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Logopädie

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filly

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Hallo, nachdem ich im Forum "Frühchen" keinen Erfolg hatte möchte ich nun hier mal fragen: Kennt jemand das Therapiezentrum Stade? Nach Einsicht der Unterlagen unserer Tochter ( Frühchen, 23+0) wurde uns von unserer Logopädin ( sie betreute ein anderes unserer Kinder) empfohlen sie dort vorzustellen. Sie ist jetzt 2,1 Jahre und spricht nur: Mama, Papa und bum. Hat da jemand Erfahrung mit? Ach so, kurze Vorstellung vielleicht denn in diesem Teil des Forums war ich ja noch nicht. Ich bin 28 Jahre bin verheiratet und wir haben vier gemeinsame Kinder. Davon ist das jüngste ein extrem Frühchen. Wir sind beide berufstätig.


susip1

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Antwort auf Beitrag von filly

Hallo! Also mit 2 Jahren heißt das alles oder nichts....Also es kann heissen, das Kind holt im nächsten Jahr alles auf oder eben nicht. Das steht in den Sternen. Es gibt Kinder die einfach später sprechen lernen, aber es gibt auch Kinder, die es nicht von selbst lernen. Mein Sohn - mittlerweile 8 - war leider der letztere - also er hat es nicht von selbst gelernt. Wir haben viel gemacht, gelitten, gefördert.... Er hat viel aufgeholt, spricht nun viel, wie ein Wasserfall manchmal, man hört es mal mehr mal weniger dass er Probleme hatte/hat. Was ich empfehlen kann - fang nicht zu früh mit Logopädie an - aber auch nicht zu spät. Warte den Augenblick ab der paßt. Lg


filly

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Antwort auf Beitrag von susip1

Erst mal danke für deine Antwort. Sicher ist der richtige Zeitpunkt wichtig, sollen und wollen sie auch erst mal dort vorstellen um anschließend über den besten Weg entscheiden zu können. Ich finde es nur schade das "unsere" Logopädin nicht die passende Ausbildung für Frühchen hat und uns ans Therapiezentrum vermittelt. Das bedeutet erheblich mehr Aufwand ( Fahrt, Organisation). Schließlich ist sie doch ein Kind wie jedes andere, nur halt entwicklungsverzögert. So ist eben auch die Sprache und das Sprachversändnis verzögert. Aber man kann doch mit ihr arbeiten wie mit normal geborenen Kindern, denke ich. Sie geht auch in eine Krippe und kommt dort gut zurecht. Na ja, nun hat sie erst mal das vorerst letzte Rezept für Krankengymnastik bekommen, ist motorisch recht fit und kann seit drei Wochen sicher laufen. Außerdem bekommt sie Frühförderung, diese findet zu Hause statt und gefällt uns allen sehr gut. Problem bei der Sprache ist das ich merke sie wird sauer wenn sie sich nicht mitteilen kann, von daher sehe ich schon Handlungsbedarf. Mal sehen wie es weitergeht.


susip1

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Antwort auf Beitrag von filly

Hallo, ja verstehe. Von den richtigen u. falschen Therapeuten kann ich auch ein Lied singen....ich glaub ein Buch könnte ich schreiben fast schon.... Aber Durchhaltevermögen ist wichtig und ich glaube das hast Du eh, so wie ich es aus deinem Post lese. Lg


4hamänner

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Antwort auf Beitrag von filly

Hallo Filly, wegen dem Therapiezentrum kann ich dir nicht weiter helfen, aber vielleicht mit deinem Logo-Problem. Dazu aber noch ein paar Fragen: - Wie ist das Sprachverständnis? Kann sie einfache Anweisungen verstehen? - Hatte sie eine Fütterstörung? Bei Frühchen ist es ja häufig, dass sie Empfindungsstörungen haben. Aber wie war die Saugkraft? Hat sie sich häufig verschluckt? Schluckt(e) sie viel Luft? - Was war mit der 2. Lall-Phase? (dada, baba ... ) War die normal? oder hat sie vielleicht sogar gefehlt? - Kann deine Kleine einfache "Worte" nachsprechen? Also sie kann ja Mama, Papa und bum: Würde sie "Muh" nachsprechen können? - Kann sie Tiergeräusche immititeren? - Kann sie einfache Grimassen nachmachen (Zunge rausstrecken, mit der Zunge von einem Mundwinkel zum anderen? Oberlippe ablecken?) Falls ihr da Probbleme habt / hattet, dann google doch mal nach "verbaler Entwicklungsdyspraxie". Dieses braucht dann spezielle Therapie (Taktkin). Nicht zu verwechseln mit einem "Late Talker", der auch ohne gezielte Therapie einfach später sprechen lernt. Sinnvoll ist auch die Verwendung alternativer Kommunikationsmittel wie Gebärden (z.B. GuK) oder auch Symbolkarten (PECS, sehr zu empfehlen sind die Pictogramme von Metacom von Kitzinger). Mein Sohn konnte übrigens mit 4 Jahren: Mama, Papa, ich, essen, auf. er wurde (u.a. weil er eine Tetraparese hat) erst mit 6 Jahren in Werscherberg (sehr zu empfehlen!) diagnostiziert. Liebe Grüße Anja


filly

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Antwort auf Beitrag von 4hamänner

Hallo Anja, nach deiner Antwort frage ich mich als erstes: was machst du beruflich? Also zum Sprachverständnis, sie versteht nicht wenn ich etwas nur sage. Wenn ich etwas vormache, zeige und wiederhole, mitmache kann sie es ausführen. Zur Fütterstörung (habe ich so noch nie gehört): Sie wurde lange über Sonde ernährt, mittlerweile kann sie gut ein Brötchen knabbern, kaut aber noch nicht gut. Der Saugreflex wurde mit Schnuller geübt, aus der Flasche trinkt sie gut. Wir machen auch Übungen zum stärken der Mundmuskulatur. Zur 2. Lallphase: Später aber normal. Worte nachsprechen: Sie bildet viele Laute, würde aber z. B. Muh nicht nachsprechen können. Tiergeräusche immitiert sie also nicht. Grimassen schneidet sie, aber nicht bewusst. Danke auf jeden Fall !!!!


