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wie weiß man, dass es nicht mehr geht?

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Mitglied inaktiv

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Hallo ihr, hach, weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Ich lebe zusammen mit dem Vater meines Kindes, wir sind im Juni 3 Jahre zusammen, unser sohn ist 9 Monate. Leider funktioniert unsere Beziehung aber nicht sehr gut, wie ich finde (ER findet das natürlich nicht...). Er geht tagsüber arbeiten, ich bin arbeitslos und passe aufs Kind auf. Bin sone richtige Hausmutti geworden und das, obwohl ich studiert habe. Habe bisher noch gar nicht in meinem Beruf arbeiten können, dabei habe ich vor zwei Jahren schon meinen Abschluss gemacht. Nie will mein Freund was mit uns machen, ich habe immer das Gefühl, dass wir ihn nur nerven und er uns nicht dabei haben will. Dass ich hier den ganzen Tag auch voll ausgelastet bin, kapiert er auch überhaupt nicht. Leider hat das schon in der Schwangerschaft angefangen, dass er sich nicht sehr für das Kind interessiert hat. Als der Kleine da war, wars noch schlimmer. Mittlerweile beschäftigt er sich zwar manchmal mit ihm, aber auch nicht sehr oft bzw. lange. Ich fühl mich irgendwie total klein und bedeutungslos in seiner Nähe. Ich mach auch ständig irgendwelche blöden Fehler, vergesse sachen usw. Denke immer, oh nee, jetz hält er dich glei wieder für total blöde. Ich glaub, das ist nicht in Ordnung. Aber ich kann mir nicht vorstellen, ihn zu verlassen. Er ist ja nicht irgendwie böse zu mir oder so. wenn ich mit ihm darüber rede, sagt er , dass ich mir das nur einbilde und er uns doch lieb hat...aber ich glaub ihm das irgendwie nicht mehr. Lust zu kuscheln hat er ja auch schon seit Monaten nicht mehr :-/. Bin echt am Ende mit meinem Latein. Woher weiß man, wann es Zeit wird zu gehen? Und wie schafft man es die erste Zeit allein?? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Vielleicht könnt ihr ganz allgemein mal eure Erfahrungen kurz schildern, wie es bei euch war. Auf jeden Fall danke, dass ich das hier mal loswerden konnte. LG, Ellen.


Mitglied inaktiv

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hallo ellen, irgendwie hört sich das ganze nicht nach dem ende der fahnenstange an, sondern einfach nach einem grundlegenden kommunikationsproblem. vielleicht solltest DU einfach mal was an dir und deiner einstellung ändern, um etwas bei deinem partner zu bewegen. bitte versteh das nicht falsch - ich meine nicht "du böse, er nicht!", sondern: du kannst den anderen nicht ändern - er fühlt sich ja auch mit der situation sehr wohl - also ändere dich, und deine standpunkte. ob DANN die beziehung noch bestand hat, wird sich zeigen. entweder zerrst du dann die ganzen leichen aus dem keller ans licht, oder aber die beziehung wird schön, harmonisch und flutscht wieder. denkanstösse bekommst du z.b., indem du eine eheberatung machst, angeboten beispielsweise bei der caritas oder diversen familienberatungsstellen. biete es deinem partner an, dich zu begleiten, wenn ER nicht will, dann machst du das ganze eben alleine. das geht auch. wichtig ist doch, dass DU neue impulse aus der beratung mit nach hause nimmst, umsetzen musst du sie dann aber selber. und was deine aussage angeht: ich bin zur mutti mutiert, dabei habe ich doch studiert und grundeigentlich was in der birne, nur merkt das keiner... dann ändere was daran. es spricht doch nichts dagegen, dass du dir wieder eine sinnvolle beschäftigung suchst, oder? dabei isses doch erst mal egal, ob du an der VHS einen kurs in hardanger stickerei belegst (wenns spass macht), oder ob du dich im krankenhaus ehrenamtlich als grüne dame engagierst, oder ob du beruflich voll durchstartest. ehrlich gesagt, käme es mir nie in den sinn, lange jahre an ein studium zu verplempern und dann ebenso lange jahre daheim den kinderbelustiger zu machen. das wird hier zwar immer sehr kontrovers diskutiert, die einen gehen in der mutterrolle ziemlich auf und glucken jahrelang daheim, für mich und meinen seelenfrieden ist mein (vollzeit)job ein wichtiger ausgleich... lg martina