Elternforum Erster Kinderwunsch

Bin gespannt auf morgen-und ein bißchen traurig

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Hallo Mädels, morgen gehe ich nach 5 Tagen Stimulation (3. Versuch IUI) zum US, mal sehen, ob schon Eizellen gewachsen sind und wann ich den ES auslösen kann. Vermutlich schon in den nächsten Tagen. Aber leider kann ich mich gar nicht so richtig darauf freuen, da im Falle einer Schwangerschaft einiges an Belastung auf uns zukommt. Leider habe ich einen Antikörper gegen die Blutplättchen, die mein Kind haben wird. Das war in der ersten SS schon so, da ist zum Glück alles gut gegangen. Trotzdem muß ich damit rechnen, daß die SS "in einem Desaster endet" (Zitat Laborarzt). Es kann passieren, daß durch meine Antikörper die Blutplättchen des Babys zerstört werden, dadurch kann es zu Gehirnblutungen und Verbluten des Babys kommen. Um das zu verhindern, muß ggf. regelmäßig die Nabelschnur punktiert werden, um die Zahl der Blutplättchen zu überprüfen und Blutplättchen zu transfundieren. Das ist natürlich alles mit einem ziemlichen Fehlgeburtsrisiko verbunden, mal abgesehen von der körperlichen Belastung. (Hatte schon so eine Punktion in der 1. SS, war nicht so toll.) Aber deswegen auf ein zweites Kind verzichten? Keiner kann mir sagen, wie groß das Risiko ist. Es ist ohnehin nur ein Zufallsbefund, unter normalen Umständen wüßte ich gar nichts. Schnief. Wer weiß, ob es überhaupt klappt bei solchen Zukunftsaussichten. Claudia


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Hallo, es geht bestimmt gut. Hab auch eine kleine Tochter und eine ziemlich schwierige Schwangerschaft hinter mir mußte fast die ganze Zeit liegen 3 Monate im Krankenhaus. Kann deine Sorgen verstehen, wir wünschen uns aber trotzdem ein zweites Kind. Sag mal wie wurde den das festgestellt hab so was noch nie gehört ? gerda


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Hallo Gerda, danke für deine tröstenden Worte. Ich weiß nur von diesem Antikörper, weil ich einem Labor arbeite, wo diese seltene Untersuchung durchgeführt wird. Das Problem tritt nur bei einer oder zwei von 1000 Schwangerschaften auf. Da ich aber durch meine Arbeit wußte, daß ich diese seltene Blutplättchen-Blutgruppe habe, die man dazu braucht (hat nur 2% der Bevölkerung), war es naheliegend, das zu testen. Es ist das identische Prinzip wie bei der Rhesusunverträglichkeit, nur daß diese viel häufiger ist und deshalb routinemäßig bei jeder Schwangeren untersucht wird. Wir wollen es auch mit einem zweiten Kind versuchen. Man muß sich darüber im Klaren sein, daß jede Schwangerschaft schiefgehen kann, und das ist noch nicht mal selten. Ich habe vor allem Angst, daß das Kind durch eine Blutung oder Frühgeburt schwer behindert sein könnte, das wäre schon ziemlich schlimm. Aber dieses Risiko muß man wohl auch bei einer normalen SS in Kauf nehmen. Liebe Grüße, und auch euch viel Glück! Claudia


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Hallo, ist deine Erkrankung vielleicht eine Rhseusunverträglichkeit? Das habe ich auch, und mir hat man in der frühschwangerschaft und nach der Geburt direkt Antikörper gespritz, damit im Falle einer 2. Schwangerschaft eben diese dinge nicht auftreten können. Falls deine Erkrankung eine andere ist, könnte ich mir aber trotzdem gut vorstellen, das es da so etwas ähnliches gibt. ansonsten kann man nach der Geburt bestimmt einen kompletten Blutaustausch machen bei dem kind, das hat man früher auch bei Rhesusunverträglichkeit gemacht.# Wünsch dir alles gute


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Danke für deine Antwort! Mein Fall läuft nach dem selben Prinzip wie die Rhesusunverträglichkeit, nur daß statt den roten Blutkörperchen die Blutplättchen betroffen sind. Man könnte auch genauso behandeln, sprich vorbeugend Antikörper geben, doch leider existiert diese Möglichkeit wegen der Seltenheit der Erkrankung (noch) nicht. Und selbst wenn, dann wäre es bei mir schon zu spät, weil ich bereits immunisiert bin. Eine Behandlung des Kindes nach der Entbindung ist kein Problem, da kann man ja problemlos Blutplättchen transfundieren, aber bei dieser Erkrankung tritt leider oft schon während der SS eine Schädigung des Kindes auf. In schweren Fällen wäre es zu spät, bis nach der Entbindung zu warten. Deshalb die Gefahr, daß Punktionen und Transfusion schon vorher nötig ist, mit allen Risiken. Danke für deine guten Wünsche. Bin jetzt schon wieder etwas zuversichtlicher. Liebe Grüße Claudia