Shaddi
Guten Morgen zusammen, mein Sohn ist Ende Juli 2 geworden. Ein paar Tage vorher waren wir bei der U7. Alles super, bis auf eine Sache: er spricht nicht. Er nutzt kein einziges Wort. Wenn man ihn bittet, Mama oder Papa zu sagen, macht er es, aber nennt uns nicht von sich aus so oder ruft nach uns. Ich kann ihn nach allerhand Körperteilen fragen, auf die er dann zeigt. Auch Spielsachen oder andere Gegenstände kann er auseinander halten. Es liegt also ziemlich sicher nicht am Gehör. Tiergeräusche macht er auch nach. Hund, Katze, Maus, Ente, Pferd, Löwe, Esel, Affe,... Teilweise nutzt er diese Geräusche auch von sich, wenn er das entsprechende Tier sieht. In den allermeisten Fällen müssen wir ihn aber fragen, wie das Tier macht. Sieht er etwas, das er kennt, zeigt er drauf und quietscht, bzw. macht "Hmmm" in den unterschiedlichsten Tönen. Jetzt haben wir natürlich einen neuen Termin bekommen, bei dem der Zwerg Fortschritte vorweisen soll. Ich weiß, dass noch nicht viel Zeit vergangen ist, aber ich habe nicht das Gefühl, dass er überhaupt Interesse am sprechen hat. Zumindest am richtigen sprechen. Beim Spielen brabbelt er vor sich hin oder unterhält sich mit mir, wenn ich ihm was erzähle. Es kommt aber nur sehr selten etwas raus, das wie ein echtes Wort klingt. Vermutlich kann ich da nicht viel tun, aber hat vielleicht doch jemand Ideen, womit ich ihn langsam zum sprechen bewegen kann? Wir lesen vor, benennen alles, worauf er zeigt und wiederholen das auch tausend Mal, wenn er es will. Er versteht uns auch. Setz dich bitte hin, bring das in die Küche, wo sind deine Schuhe, lass uns raus/in dein Zimmer gehen, hast du die Windel voll,... Ich habe wirklich das Gefühl, dass er so gut wie alles versteht. Aber anscheinend fehlt der Anreiz, selbst zu sprechen. Meine Mutter fängt jetzt schon damit an, im einen Keks oder was anderes besonderes zu verweigern, wenn er nicht spricht. "Sag, ich möchte bitte einen Keks. Nicht hmmm" klappt ganz hervorragend, falls ich das anmerken darf -.- Abwarten? Weiter wie bisher? Was anderes probieren? Ich will ihn auch nicht überfordert oder unter Druck setzen.
Bisher schient er auch ohne sich verbal äußern zu müssen gut zurecht gekommen zu sein. Er hört aber gut oder? Es gibt z.B. Late Talker. Evtl fällt er da rein. Ich würde einfach viel vorlesen, Wimmelbücher anschauen und dort Sachen suchen lassen. Wenn er dann z.B. die Kuh meint und "Muh" sagt, dann würde ich sagen:"Ja, da ist Kuh". Auf keinen Fall in dieselbe Sprache die er nutzt verfallen. Grundsätzlich würde ich aber nicht fördern, sondern einfach so weitermachen wie ihr dran seid und wenn er dann z.B. Logopädie braucht, bekommt ihr genau die richtige Förderung.
Ich würde sagen, er hört super. Man kann ihn sehr leise ansprechen und er reagiert. Er hört auch den Unterschied, wenn wir ihn fragen, wie der Löwe oder die Möwe macht und antwortet mit dem entsprechenden Geräusch. Wenn er auf einen Hund zeigt und Wau Wau sagt, sage ich auch "richtig, das ist ein Hund". Ich denke ja auch, dass er irgendwann soweit ist, aber so langsam würde ich ihn schon gern besser verstehen können^^
Er spricht also doch? Nur undeutlich? Ich würde nicht mehr fragen wie ein Tier lautiert. Ich finde diese Fragen generell und bei jedem Kind völlig blöd, sorry. Das liegt an meinem inneren Monk, der IMMER alles richtig benennen muss und da haben Tiergeräusche nix verloren. Das ist nicht böse gemeint. Ärgert er sich denn wenn er nicht richtig verstanden wurde?
