Mitglied inaktiv
DIE BESTE ERZIEHUNG IST EINE GLÜCKLICHE PARTNERSCHAFT. ein plakat mit diesem wunderbaren satz und ein hinweis auf eine veranstaltung zu diesem thema, prangt heute morgen vom schwarzen brett im kindergarten. na wunderbar. somit sind meine erziehunsbemühungen vergebens, oder? das sind immer diese kleinen dinge im alltag, die mich sooooo runterziehen. oder liegts vielleicht nur dran dass ich gerade alles in meinem leben in frage stelle? oder wirkt dieser satz auf euch auch provozierend? *hmpf lg,c. lg,c.
ja ja... die beste erziehung ist eine glückliche partnerschaft. pöööh! in diesem fall sag ich nur: man muß erstmal sich selbst mögen, um glücklich zu sein. also kann man auch mit sich selbst eine glückliche partnerschaft haben. JAWOLL!!!! :-) claudi
Nein, dieser Satz wirkt auf mich nicht provozierend. Nüchtern betrachtet würde ich sagen, dass nun alle Kinder eine schlechte Erziehung bekommen, weil es keine absolut glücklichen Partnerschaften gibt. Wenn doch, dann machen die Kinder meist Probleme und es wirkt sich negativ auf die glückliche Partnerschaft aus (ja, gibt es auch). Da verstehen sich willi und maria supergut und Kind emma macht Probleme, kommt in die Pubertät und die Eltern verzweifeln, streiten sich, dass einer von beiden erwas falsch gemacht haben muss, etc. Ich finde Verallgemeinerungen eh etwas realitätsfern. Aber wenn ihr mich fragt, was gut und schlecht ist... Gut, ist ein harmonisches Miteinander, Verständnis, Nähe, Vertrauen, Aufmerksamkeit zwischen Mutter/Vater und Kind. Ob nun ein Elternteil dies alleine gibt oder im Doppelpack ist nicht relevant. Dass Streit zwischen Partnern, das Kind nicht gerade glücklich macht, ist uns allen bekannt.
Weil es so schön zu deinem Posting passt (welches ich befürworte).... "Wenn die Zufriedenheit oder die Sicherheit eines anderen für mich ebenso bedeutsam wird wie meine eigene Zufriedenheit oder Sicherheit, dann ist dies der Zustand der Liebe" (Sullivan)
suuuper!!! da wird allen ae´s und das sind nicht gerade wenige ein schlechtes gewissen eingeredet. völliger schwachsinn, die beste erziehung sind liebevolle, glückliche erzieher, egal ob männlein, weiblein, leiblich, angenommen und egal in welcher lebensform!! laß dich nicht runterziehen!!
ich kann für mich sprechen und weiss, dass ich eine glücklichere Kindheit gehabt hätte, wenn meine Eltern den Absprung geschafft hätten und sich getrennt hätten. Da sie es nicht geschafft haben, habe ich mit 18 geheiratet, um aus diesem Elternhaus zu entkommen. Nicht weil sie nicht liebevoll waren (waren sie schon mehr oder weniger), sondern weil ich diese Streitereien nicht mehr erleben wollte zwischen den beiden. Ich mag das Alleinsein, dass meine Kinder davon einen "Schaden" nehmen werden denke ich nicht. Asena hat früh gelernt, dass sich nicht jeder gut versteht und dass Paare sich auch mal trennen. Ich lebe ihr aber wenigstens vor, dass sie sich die Menschen selbst aussuchen kann, mit denen sie Freundschaften schliessen möchte oder auch nicht. Eine glückliche Partnerschaft ist unser aller Wunsch, keine Frage. Und niemand bindet sich, um sich dann irgendwann zu trennen. Mir reicht ein glückliches Miteinander mit meinen Kindern. Wenn der richtige kommt, dann darf er an unserem Glück teilhaben und unsere Bereicherung sein (wir ebenfalls für ihn). Sind alle glücklichen Paare auch perfekte Eltern? *stinrnrunzel*Nein.
