Elternforum Bitte noch ein Baby

Kinderwunsch wegen hausbau verschieben?

Kinderwunsch wegen hausbau verschieben?

waitforit

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Hallo ihr, eig war für mich klar, dass wir ab kommenden Herbst noch einmal hibbeln wollen. Wir werden aber noch dieses jahr mit hausbauen beginnen und voraussichtlich ende 2017 umziehen... jetzt - wo der erste eisprung naht ;) - kommen wir nun doch zweifel, ob das nicht eine besonders dumme idee ist, zum großen hausbaustress schwanger oder mit säugling zu sein (soferns denn überhaupt schnell klappt)!? Aber ein jahr oder länger damit warten, möchte ich eigentlich nicht... zumal ich mir einen kurzen abstand zwischen den kindern gewunschen hätte (der große wird im winter 4, der kleine war ja im juni 1). Wie würdet ihr euch entscheiden?


Acidalia

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Antwort auf Beitrag von waitforit

Ist gar nicht so einfach. Die große Frage ist ob es Finanziell klappt wenn du nicht arbeitest. Wenn ja ist auch gut zu bedenken wieviel ihr beim Hausbau selber machen müsst und wieviel du helfen müsstest.Tapezieren,Streichen,Bödenverlegen, Möbelaufbau. Und natürlich ob du genug Freunde/Familie hast die dir zusätzlich noch beim Umzug(Einpacken,Tragen,Auspacken Putzen etc)helfen. Das ist natürlich schwieriger mit Säugling aber mit genügend hilfe zu schaffen. Wenn diese drei Sachen gut überlegt sind und ihr zu dem Schluss kommt das das passt dann würde ich loslegen Hoffe ich konnte ein wenig helfen


Lausemaus13

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Antwort auf Beitrag von Acidalia

Also. Wir haben auch gebaut. Da war unser großer nicht ganz 1 Jahr. Ich Fands katastrophal anstrengend. Selbst wenn man nicht viel in eigenleistung machen muss, was bei uns definitiv der Fall war, aber der Rest ist einfach nur streß pur. Hausbegehungen mit der Bauleitung, zich Termine mit den Firmen. Ungefähr dreitausend mal irgendwo hin fahren und Sachen aussuchen. Also entweder Babysitter oder brüllendes Kleinkind auf dem Arm. Das Kind war sooooo oft auf dem Abstellgleis. Wenn man dann noch richtig mit anpacken muss als Frau..... Also das sollte man sich gut überlegen. Aber es soll ja auch Menschen geben die sind so Multitasking das denen das nichts ausmacht. Ich bin wirklich am Stock gegangen. Wenn ich dann denke der kleine wäre noch soooo Mini gewesen das ich nachts nicht geschlafen hätte oder hätte noch gestillt. Man schafft das. Aber ich hab's als echt nicht leicht in Erinnerung


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von waitforit

Wir haben schwanger kernsaniert. Ursprünglich wollten wir nur renovieren, also Tapeten und Kram, da kam dann die Familienplanung passend. Die Botschaft von der Notwendigkeit der Kernsanierung kam zeitgleich mit dem positiven Ergebnis. Und es war der Horror... Mein Mann und meine Schwiegerfamilie haben in neun Monaten ein Haus komplett bis auf die Grundmauern abgerissen und wieder aufgebaut - alleine. Ich war ständig unter Druck auch irgendwie zu helfen, habe getan, was ging, teilweise zu viel und war deswegen häufig nachts im KH wegen Kontraktionen. Es wurde aber jede Hand gebraucht und auch wenn die anderen es nicht wollten, ich hab mich ansonsten schlecht gefühlt. Meine Schwangerschaft ging komplett unter. Keine Fotos, keine babyparty, ich hab nicjz mal Sachen fürs Baby kaufen können, weil ich drei Monate vor ET angefangen habe, unsere alte Wohnung umzugsfertig zu machen - alleine, weil Mann ja auf der Baustelle war. Wir haben uns nur abends kurz gesehen, für Baby Gespräche blieb keine Zeit oder Nerv. Am Ende kam der kleine neun Tage zu früh: in der alten Wohnung hatte ich schon Wochen keine Küche mehr, weil die schon im Haus stand, also Käse und Milch standen dann draußen auf der Fensterbank und Geschirr hab ich in der Badewanne gewaschen. Im Haus hatte ich aber noch kein Bad, also musste ich nach der Geburt vier Wochen zu meiner Mutter Ziehen und mein Mann kam uns in der Zeit drei mal besuchen. Er kam auch nach dem ersten Tag nicht mehr ins Krankenhaus, weil er ja wollte, dass wir so schnell wie möglich ins Haus können. Dort angekommen herrschte das Chaos: überall Kisten und kaum Möbel. Wir mussten dann mit dem Neugeborenen das Haus fertig machen, Möbel kaufen und aufbauen, Kisten ausräumen und die alte Wohnung endgültig leeren, mit Baby in der manduca hab ich Möbel geschleppt, vier Wochen nach Entbindung. Niemand hat auf mich Rücksicht nehmen können, weder während der Schwangerschaft noch im wochenbett. Ich hab auch nach dem Wochenfluss immer wieder unregelmäßig geblutet wegen Überanstrengung, mein beckenboden hat wegen der langen pressphase extrem gelitten und durch die Arbeit am Haus ist es auch nicht besser geworden. Ich hab mich immer und ständig unter Druck gesetzt gefühlt. Es war nicht so, als hätte mein Mann keine Rücksicht nehmen wollen oder als wäre es ihm egal gewesen, aber er ist halt auch nur ein Mensch und war am Ende seiner Kräfte. Ich wollte ihn halt auch nicht hängen lassen. Ihm tat das natürlich sehr leid, aber es ging eben nicht anders. Wir hatten große stillprobleme, weil ich mir zu Anfang die Zeit nicht wirklich nehmen konnte. Unsere Ehe ist fast zerbrochen und hätte ich nicht so einen super unkomplizierten Sohn, wer weiß was dann ... Ich würde eins nach dem anderen machen, es sei denn, du kannst es dir leisten, emotional und gedanklich, dich komplett aus dem Bau zurück zu ziehen.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von waitforit

Hey, Ich bin unterm Hausbau schwanger geworden - habs auch nicht mehr ausgehalten. War schon anstrengend, konnte nichts heben oder richtig putzen, jeden Tag kochen für 10 Leute...fand dass schon anstrengend und dass obwohl ich "nur" schwanger war. Vorgehabt haben wir dass wir im september einziehen, geworden ist es dezember obwohl es wirklich nicht mehr schneller ging, wir haben alles gegeben. im februar ist dann der kleine auf die welt gekommen. also im nachhinein bin ich froh dass ich "nur" schwanger war und dass kind noch nicht da war. abgesehen davon, dass das ganze sowieso auch eine herausforderung für die beziehung ist (oh ja:D), ich möchte dich nicht überreden, aber ich könnte mir im nachhinein den hausbau mit kind nicht vorstellen und bin froh dass wir vorher noch einziehen konnten.