MamaTeaRex
Guten Morgen Zusammen, Danke nochmal für die lieben Antworten beim letzten Mal. Die letzten 3 Abende hat Papa das zu Bett gehen übernommen. Sie ist an den ersten zwei Tagen beim Tragen in seinen Armen eingeschlafen!!!!! Sie ist zwar, wie immer (auch neben mir),nach 30min wieder aufgewacht u hat dann wahnsinnig geweint und hat sich von Papa nicht beruhigen lassen, aber es ist ein Anfang oder? Bin halt dann zu ihr. Gestern hat es gar nicht geklappt nach 12min wirklich schreien (in Papas armen) bin ich zu den beiden. Hätten wir das durch ziehen sollen? Mittags hab ich sie in den Schlaf getragen und sie hat dann 2 stdn geschlafen im Bett! Habt ihr noch Tipps für diesen Weg? Ich hab ehrlich gesagt jetzt richtig Angst davor, dass diese Krankenschwester kommt. Am Telefon hat sie mir in Aussicht gestellt, dass alles Kindgerecht u bindungsorientiert abläuft. Sie wird bald alleine spielen und normal essen u schlafen. Ich denk wir brauchen Hilfe, aber so? Die wird ja sagen "wenn sie nichts ändern wollen bla bla".... Liebe Grüße
Ein GUTER Experte weiß immer mehr als nur einen Standardweg und kann sein Vorgehen auch Laien plausibel erklären! Warum empfiehlt er x in Situation y und was ist Plan z als Alternative? Mir hilft das immer sehr, wenn ich mich hilfesuchend in fremde Hände begeben soll.
Anscheinend seid ihr ja auf einem guten Weg ! Dass Baby nach 30 Minuten aufwacht wenn sich die Schlafphase wechselt ist normal. Bist du dann bei geblieben oder konntest du wieder gehen ? Die 12 Minuten hätte ich ausgehalten weil das Kind beim Papa ja sicher ist. ;-) Dann kann die Frau ja eigentlich kommen und ihr könnt entscheiden was ihr anwendet von ihren Tipps und was nicht.
Das klingt nach einem guten Weg. Lasst Euch von solchen "Rückschlägen" nicht entmutigen! Weiter durchziehen. Ich persönlich würde diese Frau abbestellen. Du hast von vorn herein kein gutes Gefühl! Ihr habt den Beginn für einen neuen Weg gefunden. Ggf. würde ich fragen, ob man locker in Kontakt bleiben kann. Oder man trifft sich einmal zu einem Gespräch und klärt was man sich vorstellt und das Dinge wie schreien lassen und rausgehen für einen nicht in Frage kommen...
Ich finde, das klingt gut wie ihr es macht. Ich würde auch wirklich eine Zeit lang möglichst ganz Papa übernehmen lassen. Vielleicht kannst du während der Zeit rausgehen und einen Spaziergang machen. „Sie wird bald alleine spielen und normal essen u schlafen.“ Wie genau meint sie das? Nachdem sie bei euch war soll euer Kind sich bald „normal“ verhalten? Klingt für mich erst mal fragwürdig. Aber vielleicht habe ich es falsch verstanden.
Glaube das habe ich falsch ausgedrückt Sie frühstückt nicht sondern ich stille. Alleine spielen klappt nicht so. Ich sitze halt neben ihr und wenn ich Glück habe räumt sie nen Schrank aus und ich kann dann frühstücken.
Aber ich verstehe nicht ganz den Zusammenhang zwischen Schlaf und alleine spielen. Das macht mich stutzig. Bei uns war das in dem Alter auch so, meine Tochter stillt mit 20 Monaten immer noch morgens und isst trotzdem etwas, wenn auch keine großen Mengen. Anhänglich war sie auch eine lange Zeit, und ist es immer noch ab und zu. Ich finde das nicht ungewöhnlich und denke, das braucht einfach noch etwas Zeit… Anstrengend ist es natürlich trotzdem, nur was das mit dem Schlaf zu tun hat, erschließt sich mir wie gesagt nicht.
