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Blackcat_90

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Hallo an alle Mamas Diesmal möchte ich ein ziemlich heikles und auch recht persönliches Thema ansprechen. Im Internet ließt man viel, dass sich Paare oft nach der Geburt des ersten Kindes trennen. Natürlich gibt es in einer Partnerschaft Höhen und Tiefen. Wie ist das bei euch gewesen und sollte es gekrieselt haben, wie habt ihr dies erfolgreich überwunden?


chrissicat

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Wir haben 3 Kinder und sind nicht getrennt. Auch in meinem privaten Umfeld sind die Leute nicht seit der Geburt ihres ersten Kindes getrennt.


mausebär2011

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Naja, das ist doch von ziemlich vielen Faktoren abhängig. Der große war zb ein einfaches Baby. Wollte zwar 24/7 gestillt werden und durchschlafen war ein Fremdwort, aber im großen und ganzen sehr einfach. Da war das erste Jahr toll. Bei der kleinen war es anders. Sie hatte bis sie etwas über 4 Monate alt war schlimme Koliken. Trotz ebenfalls 24/7 stillen nahm sie immer weiter ab und die Nächte waren der Horror. Da sind wir oft völlig fertig gewesen und haben uns dann auch viel gestritten. Allerdings haben wir uns auch immer in einer ruhigen Minute die Zeit genommen darüber zu reden und sich klar zu machen das lediglich der Stress und Schlafmangel der Auslöser ist und es keinesfalls bedeutet das es tatsächlich ernste Probleme zwischen uns gibt. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden. Meine beste Freundin und ihr Mann sagen dann zb "Ich liebe dich, aber ich kann dich grade nicht leiden" Dann geht's ihnen besser und es kann weitergehen


Baerchie90

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Ein Kind ändert halt sehr vieles und das recht plötzlich und sehr lange, dass das nicht jede Partnerschaft aushält, ist für mich nicht verwunderlich. Ich denke wir sind da mit der Zeit einfach rein gewachsen. Wir haben versucht uns nicht aus den Augen zu verlieren, haben uns zugehört und bemüht Lösungen für Probleme zu finden.


ZoeSophia

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Kurz gesagt, die Grenzen des anderen respektieren und annehmen…. Und nicht immer alles persönlich nehmen! Ganz oft ist ein Part müde oder hatte ein schlechten Tag oder was auch immer, dann möchte man doch einfach „nach Hause kommen“, kurz abschalten, sich „regenerieren“… Gibt man dem Partner diesen Raum nicht, fehlt was, und dann fehlt immer wie mehr…. Als ich bei meinem Mann eingezogen bin, meinte er, „du darfst nur bei mir einziehen, wenn ich meinem „MännerAbend“ weiterhin halten darf und du hast dich dann zu verkrümeln“ klare Ansage, seit über 10 Jahren verkrümle ich mich also etwa alle 2/3 Monate ab 19.45 in den oberen Stock, auch mit den Kindern. Es war für mich nie ein Problem, ich möchte ihm diesen Abend auch nie weg nehmen, ihm tut es gut, und mir macht es auch „Spass“ da ich dann im Schlafzimmer TV schauen kann (kann ich natürlich auch sonst)… aber was ich eigentlich damit sagen will, ich habe das von Anfang an so respektiert, es wäre mir auch mit den Kindern nie in den Sinn gekommen, da plötzlich andere Ansprüche an ihn zu stellen. Da ich weiss, wären wir mal krank, oder sonst was, würde ich ihn darum bitten, den Abend zu verschieben, würde er nicht eine Sekunde zögern!


Schneeglöcken

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Mein Mann und ich sind fast ein Viertel Jahrhundert zusammen, unser erstes Kind ist 20, vier weitere Kinder sind gefolgt, das Jüngste ist erst zwei. Wenn man grundsätzlich respektvoll und auf Augenhöhe miteinander umgeht, bereit ist, regelmäßig an der Beziehung zu arbeiten, dann geht das. Auch wenn ein Kind natürlich den Alltag erstmal gehörig durcheinander wirbelt. Miteinander statt Gegeneinander und „ich, ich, ich, ich“, lautet die Devise. Aber natürlich auch Achtsamkeit für die Gefühle und Bedürfnisse des Anderen.