Er brabbelt. Wir stehen auf dem Balkon, er zeigt auf Autos und gibt Laute von sich. Ich sage dann "das ist ein rotes Auto. Das fährt in die Stadt" oder was auch immer. Von ihm kommt aber nicht, was auch nur ansatzweise verständlich wäre. Wenn er etwas möchte oder ihn was stört und ich ihn nicht verstehe, ärgert er sich auf jeden Fall.
Aber man nennt doch das Tier UND den Laut? Versteh gerade nicht was da blöd ist
Ich mach das bei meiner Tochter so (beim Bücher gucken) "da ist eine Katze die macht miau".
Oder meinst du so etwas wie "ah da ist ein Wauwau"?
Ich meine eher deinen letzen Satz. Ich kenne tatsächlich Leute die nennen das Tier ausschließlich als WauWau, Miau oder Muh und dann wird sich gewundert warum das Kind nicht Hund sagt.
Ich habe aber grundsätzlich nie gesagt, dass das Tier so und so macht. Wir hatten z.B. ein Buch und da konnte man auf das entsprechende Tier drücken und es kam dann das Originalgeräusch raus. Das fand ich klasse. ICH kam mir nämlich immer völlig bescheurt vor, wenn ich wie eine Katze miaute. Aber, wie gesagt, MEIN innerer Monk
Okay, das würde mir sagen, dass er sprechen möchte und auch verstanden werden will, aber es halt NOCH nicht kann. U.U. stört ihn das nicht-verstanden-werden inzwischen so, dass er deshalb weniger oder gar nicht mehr spricht. Macht einfach so weiter wie bisher und wartet dann die nächste Untersuchung ab. Wenn er dann immer noch nicht altersgerecht spricht, bekommt ihr eine Verordnung zur z.B. Logopädie und dann auch entsprechende fachliche Tips.
Hallo, Erstmal entwickeln sich die Kinder im eigenen Tempo. Mit zwei Jahren sollte ein Kind, ich glaube mindestens 10 Wörter sprechen können. Darunter fallen auch Tiergeräusche, die sicher dem jeweiligen Tier zugeordnet werden. Somit erfüllt er diese Vorraussetzungen erstmal. Es sind nicht immer die Ohren, die Probleme beim sprechen machen. Ein Kind produziert Sprache auch, indem es die mundbewegungen nachmacht. Kinder die Probleme mit den Augen haben, entwickeln sich oft auch sprachlich später. Vielleicht das einfach mal abklören lassen. Ansonsten wird der Kinderarzt im Zweifel Logopädie verschreiben. Dort wird euch dann zielgerichtet geholfen und bis dahin einfach versuchen den Druck rauszunehmen. Sprache kommt auch gerne mal über Nacht. Lg
An sich bin ich da auch entspannt, aber man möchte ja trotzdem alles richtig machen und keine Chance verpassen. Seine Augen sind okay, waren vor einem Monat erst zur Kontrolle, weil es vor nem Jahr einen Verdacht auf beginnende Kurzsichtigkeit gab. Hat sich aber nicht bestätigt. Ich mache ihm manchmal auch die Vokale mit deutlichen Mundbewegungen vor. Das macht er gut nach. Das sage ich mir auch immer. Höre es immer wieder, dass Kinder von einem Tag auf den anderen plötzlich in ganzen Sätzen sprachen.
