Elternforum Rund ums Baby

Hätte man Ulvi K. aus Hof hinrichten sollen? Ist doch ein Kindsmörder!

Hätte man Ulvi K. aus Hof hinrichten sollen? Ist doch ein Kindsmörder!

Franke

Beitrag melden

Oder etwa nicht? Erstaunlich, wie viele andere Verdächtige, seit heute drei, die mittlerweile finden, da sie nun offenbar ernsthaft suchen. Jahrelang waren es nur Bürger, die daran festgehalten haben, dass Ulvi K. es nicht war. Ein leitender Jurist hat sie verspottet mit den Worten "andere Leute gründen einen Kaninchenzüchterverein . . ." Und man findet haarsträubende Fehler bei den ursprünglichen Ermittlungen. Da hatte man eine Vorstellung entwickelt, wie es gelaufen sein soll und dann alles "passend gemacht", Zeugen beeinflusst, Leute, deren Angaben nicht dazu passten, wurden nicht mehr befragt. Wer im Großraum Nürnberg wohnt: Im heutigen "Magazin am Wochenende" der Nürnberger Nachrichten auf Seite 1 "Mein Sohn, der Mörder". Online scheinen sie das leider nicht zu haben. Lust weiterzumachen mit der Diskussion? Das Original ist ja schon wieder weg von der 1. Seite.


Sternschnuppe2004

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Franke

Kenn den nicht


-chOcO-

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Sternschnuppe2004

Sind Nachrichten ein Fremdwort? Seit Jahren taucht der Name regelmäßig in den Nachrichten auf und gerade sogar recht aktuell.


mf4

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Franke

Dieser Fall ist unfassbar... keine Leiche, kein Beweis. Ich hab nie gerafft auf was man sich stützte, als seine Schuld angeblich erwiesen war. Für die Familie hoffe ich, dass es jemals wirklich aufgeklärt wird.


luna8

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Franke

Hab mal ne Reportage gesehen, da gibt's ja ganz erhebliche Zweifel mittlerweile ( oder schon immer). Und behinderte Menschen haben es wohl auch ungleich schwerer, ihre Unschuld zu beweisen. Meinst du die gestrige Diskussion über Todesstrafe? Hinrichtungen haben was von Mittelalter (oder Maffia).


spassnudel

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von luna8

Ich hoffe vor allem für die Eltern des Mädchens das es so schnell wie möglich aufgeklärt wird damit sie endlich damit abschlissen können.


swiss-mom

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von spassnudel

Ich frage mich, was da auf Kosten eines (vielleicht) nicht Schuldingen, vertuscht wurde....


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Franke

Es gibt für mich viele Gründe, gegen die Todesstrafe zu sein. Punkt eins: Ich bin dann nicht besser wie die, die über ein Leben bestimmten, es zerstörten. Punkt zwei: es gibt, wie du schon beschreibst, zu viele Fehlurteile. Ich denke da u.a. an den Familienvater, dessen eigene Tochter ihn aus nichtigen Gründen des Missbrauchs bezichtigte, dem Lehrer, der seine Kollegin vergewaltigt haben soll usw. All diese Menschen sind unschuldig und ICH möchte nicht an dem Tod eines Unschuldigen "schuld" sein, deren Familie zerstören. Drittens: es ist erwiesen, dass die Todesstrafe deutlich teurer wäre wie lebenslange Haft. Die Kosten wurden dann, na klar, auf den Steuerzahler umgelegt werden. Viertens: Die Wahrscheinlichkeit das ein Opfer nach dem Missbrauch getötet werden würde, steigt! Warum? Weil die Täter dann glauben, nicht "erwischt" zu werden.... Also klares NEIN! für die Todesstrafe!


swiss-mom

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

...auch die zum Tode verurteilten haben eine Mutter, die zusehen muss, wie ihr Kind mit einer Spritze getötet wird. Ich möchte sehen, welche Verfechterin der Todesstrafe, weiter dafür ist, wenn der eigene Sohn - Straftäter hin oder her - getötet wird. ...nur einer der unschuldig hingerichtet wird, macht die Vollstrecker zum Mörder. Sind das Kollateralschäden? ...sterben müssen wir alle. Ich denke nicht, dass ein verfrühter Tod ohne weitere Konsequenzen für seine Taten erlebt zu haben, die sinnvollste Vollstreckung ist. ...das Beiwohnen der Hinrichtung ist für Opfer-/ und Täterfamilie ein einschneidend psychisch belastender Moment, der nicht ohne weiteres weggesteckt werden kann. Viele verarbeiten das nicht und sind fürs Leben gezeichnet.


