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Welche Umgangsregelung habt Ihr?

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Noah fällt im 2 Wochen Rhythmus durch aggressives Verhalten im Kindergarten auf, nachdem er alle 14 Tage bei seinem Papa war. Ich frage mich mittlerweile, ob Noah das wirklich gut tut oder ob er mit seinen 5 Jahren einfach noch zu klein ist, um mit der 14 Tage Umgangsregelung klar zu kommen. Mein Mann und ich haben das so geregelt, dass er Noah alle 14 Tage von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 18 Uhr hat. Mein Mann wohnt ca. 100 km weit weg, deshalb geht es nicht mal eben so, dass er unter der Woche "auf einen Sprung" vorbeikommt und mit Noah spielt. Bei der Erziehungsberatung und auch im Kindergarten wurde mir nahegelegt, dass ein Kind klare Strukturen nach einer Trennung braucht und dass diese 14 Tage Umgangsregelung unumstößlich ist. Immer wieder habe ich gehört: "Das Kind muss alle 2 Wochen zum Vater, ohne Ausnahme, der muss halt da durch, sonst stiftet das nur Verwirrung." Aber: oft weint Noah und will nicht mit zu seinem Papa, er hat den Wunsch, lieber bei der Mama zu bleiben. Jetzt habe ich das Problem bei G. Schuster angesprochen und sie meinte, wir sollten das so machen, wenn das Kind "Lust" hat, soll es mitfahren, wenn nicht, dann nicht. Wir haben das 1 x so gemacht und ich hatte 3 Wochen Kampf zu Hause, weil Noah dann dachte: "Ah, Mama hat hier eine Ausnahme gemacht, vielleicht darf ich dann bei anderen Situationen auch die Regeln bestimmen oder verändern?" Also: auch nicht gut. Nur: ich habe das Gefühl, dass es für Noah zu viel ist. Vielleicht wäre es besser, wenn Tom ihn nur mal sonntags morgens holt und einen Ausflug mit ihm macht. Andere Möglichkeit wäre: er übernachtet in Noahs Zimmer, aber dann bin ich auch wieder in der Wochenendgestaltung eingeschränkt. Da ich sonst selten einen Babysitter im Freundeskreis habe, sind diese alle 14 Tage auch mal ein Aufatmen und Luftholen für mich. Ich brauche auch diese Auszeit. Aber ich will sie mir auch nicht zu Lasten des Kindes nehmen. Was würdet Ihr mir empfehlen und welche Umgangsregelung habt Ihr?


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Und: Noah versucht, wenn Tom bei uns übernachtet, uns heimlich wieder zusammen zu bringen und brüllt, wenn ich weggehe. Tom meinte, das sei "nur Show" und ich solle einfach gehen. Ich weiss es einfach nicht - bin ratlos und auch mein Bauchgefühl schweigt.