Versteh ich das richtig? Eigentlich kann er altersgerecht sprechen, tut dies aber nicht von sich aus? Wenn ja, grenzt das ja schon fast an Mutismus - also sprechen können, aber nicht wollen/sich trauen. Wobei er ja auf Aufforderung durchaus spricht - ein Kind mit Mutismus oder selektivem Mutismus würde sich damit schwer tun. Man würde ihm anmerken, dass es eigentlich nicht will (leise sprechen, auf denBoden schauen dabei etc). Dann würde ich tatsächlich auch anfangen, auf hmmmm oder zeigen nicht mehr so zu reagieren. Also in Situation wie Frühstück schon fragen, was genau möchtest du? Marmelade oder Käse? Die Tochter meines damaligen Deutschlehrers war übrigens sehr zu seinem Verdruss auch so drauf. Sie konnte sehr wohl - hielt es aber für überflüssig, solange alle schön rumsprangen und fragten "Marmelade? meinst du das?", "Nein, doch lieber Käse?" und dann alles vor ihr aufbauten, damit sie auch wirklich bequem darauf zeigen konnte ;-)
Hej! Er ist gerade ma l2 --- und schon Erwartung, Leistungsdruck, Enttäuschung bei den Eltern. Letzteres kommt übrigens daher, daß der Betreffende (Ihr Eltern) sich vorher selbst getäuscht gehat einer Täuschung hingegeben hat und dann ent- täuscht wird. Das Kind verhält sich seinem Alter nud Tempo, seinen Anlagen und seinem ICH gemäß. Er versteht alles - wunderbar. Und er hat sicher andere Qualitäten --- ist motorisch gut o.ä. Sowas geht schnell unter, wenn das Kind nur nach dem bemessen wird, wenn nur nochfokussiert wird, auf das, waser nicht kann. Wie grausam, einen Kind den Keks zu verweigern,weil es noch nicht sagen kann/will, daß es ihn möchte. Stimmt: Meine Zweijähhrige hat da schn zweisprachig ganze kleine Sätze rausgehauen. Stimmt aber auch, daß die Schwester dies erst mit 3 tat - die fing deutlich spät an zu sprechen und da ich wußte, sie versteht und hört mich gut, auch wenn meine Sätze sogar schon etwas länger werden, konnte ich die Wörter ja nicht aus ihr rausschütteln: ich mzußte warten. Vielleicht sollte das Ganze eben mehr en Lehrstück für das sen,was noch auf Euch Eltern zukommt als ein Lehrstück für das Kind. Mit 2 muß man noch nicht sprechen Und je mehr Ihrden Druck erhöht, je mehr Euer Kind diese Erwartungshaltung spüren muß, umso verweigert es sich - bewußt oder sogar unbewußt. "Uhren muß man nicht dauernd aufziehen, man muß sie auch mal laufen lassen", sagt Jean Paul. Heißt eben: Laßt Eurem Kind doch auch mal seine Zeit - was ist so schlimm daran, wenn es erst mitspricht?. Sprecht weiter viel mit ihm, erzählt ihm viel, lest vor - aber drängt ihn nicht. Und irgendwann kommt da was. Menschensind kommunkative Wesen -sie sprechen. Übrigens: Auch meine schweigsamere Tochter hat Sprechen gelernt, ebenfalls in 2 Sprachen, ihre Aufsätze waren laut Lehrer eine reinefreude und sie kann sich ganz normal verständigen - allerdings: so eine Quasselstrippe wie die Schwester (und ich) ist sie nicht, da schlägt sie eher nach dem Vater. So what? Ich glaube, Euer Kind lehrt Euch gerade etwas, was dringend zu Kindererziehung dazu gehört: Es anzunehmen und darin zu bestätigen wie es ist und nicht nach Euren Vorstellungen zu formen und dann erst Zufriedenheit zu zeigen. es lehrt Euch Geduld. es lehrt Euch Respekt vor dem Anderssein. Wichtig,denn ihr werdet noch viele Jahre ent-täuscht werden,wenn Ihr mit Euren Erwartungen mehr lebtals mit den Realitäten Eures Kindes, über die Ihr Euch sicher freuen könnt. Zeigt ihm Eure Freude über das, was er ist - Kinder spüren sehr wohl, wo Eltern ent-täuscht sind... und das hat üble Folgen. Alles Gute - Ursel, DK
Grundsätzlich bin ich total deiner Meinung und jedes Kind sollte so angenommen werden wie es ist, ABER eine späte Sprachetnwicklung sollte nicht unterschätzt oder bagetelliesrt werden. Er spricht eigenständig keine 50 Wörter und das mit 2 Jahren. Das kann schon einem Late Talker entsprechen. Da muss schon gehandelt werden, sonst hat das weitreichende Folgen in der Schule. Ich finde es richtig, dass die AP sich Sorgen macht und ihrem Sohn helfen möchte.
