Mitglied inaktiv
Hallo ich habe mal eine eine Frage zum Thema Verhütung und PPD. Kurz nach der Geburt meiner Tochter ( zweites Kind ), habe ich einen ziemlich heftigen Panik- und Angst Anfall erlebt, welcher sich vorher schon langsam durch ständige Sorgen und Grübeln und einer Art Derealisation angekündigt hat. Ich habe dann 6 Monate Paroxetin genommen und hatte für den Notfall Lorazepam. Gottseidank habe ich eine sehr verständnisvolle Familie und somit war ich mit meinem Problem nie alleine. Mittlerweile geht es mir wieder ganz gut, aber es gibt immer wieder Schübe,în denen mir alles ein wenig fremd vorkommt und ich mir ständig Sorgen mache um meine Kinder oder meinen Mann. Was nicht alles passieren kann.... Wenn ich dann mit meinem Mann darüber rede, ist es wieder gut, aber es ist sehr anstrengend für mich. Ich möchte, daß endlich wieder alles so ist wie früher, als ich mein Leben noch so richtig genießen konnte. Jetzt zu meiner eigentlichen Frage. Gibt es einen Zusammenhang mit der Verhütung? Hat irgendjemand damit Erfahrungen gemacht? Zur Zeit nehme ich die Miranova und ich mache mir so meine Gedanken, ob die Hormone so gut sind. Ich bin dankbar für jeden Tip. Sandra
Hallo Sandra, zwar hatte ich keine PPD, aber ich litt gelegentlich unter Angst- und Panikattacken samt Derealisationsgefühlen, die in der Schwangerschaft und im dreiviertel Jahr nach der Geburt etwas schlimmer wurden. Es ist tatsächlich so, dass Hormone (egal ob künstliche durch Pille oder SS-Hormone) stark auf die Psyche wirken. Gleiches gilt natürlich für den plötzlichen Hormonabsacker nach der Entbindung. Die Rezeptoren für Hormone (= Botenstoffe) liegen nämlich im Gehirn gleich neben denen, die für das Seelenleben zuständig sind... Ich würde vorübergehend mal ohne Pille verhüten, um zu gucken, ob eine Besserung eintritt. Sei generell optimistisch, das Problem kann gut auch wieder völlig verschwinden. Ich selbst habe seit fünf Jahren keine Probleme mehr mit Ängsten und Co. Ich mache täglich Yoga, meditiere und habe eine Psychotherapie gemacht. Übrigens sagte mein Doc, dass leichte Derealisations- und Depersonalisationsgefühle (Fremheitsgefühl gegenüber eigenem Ich) in leichter Form zum normalpsychologischen Bereich auch von gesunden Menschen gehören und nicht unbedingt Krankheitswert haben. Gleiches gilt für Grübeln und Sorgen, solange es ein gewisses Maß nicht überschreitet und man gut damit klarkommt. Ein wenig ist dies nämlich auch Veranlagungs- und Typsache. Entspannungstechniken oder eine vorübergehende Psychotherapie können hier prima helfen. Liebe Grüße, Astrid
Hallo Astrid vielen Dank für Deine Antwort. Ich hatte auch schon in Erwägung gezogen, einfach mal auf die Pille zu verzichten und auf Kondome umzusteigen. Mal sehen, ob es dann besser wird. Ich möchte halt auf keinen Fall wieder schwanger werden. Wir haben zwei Kinder und sind voll und ganz zufrieden und ausgelastet. Dazu kommt noch, daß mir das Erlebte soviel Angst gemacht hat, daß ich es auf keinen Fall wieder erleben möchte. Eine Gesprächstherapie hatte ich auch gemacht. Es sind ja mittlerweile wie gesagt immer nur Schübe, aber leider fast wöchentlich. Und ich habe langsam genug davon. Mal sehen ob es bald besser wird. Sandra
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