Elternforum Rund ums Baby

Große Sorgen um Verhalten und Entwicklung meines Babys

Große Sorgen um Verhalten und Entwicklung meines Babys

MilaMi

Beitrag melden

Hallo liebe Community, ich bin neu hier und habe schon viele Beiträge gelesen um meinen Sorgen einen Raum zu geben und um vielleicht etwas Ruhe zu bekommen. Leider bin ich aktuell mit vielen Ängsten und Sorgen unterwegs. Meine Tochter Mila (erstes Kind) ist unser kleines Wunder. Sie ist 6,5 Monate alt, kam aber drei Wochen zu früh per Kaiserschnitt zur Welt. Bei der Geburt war alles in Ordnung. Sie war recht zart (2570 Gramm) und musste zwei Tage nach der Geburt für drei Tage auf die Intensivstation, weil das Stillen noch nicht so gut geklappt hat und ihr Zucker grenzwertig war.  Als wir zuhause waren hat das Stillen ganz gut geklappt und sie hat sehr gut zugenommen. Sie hat immer unfassbar viel geschlafen, sich nachts nur durch wach sein und minimale Unruhe gemeldet und das meist auch erst nach 6-8 Stunden. Auch heute noch schläft sie nachts bis zu 12 Stunden und ist dann mal in den frühen Morgenstunden wach und motorisch etwas unruhig. Ich würde wirklich behaupten sie hat noch NIE nachts wirklich geweint. Ich habe mir schon Sorgen gemacht als sie noch ganz klein war. Sie weint kaum richtig, meckert nur. Sie konnte ihren Kopf gut aufrichten aber die Bauchlage findet sie nicht so toll. Heute schafft sie vielleicht mal zwanzig/ dreißig Minuten wenn sie interessiert ist. Dabei sind die Hände aber immer noch halb gefaustet. Sie greift in Bauchlage nach Dingen aber für das Robben ist noch keine Energie da. In Bochum bei Dr. Stahl/Hohendahl hat man gesehen dass sie eine Asymmetrie hat und eine Rumpfhypotonie. Also viel Bauchlage. Sie macht halt lieber alles mit rechts aber es funktioniert auch mit links. Sie hatte immer schon Probleme mit Blickkontakt. Auf einer festen Unterlage geht es besser, beim Tragen schaut sie kaum bis gar nicht in mein Gesicht. Höchstens zupft sie an meiner Brille oder meinen Haaren. Sie fühlt sich auf dem Arm noch sehr lose an aber ich habe auch keinen Vergleich. Ihr Kinderarzt, der Neurologe, Osteopath und die Physiotherapeutin sehen erstmal nichts was mit der Zeit nicht besser wird. Aber ich sehe sie jeden Tag. Sie reagiert nicht häufig auf Ansprache oder es dauert sehr lange, selbst wenn man neben ihr sitzt. Sie reagiert kaum auf laute Geräusche. Da kann nachts der Hund bellen, oder direkt neben ihr aufjaulen und sie zuckt nicht mal. Die Ohren sind aber okay. Sie hat sich auch als Baby mal erschrocken und hatte den Moro Reflex, aber ganz ganz selten sieht man mal wirklich das sie aktiv auf ein Geräusch reagiert. Sie schaut sich viel um und strampelt mit den Beinen. Seit zwei Wochen kann sie ihre Füße festhalten und hat es geschafft sich auf den Bauch zu drehen. Nur wird beides gerade wieder irgendwie weniger oder mühevoller. Ich denke manchmal, sie versteht es einfach nicht. Wenn sie will kann sie sich aber toll auf die Seite drehen und auch so schlafen.  Ich habe große Probleme ihre Bedürfnisse richtig zu lesen. Sie ist von uns natürlich immer zeitig mit Milch versorgt worden aber heute meldet sie sich kaum noch lautstark zum Trinken. Auch stört sie es nicht wenn die Windel voll ist. Nase absaugen ohne weinen, Fieber messen ohne weinen, Kopf stoßen ohne weinen. Bei der Impfung hat sie aber geweint und auch mal als sie einen ganz wunden popo hatte oder ich ihr etwas aus dem Augen entfernt habe.  ihr Schlafverhalten ist auch kurios. Manchmal schläft sie viel, dann wieder wenig, beziehungsweise ist es ihr egal ob sie nach 2 Stunden wach sein wieder schläft oder nach 4 Stunden. und es ist eigentlich nie so, dass sie vor Müdigkeit total heult. Wir können sie quasi in ihr Bettchen legen und aus dem Zimmer gehen. Ein paar Minuten später ist sie eingeschlafen. Sie lässt sich bei mir auf dem Arm beruhigen und ich hatte schon mal den Eindruck, dass sie es blöd fand bei jemanden anderen auf dem Arm zu sein aber das war wohl ein Trugschluss. Nun zeigt sie keine Verlassängste, kann von jedem betreut werden. Beikost klappt super, allerdings ist sie irgendwie nie satt. Sie macht den Mund immer auf und schluckt auch schnell. Manchmal verzieht sie das Gesicht aber sie isst alles. Es stört sie auch nie wenn sie mal festeren Stuhl oder Blähungen hat. Sie wirkt aber gesund und nicht apathisch, hatte noch nie Fieber. Allerdings hat sie auch noch nie mal signalisiert ob ihr zu kalt oder warm ist. Wenn sie nachts schwitzt wird sie nicht davon wach. Vielleicht wird sie bei Kälte etwas unruhig, da bin ich mir nicht sicher. Beim Babyschwimmen hat sie am Anfang viel geweint. Da hat sie auch eine Reaktion gezeigt wenn man ein bisschen kaltes Wasser über ihr Bein oder so gegossen hat. Nun mache ich mir sehr große Sorgen über eine Behinderung. Viel habe ich jetzt über das rett Syndrom nachgedacht und nachgelesen und bin am Boden zerstört. Am Anfang habe ich an Autismus gedacht aber es ist einfach alles sooooo komisch. Sie schaut mich mal an und andere auch und verfolgt Dinge mit den Augen. Sie tönt viel aber es sind keine Silben oder so etwas in die Richtung. Sie quietscht jetzt oft und nimmt viel in den Mund um sich zu regulieren. Ich habe so große angst! Sie ist oft so in ihrer Welt irgendwie. Vielleicht ist ja jemand hier der sich ein bisschen mit mir austauschen kann oder einen guten Rat oder Erfahrungen hat. 