Der Druck kommt eher von den Großeltern, nicht von uns. Find ich ein bisschen hart, ich freue mich über jedes Wau Wau und Rooaaaarrr von ihm und lasse ihn das auch spüren. Wenn er gerade nicht möchte, sage ich "macht nichts, wenn du nicht willst. Dann spielen wir etwas anderes". Ich mache am ehesten noch mir selbst Druck. Mein Baby dürfte sich, wenn es nur nach mir ginge, so langsam entwickeln, wie es möchte. Zur Einschulung wird er dann schon ein paar Sätze bilden können und tagsüber keine Windel mehr brauchen. Da es aber jetzt vom Kinderarzt schon hieß, dass wir das kontrollieren müssen, scheint ein wenig mehr Aufmerksamkeit in diese Richtung ja nicht falsch.
er spricht in 3-Wort-Sätzen wenn ihm die Oma dann den heiß begehrten Keks gibt? Und sonst nichts von sich aus?
Was? Nein, sie will, dass er um den keks bittet, er zeigt drauf, quietscht und weint, wenn er ihn nicht bekommt. Sie will ihn dadurch zum Sprechen bringen, aber es hat keinen Effekt außer Frust bei ihm. Entsprechend bescheuert finde ich das auch.
Okay, ich hatte es jetzt oben so gelesen, dass es funktioniert und er dann spricht. Bitte sofort unterbinden. Es führ zu nichts, außer zu mega Frust beim Kind und er wirkt irgendwann die Oma um gar nichts mehr fragen oder bitten. Das ist mehr als nur kontraproduktiv und richtet meiner Meinung nach nur Schaden an.
"Meine Mutter fängt jetzt schon damit an, im einen Keks oder was anderes besonderes zu verweigern, wenn er nicht spricht. "Sag, ich möchte bitte einen Keks. Nicht hmmm" klappt ganz hervorragend, falls ich das anmerken darf -.-" Aus Deinen übrigen Ausführungen meine ich zu entnehmen, dass das ironisch gemeint ist, dass die Taktik Deiner Mutter klappt. Falls es nicht ironisch gemeint ist und er dann tatsächlich spricht, er es also kann, finde ich es eigentlich gar nicht soooo verkehrt, das Sprechen von ihm auch einzufordern. Das muss ja nicht mit offenkundigem Druck erfolgen, sondern mehr aus der Situation heraus à la "ich verstehe Dich nicht! Was möchtest Du?" Ansonsten würde ich gar nicht viel Besonderes machen, sondern das "Normale" einfach weiter: viel mit ihm sprechen, vorlesen, ohne Druck Situationen schaffen, wo es für ihn am praktischsten ist, zu sprechen (wo also Gesten wenig bringen), auf gesprochene Worte seinerseits auch eingehen, auch wenn die noch nicht perfekt sind (das ist bei Dir bestimmt nicht so, aber ich beobachte oft bei Eltern kleiner Kinder, dass auf deren Sprechversuche gar nicht eingegangen wird, dass diese oft überhört/übergangen werden).
Es ist ironisch gemeint. Das machen wir. Auch wenn noch nichts rauskommt, was an echte Worte erinnert, unterhalte ich mich mit ihm. Meistens scheint er damit auch zufrieden. Seit kurzem sagt er auf Nachfrage auch "Ball", aber eben wirklich nur auf Nachfrage, er nutzt selbst keine Wörter, bis auf tiergeräusche.
Also, ich (bin aber ja keine Expertin) finde, Du machst alles richtig. Ich finde die Entwicklung Deines Sohnes bisher auch noch nicht besorgniserregend. Dass es aber ein bisschen beobachtet wird, finde ich jetzt auch nicht schlimm, es sollte halt nicht in Druck für den Kleinen ausarten. Das wird bestimmt!
Sprechen, sprechen und nochmal sprechen. Fragt ihn viel und quatscht ihn dauernd voll. Fernseher ist übrigens kein Ersatz, wie manche Eltern meinen. Erzähl ihm alles, lass ihn im Haushalt helfen und bitte ihn viel. "Sag mal dies" bringt da sehr wenig, finde ich.
