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wie sag ich´s meinem Kind?

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Hallo Ihr Lieben, ich habe mich vor kurzem von meinem Mann getrennt und muss das noch irgendwie unserem Kind beibringen. Ich bin damit im Moment noch völlig überfragt, hätte eigentlich gerne, dass wir als Eltern gemeinsam erklären, dass sich Mama und Papa nicht mehr lieb haben. Aber da mein Mann sagt, dass die Trennung ja von mir ausgeht, soll ich das allein erklären. Ich bin am Schwitzen, Kind ist knapp 7 J. alt, sehr sensibel, und ich habe Angst, etwas falsch zu machen. Wie habt Ihr das erklärt? Habt Ihr gemeinsam oder allein mit Euren Kindern gesprochen? Fragen über Fragen, ich weiss. Ich wäre Euch sehr verbunden, wenn Ihr mir mit ein wenig Erfahrungsberichten zur Seite stehen könntet. Ich halte mich hier ein wenig allgemein mit meinen Aussagen, da mein Mann auch öfter hier rumgeistert... Ich bitte um Verständnis. Danke vorab, wendy


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Hi Du! Also ich würd als erstes noch mal mit Deinem Mann reden. Weil egal von wem die Trennung ausgeht, für Euer Kind seid Ihr ja trotzdem beide verantwortlich. Und da ist es bestimmt leichter für Euer Kind in der kommenden Zeit das Vertrauen zu fassen, dass Ihr noch immer beide da seid, wenn Ihr diesen ersten wichtigen Schritt auch gemeinsam erklärt. Ich bekomme bei diesen Aussagen immer ein wenig Magenweh, wenn als Argument gebraucht wird, Du hast ja die Trennung gewollt, also schau auch Du wie Du das unserem Nachwuchs beibringst. Dass die erste Konsequenz daraus aber ist, dass das für ein Kind ja ein ziemlicher Vertrauensbruch des abwesenden Elternteils ist, darüber wird selten nachgedacht. Sorry, aber ich finde da beginnt es bereits eine Trennung über´s Kind auszuleben. Um dem Partner eins auszuwischen, schiebt man dann ein leidendes Kind vor. Und das ist der Punkt. Ich finde, egal was zwischen Euch vorgefallen ist, da müßt Ihr beide zurückstecken, vor Eurem Kind müßt Ihr immer als Eltern auftreten. Ob Ihr da gemeinsam lebt oder nicht, ist da nicht so wichtig. Alles Gute auf jeden Fall und Ihr werdet das schon auf die Reihe kriegen. LG Zwergenalarm P.S: Ich wollte hier bestimmt nicht von der Allgemeinheit auf Euch schließen, aber ich lese und höre so oft, dass solche Spielchen gespielt werden, und keine der beteiligten Parteien gesteht sich ein, dass sie ihren eigenen Egoismus am Rücken des Kindes auslebt.


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Danke für Deine Antwort. Ich empfinde da genauso wie Du beschreibst, meine, dass es unser beider Aufgabe ist, das Kind zu informieren. Aber so wie es scheint, bleibt das an mir hängen, was ich sehr unschön finde... Aber ich kann es, wenn er sich nicht umstimmen lässt, nicht ändern. Dann bleibt das eben an mir, unseren Zwerg aufzuklären. Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Danke und Gruß Wendy


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Hallo! Wohnt dein Mann denn noch bei euch oder ist er schon ausgezogen? Zu einer gescheiterten Beziehung habe doch wohl beide beigetragen, also sehe das wie "Zwergenalarm", daß es auch gemeinsam dem Kind erklärt werden sollte! Gruß


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Nein, ich bin ausgezogen. Habe aber nochmal mit meinem Mann gesprochen und ihm klar machen können, wie wichtig es für das Kind ist, die Sache gemeinsam zu erklären. Wird schon *schwitz* Danke schön! wendy


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Äh, wenn Du schon ausgezogen bist, wird ein gewitzter 7jähriger doch schon wissen, daß was nicht stimmt. Temi ist erst 5, aber der hätte mich nicht kommentarlos ausziehen lassen. Entweder ich hätte es ihm in dem Moant erklären müssen, oder ihn anlügen müssen. Und auf Lügen stehe ich nicht so.... Wie hast Du ihm denn den Umzug erklärt? Ist er mit ausgezogen oder wohnt er noch bei Papa? Mein Ex hat sich auch geweigert, den Kindern die Trennung gemeinsam zu erklären. Wir haben danach eine Trennungsberatung gemacht (kann ich im übrigen sehr empfehlen), und der Berater hat ihn deswegen ganz schön zusammengestaucht *grins*. Da war es aber schon gelaufen, weil ich die Kinder nicht länger als nötig im Ungewissen lassen wollte. Außerdem hat zumindest Fumi (damals gerade 8 geworden) den Braten schon gerochen. Ich bin der Ansicht, daß eine geklärte und erklärte Situation für Kinder einfacher zu verarbeiten ist, als so eine lange Ungewissheit. Auch bei uns war es so, daß ich die Trennung wollte. Wer er also partout nicht will: Hinsetzen, kurz erklären (ganz wichtig: Was ändert sich für ihn, was bleibt gleich), fettich. Wenn er dann noch Fragen hat, klar und ehrlich beantworten (auch ein "weiß ich nicht" ist erlaubt). Aber ihn nicht zu Erklärungen oder so zwingen. Wahrscheinlich braucht er dann erstmal eine Schulter zum Ausweinen, mehr als lange Erklärungen oder gar Entschuldigungen. Viel Glück, Elisabeth.


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Hallo Elisabeth!! Wer macht denn eine Trennungsberatung? Da habe ich noch nie etwas von gehört! Gruß Petra


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Ich bin ja auch der Meinung, unser Kind weiss schon was, hakt aber nicht nach, weil ja dann evtl. eine Antwort kommen könnte, die die kleine heile Welt ganz zum Einsturz bringt. Ich bin damals raus und habe gesagt, dass Papa und ich uns momentan nicht mehr so gut verstehen, ich Zeit zum Nachdenken brauche, um herauszufinden, ob ich den Papa noch liebe - was ja auch den Tatsachen entsprach. Anfänglich ist er beim Papa geblieben, dann - bis die Schule losging, hat er immer im Wechsel bei mir und Papa geschlafen. Seit Schulbeginn war er unter der Woche beim Papa (wg. dem gewohnten Schulweg!) und am WE bei mir. Wie ich schon sagte, ist mein Mann nun zum Glück bereit, ihm die Situation gemeinsam zu erklären, weil ich es einfach wichtiger finde, wenn das von Beiden kommt. Es wird schlimm, es graut mir auch davor, aber es muss ja sein, bevor er es von anderen angetragen bekommt *alptraum*. Wir schaffen das schon. Danke für den Zuspruch, Wendy