Elternforum Bitte noch ein Baby

Kinderwunsch nach kurzer Beziehungsdauer??? Meinungen gefragt..

Kinderwunsch nach kurzer Beziehungsdauer??? Meinungen gefragt..

IMMLJAJ

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Hallo zusammen =) heute morgen habe ich schon einmal einen Beitrag erstellt, dieser wurde dann seltsamerweise aber nicht gepostet. Jetzt möchte ich es gerne noch einmal probieren. Ich habe mich hier angemeldet, da mich schon seit einiger Zeit ein Thema beschäftigt. Ich möchte unbedingt noch ein Baby. Ich bin 26 Jahre alt und habe bereits eine 7 jährige Tochter aus einer früheren Beziehung. Mein Partner (35) und ich sind seit 10 Monaten zusammen und führen eine Wochenendbeziehung, da uns 100km trennen. Mittlerweile bin ich wieder an dem Punkt angekommen, an dem ich mir noch ein Baby wünsche. Geplant (meinerseits) sind noch 2 oder 3 Kinder. Ich traue mich aber nicht mit meinem Freund darüber zusprechen, da ich selbst weiß, wie unvernünftig es nach einer 10 monatige Beziehung ist. Er ist aber seit der Geburt meiner Tochter der erste, mit dem ich es mir vorstellen könnte. Er ist eher ein ,,schauen wir mal was kommt"-Typ und plant nicht im Voraus. Ich muss aber dazu sagen, dass er, als sehr gewissenhafter und verantwortungsvoller Mensch sehr mit der Verhütung schludert. Vor kurzem dachten wir,, es sei passiert und er meinte nur, mit einem versteckten Grinsen ,,dann ist es halt so". Warum kann ich nicht noch ein paar Jahre warten? Ich wurde mit 18 (ungeplant) schwanger, seitdem kümmere ich mich um meine Tochter und ich liebe es =) ich bin auch bereit, dass noch weitere Jahre für meine Kinder zu tun. Aber ich habe noch nie richtig gearbeitet, weil ich der Meinung bin, Kinder sollten (wenn möglich) nachmittags zuhause sein. Ich habe meine Ausbildung abgeschlossen und zwei Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Seit der Insolvenz meines Arbeitgebers habe ich es aber einfach schwer, einen geeigneten und qualifizierten Arbeitsplatz zu finden, da ich als alleinerziehende Mutter einfach nicht der Wunschkandidat bin. Würde ich meinen Kinderwunsch noch einmal 5 Jahre aufschieben, noch zwei oder drei Kinder bekommen, könnte ich erst mit 47 richtig anfangen zu arbeiten. (wenn man davon ausgeht, ein Kind mit 12 Jahren auch mal länger nachmittags allein zu lassen). Desweiteren möchte ich auch irgendwann mal spontan zum shoppen fahren, auf Geburtstagseinladungen zusagen, zum Sport gehen ohne immer jemand um Erlaubnis fragen zu müssen oder die Kinderbetreuung zu organisieren. Ich möchte auch mal in den Urlaub- entspannt ohne ein nörgelndes Etwas =)), dass darauf keine Lust hat, Sonntags mal die Füße hochlegen und ein Buch lesen. Ich bin gerne bereit, darauf noch eine Weile zu verzichten, aber nicht bis an mein Lebensende.. Versteht ihr was ich meine? Was sagt ihr zu meiner Situation? Wie wirkt meine Argumentation auf Außenstehende? Ist es egoistisch und falsch? Ich freue mich auf eure ehrlichen Meinungen. Danke euch und einen schönen Abend. Liebe Grüße


dieholde

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Antwort auf Beitrag von IMMLJAJ

Also ich denke, du solltest mit deinem Partnerschaft darüber sprechen, denn es betrifft euch beide. Keiner bekommt eine Garantie, dass eine Beziehung hält, egal wie lange man zusammen ist, also trau dich deinen Kinderwunsch anzusprechen


Viva1984

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Seh ich genauso. Für eine Entscheidung für ein Kind oder dagegen spielt die Dauer der Beziehung nicht die Rolle sondern, die Qualität der Beziehung. Mach doch mal Anspielungen und guck wie er reagiert, wenn du dich noch nicht traust ihn direkt darauf anzusprechen.


