Tierfreund82
Hallo ihr!
Vielleicht bin ich ja hier richtig, denn ich mache mir viele Gedanken. Leider ist es einiges an Text, aber ich muss mich mal ausheulen:
Ich bin 34 und habe noch keine Kinder, wünsche mir aber nichts sehnlicher als das. Mit meinem Partner bin ich seit vier Jahren zusammen. Er ist 40. Ich werde im Dezember 35. Leider hatte ich im Januar in der 14. Woche eine Fehlgeburt. Ich habe nichts gemerkt, im Gegenteil mein Körper hat sich immer weiter entwickelt. Beim Ultraschall hat das Herz nicht mehr geschlagen. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen
Wir möchten beide sehr gern Kinder.
Meine Jobsituation ist nicht die beste. Ich war während der Schwangerschaft arbeitslos und bin es noch, aber es geht bergauf. Ich arbeite im kaufmönnischen Bereich und bin die letzten Jahre von einem befristeten Zeitarbeitsvertrag zum nächsten getingelt-mit Arbeitslosenzeiten dazwischen. Dementsprechend war mein Freund etwas "erleichtert" aber trotzdem war er auch traurig. Er ist Finanzbuchhalter und verdient gut. Ich habe am Anfang nur heulen müssen, wenn ich Babies gesehen habe. In der letzten Zeit ging es dann irgendwann wieder. Ich denke, ich bin nicht die einzige hier, die das kennt :-( Ich kann aber die Sprüche nicht mehr hören. Die typischen, die ich nicht aufzählen muss denke ich.
Wir sollen jetzt auf jeden Fall ein halbes Jahr warten bis zur nächsten Schwangerschaft und erstmal jobtechnisch und andere Sachen regeln. Wir wohnen auch noch nicht zusammen, wollen das aber bald jetzt mal angehen. Wenn die Schwangerschaft geblieben wäre, wären wir natürlich zusammen gezogen-kein Thema! Ich hätte eben nicht alleine für mich sorgen können. Jetzt möchte er gerne, das ich wenigstens bis zur Geburt ein Jahr arbeite, damit ich ein besseres Elterngeld bekomme als wenn ich nur ein paar Monate arbeiten würde. Ich habe natürlich Angst, dass das alles zu lange dauert. Ich werde ja dann 35 sein und mache mir natürlich Sorgen. Ich werde ja nicht jünger und er auch nicht.
Letztens waren wir bei einem Genetiker, um mal alles checken zu lassen. Mein Frauenarzt hat mich dahin geschickt, weil er nicht möchte, dass das nochmal passiert. Jetzt warten wir auf das Ergebnis. Normalerweise bekommt man so eine Überweisung ja erst nach mehreren Fehlgeburten wie ich mittlerweile weiß. Unvorstellbar das man erst so oft leiden muss
Jetzt kommt noch dazu, das gute Freunde von uns im September auch Eltern werden und auch noch nebenan wohnen im gleichen Haus. Als ich das gestern gehört habe, hatte ich das Gefühl, ich erlebe einen Rückschlag. Sie haben die ganze Zeit gewartet mit dem erzählen, um uns nicht noch mehr weh zu tun. Natürlich freue ich mich für sie, aber die Vorstellung, das mein Kind nur zwei Monate eher geboren würde und man sich hätte gegenseitig helfen können, ist echt schlimm
Absolutes Gefühlschaos momentan! Kennt das jemand? Ich kann mich einfach noch nicht freuen. Ich hoffe, das kommt noch. Oder sollte ich mal ein Gespräch mit ihr suchen?
Mache ich mich zu sehr verrückt? Ist es nromal, das ich mit 34 so denke? Oder bin ich zu panisch? Mein Arzt meinte aber auch, bis 35 sollte man, wenn es geht, das erste Kind bekommen. Ich wünsche es mir so sehr und rundherum sind die Leute schwanger oder heiraten. Das ist alles so komisch.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu lang und ihr könnt mich irgendwie aufmuntern oder habt Tipps für mich. Vielen Dank ![]()
Hallo Tierfreund!
Ich wurde gerade so traurig als ich deinen Beitrag gelesen habe. Mein Mann und ich haben es nun nach einem Jahr geschafft schwanger zu werden. 7. Woche und meine Angst es zu verlieren ist riesen groß. Also wie du siehst stecke ich nicht in deiner Situation aber evtl in der deiner Nachbarn und Freunde. Unsere besten Freunde versuchen nun schon Seid fast vier Jahren ein Kind zu bekommen. Diesen Monat hat es trotz kiwu Behandlung wieder nicht geklappt. Sie ist am boden zerstört und in diese Situation hinein musste ich ihr meine Schwangerschaft erzählen. Nach nur einem Jahr versuchen. Sie ist erst Mitte zwanzig und ich fast 33 aber auch sie kann sich nicht wirklich mit uns freuen und ist nun ein wenig auf Abstand. Nun zu meinem wenig hilfreichen aber ganz lieb gemeinten Ratschlag.. such mit ihr evtl das Gespräch. Sie wird genau wissen wie es euch geht sonst hätte sie mit dem verkünden nicht gewartet. Und ich denke auch sie spürt Diese Ungerechtigkeit so wie ich sie gegenüber meiner Freundin spüre. Ich würde mir so sehr wünschen das sie endlich Glück haben genauso wie ich es euch ( Ohne dich zu kennen ) wünsche. Ich weiß das meine Freundin sich unter andere Umständen sehr mit mir gefreut hätte, jedoch gehemmt ist durch ihre Trauer.
Mir tut es sehr Leid das ich keinen besseren Rat für dich habe aber fühle dich einfach mal ganz lieb gedrückt! Manchmal kommt es dann doch noch unerwartet. Mein Mann bekam nach 19 Jahren noch eine Schwester mit der absolut keiner gerechnet hatte. &
521; und ich bete für euch das euer Baby euch bald findet. Und es beim zweiten Anlauf zu euch schafft!
Hallo Tierfreund82, ich war in einer ähnlichen Situation wie du. Fehlgeburt und die beste Freundin wurde kurz nach mir schwanger. Das ist nun etwas über zwei Jahre her und ich muss sagen es wird besser. Ich kann mittlerweile gut mit ihrem kleinen Spielen ohne das Gefühl zu haben zu zerbrechen, aber die erste Zeit war echt hart. Ich muss gestehen, dass ich nicht mit meiner Freundin gesprochen habe, weil ich niemandem erzählt hatte, dass ich schwanger war. Im nachhinein weiß ich nicht, ob ich mit ihr hätte reden sollen. Ich denke dass kommt ganz darauf an wie man für sich selbst damit umgeht. Und was das Alter angeht: ich kann dich auch da verstehen, ich denke mit fast 32 genauso. Ich würde sagen das ist die "Biologische Uhr"... Also vielleicht hilft es dir: Du bist nicht alleine. Falls du dich ausquatschen magst kannst du mir auch gerne eine PM schicken!