heute gelesen. Vielen Dank! Wir waren letzte Woche mal ein paar Tage in Hamburg und haben einfach mal den Alltag hinter uns gelassen. Das tat uns sehr gut und es ist nun auch Ruhe eingekehrt. Gestern kam auf Arbeit der nächste Hammer. Meine Kollegin ist ungewollt schwanger.Mal sehen wiedss jetzt wird, wenn dann alle darüber sprechen. Aber dennoch kann ich sagen ich freue mich für sie