Caot

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von MilaMi

Viele Dinge, die Du beschreibst, finde ich normal.  Ich bin aber sicherlich keine kompetente Person, um etwas zu diagnostizieren. Aber - Du warst nun schon bei vielen Ärzten, die nichts finden - und hier rate ich Dir, geh regelmäßig zu den U-Untersuchungen. Besprich deine Ängste mit dem Kinderarzt und warte ab. Hab Geduld. Du kannst es eh nicht ändern. Aber Selbstdiagnosen durch Google sind kein guter Ratgeber. 


FräuleinMond

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von MilaMi

Für mich klingt da jetzt nicht so wirklich was nach einem großen Problem. Es gibt Kinder die sind fauler und es gibt Kinder die sind aktiver. Live erlebt bei meinem Sohn. Die Kinder auf dem Geburtstag einer Freundin waren alle im Abstand von vier Monaten. Zwei davon drehten sich zu dem Zeitpunkt schon durch die Gegend ohne Ende, eins konnte das noch gar nicht und das vierte blieb lieber gänzlich auf dem Arm. So und jetzt ein paar Jahre später merkt man nichts mehr davon, jetzt sind sie alle auf dem gleichen Stand.  Du bist ja schon bei diversen Ärzten. Und ja natürlich sehen die dein Kind nicht jeden Tag. Aber das ist Fluch und Segen zugleich. Dadurch, dass sie dein Kind nur in Abständen sehen, sehen sie viel deutlicher die Entwicklung, sieht man nämlich jeden Tag etwas fällt einem das kaum auf, insbesondere wenn es kleine Schritte sind. Wenn du dir ganz große Sorgen machst, dann schau ob du ein Termin in einem SPZ oder einer Frühförderung bekommen kannst. Tendenziell würde ich aber sagen, dass du das nicht brauchst. Was du eher brauchen könntest wären Krabbelgruppen oder ähnliches. Andere Mütter und andere Kinder. Ja natürlich sind da auch immer welche bei die einem sagen wie toll ihr Kind ist und das es quasi schon bei Geburt alles konnte, aber es sind auch immer Eltern da deren Kinder eben ganz normal sind und sich alle unterschiedlich entwickeln. Ich fand das enorm hilfreich. Und man kommt nochmal unter Leute, das ist auch nie verkehrt. 


