Cherrybomb
Unsere Maus macht es uns wahrlich nicht leicht. Sie ist jetzt 5 Wochen alt und kann nicht eine Sekunde ohne Papas Brust sein. Ich bin als Milchbar okay, aber ich darf sie darüber hinaus nicht halten, sonst kriegt sie einen Heulkrampf. Ohne meinen Mann würde sie ohne Witz rund um die Uhr eskalieren. Nachts kommen wir nun an unsere Grenze. Sie schreit einfach unentwegt. Kann nicht alleine im Babybay liegen, mit Händchenhalten auch nicht mehr. Ist sie nicht auf Papas Brust, wird geschrien als würde man sie aufspießen. Sie wird voll gestillt, darf auch immer trinken wenn sie ihre Zeichen gibt. Wir checken immer die Windel, helfen beim Bäuerchen oder fahren Fahrrad gegen die Blähungen. Es hilft alles nichts. Wiegen, schaukeln oder streicheln, nix. Am ehesten geht noch der Blick über Papas Schulter. Bis er sie runternimmt, dann wird protestiert. Mein Mann bleibt also die ganze Nacht auf, beruhigt sie, legt sie auf seine Brust und korrigiert bei Bedarf ihre Position,.wenn sie dann endlich eingeschlafen ist. Bin ich dann wach, schläft er mit ihr auf der Brust ein und ich checke regelmäßig, dass sie nicht sonst wohin gekullert ist. Wir behelfen uns jetzt mit einer Manuca Trage, aber auf Dauer ist das ewige auf dem Rücken liegen für meinen Mann auch nichts. Schnuller haben wir nach Absprache mit der Hebamme schon versucht. Den will sie nicht. Sie spuckt ihn konsequent aus und brüllt danach als hätten wir sie gefoltert. Also bieten wir ihn schon gar nicht mehr an. Unsere Nerven sind am Ende, ich kriege es vor lauter Stress langsam mit dem Magen. Mein Mann fühlt sich wie ein Zombie. Was können wir noch ausprobieren?
Ich würde noch versuchen sie unter tags so viel wie möglich in der Trage tragen und wenn ihr sie ablegt dann könnte eine elektrische Federwiege sehr hilfreich sein um euch etwas Luft zu verschaffen, die kann man auch mieten und erstmal ausprobieren ob sie die mag bevor man für teures Geld kauft. Ich hatte selbst ein Schreibaby und weiß genau wie es euch geht, meine Kleine macht auch heute noch ihre Tagschläfchen in der Wiege, sie liebt sie sehr. Ganz am Anfang hat sie auch teilweise nachts darin geschlafen bzw. konnte man sie darin zum einschlafen bringen und sie dann wenn sie ganz fest geschlafen hat ins Beistellbett ablegen (Babys lassen sich meistens erst mit Beginn der Tiefschlafphase ablegen, das kann nach 20 aber auch erst nach 40 Minuten der Fall sein). Auf dem Rücken schlafen war für mich auch keine Option, ich bin 100% Seitenschläfer, im Krankenhaus nach der Entbindung per Kaiserschnitt auf dem Rücken schlafen zu müssen war für mich die reinste Qual. Unter tags hat sie durchaus öfters auch auf meiner Brust geschlafen, ich habe in der Zwischenzeit meistens Hörbücher gehört. Ihr solltet euch auch an eine Schreiambulanz wenden, die helfen auch weiter und geben gute Tips. Bitte haltet euch immer im Kopf, dass euer Baby das nicht absichtlich macht und euch nicht ärgern will. Alle Babys kommen im Grunde unreif zur Welt, sie müssten eigentlich 3 Monate länger in unserem Bauch bleiben, das geht aber nicht da wir die Geburt nicht überleben würden. Die meisten Babys können das gut handeln andere haben größere Anpassungsschwierigkeiten. Es wird besser! Jede Woche ein Stückchen, bei den meisten ist es mit 12 Wochen schon deutlich besser, ein paar brauchen etwas länger. Ihr macht das alles richtig, ihr seid nicht Schuld, alles Gute!
Ihr habt halt kein „Anfängerbaby“. Sie braucht offenbar viel Nähe. War bei uns auch so. Tagsüber war sie fast nur in der Trage, nachts hat sie nur auf mir geschlafen. Ausprobiert haben wir: Bettchen vorwärmen + warmes Kirschkernkissen auf den Bauch, getragenes T-Shirt ins Bettchen (in eurem Fall wohl von Papa), Nestchen ins Bett für mehr Begrenzung, Osteopathie. Hat aber bei uns alles nichts gebracht… Mit 3 1/2 Monaten wollte sie dann von einem Tag auf den anderen nur noch neben mir schlafen. Ich hatte mir links und rechts dicke Kissen unter die Arme gelegt und sie festgehalten beim Schlafen, das hat gut geklappt. War auch nie Rückenschläferin, aber ich hab mich dran gewöhnt.
War bei unserem kleinen auch nicht anders, hat die erste Zeit lang auch immer auf Papas Brust geschlafen, teilweise auch heute noch mit fast 6 Monaten. Liegen im großen Bett, die Decke wird nach unten geschoben dass da nix passieren kann, am einen Rand nen Rausfallschutz und wenn er vom Papa runter kullert isses halt so
Manchmal hat er geschrien, manchmal einfach runtergekullert weitergeschlafen. Ist soweit alles gutgegangen und wir waren am Morgen halbwegs erholt