Elternforum Erster Kinderwunsch

An InesB und Maggan :-)

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Mitglied inaktiv

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Hi ihr Zwei, ich habe gesehen, dass ihr darüber gegrübelt habt, wie der Doc feststellen kann, dass die Eizelle minderwertig sein könnte. Das ist eigentlich ziemlich simpel. Ich kopier euch zu diesem Thema mal einen Text hier rein: Clomifen (Dyneric, Pergotime, Clom50 etc.) ist ein Medikament, welches als Tablette eingenommen sehr zuverlässig eine Eizellreifung an den Eierstöcken auslöst. Die Einnahme erfolgt meist von dem 5. bis zum 9. Zyklustag, wobei jeweils 1-3 Tabletten täglich (50-150mg) verordnet werden. Der Vorteil dieses Medikaments ist zweifellos die einfache Gabe als Tablette, weshalb es in vielen gynäkologischen Arztpraxen das erste Mittel der Wahl darstellt. Allerdings hat es auch einige Nachteile, die bei einigen Methoden der Kinderwunschbehandlung störend sein können. Der Wirkmechanismus ist immer noch nicht eindeutig geklärt, man vermutet, daß das Medikament der Hirnanhangsdrüse "vorgaukelt", daß im Körper zu wenig Östrogen produziert werden. Die Reaktion der Hirnanhangsdrüse darauf ist die vermehrte Ausschüttung von Follikelstimulierendem Hormon (FSH), wie bereits in "Grundlagen des weiblichen Hormonzyklus beschrieben. Allerdings hat diese "unnatürliche" Stimulationsmethode den Nachteil, auch die Produktion des eisprungauslösenden Hormons (LH) zu verstärken. Die erhöhten LH-Spiegel, so meint man, sind in der Lage, die Eizellqualität zu verschlechtern. Außerdem hat dieses Medikament auch eine "anti-östrogene" Wirkung an einigen Organen. Von besonderer Bedeutung ist dies am Gebärmutterhals, wo das Gebärmutterhalssekret zähflüssig werden kann und die Spermien am Eindringen in die Gebärmutter hindert. Ein weiterer Nachteil ist die lange Halbwertszeit des Wirkstoffs. Einmal in der Blutbahn, läßt sich die hormonelle Stimulation der Eierstöcke nicht mehr durch eine Dosiserhöhung oder -senkung steuern. Diese Nachteile haben dazu geführt, daß bei der Kinderwunschbehandlung zunehmend Gonadotropine zur Anwendung kommen. Viele Grüsse Karry


Mitglied inaktiv

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Antwort auf diesen Beitrag

Hi Karry, vielen lieben Dank! Jetzt wo ich den Text gelesen habe ist mir noch ein Nachteil eingefallen den ich Ines noch sagen wollte und zwar der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut! Der wird durch das Medikament nämlich gestört und kann so zu dünn für die Einnistung eines Eis sein! Oder der Auslöser für eine FG da sich das Ei nicht tief genug einnisten kann! Wird die dicke der Gebärmutterschleimhaut nicht überprüft und evtl. der Aufbau unterstützt (wiederrum Medikamentös) könnte die Folge eine FG werden oder das sich wie gesagt das Ei erstgarnicht einnistet! Deshalb halte ich für den anfang Mönchspfeffer besser! Aber das ist ja nur meine Meinung! Muß jede selbst entscheiden! Danke nochmal, war sehr informativ :-) LG Wiebke