Nur ein kleiner Tipp... Falls du es noch nicht machst, sing mit ihm. Einfache Lieder mit Bewegungen, klatschen etc. Und Fingerspiele machen. Ansonsten finde ich das von dir geschilderte, bis auf das Verhalten deiner Mutter und des Kinderarztes, nicht bedenklich. Ein Arzt, der mit 2 schon über trocken werden spricht, hat sehr veraltete Ansichten.
Das machen wir tatsächlich wenig. Er tanzt aber recht gerne zu Musik. Dass er noch keine Anstalten macht, trocken zu werden, scheint aber auch für den Kinderarzt noch kein Problem zu sein. Da hat er nur kurz gefragt, nein noch nicht, okay, das war's. Fokus lag wirklich auf der Sprache. Okay, dann mach ich wohl weiter wie bisher, singe ein bisschen mehr mit ihm und warte mal ab :)
… es fiel etwas auf, es verbliebt Zeit zur weiteren Beobachtung und ein neuer Termin wird vereinbart zur nächsten Überprüfung. Finde ich super!
Wenn es nicht besser wird oder nuschelig bleibt würde ich beim Logopäden mal die Mund-und Zungenmotorik checken lassen, denn stimmt die nicht, dann KANN er die Laute nicht bilden auch wenn er sie korrekt hört.
...fast ohne jegliche Worte finde ich in der Tat auch schon "da müsste man mal näher drüber schauen". Ich finde daher den Vorschlag des Kinderarztes zur Beobachtung und Wiedervorstellung absolut richtig. Cube hatte Mutismus erwähnt. Finde ich auf jeden Fall mal "nachdenkbar" aber ohne Aufregung. Ich würde mit Büchern, wo das Kind die Dinge benennen muss, nachhelfen. Da könntest Du durchaus diese "Lesebücher für die Vorschulkinder" nehmen, in dem Symbole für kurze Wörter stehen. Z.B. ist da ein Ball aufgezeigt. Du liest den Text und wartest bis dann das Kind "Ball" im Satz nennt. Gibt es in den Bibliotheken zum ausleihen. Und dort würde ich auch schauen, ob die "Leseangebote" (bei uns nennt sich das die Büchermäuse) haben. Da geht Kind mit Mama hin (in der Gruppe) und wird dort "sprachunterstützt". Ansonsten würde ich konsequent "Geräusche" überhören und die Wörter dafür einfordern. Also einen Keks würde ich nur noch raus geben, wenn er auch Keks sagt.
Womögloch (was ich im Moment jetzt noch nicht glaube) eben doch wegen eines Defizits (das ja gar nicht schlimm sein muss, sondern mkt Logopädie behebbar)!? Dann bleibt der Junge so lange eben unbekekst, oder was!?
Richtig lesen, täte dem ein oder Anderen hier im Forum wirklich gut. Ziehst du Dich jetzt an dem Wort Keks hoch?
Im AT stand, dass er Wörter kann, sie aber nicht spricht (ohne Aufforderung, mit dann schon) oder eben einfach ein Geräusch dazu macht. Darum geht es. Wörter die ich kann, werden mit einem Geräusch nicht mehr unterstützt.
Kein Mensch wartet bis das Kind brav sagt: Mama, kannst du mir bitte die Kekse aus der Schublade reichen.
Nein, das mit dem Keks ist nur exemplarisch. Und genau, richtig lesen wäre auch meine Empfehlung an Dich! Und zwar möglichst auch alles, damit man den Zusammenhang hat. Und daraus ergibt sich (eigentlich schon aus dem AP), dass er Mama und Papa sagen kann und auf Aufforderung auch sagt, ansonsten kann er aber lediglich Tiergeräusche und Brabbeln. Dass er einen Keks möchte (als Beispiel...) kann er trotz Aufforderung der Oma und dem Willen, einen Keks zu bekommen, eben nicht artikulieren. Mama und Papa "sagen" zu können, ist für mich aber nicht sehr viel mehr als Brabbeln - viele Kinder/Babys können das schon mit 8 Monaten oder so, sind aber noch weit vom Sprechen entfernt - und sagt für mich nichts über das eigentliche Sprachvermögen aus, also ob auch andere Wörter artikuliert werden können. Und auch nicht darüber, ob Sprache bewusst und passend eingesetzt werden kann. Von besteht m.E. eben die Möglichkeit, dass er außer Mama und Papa (und das schon nicht eigenständig bzw. bewusst von selbst eingesetzt) noch nichts sagen kann aus welchen Gründen auch immer und dann fände ich es eben problematisch, ihm etwas zu verweigern (sei es ein Keks oder Aufmerksamkeit oder was auch immer), weil er nicht ausspricht (aussprechen kann), was er möchte.