Neverland

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von FräuleinMond

Eigentlich hat dein Kind gar kein echtes Problem - aber du machst sie gerade zhum Problem. Sicherlich nicht gewollt, aber das wird schlußendlich so kommen wenn du jetzt bei dir nicht die Reißleine ziehst.  Versuche zu entspannen und deine Tochter einfach so zu nehmen wie sie ist, statt da irgendwas zu "sehen". Wenn sie Hilfe benötigt, gib sie ihr. Lass ihr aber auch die Chance selbst zu wachsen. Und immer dran denken, Dir meinen 3 Wochen nicht viel erscheinen, aber jetzt in dem Alter der Kleinen ist das eben durchaus ein Zeitfaktor den deine Tochter sicherlich benötigen wird gegenüber Göeichaltrigen. Umso mehr, wenn du da regulierend eingreifst.  Kinder passen schlicht und einfach nie in irgendein Schema. 


JoMiNa

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von MilaMi

Ich bin auch keine Fachperson und kann nur aus eigener Erfahrung mit 2 Kindern und entsprechend vielen jungen Eltern im Umfeld berichten: Mein erster Gedanke beim lesen war, dass du zu viel Zeit alleine mit deinem Baby verbringst, und dich zu viel mit seiner Entwicklung beschäftigst (Social Media? Ratgeber?) Wenn es dein zweites oder drittes Kind wäre, hättest du viel weniger Zeit mit dem Baby alleine und dir würden die ganzen Dinge vermutlich gar nicht auffallen. Ich habe auch den Eindruck, dass du dir bei einem anderen Verhalten genauso den Kopf zerbrechen würdest, also wenn dein Baby nachts jede Stunde aufwachen würde, Beikost verweigern oder nur mit Körperkontakt einschlafen. Besonders ungewöhnlich oder besorgniserregend klingt für mich nichts, was du beschreibst. Es gibt einfach eine sehr große Spanne und kein Baby funktioniert in allen Bereichen strikt nach Lehrbuch. Und du warst sogar bereits bei Fachleuten und es gab von allen Seiten Entwarnung. Daher empfehle ich dir, deinen Frieden damit zu finden.  Aktuell hat dein Kind keine besonderen Probleme, nur einige Eigenheiten und vor allem ganz viel Entwicklungspotential. Wäre es nicht schade, wenn du die schöne gemeinsame Zeit dir durch die ständigen Sorgen kaputt machst? Viele Eltern kennen die Unsicherheit, ob sich ihr Kind altersgerecht entwickelt, ob es gesund ist usw. Aber bei dir fühlt es sich so an, als ob diese Gedanken deinen kompletten Alltag einnehmen und du dich über die Entwicklung deines Kindes gar nicht freuen kannst. Vielleicht geht es sogar soweit, dass du dein Kind gar nicht liebenswert findest und keine echte Beziehung aufbauen kannst? Wie hast du dich in den ersten Wochen nach der Geburt gefühlt? Vielleicht hattest du unbemerkt eine postpartale Depression? Bitte nimm das alles nicht als Vorwurf, nur als Anregung, darüber nachzudenken, ob du eventuell Unterstützung brauchst. Ansonsten würde ich an deiner Stelle versuchen, einen anderen Fokus zu finden. Mach bei einer Krabbelgruppe mit, triff dich mit Freunden und Bekannten (mit oder ohne Baby), fang mit einem neuen Hobby an oder greif ein alles wieder auf. Geh mittags raus zum einkaufen, in ein Cafe oder in den Park, anstatt das Baby zu Hause hinzulegen und mit Argusaugen zu überwachen. Kümmere dich um dich, dass es dir gut geht und du einen Ausgleich zum Mama-Dasein hast. Dein Kopf wird dankbar sein für jeden neuen Input, der sich nicht nur um dein Baby dreht 😀


