Elternforum Bitte noch ein Baby

Frage zur Fremdbetreuung

Frage zur Fremdbetreuung

Sarottiqueens

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Ist es mittlerweile üblich Kinder unter 3 Jahren fremdbetreuen zu lassen? Ich kenn das so gar nicht, da hier bei uns im Ort das keiner macht (außer die Zugezogenen, aber die "Einheimischen" nicht). Unsere Kita gibt es erst seit 3 Jahren und es sind nach wie vor Plätze frei. Was hat euch dazu bewogen das Kind fremdbetreuen zu lassen bzw. zu Hause zu lassen? Für mich/uns hat sich nie die Frage gestellt unsere Maus u3 in den Kindergarten zu geben, da ich der Meinung bin keiner erzieht sie besser als wir. Lebe ich mit meiner Einstellung hinterm Mond???


anjablueeye

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Nein, Du lebst nicht hinterm Mond, auch für uns stand von Anfang an fest, die ersten 3 Jahre, wenn nicht sogar länger betreue ich unsere Kinder, bzw. Abends und am WE mein Mann und ich. Wir sind da aber fast schon altmodisch: erst sicherer Job mit genug Einkommen, dann heiraten, dann Kinder. Klappt nicht bei jedem, mein Mann und ich hatten aber das Glück. Ich finde Deine Einstellung toll und hoffe das ganz viele Mamis hier, das auch so sehen :o)


liliaceae

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Naja, ich denke nicht, dass es in erster Linie immer ums wollen geht, sondern oft auch ums müssen. Ich kenne zum einen Familien, die auf das finanzielle Zubrot der Frauen angewiesen sind, weil sie sonst nicht über die Runden kommen. Zum anderen kenne ich auch Frauen mit akademischen Werdegang, die es sich einfach nicht "leisten" können, so lang aus dem Beruf auszusteigen. Ich bin in der privilegierten Lage, dass ich zuhause bleiben kann, zum einen, weil wir es uns finanziell leisten können, und zum anderen, weil es für meinen beruflichen Werdegang keine Rolle spielt. Nichtsdestotrotz wird Klein-Liliaceae derzeit tagsüber von Oma für etwa 4 Stunden betreut, weil ich noch meine Abschlussarbeit schreibe. Wenn ich damit durch bin, widme ich mich wieder voll und ganz dem lieben Söhnchen... So der Plan, mal sehen wie es dann wirklich kommt. Lg


Blume292

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Fremdbetreuen? Was für ein abwertendes Wort! Ich bin Jahrgang 73 und im Osten groß geworden. Meine Eltern mussten beide arbeiten! Das war einfach so. Ich war auch im Kindergarten. Natürlich habe ich nicht nur tolle Erinnerungen, was vielleicht daran lag, dass Kindergärten zu DDR-Zeiten nicht das waren was sie heute sind! Aber Schäden habe ich nicht davon getragen und das Verhältnis zu meiner Mutter hat dadurch auch keinen Schaden genommen. Ich bin mit vielen anderen Kindern aus unserem Dorf von der Krippe bis zum Ende der Schulzeit befreundet gewesen, das sind 15 Jahre. Man kannte sich quasi von Kindesbeinen an! Und auch meine Kinder sind im Kindergarten gewesen. Nicht weil ich nicht gern mit ihnen zu Hause geblieben wäre, sondern weil ich Hauptverdiener war (und nicht nur das "Zubrot" nach hause gebracht habe! Als ich mit meinem Sohn 2 Jahre zu Hause war, habe ich meine Tochter, die bereits im Kindergarten war, für diese 2 Jahre wieder abgemeldet. Und weil sie aber die Gesellschaft anderer Kinder da schon vermisst hat, bin ich mit meinen Kidis dann 2 mal die Woche zur Krabbelgruppe gegangen. Meine Tochter hat dort ganz selbstvergessen mit den anderen Kindern gespielt, gebastelt, geturnt.......und wollte meistens noch bleiben, wenn wir nach Hause gehen wollten. Was ich damit sagen will: Kindergarten ist im Idealfall nichts schlimmes. Ich war mit unserem immer zufrieden. Die Kreativität der Kindergärtnerinnen wenn es ums Feste feiern, basteln, turnen und spielen ging konnte ich trotz vieler eigener Ideen nicht übertrumpfen. Zwei weitere Vorteile: Die Zeit die wir an den Wochenenden, Feiertagen und in Urlauben hatten haben wir immer intensiver genutzt und wert geschätzt. Wir haben manche Tage regelrecht zelebriert, haben viel unternommen, haben es genossen. Und ich war nie, nie, nie in meinem Leben von einem Mann abhängig! Ich bin so erzogen worden, für mich ist das kein Nachteil. Ich liebe meinen Job und hätte ich den für meine Kinder aufgegeben (und hätte mich mit Sozialhilfe rumgeschlagen) wären uns viele schöne Momente, Urlaube und Wünsche versagt geblieben. Jeder muss für sich das optimale finden. Was für den einen richtig und wichtig ist, ist für den anderen genau unpassend. Wir leben gottseidank in einer Welt die uns die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten lässt. Ich denke, für die Bedürfnisse meiner Kinder und meiner eigenen habe ich alles richtig gemacht, trotz "Fremdbetreuung"! Und damit sind wir glücklich, was bei aller Diskussion die Hauptsache ist.