4hamänner

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Antwort auf Beitrag von filly

Hallo Filly, ich habe einen gewissen Hintergrund, was das theoretische betrifft (Entwicklung, Gehirn etc.), das meiste weiß ich aber auf Grund der Therapien, Rehas etc. meines Sohnes (Tetraparese, Muskelhypotonie, verbale Entwicklungsdyspraxie, Epilepsie - letzteres zum Glück nicht mehr aktuell). Was du schreibst, deutet für mich nicht auf eine Dyspraxie, ich denke eher ihr solltet mal zum Pädaudiologen. Vielleicht hat die Kleine ein Problem beim Hören (kann ja auch nur einen Teil der Frequenzen betreffen, wodurch die Sprache schlechter verstanden wird). Eine andere Möglichkeit wäre eine auditive Verarbeitungsstörung. Dann müsste es in Situationen ohne Ablenkung, wenn sie sich voll auf das Hören konzentrieren kann, besser sein. Wie gesagt, versuch mal einfache Gebärden oder auch Symbolkarten. Du kannst ja mal folgendes kostenlose Programm ausprobieren (ausdrucken und als Karten laminieren): http://www.pictoselector.eu/index.php?lang=de Liebe Grüße Anja


Schnecke3

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Antwort auf Beitrag von filly

Hallo Filly, ich kann dir auch nur raten, mal überprüfen zu lassen, ob deine Tochter gut hört. Am besten in einer Pädaudiologie, die sich mit Kindern auskennen. Da deine Tochter ein Frühchen ist, ist sie ja auch ein "Risikokind", was Hörschädigungen angeht. Ich bin da aber auch sehr sensibel, weil ich durch die Hörschädigung meines Sohnes (auch Frühchen und an Taubheit grenzend schwerhörig) schon oft mitbekommen habe, dass bei anderen Kindern (gerade mit leichterer SH) die Hörschädigung erst sehr spät erkannt wurde, weil Kinder da unheimlich gut kompensieren können (die 1. lallphase machen z.B. auch gehörlose Kinder ganz "normal", mein Sohn hat bis zum Alter von 1 Jahr Doppelsilben gebildet, obwohl er defintiv keine Sprache gehört hat), deswegen weiße ich immer drauf hin. Reagiert sie denn, wenn du sie von hinten anspirchst? Was mich wundert, ist, dass dich die Logopädin gleich in ein weiter entferntes spezielles Therapiezentrum schicken will , "nur" weil deine Tochter ein Frühchen ist.Die Therapie dürfte sich doch nicht unterscheiden zu der von reifgeborenen Kindern mit ähnlichen Problemen. Außerdem habe ich noch nie gehrt, dass Therapeuten eine spezielle Ausbildung für die Arbeit mit Frühchen brauchen . Könnte dich die Logo nicht erst einmal an eine mit Kindern erfahrene Kollegin in eurem Umkreis verweisen, die z.B. nach C. morales oder Padovan (machen wir seit 3 Jahren) arbeitet (wegen der Mundmuskulatur)? Gruß, Katja


filly

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Antwort auf Beitrag von Schnecke3

Mensch ihr schreibt ja fleißig. Freu!!! Beim Ohrenarzt waren wir mehrfach zur Überprüfung, sie hört normal. Auch wenn ich sie von hinten anspreche reagiert sie. Dabei erkennt sie auch meine Stimme. Wenn ich zum Beispiel in die Krippe komme und mich unterhalte merkt sie sofort das ich das bin, auch wenn sie mich noch nicht sieht. Oder wenn sie spielt und ich ihren Namen sage reagiert sie darauf. Sie hört es wenn jemand die Tür aufschließt und kommt gleich an ( sie ist so gern draußen). Die Logopädin hat sich erst die ganzen Berichte (Krankenhaus, Ärzte, Frühförderin) vorgenommen und uns dann wen anderes empfohlen. Das finde ich ja auch gut, sehr ehrlich, aber halt blöd für uns. Wenn ich dort mit ihr war, also eine Diagnose gestellt ist schließt sie auch nicht aus mit ihr zu arbeiten.


susip1

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Antwort auf Beitrag von filly

Hallo, lies mal über auditive Hörverarbeitungsstörung nach. Mein Kind hat das und er hört wirklich gut rein hörtechnisch. Aber er hört z.B. nicht wenn mehrere Leute zugleich sprechen, dann reagiert er nicht mehr so wie es sein sollte, oder er versteht Aufträge nicht. Es hat sich sehr gebessert und jetzt mit 8 sehe ich langsam, dass er auch registriert wenn er was 'falsch' ausspricht, sich selber korrigiert. Das hat er früher einfach nicht wahrgenommen....Es wird besser, aber man braucht eine unwahrscheinliche Geduld... Lg