Das ist doch normal! Je mehr Du über diese Krankenschwester schreibst, desto unsympathischer wirkt das. Wirkt alles so altmodisch (Kind soll alleine einschlafen, spielen, aufhören zu Stillen...). Jetzt würde ich sie erst Recht abbestellen. Unsere große ist fast 4 und braucht noch Einschlafbegleitung. Der kleine hat 19Monate nachts gestillt und nur weil ich nicht mehr konnte, habe ich es dann beendet. Die Kinder spielen auch Mal alleine, aber am liebsten mindestens mit einem von uns im Zimmer. Für mich klingt das alles eher nach Holzhammer - Methode, als wollte man Euch weiß machen, dass das Kind verhatschelt wurde und nun Schluss damit ist und sie da durch muss. So klingt es für mich.
Ehrlich gesagt hab ich genau das beim lesen der schlafregeln gedacht. Ich bekomme, dass ja schon von meinem Umfeld regelmäßig gesagt und dachte wirklich "Jetzt kommt jemand der Ahnung hat und hilft mir" und nicht "das war einfach an dem 6. Monat falsch u jetzt habt ihr den Salat " Bis jetzt war ja alles telefonisch u Email, mal abwarten wie das persönliche Treffen wird. (Ich hab sie zwar gerade in den Schlaf gestillt, weil tragen nicht klappen wollte, konnte mich aber wieder rausschleichen :D , gleich ist die halbe Stunde rum, aber es wird u wird!)
Hallo MamaTeaRex, ich habe länger nicht reingeschaut und musste erst mal Deinen vorigen Beitrag suchen. Aus meiner Erfahrung: Dein Kind hat einen Grund, so sehr die Rückbindung zu suchen. Die beste Methode (für das Kind) ist immer die, ihm dieses Bedürfnis zu erfüllen. Das Problem besteht oft darin, dass wir selbst so unsicher sind und hadern und, vor allem durch die "gackernde" Umwelt aus der Mitte kommen und nicht mehr wissen, was gut und was nicht gut für uns als Familie ist. Das Gefühl kenne ich auch sehr gut. Dein Kind braucht viel Nähe. Irgendwann wird es Vertrauen genug gewonnen haben, sich zu mehr Abstand zu entschließen. Das wird aber nicht passieren, wenn ihm diese Nähe nicht gegeben wird. Stattdessen wird es vielleicht aufgeben, vielleicht - wenn es wie bei uns ist, wäre das aber ein SEHR dramatischer Kampf, und danach ist das Kind brav, brav... Als wir an diesem Punkt waren, hat unsere Hebamme, die auch Schreibabyberatung macht, genau das gesagt, was Ihr jetzt gemacht habt: Mama ist fertig, Papa muss ran. Und so haben wir es gemacht: Wir haben unserer Tochter erklärt, wie es jetzt gemacht wird (ja, auch einem so kleinen Baby/Kind kann man das erklären; sie verstehen das). Papa hat sich mit dem Kind hingelegt - wirklich hingelegt, nach dem Stillen, Geschichte erzählen und Nacht sagen usw. Dann hat er ihr erklärt, dass er auf sie aufpasst und bei ihr bleibt, sie hält und begleitet und dass sie dann schlafen. Er hat ihr auch erklärt, dass sie wieder stillen darf, wenn sie nachts aufwacht, aber erst nach 5 Stunden oder wenn Licht durch die Vorhänge kommt (man kann auch ein Lichtlein programmieren, das angeht, wenn 5 Stunden vorbei sind; bei 14 Monaten würde ich so lange aber nicht gleich einstellen, sondern erst mal z.B. 3 Stunden). Er hat sie beruhigt und gehalten, wenn sie geweint hat. Sie hat auch geweint, aber es wurde sehr schnell weniger, und sie hat mit ihm wirklich schlafen gelernt. Mein Mann sagt, er hat seinen Kopf leergemacht und sie mit in den Schlaf gezogen. Das machen sie oft noch heute so, Kind ist 10. Wir haben nach einer Woche kaum noch Probleme gehabt. Wenn sie nachts aufwachte, brachte