brioche

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Antwort auf Beitrag von Blume292

Hihi bin auch ein beführworter;) Aber ich bin auch ein ostkind( ehemals) und die meisten aus den westländern kennen das einfach nicht, wohne jetzt selbst in der westregion und spühre das am eigenem leib xD hier gibts die krippe erst seid ein paar jahren;) Lg


brioche

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Antwort auf Beitrag von Sarottiqueens

Also mein kleiner ist in der krippe seid er 1 ist ( jetzt ~2 1/2) Und es schadet ihm nicht ;) Wir sind auch beide arbeiten. Selbst bevor er in die krippe kam war ich regelmässig in der krabbelgruppe und es war einfach toll:) Bin auch der meinung kinder müssen unter kinder- der mensch ist schliesslich seid ewigkeiten schon ein gruppetier;) So fördert man rechtzeitig das sozial verhalten( denke ich). Selbst in dem alter hat mein kleiner schon freundschaften zu anderen kindern entwicklt. Ich bin aber auch am überlegen bei nr2 die erziehungszeit auch auf 3 jahre zu verlängern, da wir ja dann auch schon das ältere kind haben, wo es sich einiges abschauen kann:) und zu krabbelgruppen würde ich natürlich auch gehen, vlt auch nen krippenplatz mit 3std oder so beantragen, einfach für die entwicklung des kindes:) Lg


Blume292

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Antwort auf Beitrag von brioche

Würden nur noch diejenigen ein Kind zur Welt bringen, die es sich danach leisten können zu Hause zu bleiben und alle Mütter zu Hause bleiben die ein Kind bekommen, dann gäbe es erstens bald noch weniger Kinder, die Renten würden noch viel schneller auf 0 Euro sinken als sie es jetzt schon tun, die Zwei-Klassengesellschaft bittere Realität werden und irgendwann ist da keiner mehr, der uns im Alter bei Bedarf die Haare kämmt und die Windeln wechselt! Wir haben heute schon einen akuten Pflegenotstand. Wenn ich mir vorstelle, alle Krankenschwestern, Ärztinnen, Pflegerinnen, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen.......würden bei jedem Kind 6 Jahre zu Hause bleiben...hallelujah! Das wäre nämlich die unappetitliche Kehrseite der schönen Medaillie!


brioche

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Antwort auf Beitrag von Blume292

Hier war ja die rede von den ersten 3lj. Aber du hast achon recht, es gäbe defenitiv noch weniger kinder dann.


Sarottiqueens

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Also ich gehe auch arbeiten aber eben nicht Vollzeit sondern "nur" 60%. Erstens weil ich es mir jobmäßig nicht leisten kann länger als ein Jahr nicht zu arbeiten (das Steuerrecht ändert sich einfach viel zu oft) aber auch dass wir uns Extras leisten können. Ich hab halt das Glück das mein Mann im Schichtdienst tätig ist und wir das gut kombinieren können. Wenn es sich mal überschneidet haben wir beide unsere Familien im Ort die aushelfen können. Das kommt meist so ein bis zweimal im Monat vor. Hier ist es eben absolut unüblich. Meine Mama war 13 Jahre bei uns Kindern zu Hause und arbeitet jetzt auch wieder Vollzeit.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Sarottiqueens

Also wir erfüllen fast alle Punkte, die du "altmodisch" nennst in der richtigen und klassischen Reihenfolge: Wir beide haben einen guten Job mit zwei guten Einkommen, Hausbau, Heirat, Kind,....ach ja und einheimisch in unserem Dirf sind wir auch ;-) Ich blieb 15 Monate daheim und sehnte mich sooo sehr in meinen Job zurück. Mir fiel die Decke auf den Kopf. Ich arbeite Teilzeit in Elternzeir mit 30 Stunden und unser Kind geht in die KiTa. Sie geht dort wirklich gerne hin und wir sind alle mit der momentanen Situation sehr glücklich. Ich denke nicht, dass ein Kind in der KiTa erzogen wird. Das ist nach wie vor Job der Eltern. In der KiTa lernen die Kinder m.E. noch andere zusätzliche nützliche Dinge im sozialen und zwischenmenschlichen Bereich. Übrigens kenne ich nur zwei Frauen mit je einem Kind U3, die nicht arbeiten.Die eine teilt deine Einstellung und die andere hat schlichtweg keinen Bock auf Arbeit.