Liebe/r Caot, "Im AT stand, dass er Wörter kann, sie aber nicht spricht (ohne Aufforderung, mit dann schon) oder eben einfach ein Geräusch dazu macht. Darum geht es. Wörter die ich kann, werden mit einem Geräusch nicht mehr unterstützt." Ich vermute du hattest noch nicht die weitere Antwort von der TE von 11:06 Uhr gelesen. Da steht er kann es nicht und der Satz, bei der Oma "klappt es ganz hervorragend" sei ironisch gemeint. Sille hatte es vielleicht aber schon gelesen. Sorry für die Einmischung in euren Austausch.
Ups, überschnitten. Sorry!
Du hast hier sicher gute Anregungen bekommen, ich habe jetzt nicht weiter gelesen. Es gibt aber Kinder, die fangen einfach spät an zu sprechen. Mein Neffe hat mit 2 Jahren auch noch kein Wort gesprochen. Heute ist er Vorsitzender der Jugendorganisation einer großen Partei im Ortsverband und hält souverän lange Reden. Das hätte vor 20 Jahren auch keiner für möglich gehalten.
jetzt verstehe ich das etwas besser. Ich hatte vorher auch den Eindruck, er kann - will aber nicht wirklich. Mit 2 Jahren nur Mama und Papa wirklich sprechen zu können ist in der Tat auffällig. Kann Late Talker sein, kann aber eben auch andere Ursachen haben. Late Talker entwickeln idR zwischen 2 und 2,5 Jahren dann relativ schnell einen Wortschatz, bei dem sie mit den anderen Kindern schnell gleichziehen. Mama und Papa sind idR die ersten Worte, die ein Kind spricht. 1. weil es sie am häufigsten hört 2. sie sind einfach (weich) und entsprechen einer Weiterentwicklung der Lall-Phase bzw. Vokal-Wiederholungsphase (dadada, lalala usw.) Worte wie Keks sind zB recht schwer, weil sie Explosivlaute enthalten - die können nur gebildet werden, wenn die Mundmotorik entsprechend genug Kraft aufbringen kann. In so fern hat der KiA absolut Recht, dies zu beobachten. Late Talker - kein Problem, kommt von selbst. Schwache Mundmotorik würde aber eine Logopädie benötigen, bei der Kind diese entsprechend trainiert und einzusetzen lernt. Ist jetzt vielleicht eine blöde Frage, aber kann er mit einem Strohhalm trinken oder durch ihn pusten? Das erfordert nämlich zB eine entsprechende Mundmotorik. Ich würde dem KiA vertrauen und ihn dennoch nicht unter Druck setzen wie das zB die Oma offensichtlich macht. Er kann es ja nicht - und Frust wird ihn sicher eher davon abhalten, sprechen zu wollen. Ich würde aber auf jeden Fall alle Dinge immer richtig benennen (nicht "eine Mau/Miau, ein Wauwau sondern Hund, Katze etc), deutlich sprechen (also keine Endungen verschlucken wie Tella statt TellER). Evt. würde ich mal eine Logopädin zu Rate ziehen. So, wie du es beschreibst in der Situation mit der Oma scheint er ja wirklich nicht zu können, nicht mal ansatzweise. Und "normal" wäre schon, das zumindest der Versuch gemacht wird, sich irgendwie sprachlich mitzuteilen im Sinne von versuchen, Worte nachzusprechen.