DK-Ursel

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von swiss-mom

Mal abgesehen davon, daß die Todesstrafe keinen von einem Verbrechen abgehalten hat! Amnesty international kämpft seit Jahrzehnten gegen die Todesstrafe, ich fand die Berichte immer grauenvoll und habe viele urgent actions organisiert, die hoffentlich helfen konnten, Menschen zu retten. Wer war dies nun in dieser Runde, die schrieb, es sei für geistig behinderte Menschen schwieriger, ihre Unshculd zu beweisen? Falsch. WIR müssen,wenn angeklagt, doch nicht unsere Unschuld beweisen, sondern der Staatsanwalt, die Justiz, muß uns die Scule nachweisen, und zwar zweifelsfrei, denn "in dubio pro reo". Wenn ich hier nach mancher Ergreifung von Kindesmördern - seien es die eigenen Eltern, seien es andere Täter, sei es auch Verzweiflung und sozialer Not oder auch aus anderen Motiven, dann ist die Frage nach der Todesstrafe gar nicht weithergeholt, denn wenn ich dann lese, was viele hier i mForum gern mit diesen Tätern machen würden - nicht mal einen Verteidiger dürfte der Angeklagte dann haben - dann ... Und wehe, jemand erinnert die erboste Volksseele dann daran, daß wir in einem Rechtsstaat leben, und was das bedeutet. Naja, ansonsten: Warten wir ab, was die neuen Ermittlungen ans tageslicht bringen. Eigenartig ist doch auch,daß das Kind sich so verändert haben soll... Gruß Ursel, DK


Kater Keks

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von swiss-mom

Bei ganz furchtbaren Verbrechen bin ich auch sehr emotional und erstmal schnell der Meinung, derjenige gehört hingerichtet...wenn 100% sicher ist das er es war. Wie gesagt, das ist meine emotionale Sicht der Dinge und ich denke auch, für manche Verbrechen gibt es einfach keine Strafe die dem angemessen ist! Aber auch ich weiß inzwischen, das die Todesstrafe keine Lösung ist, und man nicht besser ist Richter und Henker zu sein. Es gab und gibt leider immer noch zu viele Fehlurteile.....die natürlich bei einer vollstreckten Todesstrafe nicht rückgängig gemacht werden können. Ich denke, auch der Fall Debbie Mielke zeigt, das es alles nicht so einfach ist und die Leute wegen haarsträubender Indizien (aus heutiger Sicht) schnell zu einer Todesstrafe verurteilt werden.


mf4

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Kater Keks

Ja bin ich auch... wenn das mein Kind wäre würde ich wahrscheinlich selbst abdrücken wollen bevor derjenige nur 1 Wort sagen kann... ich denke solch Gedanken sind vielen nicht fremd...


DK-Ursel

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von mf4

Hej nochmal! Natürlich nicht - aber genau daru mgibt es eben den Rechtsstaat und die regel, daß niemand an einem Fall persönlich beteiligt sein sollte. Sonst haben wir ja wirklich bald wieder Blutrache... Und diese emotionale Regung ist ja was anderes als die Forderung nach der (allgemein geltenden) Todesstrafe! (Hoffe ich doch!!!) Gruß Ursel, DK


swiss-mom

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von mf4

Natürlich, und die sin menschlich nachvollziehbar. Aber rational...


dee1972

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von mf4

Hmh "selbst abdrücken" wäre auch mein 1. Gedanke... und dann endet man selbst im Knast und wird bei Wikipedia in den Dreck gezogen.. so wie z.B. Marianne Bachmeier...


mf4

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von dee1972

DAS war auch einer der bewegensten Fälle zu dem Thema... da bekomm ich immer noch Gänsehaut. Und der Fall der beiden Kinder, nur Vater oder Mutter konnten es gewesen sein aber es gab keinen sicheren Beweis... ich komm nicht mehr auf den Namen.


dee1972

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von mf4

Ja, weiss welchen Fall du meinst, hab aber auch keinen Namen parat.


mf4

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von dee1972

wie ich deinen Text lese fiel mit der Name ein der Fall Weimar http://de.wikipedia.org/wiki/Monika_B%C3%B6ttcher


dee1972

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von mf4

Ach dank dir, sonst hätte ich vor lauter Grübeln wieder nicht einschlafen können...


mf4

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von dee1972

geht mir auch immer so und dann auf einmal... klingggggggggggg... ist es da


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von swiss-mom

Genau wie der Umstand, dass 95% des Missbrauchs INNERHALB der Familie stattfindet. Opa, Vater, Bruder, Onkel, Sohn, Cousin oder auch Oma, Mutter, Schwester, Tante oder Cousine. Dann meine eigene Erfahrung: passiert es innerhalb der Familie ist es entweder nicht wahr, bedeutet, man bezichtigt das Kind der Lüge. Auch die eigenen Eltern. Oder es wird einfach unter den Teppich gekehrt und man hat den Mund zu halten. In einem Fall besonders tragisch, da die Vergewaltigung einer Frau hätte verhindert werden können, nur leider wurde jeder massiv unter Druck gesetzt. "So etwas gibt es in unserer Familie nicht." Man musste ja den Schein nach aussen wahren... Was ich tun würde, sollte es meinen Kindern passieren? Ich weiß es nicht... Und ICH hoffe, niemals in diese Situation zu geraten!


luna8

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

ich war das... Ich denke, wenn jmd aufgrund falscher Beweise verurteilt wird, ist es für einen behinderten doch schwerer, das zu widerlegen.