stupsi76

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Hi. Ich bin auch ein Ostkind und hier ist es üblich, dass die Kinder mit 2 in den Kiga kommen - egal ob Mama zu Hause ist oder arbeiten geht. Meine Kinder waren und sind immer gerne dort. Ich kann da nichts Schlimmes dran finden. LG


Lewanna

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Ist doch schön, wann man die Wahl hat. Dank dem Elterngeld konnte ich zumindest das erste Jahr zu Hause bleiben. Danach ging ich wieder arbeiten, zum Glück haben meine Eltern in dem Jahr auf den Kleinen aufgepasst. Mit 2 ging er dann in den Kindergarten. Für ihn war es die richtige Entscheidung. Zu Hause alleine mit Mama hat er sich gelangweilt. Aber jedes Kind ist anders und wenn du die Wahl hast, warum dann nicht zu Hause betreuen. LG


chrpan

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Bisher habe ich nur mitgelesen. In meinem Umfeld bin ich die einzige Mutter, die ihr 3jähriges Kind noch selbst betreut. Geplant war das nicht. Ich hatte für 2 Jahre Karenzurlaub beantragt und gedacht, selbständig bereits nach etwa 1 Jahr stundenweise ein bisschen was dazuzuverdienen. Meine Mutter ging bei mir damals nach dem Mutterschutz wieder arbeiten, niemals finanziell von einem Mann abhängig zu sein wurde mir immer eingetrichtert und war mir tatsächlich wichtig. Und dann kam mein Kind...und zeigte mir, dass es ein schier unstillbares Bedürfnis nach Mamas Nähe, nach Stillen und getragen werden hat. Im 1. Jahr habe ich praktisch nichts anderes getan, als stillen, tragen, trösten, mit meinem Kind spielen weil er andernfalls so geweint hat. Mein Mann mußte Geld verdienen und auch noch den Haushalt mitmachen, unser Kind hat nur dann nicht geschrien und geweint, wenn es auf dem Arm und/oder an der Brust war. Kinderwagen, Babytrage, Wippe, Tragetuch, Spielbogen, Maxi Cosi: Fehlanzeige, er hat da sofort gebrüllt wie am Spieß. Später wollte er auch immer in meiner Nähe sein, ich durfte nicht mal in die Waschküche,vwährend mein Mann bei ihm war. In Anbetracht der Situation habe ich die Karenz verlängert und betreue mein Kind selbst, bis es von sich aus gerne in eine Kindergruppe gehen möchte. Mittlerweile schickt er mich auch schon Einkaufen,.wenn er mit seinem Papa spielt. Anfangs hat mich die körperliche Erschöpfung echt fertig gemacht, jetzt sehe ich mein Kind und denke, all das hat sich gelohnt! Aber wie gesagt, es war nicht geplant, sondern hat sich aus unserer individuellen Situation ergeben. Zwar fände ich eine weitere SS und Geschwisterkind schön, aber ich hadere sehr,.weil die ersten zwei Jahre so fordernd waren, dass mein Mann und ich trotz größtem Engagement fast in die Knie gegangen wären. Also, wenn es je ein 2. Kind gibt,.dann mit viel Abstand. Geht es noch jemandem so?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Sarottiqueens

Du lebst nicht hinterm Mond ;) Ich möchte aus persönlichen Gründen keine fremdbetreuung für meine Kinder unter 3 Jahren! Auch keine Oma oder Opa! Da sind wir bloss regelmässig zu Besuch (; Mein Mann und ich organisieren uns da ganz gut das er oder ich die Kinder dann betreuen wenn einer arbeitet und ich habe mich aus dem ganz klassischen man hat nur einen Job und schuftet bis zum Umfallen gelöst. Habe mehrere Jobs (wie Mütter im amerikanischen Stil sehr oft haben) Aber ich weiss auch das es nicht einfach ist und es wäre vieles leichter gewesen wenn die Kids früh in die Kita gegangen wären! Dennoch mag ich betonen das mir der Kontakt zu gleichaltrigen total wichtig ist! Von Anfang an! Viele Grüsse


Xeniachan

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Antwort auf Beitrag von Sarottiqueens

Wurde gerne mehr zu hause bleiben mein sohn ist jetht 13 monate...und hoffe das ich im august endlich bescheid bekomme das wir ein kita platz haben Momentan uberbrucjen wir das ich 20 V std. Arbeite und er ab und an bei oma oder opa ist.... Aber bin auch glucklich wieder zu arbeiten^.^ glaube mein zwerg scheint das auch zu mogen^^