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in den Magen geboxt

Anzeige Lerne RSV kennen bevor es dein Kind tut
in den Magen geboxt

Sibi

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Hallo, mein Sohn, 2. Klasse, wurde gestern beim Rausgehen aus der letzten Stunde von einem neuen Klassenkameraden in den Bauch geboxt. Mein Sohn ist ein ruhiger, der dabei ist, zu lernen sich zu wehren. Wobei das in der Schule nicht erwünscht ist. Wir haben den Vorfall von gestern vorhin vor der Schule der Klassenlehrerin gesagt. Die führt dann gerne mit den Kindern Gespräche. Da ist die ganze Zeit schon ein Kind in der Klasse, der jeden Tag mind. eine Sache "anstellt". (nur Ärgern, oder auch wehtun - wie z.B. Stuhl unterm Po wegziehen). Sagt mir die Lehrerin heute morgen: man muss aufpassen, dass diese Kinder nicht einfach nur einen Stempel aufgedrückt bekommen. Sie werden ja auch manchmal gepiesackt. Ja hallo! Und wenn ist es kein Grund jemandem wehzutun, oder? Auf der Schule gibt es das Programm "Faustlos". Davon sei sie aber nicht überzeugt. Nein, sie spricht einfach jedesmal mit den Kindern. Dass die auch irgendwann mal abschalten... Das ist die ZWEITE Klasse - was ist mit den Kindern wenn sie älter werden? Die Lehrerin sagte mir auch mal, dass sie heutzutage nichts machen dürfen. Also, so wie früher verhauen und in die Ecke stellen, ist ja auch Quatsch. Aber sie dürfen noch nicht mal laut werden. Dann sollen sie die "auffällig agressiven" Kinder alle zusammen nachsitzen lassen. Und dann lehren wie man Agressionen besser verarbeitet. Und dass man nicht einfach "unschuldige" oder "piesackende" Kindern verhaut. Wenn dieses Kind, das gestern gehauen hat, jetzt nochmal was macht gehe ich zum Direktor. Was bleibt mir sonst übrig? Habt Ihr Erfahrung mit sowas? Danke. S.


dkteufelchen

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Antwort auf Beitrag von Sibi

ich habe meinen kindern auch gesagt, sie sollen nicht alles einstecken sondern sich wehren. jedoch nicht ohne vorwarnung. beim ersten mal sollen sie gleich lautstark sagen: lass mich in ruhe, sonst wehre ich mich, beim nächsten mal machen. bedingung ist aber auch, das kein harter steinboden unter ihnen ist, damit bei ihren griffen niemand ernsthaft verletzt wird, falls sie sie nicht richtig zu fassen bekommen "das wehren" mussten sie genau einmal machen. der kurze ist seinem bruder zu hilfe gekommen und hat sich - damals 2. klasse mit einem viel größeren 3.klässler gehabt. der macht bis heute einen bogen um ihn rum. das ist aber nicht das ziel. was bei uns an der grundschule hilft, sind die streitschlichter. sie werden hier ab der 4. klasse ausgebildet und von der sozipäd sowie den 10. klässlern der weiterführenden schule unterstützt. das klappt ganz gut. vor allem seit sie für den titel "schule ohne rassismus - schule mit churage" gearbeitet haben. diesen konnte sie auch als erste grundschule erhalten. ansonsten ist der weg zur lehrerin bzw. dann direktoren wohl schon der richtige. aber mal ehrlich, schön ist es nicht, aber kleine rangeleien gibt es doch immer mal unter den kindern. beobachten, abwarten und wenn es schlimmer wird auf jeden fall eingreifen


Mutti69

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Antwort auf Beitrag von Sibi

Ich glaube, du bist grade emotional nicht sehr sachlich unterwegs und tust dir keinen Gefallen eine solche Diskussion hier oder auch in der Schule anzuzetteln. Kommt grade so rüber wie: mein Kind ist das brävste und liebste, die anderen sind eine Teufelsbrut... Nix für ungut LG


Sibi

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Antwort auf Beitrag von Mutti69

Ich sage nicht mein KInd ist das Liebste. Er kann - zum Glück - auch frech sein. Aber er ist kein Schläger! Ein Einstecker. Mein Kind haut keinem anderen Kind beim Vorbeigehen die Faust in den Bauch dass dieser abends noch weh tut. Und - natürlich - kann ich hier nach Meinungen fragen. Egal wie ich gerade drauf bin.


Allison_Cameron

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Antwort auf Beitrag von Sibi

"Mein Kind haut keinem anderen Kind beim Vorbeigehen die Faust in den Bauch dass dieser abends noch weh tut." Ich würde niemals meine Hand dafür ins Feuer legen, ich war in der Schule auch nie an etwas Schuld


Sibi

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Antwort auf Beitrag von Allison_Cameron

OK. Ich glaube das meinem Kind - kenne es seit 7 J. Aber selbst wenn ein Kind was freches zu einem anderen Kind sagen würde - es ist doch kein Grund eine reinzuhauen. Oder haut Ihr einen anderen Menschen wenn der Euch was sagt, was Euch nicht passt?