Bibimaus84

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Also abgesehen davon, dass du mit deinem Partner darüber reden solltest, würde ich mir auch erstmal Gedanken machen was wichtiger ist.. Ein Job und festes Einkommen oder die Kinderplanung.. Ich nehm an, du lebst momentan von ALG2!? Ist das das Leben das du deinen Kindern vorleben möchtest? Ich würde mich erstmal um einen festen Arbeitsplatz kümmern...du sagst selbst, dass es jetzt schon schwer ist etwas zu finden...meinst du mit 47 Jahren und 3 Kindern ist das leichter?? Da ist doch vorprogrammiert dass du weiterhin Leistungen vom Staat beziehen wirst. Auch das Argument, dass du Nachmittags für deine Kinder da sein möchtest..das aber durch nen Job nicht kannst, kann ich so nicht teilen.. es gibt Teilzeit Arbeitsplätze..ich geh auch von 8 bis 15Uhr arbeiten..hab morgens und Nachmittags genug Zeit für meine Kinder.. Ich habe mit 2 Kindern eine neue 3,5 jährige Ausbildung in Vollzeit begonnen und diese erfolgreich absolviert..bin seit 3 Jahren in der Firma fest angestellt (Teilzeit seit 1 Jahr) wir erwarten jetzt unser 3.Kind...es funktioniert also.. Ich würde dir wirklich ans Herz legen..erstmal wieder arbeiten gehen und dann die Kinderplanung vorsetzen..


Stuff84

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Für mich klingt das alles sehr naiv. Zunächst mal solltet ihr erst zusammen ziehen, sehen ob ihr auch auf Dauer so toll zusammen passt. Wenn man tägl aufeinander hockt und Verantwortung teilt, dann ist das eine ganz neue Beziehung als wenn man sich nur mal am Wochenede sieht und die Freitzeit teilt. Auch ist die Frage ob er im Alltag mit deiner Tochter klar kommt. Sehr verantwortungsbewusst scheint er nicht zu sein wenn er mit der Verhütung schludert. Die Idee das du dann mit 47 wieder arbeiten gehst ist denke ich nicht umsetzbar. Wenn dich jetzt keiner einstellt, dann wird es das nach 20 Jahren ohne Arbeit wohl erst Recht niemand tun. Unter solchen Vorraussetzungen würde ich persönlich nicht noch ein Kind in die Welt setzen.


Skyla-mirabell

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Hallo, verstehe deine Wünsche, Gedanken, Zweifel und Ambivalenz sehr gut. Bin 42, habe 2 Kinder, bin auch mit 19 zum ersten Mal (alleinerziehende) Mutter geworden ... . Die Dinge, die du ansprichst, sind ganz viele verschiedene. Es geht natürlich um dich und deinen Partner, eure Beziehung, dann aber auch um deine Tochter und eben: auch um: dich! ;) Und dass Frauen heute in solchem Zwiespalt stecken und sich oft so aufreiben (müssen) (zwischen Familie u. Job), oft dreifachbelastet sind (Kinder, Job, Haushalt - dann auch noch die Beziehung, die auch etwas "fordert" ...) und aber eben auch einfach eigene, menschliche Bedürfnisse u. Wünsche haben ... all das liegt an auch gesellschaftlichen, politischen Verhältnissen. Erwerbsarbeit wird heute als selbstverständlich (für also auch Mütter) gesehen und deutlich höher bewertet/geschätzt/anerkannt als die so wichtige, unentbehrliche/unverzichtbare Care-Arbeit (Familienarbeit, auch Reproduktionsarbeit genannt - siehe bspw. bei Wikipedia ... ;) ). Es hat sich hier leider vieles in den Köpfen - auch und gerade der Frauen - festgesetzt und entsprechende Kommentare/Antworten kommen dann ... . ;) Vieles müsste sich ändern. Frauen müssten eine wirkliche/echte Wahlmöglichkeit haben (können/dürfen - erhalten!). Mutterschaft müsste längst wieder höher geschätzt, eigentlich auch honoriert/entlohnt werden - nicht allerdings mit einer "Herdprämie". Denn es handelt sich beim "Erziehen" der eigenen Kinder keineswegs um ein "reines Privatvergnügen" und es ist durchaus (wenn man es angemessen macht ...) eine LEISTUNG, ARBEIT. Und nein, Arbeit muss auch keineswegs immer unangenehm sein, sondern kann auch als erfüllend erlebt werden - so auch die Familienarbeit. Bloß will keine Frau in der sozialen Isolation zu Hause mit Kleinkind/ern versauern - müssen ... . Wie gesagt: Da kommen viele Dinge zusammen. (Siehe gerne auch in meinem blog einiges dazu, falls Interesse. Denn das kann ich hier nicht alles nochmal aufschreiben und verlinken.) Du steckst im Grunde in einem weit verbreiteten Dilemma (zahlreicher Frauen, wenngleich es viele so nicht nennen würden/wollen oder es ihnen selbst gar nicht so bewusst ist ... was sie so "mürbe" macht ... ... ...). Hör auf dein Herz. ;) (So schlicht das klingt.) Denn es kann so vieles passieren - gesellschaftlich, aber auch im kleinen privaten Bereich - das unvorhergesehen war und dennoch so gravierend das Leben verändern kann (positiv wie "negativ" ...). Lieben Gruß mirabell