er sie zu mir, und sie konnte stillen, dann brachte ich sie, wenn es früh war, noch mal zu ihm zurück, sang ihr zum Weiterschlafen was vor, und sie schlief ganz friedlich weiter. Wenn es schon später war, durfte sie schlafstillend (zum Morgen wurden die Abstände immer kürzer) bei mir bleiben. Wir konnten erstaunlich gut schlafen. Du musst das aber Deinem Mann überlassen. Dein Kind ist nicht in größerer Not bei ihm als bei Dir. Ich habe anfangs auch mitweinend im Nachbarzimmer gelegen, aber es ging viel besser als mit mir. Bei mir hätte sie auch ewig geweint. So konnte sie schlafen. Noch ein Zitat meines Kindes, als es schon sprechendes Stillkind war; das hilft vielleicht auch zu verstehen, warum Papa hier evtl. hilfreicher sein kann: "Mama, wenn du neben mir liegst, ist das, als wäre da ein Bonbon, den ich nicht essen darf. Dann denke ich nur noch an den Bonbon (das Stillen) und kann nicht schlafen. Wenn du nicht da bist, kann ich einfach schlafen." Geh schlafen, wenn Dein Mann mit Kind schlafen geht. Das Kind muss auch nicht in den Schlaf getragen werden, es kann lernen, mit Papa einzuschlafen. Es wird weinen, weil es das nicht kennt, weil die Nacht so schwer zu fassen ist, sich so gefährlich anfühlt, das Loslassen in den Schlaf so schlimm ist, weil das Kind ja nicht weiß, ob es danach ohne Eltern woanders aufwacht usw., alles Urängste, die viele unserer KInder haben, und RICHTIG, denn sie sind ja Steinzeitkinder, und dafür sind sie gut angepasst. Der Papa kann dem Kind aber die wundervolle Erfahrung bieten, dass alle diese Dinge nicht passieren, Papa da bleibt und da ist, wenn das Kind aufwacht, und dass auch die Mama mit der tröstlichen und leckeren Milch wieder da sein wird. Jede gute Erfahrung zählt und hilft. Auch wenn es mal Rückfälle gibt; nicht locker lassen, es ist gut so! Es geht! Diese Krankenschwester ist mir so suspekt, dass ich ihr absagen würde. Es gibt einfach sensible, besonders empfindsame Kinder, die kann man nur annehmen, wie sie sind, ohne Uhr, ohne Funktionsanforderungen. Und sie werden ihre Eltern dann überraschen, diese zauberhaften Kinder, auch Eures! Lass den Haushalt liegen, quetscht Euch eine Haushaltshilfe aus den Finanzen, nehmt alle mögliche Unterstützung an und helft dem Kind, ganz anzukommen! Dafür musst Du nicht alles selbst machen! Der Fels in der Brandung, den das Kind braucht, ist frau nicht mehr, wenn der Schlafmangel, die Sorge, die Unsicherheit, alles seinen Tribut fordern! Noch eine Versicherung: Es bleibt nicht so! Sie lernen es alle! Ihr werdet auch wieder normal schlafen und ein einigermaßen normales Leben haben. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft, innere Klarheit, Bauchvertrauen und bald gute Nächte! Alles Gute! VG Sileick
Hallo Sileick, Ich habe gerade richtig geweint, als ich deine Antwort gelesen habe. Danke für deine Erfahrung und deine mutmachenden Worte. Ich denke mein Mann u ich reden am Wochenende nochmal über alles. Unter der Woche ist da zu viel Druck drin. Liebe Grüße
Wenn Du noch mal schreiben möchtest, kannst Du das auch gern per PN tun. Wir müssen uns unterstützen, wir Frauen, finde ich. :-)
Also ich habe meinen Sohn 3 Jahre Langzeit gestillt . das war nie ein Problem. Meine Tochter ist gerade 14 Monate alt und spielt auch noch nicht wirklich allein. Das ist zwar schon in manchen Situationen nervig aber ich finde es dem Alter entsprechend normal !