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Hallo, wir sind getrennt, seit meine Kleiner (nächste Woche 6) ein halbes Jahr war. Anfangs war es dann so, dass er alle 4 Wochen am Wochenende kam, bei uns blieb (wie wohnten 100 km entfernt). Aber nachdem ich gemerkt hab, dass er sich weder mit dem Kleinen beschäftigt noch irgendwas tut, um mich zu entlasten, wenn er da war, hab ich gesagt, so nicht. Dann kams zum Streit, wo er meinte, ich hätte mir nur das Kind "machen" lassen, um ihn auszunehmen (wenns so wäre, hätt ich mir einen reichen Mann gesucht). Ich hatte den Kleinen auf dem Arm, als er auf mich einschlug. Hab ihn sofort aus der Wohnung geschmissen. Jedenfalls meldete er sich ein halbes Jahr gar nicht, ausser bei meinen Eltern, weil ich ja so schlecht bin. Aber die haben sich verbeten, dass er bei ihnen anruft. Irgendwann meldete er sich dann mal wieder, nachdem er Weihnachten und Geburtstag des Kleinen völlig ignoriert hatte und meinte, den Kleinen ein Wochenende im Monat zu sich nehmen zu wollen. Da war ich strikt dagegen. Ich sagte, er könne ihn sehen, aber bei mir. Er könne, wenn es gut läuft, mit ihm was unternehmen, aber abends sei er zu Hause und wenn der Kleine sich wieder an ihn gewöhnt hätte, könne er ihn auch übers Wochenende nehmen. Das wollte er nicht. Ich bekam dann kurze Zeit später einen Brief von einer Anwältin, wo er mir Termine für die Wochenende vorschlug, an denen er den Kleinen mitnehmen würde. Ich sofort zum Anwalt, denn mit ihm konnte man nicht reden. Jedenfalls gings über Monate, dass wir uns nicht einigen konnten, er mir Dinge vorwarf, die nicht wahr waren (die Kinder würden verwahrlosen, ich würde mich nicht um sie kümmern, sie bekämen nichts zu essen usw.). Es ging also vor Gericht. Selbst da wiederholte er diese Lügen, so dass der Richter meinte, der Kleine müsse zum Gericht kommen. Er sah ihn und der Kleine musste noch nicht mal mit in den Gerichtssaal. Mein Ex wollte mir ja das alleinige Sorgerecht wegnehmen. Der Richter meinte, mein Sohn wäre bei mir am besten aufgehoben. Es ginge ihm gut (was ja meine Anwältin auch bestätigen konnte) und es stehe ausser Frage, wer das Sorgerecht behielte... Jedenfalls beschloss er dann das, was ich meinem Ex angeboten hatte zum Anfang. Langsames Wieder-Kennenlernen und Sich-Aneinander-Gewöhnen. Und so kam es dann auch. Und irgendwann konnte er den Kleinen dann einmal im Monat ein Wochenende mitnehmen. Ich muss sagen, die ersten Male war mir nicht wohl dabei, weil ich weiss, dass mein Ex aggressiv und gewalttätig ist. Es ist auch so, wenn mein Kleiner dort ist, ist er das ganze Wochenende allein in seinem Zimmer, es beschäftigt sich niemand mit ihm. Mein Ex hat eine neue Beziehung, die auch eine Tochter hat (10). Diese wird von meinem Ex massiv beschimpft, im Beisein von meinem Sohn und auch von ihrer Mutter. Aber da misch ich mich nicht ein, solange er das nicht meinem Sohn antut. Mein Sohn ist, froh, dass er nur einmal im Monat da hin muss, er ist nicht gern dort, fährt aber immer mit, weil mein Ex ihm immer wieder Sachen verspricht, die er dann aber nicht einhält. Und meistens schafft er es noch nicht mal einmal im Monat, sondern nur alle 2 Monate. Mal ganz ehrlich, ich frag mich, was er damit bezweckt, dem Kind das anzutun. Im Endeffekt schadet er nicht mir damit, sondern dem Kind... Ich denke, wenn er ihn alle 14 Tage holen würde, und sich mit ihm auch beschäftigen würde, es ihn interessieren würde, was er die Woche über so macht und so weiter, wäre es für den Kleinen sicher schön. Aber mein Ex will es ja gar nicht anders. Und daran seh ich doch, dass ihm nichts an seinem Kind liegt. LG Sandra