Mama_2018

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Hallo! Wir haben uns in meiner ersten Schwangerschaft sooo auf unser Baby gefreut und als der Kleine dann da war, waren wir komplett überfordert: viel Gebrüll, das Stillen hat nicht geklappt, Bauchschmerzen, schlimme Geburt usw. Das hat uns dann schon einen Dämpfer verpasst und wir sind an unsere Grenzen gekommen. Und wie auch schon die anderen Mamas geschrieben haben, spielen Schlafmangel, strenge Tage...eine sehr große Rolle. Wir haben uns immer wieder gestritten, aber nie so, dass auch nur einem von uns das Wort "Trennung" in den Sinn gekommen wäre. Auch heute noch mit 2 Kindern kommen wir hin und wieder aneinander. Dann wird's ein Mal ein bisschen lauter und dann ist's auch wieder gut Ohne meinen Mann würde ich das alles nicht schaffen. Und ich bewundere ihn dafür, dass er neben uns als Familie und neben seinem Vollzeit Job auch noch studiert. Er wiederum schätzt auch die viele Arbeit, die ich für uns als Familie leiste. Das ist in meinen Augen das Wichtigste: Jeder leistet seinen Beitrag und das muss man auch erkennen und schätzen!!


kattta

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Wir sind seit 30 Jahren zusammen, zwei Kinder und offensichtlich nicht getrennt. Bei uns war es anders herum- ich fand ihn gerade in der ersten Schwangerschaft unerwartet ätzend und da haben wir auf einmal, nach so vielen Jahren zusammensein echt viel gestritten. Ich glaube, wir mußten da viel altes biografisches Material und auch Ängste und Rollenbilder durchfrisieren. Kaum war Kind 1 da, habe ich neu verliebt, weil sich derselbe Mann als unglaublich toller und engagierter Vater von heute auf morgen entpuppt hat. Auch sowas kommt vor. Wir wissen einfach alle nur theoretisch, was da wohl bedeuten kann, das Vater/Muttersein. Da muß man sich neu finden. Gut, wenn sich beide schon ganz gut kennen und nicht gleich beim ersten Windstoß vor Schreck in die Knie gehen.


Bella1012

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Ich kenne tatsächlich mehrere Paare, die sich noch während der Schwangerschaft oder im ersten/zweiten Jahr nach der Geburt getrennt haben. Ich denke das liegt daran, dass man in dieser Zeit an sein persönliches Limit kommt und teilweise extremen Stress ausgesetzt ist. Da zeigt sich dann eben: ist mein Partner für mich da in dieser schweren Zeit? Sind wir ein Team oder arbeiten wir gegeneinander? Man muss nach wochenlangem Stillstand sexuell wieder zueinander finden. Man ist als Frau müde und vielleicht wütend und frustriert, weil der Partner nebenan auf der Couch selig schläft, während man selbst alle 2 Stunden das kind stillen muss. Man schafft den Haushalt nicht wie gewohnt und das stresst manche Partner vielleicht zusätzlich, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen. Es gibt also viele Gründe, die ich von anderen gehört habe. Wenn mein Mann und ich mal aneinander geraten, versuchen wir uns darauf zu besinnen, das wir hier eine gemeinsame Aufgabe haben: einen kleinen Menschen möglichst gut großzuziehen. Alles andere drumherum bekommt man schon irgendwie hin. Und Verständnis aufzubringen ist nicht immer leicht, aber es hilft auf jeden Fall, seine Gefühle ganz klar zu kommunizieren, damit der andere einen versteht und vielleicht bei der nächsten Situation besser reagieren kann. Bisher kann ich nur sagen, dass wir in unsere neuen Rollen gut hinein gewachsen sind und das Kind 2 bald geplant ist, dementsprechend wollen wir natürlich zusammen bleiben


StiflersMom

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Doch ich kenn es von mir selbst und Freunden, dass es eine Belastungdprobe ist das erste Babyjahr. Also Paarzeit schaffen und das Kind mal abgeben. Auch zwei Stunden alleine mit Mann bewirken Wunder.


