Elternforum Bitte noch ein Baby

Kinderwunsch und Rahmenbedingungen

Kinderwunsch und Rahmenbedingungen

tinaleinchen

Beitrag melden

Hallo Ihr, wollte nur mal in die Runde hören, ob Ihr bei Eurem KiWu auch die Rahmenbedingungen berücksichtigt bei der Entscheidung 2. (oder 3.,...) Kind oder nicht? Zum jetzigen Zeitpunkt spielt irgendwie die Welt da draussen verrückt und meinereiner macht sich da schon so seine Gedanken.... mich interessiert nur mal, ob das bei Euch auch so ist bzw wie Ihr das seht. LG Tina


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von tinaleinchen

Ich erwarte zur Zeit Kind Nummer 2 und weiß was du meinst. Man fragt sich, ob es das richtige ist in diese Welt, so wie sie ist, noch ein Kind zu setzen. Ob man das einem weiteren Menschen antun kann. Ob man das verantworten kann. Aber dieser Gedanke ist nicht so stark im Vordergrund. Ich denke, wenn man es hautnah miterleben würde, wenn man selbst in einem Kriesengebiet leben würde, wäre es anders.


Hexhex

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von tinaleinchen

Klar überlegt man, bevor man ein (weiteres) Kind bekommt. Ich kenne eigentlich niemanden, der nicht die "Rahmenbedingungen" bedenken würde. Wer hört schon einfach aus einer Laune heraus auf zu verhüten? Das ist wohl eher selten. Ich habe zum Beispiel mit meinem Mann zusammen immer überlegt, wie wir unser persönliches Leben (Job, Finanzielles) gut mit den Kindern vereinbaren können. Wir haben aber ganz bewusst nie überlegt, ob die Welt vielleicht zu schlecht oder zu gefährlich ist, um Kinder zu bekommen. Das finde ich unsinnig, denn die Welt war immer schon gefährlich, das Leben und die Zukunft immer unvorhersehbar, es gab immer schon Kriege und schlechte Zeiten. Das Leben ist nie ganz planbar, Risiken kann man nie ganz ausschließen, die Welt ist gefährlich und chaotisch. Na und? Wir sind seit zehntausenden von Jahren darauf eingestellt, Schwierigkeiten zu meistern. Wir sind klug, anpassungsfähig, können uns auf unvorhergesehene Situationen einstellen, sind kreativ, kommen auch in schlechteren Zeiten zurecht und ertragen auch Krisen und Unsicherheit psychisch besser als wir glauben. Klar kann eine Virus-Epidemie oder ein Terror-Anschlag uns umbringen, eine Garantie gibt es nicht. Auch das war immer schon so. Trotzdem: Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ICH bin froh, dass meine Eltern sich für Kinder entschieden haben und ich leben darf. Trotz aller Ängste, Gefahren, Kriege und Unsicherheit genieße ich das Leben sehr, bin ausgesprochen glücklich und freue mich, dass ich da sein darf. So geht es Dir vielleicht auch, und so wird es natürlich auch Deinen (weiteren) Kindern gehen. LG


Manu0707

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von tinaleinchen

...steht ja schon oben. Persönliche Rahmenbedingungen spielten jetzt wo wir am 3. Kind basteln eine Rolle. Also Finzanzielles, Zeit, Nerven, Job etc. Weltliche Gründe nicht. Sehe es auch so, die Welt war immer schon "gefährlich", niemand weiß was kommt und ich denke das wird immer so bleiben. Arbeitslosigkeit und Krankheiten sind für mich auch kein Grund. Würde unsere Familie die Armut überfallen wg. Krieg oder so, dann schon. Aber eben sehr persönlich. LG Manu


dieholde

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von tinaleinchen

Wir überdenken unseren Kinderwunsch nur innerhalb der Familie. Die Welt draußen können wir nicht ändern. Nur gute Menschen können die Welt verbessern, also versuche ich meine Kinder zu guten Menschen zu erziehen und je mehr es davon gibt umso besser wird die Welt.


Smmefa

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von tinaleinchen

Kann mich Hexhex und dieholde nur anschließen, dem gibt es nicht mehr viel hinzu zu fügen. Die persönlichen Rahmenbedingungen sollten passen, auch wenn man nicht sagen kann, was die Zukunft bringt. Aber ehrlich, du lebst nur einmal, wenn du nur darauf achtest was sein könnte, was passieren könnte, hast du doch gar keine Möglichkeit Zufriedenheit und Glück in deinem Leben zu finden, das wäre doch sehr traurig und schade. Und wie schon gesagt wurde, die Welt kann nur besser werden, wenn es mehr gute Menschen gibt und genau diese versuchen wir hier groß zu ziehen. Lg


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von tinaleinchen

... und ich "setze noch Einen obendrauf" und sage: Selbst die "persönlichen Rahmenbedingungen" sind häufig nicht (wirklich bzw. langfristig) planbar. Es können immer irgendwelche unvorhergesehenen/unvorhersehbaren Dinge passieren - beruflich, familiär/sozial, gesundheitlich - sowohl die Kinder, den Partner, andere Angehörige/Freunde/nahestehende Menschen als auch einen selbst betreffend. Unfälle, Krankheiten, Jobverlust, Trennungen, Einbußen oder Verbesserungen durch erforderliche Umzüge und diverse andere Widerfahrnisse (auch also gesellschaftliche/politische Veränderungen, die sich auf das eigene Leben deutlich auswirken können oder Umweltgeschehnisse ...). Wichtig ist vor allem, dass man (s)ein Kind lieben k a n n (nein, so selbstverständlich ist das gar nicht ;) - es beinhaltet nämlich eine Menge auf das eigene Verhalten bezogen), dass man über ausreichend EMPATHIE verfügt, dass die "Rahmenbedingungen" nicht völlig ungeeignet/"kindeswohlgefährdend" sind. Und: dass man möglichst nicht völlig alleine (mit Kind/ern) ist - sondern in eine "soziale Gemeinschaft" (Familie, Freunde, Partner) eingebunden. Viele Grüße mirabell


tinaleinchen

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von tinaleinchen

Danke für Eure Antworten! Sie helfen mir, wieder etwas meine Gedanken zu ordnen. Wie seht ihr denn die aktuelle Flüchtlingsthematik in dem Zusammenhang? Würdet ihr eher abwarten wie sich das Ganze entwickelt? Wer weiss, wie es in -bestenfalls- 9 Monaten um den sozialen Frieden in D bestellt ist. Ist das für Euch eine Rahmenbedingung die bei der Nachwuchsplanung Berücksichtigung findet?