hallo cassandra, lass dich davon nicht runterziehen. den frust kann ich mit sicherheit nachvollziehen, diskriminiert eine solche aussage doch diejenigen, die eine solche situation nicht haben. aber ich frage mich in solchen situationen immer, auf welchem pädagogen-mist das gewachsen ist. schliesslich ist die welt nur gut, alles ist entweder schwarz oder weiss, und ich habe auch keine pickel. aber ich stelle mir dazu dann irgendeinen gefühligen diplom-stozialpädagogen vor, mit strickweste oder -pullunder, cordhose und birkenstock bekleidet, wahlweise mit nickelbrille oder vollbart, der mit wohltönender, sanfter stimme seinen klienten einen brennesseltee anbietet, und sagt "alles wird gut". und der anschliessend mit seinen kollegen eine supervision macht, wo es mehr brennesseltee, duftlampen und intensiv gefühlte diskussionen in gedämpfter stimmlage und gewählten worten gibt. *schnauf* und wo man eben solch geistigen sperrmüll fabriziert, den man dann der welt kundtut. vielleicht solltest du zu diesem vortrag gehen und in der fragerunde mal nachhaken, ob dir von den anwesenden jemand einen partner für eine glückliche beziehung zur verfügung stellt? auf die gesichter und die eiertänze bei der erklärung wäre ich gespannt. *sfg* lg martina p.s. und ja, ich verstehe dein dilemma von weiter unten...
allerdings manchmal habe ich schon streit mit mir selbst. wenn die hosen kneifen wenn ich mich selbst aufrege aber ansonsten alles paletti! PS in amiland heiraten die sogar ihr eigens Spiegelbild.... annika
Ist schon ne komische Aussage!! Klar,habe ich gedacht als das Kind gezeugt wurde das ich eine glückliche Beziehung führe aber konnte ich da in die Zukunft schauen und wissen das sich alles so entwickelt wie es jetzt passiert ist? Nein. Die beste Erziehung ist eine liebevolle, egal von wem sie kommt,von Oma oder Opa, von einem schwulem Pärchen.....hauptsache die Liebe stimmt!!!
hi, also ich kann der aussage tendenziell durchaus zustimmen. dass in einer glücklichen partnerschaft die erziehung meist besser gelingen kann, besagt ja nicht gleichzeitig, dass eine andere erziehung zwangsläufig schlecht sein muß. also meine kindheit in einer zumindest funktionierenden und, ich denke auch, glücklichen partnerschaft war durchaus schön. dagegen muß sich mein kind mit dingen arrangieren, die nicht unbedingt zum glücklichsein beitragen. keine glückliche partnerschaft der eltern führt dabei ja nicht zwangsläufig zur schlechten erziehung; aber tendenziell leiden kinder halt mehr oder weniger unter unglücklichen oder nicht vorhandenen partnerschaften. da muss man sich nix schönreden. die welt ist so. greetz, nachtigall
Auf mich wirkt der Satz (auch wenn mir Spikys Überlegungen zum Thema incl. Brennesseltee ausnehmend gut gefallen!) nicht "provozierend", und ich glaube nicht, dass es unbedingt daran liegt, dass ich jetzt eine glückliche Partnerschaft habe. Ich denke auch, grundsätzlich ist es optimal, wenn mit sich selbst und dem Partner im Reinen ist und das Kind so eine glückliche, harmonische, zuverlässige Atmosphäre als "Grundstimmung" zu Hause erleben kann, und wenn es von den Erwachsenen quasi nebenbei, einfach nur beim Zuschauen miterleben kann, wie sie miteinander respekt-, liebe- und vertrauensvoll umgehen. Was sollte daran verkehrt sein? Wenn man so eine glückliche Partnerschaft nicht hat, ist es - meine Überzeugung - 1000 Mal besser, sich zu trennen, anstatt dem Kind eine unglückliche Beziehung vorzuleben, wo es nicht lernen kann, wie man Konflikte "erwachsen" löst, wie man "vernünftig" miteinander umgeht etc. Mit dem Vater meines ältesten Kindes hätte ich dauerhaft absolut alles andere als eine glückliche Beziehung hinbekommen, und ich bin überzeugt, dass die Trennung unter diesen Umständen das Richtige war - damit unser Kind bestimmte Dinge eben nie miterleben muss. In anderem Zusammenhang habe ich mal in einer Studie gelesen, wo die "beste Mutter" diejenige wäre, die mit Leib und Seele als Hausfrau glücklich wäre. Die "zweitbeste" Mutter wäre glücklich berufstätige Mutter, die "drittbeste" wäre die unglücklich berufstätige Mutter, und die "schlechtes" Mutter wäre die unglückliche, unzufriedene Hausfrau. Da ich mich selbst und meine Eigenheiten, Bedürfnisse etc. kenne, weiß ich, dass ich - nach diesem Schema - nur eine "zweitbeste" glücklich berufstätige Mutter oder aber die "schlechte" unzufriedene Hausfrauen-Mutter sein könnte - also habe ich mich, zwischen meinen Möglichkeiten, für "Mutter 2" (glücklich berufstätig) entschieden. Und ich bin überzeugt - meine Erziehungsbemühungen sind, auch wenn ich nur Typ "zweitbeste Mutter" sein kann, bestimmt nicht vergebens!) In diesem Sinne würde ich auch das Plakat im Kindergarten verstehen - für ein Kind ist eine glückliche Partnerschaft das beste, aber eine unglückliche Partnerschaft das schlechteste, und ein glückliches, alleinerziehendes Elternteil ist immer noch die zweitbeste Variante. Und im übrigen würde ich mir vor Augen halten - auch wenn alles optimal liefe, wäre es keine Garantie für eine wunderbare Kindheit und ein wunderbar gelungenes Kind. Nur weil man "das Beste" nicht bieten kann, heißt es absolut nicht, dass deshalb eh alle Bemühungen vergebens wären, bestimmt nicht! Es ist auf jeden Fall immer besser, alleinerziehend zu sein, als wenn das Kind in einer unglücklichen Partnerschaft aufwachsen müsste...