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DU hast Tom verlassen, das hat seinen Stolz getrffen. Denn wie kann eine Frau einen soooo tollen Typen verlassen:-) Und Noah kriegt seine Laune und seinen verletzten Stolz ab. Mal davon abgesehen, dass Tom keine Ahnung von Kindern hat, sorry! Das beweisen sein Verhalten und seinen Umgang mit Noah eindeutig! Ich kenne das Spiel, bei mir ist es ähnlich, Sohn, 6 Jahre, Papa geht es seit der Trennung (die er selbst verschuldet hatte!) immer schlechter, arbeitslos, Geldknappheit, die Frauen wollen alle nicht so wie er es gerne hätte, etc. Und er sieht, dass es mir gut geht, ärgert ihn auch noch. Dazu kommt auch noch, dass Papa das Gefühl hat nichts mehr zu erfahren (über sein Kind), dass er keinen Einfluss mehr hat, dass alles was das Kind betrifft die Mutter entscheiden würde. Noahs Verhalten kommt mir bekannt vor, ist bei meinem ähnich, mein Sohn ist sehr sensibel und macht sich viele Gedanken, zuviele für ein Kind, das drückt sich dann in Launen, Aggressionen, etc. eigentlich ist es aber reine Hilflosigkeit von Noah. Mal ehrlich: Klar liebt Noah seinen Vater! Aber gehst Du gerne wohin, wo Du schon gerne mal für "dumm" erklärt wirst oder wegen Kleinigkeiten dauernd gemeckert wird??? Also ich nicht! Noah ist hin- und hergerissen. Hat auch ein schlechtes Gewissen seinem Vater gegenüber, weil er meint er muss hin, will aber eigentlich nicht aus vorgenannten Gründen. Ich hatte mal einen Termin beim JA mit KV. Danach war es etwas besser. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass ein Kind in diesem Alter definitiv mit der Entscheidung zu Mama oder zu Papa einfach nur überfordert ist. Mein Sohn geht inzwischen alle 14 Tage zu Papa, ab und zu kommt Einspruch, lasse ich aber nicht gelten, nur wenn etwas vorgefallen ist, was ihm bei Papa nicht passt, dann versuch ich mit Papa zu reden. Das ist allerdings alles andere als einfach:-) Hilft aber nichts. Trotzdem: Kannst Du nicht mal jemanden der etwas von Kindern versteht, am besten jemand auf den Tom hört, auf Tom "ansetzen"? Irgendjemand muss doch dem Kerl mal beibringen, wie man mit Kindern umgeht, dass er mal eine Portion Gelassenheit an den Tag legen soll! Dann würde Noah auch gerne hingehen! Der KV meines Sohnes macht sich vorher Gedanken was er mit Junior macht (Fahrrad fahren, etwas basteln, Verwandte besuchen, usw.), dann gefällt es meinem Sohn auch. Entschuldige, aber Tom soll sich mal gefälligst auf sein Kind einstellen und das WE kindgerecht gestalten! Dann hätte er auch das Problem nicht, dass Noah nicht will. Es muss ja nicht wunder was für ein Programm sein, aber von Sa-So ist doch wohl nicht zuviel verlangt, wenn Tom sich mal zusammen reißt! Er hat ein Kind, dann soll er sich auch gefälligt darauf einstellen, wenn er nicht mit seinem Sohn umgehen kann soll er es eben lernen! Natürlich darfst Du Dich nicht einmischen, wenn er etwas mit eurem Sohn bespricht, klar! Hm, wenn ich aber merke, er übertreibt maßlos und es stünde in keinem verhältnis zur Sache (also anschreien wegen nichts, etc) dann hätte ich sicher auch etwas gesagt. Denn da muss Tom sich an die eigene Nase fassen. Fazit: erst muss Tom sich ändern, dann wird auch sein Sohn gerne kommen. Schleppe Tom notfalls zum JA, die erklären ihm auch mal, wie man mit einem Kind umgeht und was er überhaupt mit seinem Verhalten Noah gegenüber anrichtet! Wenn Du Noah zwingst obwohl er nicht will, kommen die Aggressionen im Kiga raus, die kannst Du Dir dann anhören. Macht Spass:-( Echt, mache Termin beim JA, anders geht es wohl nicht, Dein Ex muss mal lernen was die Aufgaben eines Vaters sind! "Ich hole Dich nie wieder ab!"; "Ich knall Dir eine" (o.ä.) gehören sicher nicht dazu! Alles Gute! Es wird besser, denn auch Noah gewöhnt sich mit der Zeit daran, dass Mama und Papa getrennt sind. LG Sonja


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Meine Tochter ist bald 7, ihr Papa ausgezogen, als sie 4 war. Er wohnt 10 Autominuten entfernt und sie hat noch nie bei ihm geschlafen. Muß dazu sagen, dass sie nur bei ihrer Oma schläft (die wohnt nebenan). Anfangs sprach mein Ex davon, es irgendwann mal zu versuchen. Hatten sogar abgemacht, ich würde dann mit dort übernachten. Mangels Engagement seinerseits ist es allerdings dabei geblieben. Früher fand ich es schade, hätte mir auch gern mal eine Auszeit gegönnt (und die nicht auf Kosten der Oma). Seit April/05 ist es mir egal, seitdem wohnt hier noch eine kleine Klette. Ich hätte meine Tochter nie zu den Übernachtungen gezwungen, bzw. diese vom Vater gefordert. Denn der Umgang sollte doch gewollt und -die wenige Zeit die sie miteinander verbringen- kostbar sein. Meiner Tochter reichen 3-4 Std. am Sonntag, mein Ex fragt auch nicht nach mehr. Würde er Übernachtungen wollen, müsste er sich etwas mehr ins Zeug legen. Und das ist es ihm wohl nicht wert...Ich würde Noah nicht dazu zwingen. Offensichtlich verlaufen diese Tage doch auch nicht harmonisch. Vielleicht ist dein Ex damit einfach überfordert. Ich finde die Idee besser, sie würden einmal die Woche einen Tag gemeinsam verbringen. Und sich dann annähern, bis Noah von sich aus den Wunsch äußert mitzugehen.