Mitglied inaktiv
Hallo! Wir hatten gestern unseren 1. Termin in der Kinderwunschklinik (Grund ist das schlechte Spermiogramm meines Mannes), ich wollte mal berichten - für alle die vielleicht auch noch so etwas vorhaben - wie es war. Die Damen am „Empfang“ waren sehr nett. Die Klinik (in Wiesbaden) sieht aus wie eine größere Praxis, sehr schön angerichtet, nicht so steril. Wir haben dann einen Zettel mit persönlichen Daten ausgefüllt und ab ging es ins Wartezimmer. Dort saßen noch 3 Päarchen u. alle grinsten, irgendwie witzig, nie war man so eindeutig aus dem selben Grund beim Arzt. Naja, auf jeden Fall nach 20 Min. kamen wir dran. Der Arzt hat uns abgeholte u. wir sind in ein Besprechungszimmer gegangen. Er hatte dort unsere gesammelten Unterlagen schon liegen u. wie sich herausstellte auch schon durchgeschaut. Er war sehr nett + locker, hat uns jeder Scheu genommen u. wir haben uns dann eine knapp halbe Stunde unterhalten. Er hat uns eine Menge Fragen gestellt und zusammenfassend kann man sagen, also so wie wir etwas naiv vielleicht dachten, von wegen in ein paar Wochen gibt´s Hormonspritzen, dann evtl. ICSI, dann evtl. schwanger... ist das alles nicht. Er braucht trotz unserer Unterlagen (Kurve, Rötelnwerte, Hormonwerte, Spermiogramm) mehr Infos über uns. Das heißt vorerst mein Mann muß nächste Woche wieder Sperma abgeben, damit ein Vergleichsspermiogramm gemacht werden kann, denn eines ist nicht aussagekräftig, das kann sich total ändern, manchmal nur etwas oder aber auch so bleiben. Gestern haben wir dann noch Blut abgegeben für eine weitere größere Blut-/Hormonanalyse, Röteln sowie AIDS-Test. Von diesen Werten hängt es ab, wie es weitergeht. Er wollte da auch nicht vorgreifen, um falsche Erwartungen oder Angst zu machen. Aber eins steht fest, er will "nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen", was heißt, nur wenn er zu 100% auschließen kann, dass es keinen anderen Weg gibt, dann erst klären wir welche Art der künstl. Befruchtung für uns in Frage kommen. Er hat mir erklärt, es für ihn nichts damit zu tun, dass er die Kosten für eine künstl. Befr. vor der Krankenkasse belegen muß, er sagt die Frauen unterschätzen manchmal, was da auf sie zu kommt, das ist nicht so ohne, wenn auch ggf. notwendig u. die Chancen dann für eine Schwangerschaft auch recht gut stehen. Ist gibt so viele Gründe und so viele Wege zum Baby. Es kann also sein, das z. B. das Spermiogramm etwas besser ist u. wir einen anderen Weg einschlagen werden, als von uns vermutet. Ich werde dann auch noch untersucht, wobei das Ergebnis von meinen Mann in erster Linie angibt, wie es weitergeht. Er hat gesagt, er kann uns keinen Zeitraum nennen, sie versuchen - in Absprache mit uns- immer schnellstmöglich zu handeln. Er hat uns allgemeine Tipps + Ratschläge gegeben u. uns versichert, dass er uns auf jeden Fall helfen will, aber wir auch verstehen müssen, dass es Zeit braucht. Unser Alter (29 + 37) ist schon mal ein Pluspunkt, die meisten Frauen sind wohl um einiges älter. Wir sollen versuchen unabhänging von allem, ungezwungen u. locker miteinander zu schlafen. Ich soll keinen Eisprungtest mehr machen, keine Statistik führen, sondern ganz natürlich damit umgehen. Er kann zwar ohne 2. Spermiogramm nicht viel sagen, sollte es sich nicht geändert haben, müssen wir anders vorgehen, aber da es so viele Möglichkeiten gibt, werden wir in Ruhe klären womit wir anfangen. So viel für jetzt, wir fühlen uns dort auf jeden Fall gut aufgehoben und üben uns nun in Geduld, schauen mal wie es weitergeht, Euch allen alles Gute! Schwester S.
Hört sich doch recht gut an. Und gut ist auch, daß die dort nicht gleich loslegen, sondern trotzdem noch genauer untersuchen. Dafür sind sie ja auch ausgebildet. Aber Du wirst sehen, daß die Zeit ganz schnell vergeht. Vielleicht gibt es ja doch noch eine andere Möglichkeit für Euch. Tschau Susi (nach ICSI 29. SSW)
Hallo ! Das hört sich ja richtig gut an was du schreibst. Das allerwichtigste ist, dass man sich gut aufgehoben und vor allem verstanden fühlt. Das Gefühl habt ihr ja und somit ist das schon mal die halbe Miete. Mein Mann und ich hatten bei der ersten Kinderwunschbehandlung in einer anderen Praxis so schlechte Erfahrungen gemacht, dass für mich der Entschluss schon feststand, wenn der Doc die KIWU-Behandlung weitermacht, will ich kein Kind. Es waren grauenhafte Wochen und als wir uns für einen Wechsel entschieden hatte, ging es mit mir auch wieder bergauf. Du schreibst der Arzt war total locker, dass ist auch das was wir vermisst haben. Mein Mann und ich sind eher witzige Typen udn ich glaube das Thema unerfüllter Kinderwunsch ist schon ernst genug, da sollte schon mal wenn es passt ein lockerer Spruch drin sein. Ich wünsche euch für eure weitere Behandlung ganz viel Glück ! LG steffi