Mitglied inaktiv
Halli Ihr, Ich bin 32 Jahre alt, seit genau 4 Wochen verheitatet. Wir versuchen seit 3 einhalb Jahren ein Baby zu bekommen. Wir haben vor 2 Jahren eine Spezielpraxis in Berlin aufgesucht. Bei den Untersuchungen ist bei uns beiden nichts weiter herausgekommen. Die Hormonterapien sind leider ohne ohne Schwangerschaft verlaufen. Uns wurde damals wörtlich gesagt heiraten sie und kommen dann wieder zur künstlichen Befruchtung. Im Mai letzten Jahres sind wir in aller ruhe zusammengezogen und dieses Jahr im Mai haben wir deann geheiratet. Nun haben wir uns entschlossen eine künstlicht Befruchtung machen zu lassen. Kann mir jemand näher sagen was da auf micht zu kommt und wie groß die Chancen sind. Ich warte auf Eure Antworten bis zum nächsten mal. Jean
Hallo, ich bin 32 Jahre und war in KiWu-Behandlung 2 Jahre lang (von 1999-2001). Zunächst wurden 3 Hormonbehandlungen durchgeführt - ohne Erfolg. Dann wurde mit Insemination - IUI = I(ntra) U(terine) I(nseminsation - weiter behandelt mit vorherhiger Homonstimulation. Bei der 4. IUI bin ich dann schwanger geworden und mein Sohn ist jetzt 13 Monate alt. Wir möchten nun ein 2. Baby und wollen es erst mal so probieren. Nähere Infos findest du auch unter www.fertinet.de LG Biene30 mit Anton Paul (13 Monate)
Hallo! Erstmal nachträglich alles Liebe zur Hochzeit! Was kommt bei einer künstlichen Befruchtung auf dich zu? Es gibt 2 verschiedene Arten der künstlichen Befruchtung, die IVF und die ICSI (den Unterschied erkläre ich dir später noch). Beide verlaufen ziemlich ähnlich: Zuerst wird mit der Downregulation begonnen (du bekommst entweder eine Depotspritze oder du musst dir selbst jeden Tag eine Spritze geben). Die Downregulation dient dazu, um deinen Körper "herunter zu fahren" - seine eigenen Hormonproduktionen sollen stark gedrosselt werden. Der Körper soll keine eigenständigen Entscheidungen mehr treffen wie zum Beispiell wann der Eisprung ausgelöst wird, ... Oft wird die Downregulationsphase als "künstliche Wechseljahre" bezeichnet, eben weil die eigene Hormonproduktion so stark gedrosselt wird und man sich wirklich fühlt wie in den Wechseljahren (Alpträume, Schlafschwierigkeiten, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, ... - diese Nebenwirkungen können, aber müssen nicht zutreffen). Bei mir hat die Downregulation ungefähr 10 Tage gedauert. Nach dieser Zeit (und bei Einsetzen der Periode) beginnt dann die Stimulation. Das sind Hormone, um in deinem Körper künstlich so viele Eizellen wie möglich heranreifen zu lassen (bei mir bestand diese Stimulation aus täglich 3 Spritzen). Diese Phase dauert ungefähr wieder 2 Wochen (so circa). Danach wird der Eisprung künstlich (wieder eine Spritze....) ausgelöst. 2 Tage nach Auslösen des Eisprungs findet die Punktion statt - die Gewinnung der Eizellen. Dabei werden mit einer Nadel, die an einem Ultraschallgerät befestigt ist, die Follikel (Hüllen, in denen die Eizellen samt Nährflüssigkeit enhalten sind) abgesaugt. Für diesen Eingriff bekommst du entweder eine Vollnarkose oder starke Schmerz- und Beruhigungsmittel. (Ich hatte keine Vollnarkose sondern nur Schmerz- und Beruhigungsmittel; die Schmerzen sind wirklich nicht so schlimm wie sie von vielen Frauen oft geschildert werden, die Schmerzmitteldosis wird so eingestellt, dass man wirklich fast keine Schmerzen verspürt.) Die gewonnenen Eizellen werden mit den Spermien deines Mannes befruchtet und jetzt kommt der Unterschied zwischen ICSI und IVF: Bei einer IVF werden Spermie und Eizelle lediglich zusammengebracht und die Spermie muss sich ihren Weg in die Eizelle selbst finden; bei einer ICSI wird die Spermie direkt in die Eizelle eingebracht. Je nachdem, ob du aus Deutschland oder aus Österreich bist (in Österreich gibt es für die künstliche Befruchtung andere Gesetze) werden dir ein paar Tage später die befruchten Eizellen wieder eingesetzt (Embryotransfer). Tja, und dann heißt es 2 Wochen warten, ob sich die kleinen Sonnenscheinchen eingenistet haben oder nicht. Das ist der rein theoretische Ablauf.... Psychisch gesehen ist das Ganze nicht ganz so einfach, es belastet einen oft sehr und manchmal hat man Phasen, in denen man verzweifelt. Mit der Liebe des Partners und gegenseitigem Verständnis ist es aber zu schaffen. Man darf bei dieser ganzen Behandlung nie vergessen, wofür man es macht (für sein Kind) und man muss sich ganz bewusst immer wieder vor Augen führen, wie sehr man sich liebt. Ich wünsche euch ganz viel Glück, Barbara.
hallo Barbara, vielen Dank für die Glückwünsche zur Hochzeit und die detalierte Beschreibung des Ganzen. In der Klinik krigt man alles nur rein Theoretisch erklärt aber alles drum herum bleibt unausgesprochen. Hast du denn schon Dein Baby, Wie groß ist die Warscheinlichkeit das es beim ersten Versuch klappt. Nochmal vielen Dank Bis später mal. Jeannette Ps. war heute das erste mal in Eurem Forum