Kurz gesagt: es ist ein entscheidender Unterschied, ob ein Kind eigentlich sprechen möchte, die Laute aber nicht herausbekommt - oder ob er einfach noch keine Lust hat, sich sprachlich mitzuteilen. Das kannst du als Mutter sicher beurteilen, ob er ein fröhliches Kind ist, das einfach noch nicht sprechen mag oder ob er teilweise unglücklich wirkt, seinen Wunsch nach zB Wasser nicht verbal ausdrücken zu können.
Ich möchte hier fett unterschreiben und stellte mir genau die Frage nach Mundmotorik. Und: wenn er brabbelt, hört es sich wie eine Konversation an, so wechselnde Stimmlage, Hohen, Tiefen, Fragen, Ausrufe, nur halt in einer brabbelsprache? Oder eher wie Baby-Brabbeln?
Erstmal aufhören, auf "zeigen" zu reagieren. Immer fragen: "Was willst du haben?" Wenn er zeigt und du sagst "Ball"..... dann weiß er, er hat sein Ziel erreicht, ohne sich groß anzustrengen Auch anfangen, nur noch auf Zuruf zu reagieren. Also erst wenn er "Mama" sagt, sich ihm zuwenden. Wenn er auf körperteile zeigt, soll er sie auch benennen. Schonmal versucht, etwas falschen zu sagen? wie reagiert er, wenn er auf den Bauch zeigt und du sagst "Auge"? Berichtigt er dann? Solange ihr auf dieses Zeigen so toll reagiert, muß er ja nicht reden ;-) Es wird zwar nicht von heute auf morgen klappen, aber es wird..
Das ist ja noch krasser als die Sache mit dem Keks! (Kekse sind entbehrlich, Mamas Aufmerksamkeit aber meistens nicht). Was, wenn er es einfach noch nicht KANN bzw. Sprache noch nicht so gezielt einsetzen kann!? Vielleicht (was ich nicht hoffe und bisher auch noch nicht glaube) steckt doch ein Defizit dahinter. Und dann?
So meinte ich das nicht Klar, wenn er ein Problem hat oder weint, sollte jede Mama reagieren. Aber es gibt Mütter, die regelrecht springen, sobald das Kind auch nur einen Laut von sich gibt. Wir sprechen hier NICHT von einem Säugling !! Wie ich schrieb: Wenn man nur auf Gesten oder Töne reagiert, muß das Kind einen ja nicht "Mama" rufen.
Hallo Detektiv007, in der Regel freut sich doch jedes Kind kommunizieren und sprechen zu können. Es kann doch über Sprache sich viel besser mitteilen und es macht doch auch Frust nicht sprechen zu können. Ich glaube hier übeträgst du deine Abneigung gegenüber Müttern, die bei jedem Laut reagieren, auf die Sprachentwicklung. Hier ein gutes Interview:https://www.sueddeutsche.de/leben/expertentipps-zur-erziehung-zu-faul-zum-sprechen-das-gibt-es-nicht-1.1395757
Bei meinen Sohn war es eigentlich fast genauso wie bei euch. Dennoch würde ich trotzdem in Ruhe mal einen Termin zwecks Hörtest beim HNO machen, um auch alles auszuschliessen . Mein Sohn brauchte z.b. letztenendes Paukenröhrchen, weil immer Flüssigkeit hinterm Trommelfell war und er so immer als wäre er unter Wasser gehört hat, also zwar auch gefühlt alles aber halt anders und dadurch die Sprache dran litt.
Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, kann dein Sohn, Mama, Papa, Ball sagen, macht es aber nicht oder nur nach Aufforderung. Er versteht alles was ihr ihm sagt. Reagiert auch darauf. Daher gehe ich davon aus, mit dem Hören ist alles in Ordnung. Das ein Kind mal absichtlich nicht hört, ist normal. Sehe da jetzt noch keinen Grund zur Sorge. Aber eine Neuvorstellung in einigen Monaten, um zu sehen ob es Veränderungen gibt, ist sicher nicht falsch. Einfach um dann zu schauen ob eine Förderung oder weitere Untersuchungen nötig sein könnten. Es ist möglich, dass euer Sohn einfach etwas Zeit braucht. Möglich das er in wenigen Wochen los redet. Möglich ... also eigentlich alles. Daraus lasst bitte keinen Druck wachsen. Euer Kind entwickelt sich in seinem Tempo. Auch bei der nächsten Untersuchung muss er nicht mehr können, als er kann. Bei meinen 6 Kindern war alles dabei. Und alle haben sich ganz unterschiedlich entwickelt. Alle haben irgendwann gesprochen. Weitermachen wie bisher. Möglichst viel mit dem Kind reden. Bücher gemeinsam anschauen, singen,... Alltag leben. Immer mal wieder versuchen ob er nachsprechen möchte. Bitte keinen Zwang und niemals Aufmerksamkeitsentzug, wenn er nicht will oder kann. Gerade bei letzterem, wenn er nicht kann, wäre das wirklich schlimm. Großmutter bitte etwas zurückrufen. Wie schlimm und frustrierend, wenn Kind will aber nicht kann. Wie würde sie sich fühlen, wenn ihr ein Keks hingehalten wird, sie den will, sie dafür aber erst aus dem Stand 1,50m hoch springen müsste. Da sie es nicht schafft wird der Keks weggepackt. (Der höchste Sprung aus dem Stand liegt bei 1,61m, also sind 1,50m möglich.) Denn vielleicht will das Kind, aber etwas hindert ihn. Ihr könnt auch Pustespiele mit ihm spielen. Watteball über einen Tisch pusten. Draußen in einer Schale, mit einem Strohhalm Wasser zum blubbern bringen. Bitte kein Trinkgefäß sonst wird das auch beim Trinken gemacht. Bilder mit Strohhalm malen, also Schuhkarton, Blatt rein, Klecks sehr flüssige Farbe und mit einem Strohhalm in die Farbe pusten. Einfach mal versuchen, das ist eigentlich für etwas ältere Kinder, aber manche jüngeren haben da auch Freude dran. Draußen etwas feinen Sand auf ein Blatt Papier und diesen wegpusten lassen. Löwenzahn/Pusteblume pusten lassen. Kleines Windrad basteln oder kaufen und gegenpusten zum drehen lassen. Seifenblasen pusten lassen. Das sind alles Übungen zur Beweglichkeit der Mundmuskulatur. Machen fast allen Kindern Spaß, fördern ohne zu sehr zu fordern. Unterschiedlich hohe Töne vorsingen, mal mit A, dann mit O, U, E, I. Oder LA, LE, MO, NA, ... die meisten Kinder finden das lustig und viele wollen mitmachen, machen mit. Alles gute euch. Ihr findet einen Weg und euer Kind wird irgendwann sprechen. Die Sprachentwicklung in den ersten 3 Jahren, muss nichts mit dem Sprechen später zu tun haben. Unser "stummstes" Kind redet heute am schnellsten und meisten.
Danke an alle, die mir noch geantwortet haben. Als ich vorhin zurückgeschrieben habe, hab ich wohl auch die eine oder andere Antwort übersehen. Das war nicht mit Absicht. Ich wollte euch nur noch mitteilen, dass ich auch einfach noch nen halbe. Tag hätte warten können. Eben gerade haben wir uns ein Bilderbuch angeschaut. Mein Sohn ist beim Hund wie immer losgelaufen und hat einen Stoffhund geholt. Beim Teddy lief er los, holte seinen Teddy und hat die beiden sich küssen lassen. Dann zeigte ich auf den Ball, er zeigte auch drauf und sagte "Ball". Daraufhin hab ich ihn von oben bis unten abgeknutscht. Noch nicht viel, aber immerhin ein Wort, yey :)
Na also! Es tut sich was!
Wie schon gesagt, jedes Kind hat sein ganz eigenes Tempo. Und alles was du schreibst, kling für mich normal. Macht weiter wie bisher. Und dein eben geschriebenes Beispiel ist doch einfach nur toll.
Mein Sohn war auch sprachfaul - mit 2.5 Jahren hat er erst angefangen zu sprechen
Unsere Kinderärztin meinte mal, ich hab es ihm zu leicht gemacht, alles von seinen Augen abgelesen, was er wollte.
Du machst es richtig, wenn du trotzdem viel mit ihm redest, das wird schon.
Mein Sohn ist jetzt fast 10 Jahre alt und sehr redegewandt