Mitglied inaktiv
hi, weiss jemand von euch was die Krankheit neutropeni ist? Beim Sohn meiner Freundin (müsste 4 monate alt sein)haben die jetzt festgestellt,das er neutropeni hat. Sein körper produziert zu wenig weisse Blutkörperchen. Wäre echt spitze,wenn mir einer von euch das mal erläutern könnte. Danke LG
Vielleicht Leukopenie? Das müsste sein, wenn man zuwenig Leukozyten (weiße Blutkörperchen) hat. melli
Agranulozytose und Neutropenie Definition Agranulozytose und Neutropenie sind seltene, meist akut (plötzlich) einsetzende, schwere Erkrankungen, die durch eine Reduzierung der Menge an Granulozyten - einer Untergruppe der weißen Blutzellen - gekennzeichnet sind. Die weißen Blutkörperchen setzen sich neben den sog. neutrophilen Granulozyten aus eosinophilen und basophilen Granulozyten sowie im Weiteren aus Lymphozyten und Monozyten zusammen. Die neutrophilen Granulozyten haben die Aufgabe, als "Fresszellen" Gewebetrümmer, Fremdkörper, Mikroben und Zellen aufzunehmen und innerhalb des Zellstoffwechsels zu verdauen. Sie bilden zusammen mit dem durch Erreger-Enzyme eingeschmolzenem Gewebe den Eiter. Der Abfall der neutrophilen Granulozyten (Neutropenie) wird in etwa 90 Prozent aller Fälle durch Medikamente verursacht, wobei entweder eine Chemotherapie oder eine individuelle Überempfindlichkeit gegen bestimmmte Medikamente in Frage kommen. Zum einen wird davon ausgegangen, dass es zur Bildung von sog. Antigen-Antikörper-Komplexen kommt (Antigene: Substanzen die den Körper zur Bildung von Antikörpern = Abwehreiweißen anregen). Diese koppeln an die Granulozyten, was zu deren drastischer Reduzierung führt. Zum anderen bilden sich unter dem Einfluss bestimmter Substanzen (z.B. Medikamente) Antikörper, die sich gegen die körpereigenen, weißen Blutkörperchen richten. Kommt es zu einer Abnahme der Menge sowohl von neutrophilen als auch von basophilen und eosinophilen Granulozyten spricht man von einer Agranulozytose, wobei zwischen einem Typ I (rasch auftretend, durch allergisch bedingte Überempfindlichkeit = Sensibilisierung) und Typ II (dosisabhängig und meist allmählich im Sinne einer Knochenmarksschädigung einsetzend) unterschieden wird. Ursachen Agranulozytose und Neutropenie werden in ca. 90 Prozent aller Fälle durch Medikamente verursacht. V.a. Schmerz- und Schlafmittel, Entwässerungsmittel (Diuretika) und Antibiotika können zu solchen Schädigungen führen. Auch gerade im Rahmen einer Chemotherapie mit Zytostatika kann die Granulozytenanzahl derart abnehmen. Nach den spezifischen Nebenwirkungen verordneter Medikamente sollte im Bedarfsfall beim behandelnden Hausarzt nachgefragt werden. Symptome Agranulozytose und Neutropenie setzen meist akut ein und sind gekennzeichnet durch eine ausgeprägte Neigung zu Infekten, die lebensgefährlich verlaufen können, sowie anderen schweren Allgemeinsymptomen. Anfangs bestehen grippeähnliche Symptome wie hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, allgemeine Gelenkbeschwerden, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Weiterhin besteht eine Tonsillitis, eine akute Gaumenmandelentzündung, die gekennzeichnet ist durch beidseitig auftretende Halsschmerzen, die besonders beim Schlucken zu spüren sind und auch in die Ohren ausstrahlen können. Außerdem kann eine Stomatitis aphthosa auftreten, eine Mundschleimhautentzündung, bei der weißliche Defekte der Mundschleimhaut (Aphthen) auftreten, die von einem roten Rand umgeben und sehr schmerzhaft sind. Der weitere Verlauf der Krankheit ist dadurch gekennzeichnet, dass Geschwüre und schwere nekrotisierende Entzündungen, d.h. Entzündungen, in deren Bereich das Gewebe abstirbt, auftreten. Diese sind v.a. im Bereich der Mundhöhle und des Rachens, aber auch am Gaumen, der Zunge, dem Zahnfleisch, den Lippen, der Augenbindehaut, der Vorhaut des Penis oder der Klitoris, dem Mastdarm (Rektum), dem After (Anus) und den äußeren weiblichen Geschlechtsorganen (Vulva) zu finden. Außerdem können Geschwüre in der Speiseröhre (Ösophagus), dem Magen und Darm auftreten. Weiterhin kommen oberflächliche oder tiefe Erkrankungen der Haut vor. Des Weiteren kann eine atypische Lungenentzündung (atypische Pneumonie) vorliegen, die auch als Viruspneumonie bezeichnet wird. Sie unterscheidet sich von der durch Bakterien verursachten Lungenentzündung dadurch, dass sie mit wesentlich schwächeren, langsamer auffallenden Krankheitszeichen auftritt. Zusätzlich kann es zu einer Gelbsucht (Ikterus) kommen. Die Leber kann etwas geschwollen sein. Diagnostik Zur Diagnostik werden Laboruntersuchungen des Blutes vorgenommen. Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann bei scheinbar gesunden Menschen oder Patienten, die an häufig wiederkehrenden Infektionen leiden, eine Agranulozytose/Neutropenie als Zufallsbefund festgestellt werden. Neben der Blutuntersuchung muss sorgfältig nachgeforscht werden, welche Medikamente der Erkrankte einnimmt. Hierbei müssen auch ggf. die Angehörigen befragt werden. Zur weiteren Diagnostik kann eine Untersuchung des Knochenmarks, eine sog. Knochenmarksbiopsie, vorgenommen werden. Hierbei handelt es sich um die Entnahme von Knochenmark mittels einer Spezialnadel (z.B. im Bereich des Beckenkamms). Auswirkungen Agranulozyzose und Neutropenie waren früher gefürchtete Krankheitsbilder und führten innerhalb weniger Tage zum Tod durch Blutvergiftung, Lungenentzündung oder Blutungen. Auch heute noch können sich die Erkrankungen bei verspäteter Diagnostik und nicht entsprechender Therapie lebensbedrohlich auswirken und unter Umständen tödlich verlaufen. Die Sterblichkeitsrate liegt heute immer noch bei ca. 30 Prozent. Therapie Bereits der Verdacht auf eine bestehende Agranulozytose oder Neutropenie stellt einen Notfall dar. Entscheidend für einen positiven Krankheitsverlauf ist das sofortige Absetzen des auslösenden Medikaments. Da dieses sich vielfach nicht sofort herausfinden lässt, sollten alle nicht unbedingt notwendigen Medikamente vermieden bzw. abgesetzt werden. Es können auf ärztliche Anordnung Medikamente eingesetzt werden, die bekanntermaßen keine Agranulozytose auslösen. Nach Absetzen des auslösenden Medikamentes steigen die neutrophilen Granulozyten mit einer Verzögerung von einigen Tagen wieder an und erreichen meist innerhalb von drei Wochen wieder normale Werte. Weiterhin werden sofort Maßnahmen eingeleitet, die Infektionen verhindern sollen. Die Agranulozytose klingt in den meisten Fällen von selbst ab, sofern es gelingt in der kritischen Phase, d.h., wenn der Bestand der neutrophilen Granulozyten als Fress-/Abwehrzellen extrem abgefallen ist, eine Infektion zu verhindern. Um die Therapie zusätzlich zu unterstützen bzw. zu optimieren, kann die Produktion der Granulozyten durch die Gabe von Granulozyten-Wachstumsfaktoren angeregt werden. Prophylaxe Ein wichtiger Faktor besteht darin, jedem Menschen die Problematik der Selbstmedikation, die Einnahme von Medikamenten ohne ärztliche Anordnung, bewusst zu machen. Dieser Punkt gewinnt v.a. besondere Bedeutung, da es eine Vielzahl von Medikamenten gibt, die bei entsprechender individueller Überempfindlichkeit des Einzelnen eine Agranulozytose oder Neutropenie auslösen können. Der Patient ist gründlich über die möglichen Ursachen seiner Erkrankung aufzuklären, da auch nach der Überwindung der Krankheit die Empfindlichkeit gegenüber der Substanz bestehen bleibt. Bei bestehender Erkrankung sollte auf eine gründliche Körperhygiene, insb. der Mund-, Rachen- und Analregion, geachtet werden. Menschenansammlungen sollten aufgrund der Infektionsgefahr vermieden werden. Hoffe das war genug Info ;-) LG Christiane
hi, ich danke euch für eure Antworten. Ich habe mir alles durchgelesen danke euch beiden. @Laemysmama,ich weiss garnicht wie ich meiner Freundin weiterhelfen kann,denn wenn ich mit ihr telefoniere,was wir z.Z. nur machen können,ist sie am weinen und mit den nerven völlig am ende. So wie sie mir erzählte,hatt ihr sohn im KH nach der Geburt irgendwelche tabletten bekommen.Sie denkt auch,das es dadürch evetl. kommen könnte. z.Z wird von ihm das Blutbild kontrolliert,aber irgendwelche medikammente hat man ihm nicht verschrieben. Was kann sie jetzt von den Ärzten verlangen??? Wie kann ich ihr helfen? Zumal die Ärzte ihr verboten haben mit menschen in kontakt zu kommen. LG
darf ich fragen,woher du diese Dinge weisst? Hast du selber die Erfahrung gemacht? LG
Hallo! Nein,leider kann ich Dir auch nicht mehr dazu sagen...habe es einfach für Dich "gegoogelt" :-( War Deine Freundin denn schon bei verschiedenen Ärzten um sich auch andere Meinungen einzuholen? LG Christiane
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