Muschelnudel

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Antwort auf Beitrag von Blackcat_90

Naja man kommt halt an seine Grenzen, das wird ein Grund für die Trennungen sein. Und natürlich die mangelnde Zeit füreinander , man ist müde und so..... ich hatte als unser erstes Kind geboren war so unfassbar starke Gefühle für meinen Sohn , dass ich das Gefühl hatte nichts mehr für meinen Mann zu empfinden . Und so war es auch. wir sind 15 Jahre zusammen und Gefühle der Verliebtheit gibt es natürlich nicht mehr. Diese starken Gefühle für meinen Sohn haben quasi alles verdrängt ... Das hat mich wirklich irritiert und wir haben auch darüber gesprochen. Es hat einige Monate gedauert bis ich mich daran gewöhnt habe. Es waren definitiv auch Hormone mit im Spiel . ich glaube so etwas kann bei vielen Menschen zur Trennung führen.


Ruto

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Wir hatten keine ernst zu nehmenden Paarprobleme, aber wir mussten uns in unseren neuen Rollen (und v.a. unserer Paarrolle) neu finden. Eine Familie zu gründen ist ein neuer Lebensabschnitt, genauso wie früher der Wechsel in die Arbeitswelt ein Einschnitt war und viele Teeniebeziehungen beendet haben (und das nicht zwingend aus Unreife). Glaub, das kann man nur meistern, wenn man sich der neuen Aufgabe gemeinsam stellt und nach gemeinsamen Lösungen sucht (nicht nach der puren "Ich" Egoschiene).


sunnydani

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Natürlich ändert sich vieles, wenn ein Baby kommt, aber unserer Partnerschaft hat es nicht geschadet. Wir haben einiges an Komplikationen mitgenommen, was die Schwangerschaften und die ersten Monate nach der letzten Geburt betraf, mussten zwei unserer vier Kinder gehen lassen, aber sind nach wie vor glücklich zusammen. Uns haben diese schweren Zeiten zusammengeschweißt und wir sind daran gewachsen. Im KH wurde uns gesagt, nach dem Verlust eines Kindes geht man entweder gestärkter und gefestigter in der Beziehung miteinander um oder die Beziehung zerbricht daran. Und in mehr als der Hälfte der Fälle soll sie angeblich zerbrechen. Deshalb bin ich dankbar und froh, dass wir in unseren schwersten Momenten zusammengehalten haben und somit konnte uns auch die "normale" Babyanfangszeit nicht auseinander bringen.


blubb12

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Antwort auf Beitrag von Blackcat_90

Wir würden aus einer Krise, in der man sich auf den anderen verlassen muss, nicht mehr als Paar rauskommen. Wir sind nur noch deshalb zusammen, weil ich sehr leidensfähig bin und vor dem Hintergrund meiner eigenen Geschichte für und wider abgewogen und entschieden habe, die Familie noch zumindest solange zusammenzuhalten, bis die Kinder groß genug sind oder bis er sich nochmal so einen Klopper leistet wie vor drei Jahren. Was ich in der Zeit, seit wir Kinder haben, gelernt habe ist, dass ich mich im Notfall nicht auf ihn verlassen kann. Vorher war ich nicht auf ihn angewiesen, da fiel es mir leicht zu sagen "Na, dann halt nicht" wenn es "Abstimmungsprobleme" gab.


Anita557

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Antwort auf Beitrag von blubb12

Das klingt wahnsinnig traurig. Bist du sicher, dass du diesen Zustand so lange durchhalten kannst? Ich würde an deiner Stelle zumindest versuchen eine Paarberatung zu machen gerade wenn man jahrelang dem Partner was nachträgt das wird ja nicht besser.