Provozierend nicht. Ich finde ihn eher naiv. Als wenn man sich eine glueckliche Partnerschaft einfach so backen koennte, selbst wenn sie Voraussetzung fuer eine "optimale" Erziehung waere. Was ich nicht glaube. Es stimmt sicher, dass haeusliche Harmonie von grossem Vorteil fuer Kinder ist. Aber zum einen laesst sich das sicher nicht nur durch ein glueckliches Elternpaar erreichen. Zum anderen gibt es noch viele andere Aspekte, die bei der Erziehung wichtig sind. LG Berit
Also ich kenne zwei durch und durch harmonische Beziehungen (direkte Nachbarn, gleichzeitig gute Freunde von mir). Wenn ich die Kids mit Nik vergleiche, dann denke ich, ist er besser erzogen. Ohne das böse zu meinen. Die einen gehen mit ihrem Sohn ungern weg, weil er regelmäßig Scheiatacken bekommt, wenn es nicht nach seinem Kopf geht und sich nicht beruhigt bis er zH ist. Der von den anderen haut, tritt, boxt mal einfach so, mitten im Spiel oder im vorbeilaufen. Obwohl die sehr konsequent sind. Denke eine harmonische Beziehung ist eine Basis, aber keine Erziehung. LG Becky
Hallo, also ich finde den Satz nun auch nicht provozierend oder schlimm. Ich habe nur mal überlegt wie das gemeint sein könnte, da es in der heutigen Gesellschaft ja leider viele Allenerziehende gibt oder auch unglückliche Partnerschaften und in den letzten Tagen auch wieder vieles an Kindesmissbrauch durch die Medien gegangen ist. Vielleicht sollte man bei dem Wort Partnerschaft nicht zwangsläufig an Beziehung denken, mit einer Partnerschaft kann ja auch was anderes gemeint sein. Und so dachte ich mir jetzt bei diesem Transparent hängend im Kindergarten und diesem Satz, das damit eventuell eine gut funktionierende Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem KIGA gemeint ist. Schließlich unterstützt der Kindergarten ja irgendeiner Weise die Eltern auch bei der Erziehung und dabei ist ja egal ob die Eltern getrennt leben oder nicht.
das eine schließt das andere doch nicht grundsätzlich aus. Es ist eher eine Frage des eigenen Blickwinkels auf eine Partnerschaft. Wir sagen von unserer Ein-Eltern-Familie, WIR sind ein klasse Dreier-Team und das ist unsere Art der Partnerschaft und die ist meistens auch glücklich! Im übrigen werde ich jetzt da meine Kinder schlafen, mir ganz im Sinne von Martina einen Brennesseltee aufbrühen eine Duftkerze anzünden und bei der entsprechenden Musik sagen: "Alles wird gut....." :-))) Grüße Roland
Die letzten 10 Beiträge
- Plötzlich teilzeit allein mit 2 jungs
- Trennung vom Kindsvater
- Hilfe - Scheidung, neuer Job, neue Wohnung, neue Kita
- Wunsch nach papa
- Änderung der Umgangstage
- Umzug zu neuer Partnerin ohne Kinder
- Umzug mit Kind
- Mein narzistischer Ex treibt mich noch in den Wahnsinn
- Alleinerziehend und mit Kindern auf‘s Schiff
- Ferienwohnung, wie mit dem Kind im großen Bett schlafen, ohne das er rausfällt