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Immunglobuline um endlich schwanger zu werden?!?!

Immunglobuline um endlich schwanger zu werden?!?!

Simonca

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Liebe Alle! Ich brauche euren Rat - vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Erfahrungen. Kurz zu meiner Situation. In der Vergangenheit hatte ich 3 Fehlgeburten. (2016 und 2017). 2018 wollten wir dann als Pause nutzen, um auf eine mögliche Ursache zu kommen. Wir waren bei zahlreichen Ärzten/Instituten und zuletzt auch in einem Kinderwunschzentrum. Gerinnung - unauffällig. Schilddrüse - unauffällig. Spermiogramm - unauffällig. Chromosomen/Gentest - unauffällig. Immunologie - unauffällig. Hormonstatus - unauffällig. Die einzige Grunderkrankung die ich "angeblich" habe (wurde bisher nur mittels Ultraschall diagnostiziert) ist Adenomyose. Niemand weiß seit wann sie besteht. Beschwerden diesbezüglich hätte ich schon seit meiner ersten Periode. Bin aber alle 3x im ersten Zyklus schwanger geworden. Jedenfalls wurde mir dann geraten, bei der nächsten Schwangerschaft Kortison zu nehmen, um die Entzündungen in der GM zu reduzieren. Nun war noch eine Untersuchung ausständig. Eine HLA/KIR Bestimmung von mir und meinem Mann. Und siehe da - es war auffällig. Laut KIWU Zentrum bin ich Genotyp KIR AA positiv und mein Mann zählt zum Genotyp HLA Gruppe 2. Laut den Ärzten ist dies keine gute Kombination. Es "kann" zu Fehlgeburten, Totgeburten und Präeklampsien kommen. Eigentlich zählen wir zu einer Hochrisikiogruppe dafür. Vorschlag vom KIWU Zentrum - Immunglobuline Infusionen 3x pro Zyklus noch BEVOR eine Schwangerschaft eintritt. Dies würde meine Antikörper unterstützen und lässt meinen Körper sozusagen nicht gegen dem Embryo ankämpfen (dies war vermutlich bis jetzt der Fall). Meine Gynäkologin sagt - sie kennt auch einen Fall, da hat es funktioniert. Sie würde es aber nicht machen da es keine wirklichen Langzeitstudien darüber gibt und nur Vermutungen sind und laut ihr das Kortison auch ausreicht. Wurde hier jemand mittels Immunglobuline schwanger? Bzw. bekam ein gesundes Kind? Oder hat hier jemand ähnliche Befunde? Meine größte Angst ist eig nur, dass ich schwanger werde...mit den Infusionen und dann vlt. im fortgeschrittenen Stadium etwas schlimmes passiert und ich es mir dann ewig vorwerfen würde weil ich mir denke, ich habs doch davor schon gewusst. Ich weiß nicht was ich tun soll. Eine Hochrisikogruppe für eine Totgeburt? Müssen die das nur schreiben? Niemand kann mir sagen, ob dann das Risiko mit Infusion so stark sinken könnte. Ich hab ehrlich Angst und ich wünsch mir aber ehrlich so sehr ein Kind. Vielleicht kann mir hier jemand helfen! Vielen Dank schon mal!!


Mina_123

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Antwort auf Beitrag von Simonca

Hallo, fühl dich erstmal gedrückt weiß genau was du durchgemacht hast. Das ist nicht leicht! Ich hatte letztes Jahr 3 FG bin immer sehr schnell schwanger geworden und wie bei dir alle Befunde unauffällig..... Ich wurde dann ein viertes mal schwanger habe ass 100 genommen und gelbkörperhormone direkt als ich wusste dass ich schwanger bin. Ich bin jetzt in der 27. Woche mein Sohn ist gesund und auch sonst ist diese schwangerschaft unproblematisch. Ich weiß nicht ob es daran lag und ich hatte auch schon einen Termin in der kiwu konnte ihn aber wegen der Schwangerschaft dann absagen. Sprich mal mit deinem FA. Und auch wenn es wirklich selten ist manchmal hat man auch einfach 3 mal hintereinander Pech. Ich wünsche dir alles Gute und dass du bald dein kleines Wunder bekommst


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Simonca

Bis jetzt wurden keine negativen Auswirkungen auf die Schwangerschaft verzeichnet (und grad neu ist die Therapie nicht). Studien gibt es mit Schwangeren nie! Du kannst doch erst mal im Kiwu Zentrum fragen wieso Kortison nicht reicht? Aber auch sonst würd ich mir da keine allzu großen Sorgen machen!


