Franzi333
Hallo, laut meinem Frauenarzt ist eine Einnistung und damit eine Schwangerschaft bei einer 7mm Gebärmutterschleimhaut unmöglich (7mm zum Zeitpunkt ES+4) Was denkt ihr? Ist es wirklich unmöglich? Ist jemand von euch schwanger geworden mit 7 mm? LG
Naja, Dein Arzt wird hier leider nicht so falsch liegen. Welche Behandlung schlägt er denn vor, um die Gebärmutterschleimhaut besser aufzubauen? Frage ihn vielleicht mal nach Clomifen. Das sorgt - selbst bei vorhandenem regelmäßigem Eisprung - für eine optimale Eireifung und hinterher für einen kräftigen Gelbkörper, der ausreichend Progesteron bildet, um die Schleimhaut schön hoch aufzubauen. Lass Dich nicht zu lange vertrösten, sondern bleib‘ am Ball, gell! Man kann einiges machen, um den Zyklus (und damit auch die Schleimhaut) zu optimieren. LG
Blöde Frage, aber würde ich damit nicht evtl was „kaputt“ machen? Also ich war vor 3 Jahren schwabger, hat sehr schnell geklappt und das Kind ist auch geboren. Mein Eisprung und meine Periode kommen auch immer pünktlich. Wenn ich jetzt ein Östrogenmittel nehme, wird das nicht alles irgendwie negativ beeinflussen?
Clomifen ist aber bekannt dafür, dass es sich negativ auf die Schleimhaut auswirkt.
1. Clomifen ist kein Östrogen und auch sonst kein Geschlechtshormon. Es ist ein Mittel, das die Produktion der körpereigenen Hormone anregt. Der Körper bildet die Hormone alle selbst, und zwar in optimaler Konzentration. 2. Clomifen kann im ungünstigsten Fall die Gebärmutterschleimhaut nicht zu voller Dicke aufbauen - meist klappt dies aber durchaus. Die Höhe reicht außerdem trotzdem für eine Einnistung aus. Ab dem Zeitpunkt der Einnistung wird die Schleimhaut dann sowieso optimal aufgebaut. 3. Clomifen ist vor allem „dafür bekannt“, dass es sehr schnell zu einer Schwangerschaft verhelfen kann, sofern es keine unentdeckten SS-Hindernisse gibt. Die Erfolgsquote ist dann hoch (40 %). Bei mir hat‘s im zweiten Versuch geholfen.
Clomifen hat bei mir nichts gebracht außer die volle Palette an Nebenwirkungen. Ich hatte nach der Clomifen Behandlung mehr Probleme mit der GMS, was auf dieses Medikament zurück zu führen ist (laut meinem Arzt in der Kiwu Klinik) Ich kenne noch drei andere, die schlechte Erfahrungen gemacht haben mit clomifen. Ich weiß jeder möchte mit seinem Rat helfen, aber es werden so oft Medikamente vorgeschlagen, die so individuell in ihrer Wirkung und in ihrem Erfolg sind (auch die Homöopathie) Man macht sich dann mega Hoffnung und ist dann am Boden zerstört warum es gerade bei "MIR" nicht klappt. Dann redet man sich noch mehr ein, dass was mit einem nicht stimmt Ich berichte da aus persönlicher Erfahrung
Also, hier einmal die Zusammenfassung einer Studie die besagt, dass nicht nur die Höhe der Schleimhaut wichtig ist, sondern auch der Aufbau: https://www.wunschkinder.net/aktuell/wissenschaft/hoehe-und-struktur-der-gebaermutterschleimhaut-beides-wichtig-4054/ Dabei zeigte sich, dass Frauen mit einer Schleimhautdicke von gleich oder weniger als 7 mm eine Erfolgsquote von 24,4% hatten, wenn die Schleimhaut den "triple-line" Aufbau hatte, der hier auch gerne mal als dreischichtig bezeichnet wird (was formal aber falsch ist). Man muss aber Bedenken, dass es hier um die Dicke zum ES geht und nicht danach. Der Begriff "unmöglich" von deinem Frauenarzt ist albern. Wer in der Medizin arbeitet weiß, dass man mit diesem Wort (wie auch "nie" und "immer") sehr sehr vorsichtig umgehen sollte. Ich hatte immer das Problem einer dünneren Schleimhaut. Ich hatte zum ES immer nur 4-5 mm. Mein Kinderwunscharzt war da total entspannt, er meinte es ist auch viel Veranlagung und er sieht bei denen immer wieder Frauen die mit weniger als 7mm schwanger werden. Über diese Lehrbuchaussagen schmunzelt er eh nur. Und er behielt recht. Ich bin übrigens mit 5 mm schwanger geworden. Und mein Sohn kam quietschfidel auf die Welt. Ich kann dir aber nicht sagen, wie genau sie bei ES+4 aussah, die 5 mm hatten wir genau zum ES erreicht. Aber das wird sich nach 4 Tagen auch nicht von 0 auf 100 gesteigert haben. Achja, zum Thema Stimu: Es wird tatsächlich nicht empfohlen clomifen zu nehmen wenn man mit der Schleimhaut Probleme hat. Dann greift man eher zu Letrozol Anastrozol oder halt FSH in Spritzenform zurück. Ich hatte mit Anastrozol stimuliert und das wirkte sich nicht negativ auf meine Schleimhaut aus.