User-1782982638

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von MilaMi

Liebe MilaMi,  es tut mir wahnsinnig leid, dass du dich so sorgst. Das muss furchtbar sein. Jedoch glaube ich, wie die anderen, dass deine Sorgen unbegründet sind. Die Experten haben Entwarnung gegeben und deine Kleine zeigt ja auch keine pathologischen Symptome (ist nicht apathisch, isst gut, strampelt viel).  Ich erkenne vieles von dem, was du beschreibst, auch bei meinem Kind: es weint eigentlich nie und zeigt nicht an, ob es Hunger hat oder die Windel voll ist, es schlief bereits nach wenigen Wochen 6 Stunden am Stück durch (bei Freunden schlief das Kind nach wenigen Wochen bereits komplett durch), es reagiert oft nicht auf laute Geräusche etc. Mein Kind hat es zum Beispiel auch immer nur ganz kurz in der Bauchlage ausgehalten, wir haben es immer wieder versucht. Irgendwann, als sie sich selbst auf den Bauch drehen konnte, wurde es besser - aber so richtig lange hält unser Kind es auch nicht aus. Hält denn deine Tochter am Stück 20-30 Minuten durch? Wenn ja, dann wäre das doch total krass. Sie sollte ja nur am Tag in mehreren Einheiten auf 65 Minuten kommen. Und selbst wenn sie da über den Tag verteilt noch nicht drauf kommt: das wird mit der Zeit schon. Das haben dir ja auch die Experten bescheinigt.  Dass sie sich übrigens nicht mehr auf den Bauch dreht oder die Füße anfasst, nachdem sie das einmal gemacht hat, ist wohl auch normal- laut unserer Kinderärztin. Das liegt wohl daran, dass sie dann eine andere Fähigkeit erlernt und darauf erstmal ihre ganze Energie verwendet.  Ich denke auch, dass es völlig normal ist, dass sie noch nicht fremdelt und keine Verlustängste hat - sie ist ja gerade mal 6 Monate alt.  Ich verstehe deine Gefühle - diese Ängste und Sorgen - dennoch. Deine Kleine und du hatten ja offenbar keinen ganz optimalen Start. Das muss für dich eine belastende Situation gewesen sein mit der Sorge um ihr Gewicht und ihren Zucker. Ich kann mir vorstellen, dass man da leicht in eine Spirale gerät und sich immer weitere Sorgen macht, auch wenn das Ursprungsproblem (geringes Gewicht und niedriger Zucker) behoben ist. Da musst du irgendwie rauskommen; das macht dich ja sonst krank.  Ich glaube, wie ein anderes Mitglied auch, dass dir der Austausch mit mehreren anderen Eltern gut täte. Gibt es vielleicht eine von einer Hebamme betreute Krabbelgruppe in deiner Gegend? Bei uns in der Gegend bieten das Krankenhäuser mit Entbindungsstation beispielsweise oft an. Da könntest du dann erfahren, das vieles von dem, worüber du dir Sorgen machst, ganz normal ist und die Entwicklung eines Kindes eben selten nach Lehrbuch verläuft.  Ich wünsche dir und deiner Kleinen alles erdenklich Gute! 


