Elternforum Entwicklung im 1. Lebensjahr

Verstimmung

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Mitglied inaktiv

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Hallo ihr! Ich hab vor 9 Wochen einen Sohn geboren und seit dem hab ich sehr starke Stimmungsschwankungen. Sobald es mir mal wieder richtig gut geht, bin ich dann immer gleich total am Boden zerstört und manchmal is mir auch zum heulen zumute.Ich dachte das hat man nur während dem Wochenbett. Geht es euch da auch so? LG


Mitglied inaktiv

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Hallo, die Hormonumstellung nach der Entbindung dauert locker vier Monate oder länger, das war bei mir auch so. In dieser Zeit sind Stimmungsschwankungen normal, wenn die traurige Stimmung nicht überwiegt. Nur zur Sicherheit: Man kann im gesamten ersten Jahr nach der Entbindung eine Wochenbettdepression entwickeln. Wenn Du folgende Symptome hast, solltest Du mit Deinem Hausarzt oder Gynäkologen sprechen: - Ständige Müdigkeit oder Antriebslosigkeit (alles fällt schwer) - schlechter Schlaf (z.B. langes Grübeln oder Nachdenken vor dem Einschlafen) - Gefühl, sein Kind nicht richtig lieben zu können - Traurigkeit, Unfähigkeit, sich auf etwas zu freuen - Gefühl der Überforderung, Freudlosigkeit, Lebensunlust Diese Anzeichen deuten auf eine Wochenbettdepression hin. Sie müssen immer sehr ernst genommen werden, weil eine echte Depression nicht von allein weggeht, sondern behandelt werden muss. Liebe Grüße, Bonnie


Mitglied inaktiv

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Hallo Milu, habe auch vor 9 Wochen meinen Sohn zur Welt gebracht und mir geht es mit den Stimmungsschwankungen wie Dir. Ich habe schon eine 2 1/2 jährige Tochter. Damals war es nach derGeburt auch so und dauerte auch einige Monate. Ich hatte auch bei aller Freude und allem Glück irgendwie das Gefühl mich erstmal als "Mama"in meiner neuen Rolle neu finden zu müssen. Das Leben war plötzlich so anders und auch unheimlich anstrengend für mich. Mit meinem Freund habe ich mich dann viel gestritten und ich hatte auch lange keine Lust auf Sex. Wenn ich im Fernsehen eine Dokumentation über Kindesmißhandlungen oder sowas gesehen habe, habe ich bitterlich weinen müssen. Plötzlich war ich so sensibel und hatte Ängste, die ich vorher so nicht kannte... Jetzt muß ich mich als frischgebackene Mama zwar in meiner Rolle nicht neu finden, aber der Stress und die dauerhafte Beanspruchung durch zwei kleine Kinder sind sehr, sehr anstrengend für mich. Ich gestehe mir das ein und ich gestehe es mir auch zu. Auch wenn andere Mütter teilweise nicht klagen. Ich finde es völlig "normal", dass so ein ungewohntes Eingespanntsein auch Gefühle der Traurigkeit und Überforderung in mir auslöst. Bei allem Glück, was ich natürlich auch empfinde. Liebe Grüße & viel Gelassenheit wünsch ich uns, Jamaica


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Kompliment !! Ich wünschte, es gäbe noch mehr solche ehrliche Häute wie du bist! Und mit dieser Offenheit die Du aussprichst hast Du eh schon gewonnen. Und ich denke, es geht den meisten so, sie wollen es einfach nicht zugeben "weil-sich-das-nicht-gehört"! Alles Liebe Yve, der es total gleich ergeht


Mitglied inaktiv

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Hallo Milu, meine Kleine ist zwar erst 2 Wochen alt, aber mir gehts ganz genau so. Manchmal könnte ich vor lauter Glück heulen und manchmal aus lauter Verzweiflung. Mein Mann und ich haben uns riesig auf das kleine neue Wesen gefreut. Kurz vor der Geburt hat er aber eine neue Arbeit bekommen (er war 4 Mon. arbeitslos), die ca 700 km weit weg ist. Fürs nächste halbe Jahr sehen wir uns allerhöchstens am WE bis die Probezeit um ist. Was mir auch viel viel schwerer fällt, als vorher gedacht: das Reinfinden in die Mutterrolle. Plötzlich ist ALLES ALLES so anders. Die Verantwortung, die Angst und vor allem die Sorge, ob ich das auch wirklich alles schaffe. Das macht mich wahnsinnig, weil ich immer wieder denk, ich wär ne Rabenmutter. Also fühl dich unbekannter Weise mal ganz doll gedrückt. Ich wünsch dir alles alles Liebe und viel Kraft! Mino