Ronja420
Meine Tochter hat immer ganz „okay“ gegessen. Wie man es halt von einem Baby/Kleinkind erwartet. Mal mehr, mal weniger.
Deswegen habe ich mir auch nie viel Gedanken gemacht.
Seit Januar isst sie so gut wie kein Gemüse mehr. Maximal Gurke und Kartoffel und Tomatensoße (da kann man immer mal Gemüse runter schummeln), mehr aber nicht. Seit 3 Wochen wird es allerdings zunehmend „auffälliger“. Sie verweigert das Mittagessen mit wenigen Ausnahmen komplett, selbst vermeintliches Lieblingsessen wird lautstark abgelehnt. Morgens und abends isst sie auch nur noch die halbe Portion. Wir sind aktuell bei 2 Mahlzeiten am Tag und einem kleinen Snack am Nachmittag.
Seitdem wird sie auch nachts wieder wach und trinkt dann 180ml 1er Milch. Vorher hat sie durchgeschlafen. Ich hatte ja die Tage schonmal hier eine Frage zum Schreien in der Nacht gestellt.
Ist das einfach nur eine extrem anstrengende Phase, in der wir gerade stecken, und es hängt einfach alles miteinander zusammen? Und vorallem: ab wann sollte der Arzt sich das mal anschauen mit der Nahrungsverweigerung?
Zähne kommen aktuell keine und lernen tut sie jetzt bewusst auch nichts; laufen und frei stehen kann sie noch nicht.
Wann geht diese Phase vorüber?
Achso sie ist jetzt fast 14 Monate.
Zum Kinderarzt solltest du, wenn du dir Sorgen machst. Ansonsten beim nächsten regulären Termin (u Untersuchung, impfen etc) ansprechen Weiterhin anbieten und keinen Druck ausüben. Keine extrawürstchen anbieten. Ein gesundes Kind verhungert nicht vor vollen Teller. Irgendwann vergeht die Phase wieder. Kind 1 hatte eine monatelange Phase, in der Brot verweigert wurde und nur der Belag runtergegeseen wurde. Als wir das mal beim allgemeinen Kinderarzt Termin angesprochen hatten meinte dieser, das es vollkommen normal sei. Wenn man Kind 1 jetzt mit Begeisterung Brot essen sieht kann man sich gar nicht mehr vorstellen, das dieses mal verweigert wurde.
Es kann solche Phasen geben. Hatte mein Großer auch immer wieder mal, dass er zwischendurch sehr wenig gegessen hat, oft nur einmal am Tag und da nur minimal, dass ich mich schon gewundert hab, wie es geht, dass er dennoch fit ist. Aber es hat ihm nicht geschadet. Ich würde mir dann Sorgen machen, wenn das Kind über einen längeren Zeitraum abnimmt oder keine nassen Windeln mehr hat oder wenn es sichtlich kränklich oder abgeschlagen oder so wirkt. Aber ansonsten würde ich versuchen, das Ganze so neutral wie möglich zu nehmen. Denn je mehr Aufmerksamkeit das Kind mit der Verweigerung erreicht, desto interessanter ist sie und das Kind merkt, dass es damit Macht hat und setzt das dann vielleicht bewusst ein. Und sie halten doch auch schon sehr viel aus und wissen oft genau, was sie brauchen und holen sich das dann. Mein Großer hatte sehr häufig Magen-Darm-Infekte als kleines Kind und teilweise nimmt er es auch jetzt mit seinen 9 Jahren noch jedes Mal mit, wenn es wo kursiert. Er isst da dann wirklich ein bis zwei Tage lang gar nichts und dann gibt es sehr lange nur Schonkost. Er nimmt immer sehr schnell ab und schwerer wieder zu, aber es geht ihm dennoch gut. Im Moment ist es so, dass er in den Weihnachtsferien krank war und dort 2 kg abgenommen hat und jetzt vor etwa zwei Wochen hatte er wieder einen Magen-Darm-Virus und hat nochmal 2 kg abgenommen. Er hat jetzt also innerhalb von drei Monaten 4 kg abgenommen. Aber er sieht jetzt nicht schlecht aus, ist immer noch im Normalgewichtsbereich, hatte gerade vorher eine Phase, in der er etwas zugelegt hatte und deshalb sorge ich mich bei ihm nicht. Er ist ja auch schon 9 Jahre alt. Aber ich weiß, es wird dauern, bis er wieder zunimmt, wobei es mich jetzt auch nicht stresst. Als Kleinkind hat er auch schnell mal 1-2 kg abgenommen und es dann ein Jahr lang nicht mehr zugenommen, aber es ging ihm immer gut. Einmal hat der Kinderarzt ein Blutbild gemacht, weil er von einer Jahres-Untersuchung zur nächsten abgenommen hatte. Es war aber alles in Ordnung. Ich würde einfach immer wieder anbieten, selbst ein gesundes Essverhalten vorleben und abwarten. Irgendwann wird der Hunger wieder kommen und dann isst das Kind sicher wieder mehr. Alles Liebe!
Unsere Tochter hat solche Phasen seit die ersten Backenzähne kamen.
Wir bieten ihr dann gefühlt endlos verschiedene Lebensmittel an und sie ernährt sich (gefühlt) ausschließlich von Mais, Erbsen, Trauben und Blaubeeren. Dazu mal etwas Müsli oder ein paar Knusperstangen…hier mal ein Bissen und da mal ein Bissen…
Obst geht eigentlich meistens, Gemüse wird dann aber auch komplett verweigert und Brot erst recht… Und dann gibt es plötzlich wieder Tage an denen sie drauf los mampft wie eine Wilde
Ihr Gewicht ist immer in der Mitte und sie ist fit. Ist dann halt so. Ich hoffe dass ihr Essverhalten etwas besser kalkulierbar wird wenn alle Zähne da sind..
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