MilaMi

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von User-1782982638

Hallo Zusammen! Ich konnte leider nicht herausfinden wie ich gleichzeitig auf alle netten Beiträge zu meiner Nachricht antworten kann, deshalb versuche ich es mal so!  Erstmal ganz ganz lieben Dank an alle die sich bisher die Mühe gemacht haben sich mit meinen Sorgen auseinander zu setzen und mir durch eigene Erfahrungen und Ratschläge wirklich geholfen haben.  Ich muss einfach lernen, mit diesen Sorgen und Ängsten umzugehen und auch meinen Frieden damit schließen, dass ich einfach nicht in die Zukunft sehen kann. Wir können nun mal nicht wissen was passieren wird oder wie sich unsere Kinder mal entwickeln werden.  Ich bin da auch sehr enttäuscht von mir selbst, dass mich diese Ängste einfach im Alltag so einnehmen und mir so viel Energie und Freude rauben. Letztendlich ist es ja das wichtigste, dass ich sie über alles liebe, ob sie nun mal eine Behinderung haben wird oder nicht.  Vielleicht kann ich noch was aktuelles berichten: Gestern hatten wir die U5. Der Kinderarzt versucht mich auch immer zu beruhigen und hat sich auch Zeit genommen. Er sagte, dass er auf den ersten Anblick nicht glaube, dass sie Probleme haben könnten die das zentrale Nervensystem betreffen. Jedoch hat er nun endlich auch gesehen, dass ihre Muskelspannung etwas niedrig ist. Beim Test der Lagerreaktionen hätte sie etwas mehr Spannung zeigen können. Und der Plagiozephalus ( Plattkopf) ist noch weiter behandlungsbedürftig. Der Arzt hat nun gesagt, dass wir Physiotherapie machen sollen bis sie sich hochziehen kann. Ihr Gewicht liegt bei 8kg, ihre Größe bei 68 Zentimeter und der Kopfumfang bei 44cm. Der Arzt sagte dazu, dass sie auf Demenz Perzentile absolut in der Norm liegt. Zuhause ist es weiterhin so, dass sie oft sehr viel schläft. Morgens wird sie nach 10-11 Stunden Nachtschlaf wach bekommt dann eine Flasche dann gehen wir häufig eine Runde spazieren und sie bekommt noch etwas Obstbrei und man merkt, dass sie dann auch schon wieder nach eineinhalb Stunden wach sein schlafen könnte. In der Federwiege tut sie das dann auch. Mal länger mal kürzer. Weiterhin wird sie aber einfach wach, ohne sich großartig zu melden. Von der Beikost habe ich ja berichtet. Heute hat sie schwallartig viel Beikost erbrochen. Es roch sehr säuerlich und sie hat bei dem schwallartigen Erbrechen überhaupt nicht geweint. Aber eigentlich weiß ich ja, dass sie bei Schmerzen auch durch Weinen den Schmerz signalisieren kann. Manchmal kommt es auch vor, dass sie bei anderen Personen anfängt auf dem Arm zu weinen, aber eher selten. Der Arzt hat noch wie die Physiotherapeutin auch von einer Asymmetrie gesprochen eben von einer schwäche der linken Seite, weil sie fast nur nach rechts dreht, den rechten Fuß greift usw.  Ich habe mal am Anfang bei einem Pekip Kurs mitgemacht. Aber ich konnte es gar nicht gut ertragen die anderen Babys zu sehen, die einfach ganz anders waren. Man vergleicht einfach obwohl man das nicht will. Momentan bin ich angemeldet für eine Familienhebamme und eine ehrenamtliche die einmal die Woche zu Besuch kommt. Da freue ich mich drauf. Mein Mann und meine Familie können meine Sorgen nicht verstehen. Mein Mann kann da nicht gut mir umgehen weil ihn das auch selbst verletzt, dass ich denke unsere Tochter hat eine Behinderung. Ich glaube nicht, dass ich mir alles einbilde und irgendwo denke ich schon dass mein Instinkt ja auch nicht lügt aber ich hoffe einfach sehr, dass ihr alle recht habt und ich einfach nur eine unsichere Neu-Mutti bin. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von MilaMi

Wenn du schreibst, dass sie "oft in ihrer eigenen Welt" ist und du "große Probleme hast, ihre Bedürfnisse richtig zu lesen", fehlt dir im Alltag wahrscheinlich vor allem eine erwachsene, von dir als kompetent wahrgenommene Person (oder mehrere), mit der du dich regelmäßig austauschen kannst, die dir den Rücken stärkt und Verantwortung mit dir teilt. Gibt es Mann oder Frau, Oma, Opa oder andere dir nahestehende Personen in deinem Umfeld, mit denen du richtig offen sein kannst? Die deine Ängste nicht abwerten, aber dich auch beruhigen könnten? Besuche bei Fachleuten, die dir rückversichern, dass sie aktuell keinen Anlass zur Besorgnis sehen, können dir die Angst und Unsicherheit im Umgang mit deinem Baby offenbar nicht nehmen. Ich schließe mich denen hier an, die geschrieben haben, dass du sehr allein wirkst mit dem, was dir alles durch den Kopf geht. Ich würde aber nicht so weit gehen zu sagen, dass du dich künstlich in etwas hineinsteigerst, weil ich genug Fälle kenne, in denen die instinktive Skepsis von Eltern, dass mit ihrem Baby irgendetwas "anders ist", nicht ernst genug genommen wurde. Ob du Recht hast, kann hier aus der Ferne natürlich keine sagen, aber du solltest eine Anlaufstelle oder Ansprechperson haben, die dich stärkt und dir Zuversicht vermittelt, mit der Entwicklung deines Kindes umgehen zu können und nicht allein gelassen zu sein - völlig unabhängig davon, ob du mit deinem unguten Gefühl richtig liegst. Gibt es an deinem Heimatort Beratungsstellen oder Eltern-Kind-Gruppen, bei denen der Fokus nicht auf dem "Beturnen" der Kinder liegt, sondern auf einem Austausch der Eltern auf Augenhöhe und Entwicklungsbegleitung im ersten Jahr?