Mützipütz

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Antwort auf Beitrag von Anita557

Die Anfangsbabyzeiten mit meinem Ex Mann waren okay.Wir waren jung 22 und 27 aber haben es hinbekommen.Auch das nach der Geburt monatelang nichts lief,weil ich einfach durch das Baby auf mir gesättigt von Nähe war überlebten wir. Allerdings war ich zusehens alleinerziehend und Hilfe hatte ich von ihm nicht.Geld war auch immer knapp. Als ich dann wieder im Job wahr wurde es noch schlimmer.Arbeiten,Haushalt,Kinder und der ewige Streit.Ich durfte mir keine Freizeit gönnen und es gab immer Streit darum. Von daher habe ich mich getrennt als die Kleine fast 5 war. Ein Befreiungsschlag. Großer Unterschied war nicht zu merken für mich.Für die Kinder schon aber die profitierten von einer glücklichen entspannten Mama. 4 Jahre später bekam ich von meinem neuen Partner mein Schnecke die jetzt 10Monate alt ist.Es war vorher schon krass,wieviel er geholfen hat und sich auch im Haushalt verantwortlich fühlte.Im Wochenbett hat er sich fast überschlagen und auch jetzt kümmert er sich viel und ist fürsorglich. Allerdings ist es für mich langsam an der Zeit mir wieder mehr Freizeit einzufordern.Da merke ich wie ich zusehens unzufriedener werde,weil er nach wie vor Verabredungen hat und oft weg ist.Aber mit Absprache.Ich sage nicht nein und fessel ihn an uns,weil ich ja genauso weg will in Zukunft. Paarzeit haben wie jeden Abend ab 19uhr. Ist auch wichtig. Ich freu mich auch auf die Zeit wenn abends mal jemand aufpassen kann und wir wieder zusammen weggehen können. Ja und wenn wir aneinander geraten wird das halt ausgekämpft und gut ist.


blubb12

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Antwort auf Beitrag von Anita557

Eine Paarberatung würde nichts nützen. Nichts, worauf er nicht von sich aus kommt, kommt bei ihm an. Ich organisiere das Leben und das der Kinder schon lange so, dass ich möglichst nicht auf ihn angewiesen bin. Wenn er sich einbringt, okay, aber ich komme auch ohne ihn klar. Zu dem hier vielbeschworenen Reden: es bringt nur etwas, wenn der andere auch zuhört. Das tut er meistens nicht. Aber es ändert sich gerade etwas. In den letzten zwei Jahren gab es drei oder vier Gespräche, in denen er mir mal wirklich zugehört hat. Allerdings hat er nicht wirklich verstanden, worum es ging, denn nichts übernimmt er in den Alltag. Da benimmt er sich wie immer und fühlt sich wie immer im Recht. Allerdings merkt er doch langsam, dass etwas nicht stimmt. Aber, wie oben bereits geschrieben, das war und ist nichts, was ich ihm sagen kann, sondern das muss er selbst erkennen. (Tortzdem habe ich es gesagt - mehrfach - und die Quittung dafür bekommen). Wir reden hier von jemanden, der mir im Streit an den Kopf wirft wir sollten uns besser trennen, und mich zwei Tage später, als ich im sagte, es wäre ganz viel Vertrauen weg (nicht nur, aber zu einem nicht unerheblichen Teil) wegen des Kloppers vor drei Jahren, ganz erschrocken anschaut und behauptet, er wäre immer der Meinung gewesen, unsere Beziehung hätte eine stabile Basis. Das bringe ich bis heute nicht zusammen. Ach so, diesen Zustand halte ich schon sehr lange durch, ich bin, wie gesagt, recht leidensfähig :). Und ich bin der Meinung, dass eine Trennung nicht immer das Beste für die Kinder ist (deshalb die Abwägung des Für und Wider). Aber wenn sie selbstständig sind, werden die Karten neu gemischt. Und sollte vorher etwas passieren, bin ich mittlerweile vorbereitet.


Lana89

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Antwort auf Beitrag von Blackcat_90

Wir mussten erstmal die gegenseitigen Erwartungen neu abstecken. Das wichtigste ist reden und nichts in dich hineinfressen. Immer sagen, wie es einem geht und warum. Das Leben mit Baby ist eine ziemliche Umstellung und Ausnahmesituation. Aber mit viel reden und Verständnis für einander, kann einen das noch mehr zusammenschweißen :)