Mutti69

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Antwort auf Beitrag von Sibi

Du hast lediglich die Schilderung deines Kindes. Dein Kind wird dir sicher die Wahrheit erzählen, aber eine Wahrheit, wie ER sie wahrgenommen hat. Du weißt nicht was im Vorfeld war und ob es wirklich so völlig ohne Vorwarnung und ohne Anlass passierte. Und nochwas, wenn meinem Kind nach einem Faustschlag Abends noch der Bauch weh täte, würde ICH zum Notdienst fahren und mittels Ultraschall nachschauen lassen, ob innere Organe verletzt wurden. An dieser Stelle glaube ich ist etwas Übertreibung im Spiel? LG


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Mutti69

Ich würde auch sagen: versuche auf dem Teppich zu bleiben, und die Dinge nicht überzubewerten. Ein erster Übergriff gegen deinen Sohn bedeutet noch lange nicht, dass er jetzt jeden Tag was zu befürchten hat. Du hast schon das einzig richtige gemacht: dich an die Lehrerin gewandt. Überlasse IHR die Art und Weise, die Dinge IN der Schule zu regeln, wenn dabei eben raus kommt, dass dein Sohn nicht mehr gehauen wird. Stärke deinen Sohn dahingehend, dass er DIR immer alles erzählen kann, UND immer zur Lehrerin gehen soll, wenn was war. Die Lehrerin hat schon recht, wenn sie sagt, dass man einfache Stigmatisierungen (Stempel aufdrücken) vermeiden sollte, das BESTÄRKT nämlich auch ein aggressives Kind in seinem Verhalten, statt es umzulenken... Wir haben in der Schule übrigens auch Streitschlichter, und es kommt GSD selten zu körperlichen Übergriffen, wobei die Lehrer schon hart durchgreifen, im Sinne von Elterngesprächen, Schulpsychologe, etc.


Allison_Cameron

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Antwort auf Beitrag von Sibi

Du warst nicht dabei. Ich kenne mein Kind auch und er hat noch nie jemanden geschlagen, ABER ich weiss auch nicht, wie er reagiert, wenn er provoziert wird, in der Schule usw., wenn ich eben nicht dabei bin. Klar glaubt man erstmal seinem Kind, aber alles erzählen die Kinderchen zu Hause auch nicht. Und DU warst eben nicht dabei!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Mutti69

Ach, selbst Kinder haben schnell den Bogen raus, dass man bequemer fährt, wenn immer die anderen an allem Schuld sind... Und ich glaube auch, da dramatisiert dein Kind ein wenig - oder du hättest wirklich mit ihm zum Arzt fahren sollen...


desire

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Antwort auf Beitrag von Mutti69

manche Kinder SIND aber auch eine Teufelsbrut. was nicht heißt dass es das betroffene Kind jetzt ist.


wir6

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Antwort auf Beitrag von Sibi

Also ich kann verstehen, dass du da aufgerbacht ist. Klar sollte man die Balance halten und nicht überreagieren (wie die eine Mutter hier, die eine 2.Klässlerin so rund gemacht hat, dass sie anfing zu weinen, weil sie zu ihrem Sohn wohl die Geste gemacht hat: zwei Finger richten sich auf die eigenen Augen und dann zu der anderen Person) Hier bei uns in der Schule ist es ähnlich, schon 3 mal gab es eine Schulkonferenz (!!!!) ob zwei Jungs evtl zur Förderschule wegen Agressionen kommen sollten. Sie sind immer noch da. Hier gibt es Schülerlotsen, das sind Kinder aus der 3. und 4. Klasse die über den Schulhof laufen und eben schlichten und melden. dann gibt es ein extra Unterrichtfach das nennt sich Gewaltpreventation. Die Schule arbeitet mit der Polizei dabei zusammen dann gibt es noch einen Sozialraum, wenn es im Unterricht passiert, kommen die Kinder nach Verwarnung in diesen Raum und werden dort von einer Sozialdiensmitarbeiterin betreut und beraten. dann gibt es eben noch den Sozialdienst als Ansprechstelle und eigentlich bin ich der Meinung, dass man den Kindern, so weh die eigene Seele schmerzt, keinen Gefallen tut, wenn man ihnen alles abnimmt. Auch wie sie im Streit miteinander umgehen. Klar, wenn er immer und immer wieder von diesem Jungen gepiesakt wird, aber ich würde evtl verschen, deinen Jungen das alleine regeln zu lassen. Sprich mit ihm, was er jetzt wohl unternehmen würde und schiebe ihn auch meintewegen in die Richtung die du für richtig hälst, aber lass es ihn ausprobieren. Er sollte wissen, dass, wenn er nicht weiterkommt und es nicht regeln kann, dass du in Aktion trittst, aber er muss lernen damit umzugehen. er wird nicht sein Leben lang unter einer Kuppel aus Liebe und Geborgenheit leben. Es klingt hart, ist es wohl auch, aber wenn er 40 ist, willst du ihn dann auch in die Arbeit begleiten und dafür Sorgen, dass alle zu deinem Schnuckputi auch ja lieb sind


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von wir6

Dein letzter Satz erinnert mich gerade an diesen (zugegeben ziemlich seichten) Film... http://www.youtube.com/watch?v=41bmo1dlNGg


wir6

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Tippel33

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Antwort auf Beitrag von Sibi

Ich könnte mir vorstellen, das die Lehrerin auch etwas angenervt ist, weil Du vielleicht ständig wegen sowas auf der Matte stehst?? In der 2. Klasse solltest Du deinem Kind zutrauen und es ihm beibringen, sich selbst zu wehren .... und wenn das so aussieht, das er es selbst der Lehrerin sagt. Hör´auf, die Dinge für deinen Sohn zu regeln. Er wird es sonst noch sehr schwer im Leben haben.


bea+Michelle

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Antwort auf Beitrag von Tippel33

so eine Lehrerin hatte wir in der Gs auch,. da gab es gespräche zwischen "täter und Opfer"(in der Pause) da haben die sich schnell wieder vertragen(man könnte ja in der Pause was verpassen), das hielt aber nie lange an


desire

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Antwort auf Beitrag von Sibi

Ich bin eher die die die Kinder mal persönlich anspricht und fragt obs sein muss dass sie sich gegenseitig ärgern.