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Reform senkt Kassenbeiträge Bundesregierung packt schwierige Reform des Gesundheitswesens an / Von Ulrike Mehl (SPD) Die ausufernden Kosten im Gesundheitswesen zeigen jedem, dass Veränderungen dringend nötig sind. Mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Gesundheitsreform sollen die Kosten im Gesundheitswesen um mehr als 20 Milliarden Euro gesenkt werden. Dies wird den durchschnittlichen Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2004 um ein Prozent auf 13,3 Prozent drücken, später soll der Beitragssatz unter 13 Prozent sinken. So senken wir die Lohnnebenkosten. Deshalb ist es auch vertretbar, dass Versicherte und Patienten bei einigen Leistungen Zuzahlungen in Kauf nehmen müssen, einige Leistungen komplett gestrichen werden (Sterbegeld) und andere Leistungen selbst finanziert werden müssen (künstliche Befruchtung, Sterilisation). Die Neuregelungen sehen vor, dass Arbeitnehmer künftig das Krankengeld alleine (ohne Arbeitgeberbeitrag) absichern müssen. Das Krankengeld ist eine versicherungsfremde Leistung, die die Krankenkassen bisher 7 Milliarden Euro gekostet hat. Rentner müssen den vollen Beitrag auf Nebeneinkünfte, wie zum Beispiel Betriebsrenten, zahlen. Der Hausarzt soll als „Lotse“ dienen, Doppeluntersuchungen werden so ausgeschlossen. Geht der Patient zuerst zum Hausarzt und dann zum Facharzt, fällt die Zuzahlung für Medikamente geringer aus. Rezeptfreie Medikamente müssen die Patienten künftig selber zahlen. Die Kasse übernimmt dies nur noch für Kinder. Die Krankenkassen werden außerdem von weiteren versicherungsfremden Leistungen (Schwangerschafts- und Mutterschaftsgeld) entlastet. Diese Leistungen werden durch die Erhöhung der Tabaksteuer finanziert. Bei der geplanten Gesundheitsreform müssen aber auch die Ärzte, Apotheker, Krankenkassen und die Pharmabranche ihren Beitrag leisten. Bei den Ärzten und Apotheken wird es mehr Wettbewerb geben. Ärzte müssen sich nachweisbar an neutraler Stelle fortbilden. Neu niedergelassene Fachärzte können mit den Kassen Einzelverträge abschließen. Der Versandhandel mit Medikamenten soll erlaubt werden. Ein „Zentrum für Qualität in der Medizin“ soll die Medikamente nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis prüfen. Damit sollen teure Scheininnovationen (hohe Kosten, kaum Zusatznutzen gegenüber bereits bekannten Medikamenten) vom Markt gedrängt werden. Die Christdemokraten haben bisher nur angekündigt, dass sie die Pläne der Bundesregierung zur Reform des Gesundheitswesens ablehnen, eigene Vorschläge der Opposition gibt es aber nicht. Ob die Probleme im Gesundheitswesen in Deutschland in den Griff zu bekommen sind, wird aber auch davon abhängen, ob die Opposition endlich konstruktiv bei den schwierigen Reformen mitarbeitet, anstatt nur zu blockieren. Leserinnen und Leser der Eckernförder Zeitung erreichen mich unter: E-Mail: ulrike.mehl@bundestag.de
o.t.
da bleibt am Ende ja gar nichts mehr übrig. Arbeitnehmer sollen die Kk-Beiträge voll selbst bezahlen. Schweinerei! Streichung von Sterbegeld - Schweinerei (ich weiß wovon ich rede, meine Eltern sind tot und ich hätte die Beerdigung ohne Sterbegeld nicht bezahlen können, da ich Vollwaise wurde). Wo soll man seine Angehörigen dann zukünftig beerdigen wenn man sich das nicht leisten kann! Streichung Leistung künstl. Befruchtung - Oberschweinerei!!! 2-Klassen-Medizin - normale Paare können sich das nicht leisten, Folge weniger Kinder, folge keine Beiträge in die Rentenkasse, folge irgendwann keine Rente mehr. WO SOLL DAS HINFÜHREN??? LG Biene mit Anton Paul (1J)