Alinja

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Antwort auf Beitrag von Simonca

Hallo von mir, ich bin gerade durch Zufall auf deine Message gestoßen und hoffe natürlich sehr, dass dein Kinderwunsch inzwischen in Erfüllung gegangen ist - schließlich ist deine Frage von 2018. Dennoch möchte ich dir antworten und vielleicht kann meine Erfahrung auch für andere Frauen nützlich sein.  Es sind zwar schon einige Jahre vergangen, aber ja, ich habe 2 gesunde Kinder zur Welt gebracht und erhielt die ganzen Schwangerschaften über Infusionen mit Immunglobulinen. Ich bin dank einer sehr guten Freundin, die selber Ärztin ist (keine Gynäkologin) auf diese Möglichkeit gestoßen. Sie hat mir einen Arzt empfohlen, der mit dieser Therapie Erfolge hatte und das schon vor einigen Jahren. Meine Kinder sind 1993 und 1998 geboren. Meine Geschichte auf dem Weg zu meinen Wunschkindern hat insgesamt ganze 10 Jahre gedauert. Ich hatte erst die Eileiter zu, die in einem 5-stündigen mikrochirugischem Eingriff von einem fantastischen Chirurg wieder geöffnet wurden, wobei einer komplett frei war und der andere bedingt. Und prompt wurde ich kurze Zeit danach schwanger. Die Freude war riesig , währte aber nur 8 Wochen. Meine erste Fehlgeburt und eigentlich die schwerste aller Fehlgeburten, denn man rechnet nicht damit. Danach hatte ich 4 weitere Fehlgeburten (auch 2 Invitro mit erfolgreichem Transfer). Dann kam die Immuntherapie ins Spiel. Es kam heraus dass der Vater meiner Kinder und ich 5 Blutbestandteile gleich hatten, so dass mein Körper die Kinder immer abstieß. Wir machten erst eine aktive Immuntherapie, die nicht ausreichte und somit musste ich sobald der Schwangerschaftstes positiv war sofort mit den Infusionen beginnen. Meine 5 Schwangerschaft kam, es schien alles gut zu sein, der Schwangerschaftswert stieg an, bis ich dann mit Schmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurde und eine Eileiterschwangerschaft hatte, die sich Gott sei Dank von alleine - also ohne Eingriff - auflöste. Natürlich war es eine erneute Enttäuschung, ein erneuter Schmerz aber diesmal wusste ich, die Immuntherapie funktioniert. Ich ließ erneut die Eileiter mit Kontrastmittel checken, was zwar ungemein schmerzhaft ist, aber die Eileiter wieder frei machte und nur 1 Monat später war ich erneut schwanger mit meinem Sohn, der im August 1993 gesund auf die Welt kam. Ich hatte eine Superschwangerschaft trotz der Infusionen. Danach hatte ich leider erneut 2 Fehlgeburten (sehr früh) bis dann im August 1998 meine kleine Tochter gesund auf die Welt kam, wieder mit Infusionen und dem Rsiko der Bluttransfusion, da ich leider Rhesus negativ bin und mein Coombstest positiv war. Ich wusste aber innerlich, dass es gut wird, denn mein Sohn is 0 negativ und tatsächlich auch meine Tochter. Beide sind meine größten Wunder und mein Leben. (Übrigens beides Kaiserschnitte) Ich habe nicht aufgegeben. Ich hatte das absolute Vertrauen zu meinen Frauenärzten, die mich immer wieder ermutigt haben und alles natürlich mit der Vorsicht sowohl mich als auch die Kinder keinen Gefahren auszusetzen. Hätte ich riskiert, hätte ich nicht weitergemacht. Wir hatten auch eine Adoption erwogen und als ich meinen Sohn in die Arme gelegt bekam, -den ich leider unter Vollnarkose geboren hatte und somit nicht kannte - , wusste ich - man hätte mir jedes Kind in den Arm legen können, ich hätte sie alle gleichermaßen geliebt :-). Ich hoffe meine Geschichte macht Euch etwas Mut nicht aufzugeben  -  mir haben die Erfahrungen anderer Frauen während meiner Odysee immer sehr geholfen- und Ihr trefft für Euch die richtige Entscheidung . Ich wünsche Euch allen ganz ganz viel Kraft und hoffe sehr, dass Euer Kinderwunsch bald in Erfüllung geht - auf welchem Weg auch immer  :-)