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WAS ist ein Papa?

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth! Mein Sohn ist 18 Monate als. Seinen Vater sah er das letzte Mal als er 6 Monate war. Der Vater hatte damals seine neue Liebe gefunden und kümmert sich seither nicht um unseren Sohn. Wir wohnten nie zusammen. Der Kontakt zu seinem Vater beschränkte sich daher auf 14 Tage nach der Geburt und an den Wochenenden (für 6 Monate).Die letzten 12 Monate wuchs er ohne seinen Pa auf, er wohnt 100km entfernt. Nun fängt er an zu reden. Er ist seit 4 Monaten in einer KiTa (Elterninitiative). Natürlich kommt er dort immer wieder mit dem Wort "Papa" in Berührung und sieht andere Männer mit ihren Kindern. Ich lebe in einer neuen Stadt, ohne männliche Kontakte. Ein Bekannter besucht uns alle 3-4 Wochen, sonst besteht eher Kontakt zu Frauen. Erzieherin in der KiTa, Nachbarin. Wie soll ich meinem Sohn eine Vorstellung von dem Wort „Papa“ geben, was sagen wenn er fragt wo sein Papa ist. Bisher habe ich ihm ein Foto von Papa gezeigt und erzähle ihn schöne Dinge von ihm. Soll ich auf von mir aus regelmäßig das Foto vom Vater zeigen? Möglichst oft oder selten das Wort Papa benutzen? Foto nur vom Papa oder von Papa und Sohn zeigen? Ist es problematisch ein positives Bild des Vaters zu bilden, wenn später kein Kontakt besteht. Er dann zu einer „Überfigur“ wird. Ist es dann schwer, wenn IRGENDWANN VIELLEICHT einmal ein andere Mann ins Leben treten würde? Vielen Dank für Ihre Zeit und Ideen! Mutter und Sohn


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Also rein intuitiv würd ich sagen, Fotos zeigen wo beide drauf sind wenn ihr habt. Lustige, schöne Geschichten über Papa erzählen. Das kann nie schaden. Er soll sich schließlich nicht fühlen als wäre er anders oder hätte keinen Papa. Denn das stimmt natürlich nicht. Und wenn er älter ist kann man dann ja genauer erklären was ein Papa ist. Ansonsten halt dass ihr euch mal sehr lieb gehabt hat und drum ist er entstanden. Und das Thema nicht tabuisieren. lg max


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Mein Sohn ist zwar schon drei, aber fängt erst jetzt mit dem Reden an. Er hat das Wort Papa im Kindergarten aufgeschnappt und seit dem ist jedes männliche Wesen das ihm begegnet ein Papa. Leider kann ich meinem Sohn seinen Vater nie vorstellen, da er einen tödlichen Unfall hatte, als ich im dritten Monat schwanger war, aber ich zeige ihm ab und zu das Foto das ich von ihm habe, aber erzählen? Nein, das werde ich erst wenn er danach fragt, vor allem aus dem Grund, weil ich mir selber noch nicht im Klaren bin, wie ihm klar machen soll, wo der unterschied zwischen Leben und Tod sein ist, und wo Tote Menschen "leben"... Allerding bringe ich ihm jetzt bei, zu meinem Freund Papa zu sagen, da aus meiner Sicht ein Papa jemand ist, der sich um das Kind kümmert und es liebt. Gut, sein "Erzeuger" kann es leider nicht mehr, aber ich denke, wenn wir Vater zu ihm sagen, wäre es ihm da wo er jetzt ist auch recht!


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sorry aber: ich bringe ihm bei zu meinem Freund Papa zu sagen. Das finde ich schrecklich. Genauso die Aussage: bei uns gibt es keinen Papa. Ich denke die Kinder sind in einem Alter wo sie ganz gut verstehen. Genauso kann man ihm doch erklären, Papa ist ihm Himmel und schaut auf ihn runter, was auch immer. Kinder gehen mit Thema Tod sehr natürlich um. Ich würde ihn vermutlich zum Grab mitnehmen, Kerze für ihn anzünden, blumen hinstellen. Lisa will immer eine Kerze für den Uropa kaufen fürs Grab. Als er starb sind wir in die Kirche (gab leider keine Kerzen dort). Denn der Freund ist nunmal nicht der Papa. Wenn das kind freiwillig Papa sagen will, ok. Aber nicht ihm "beibringen". Es soll doch immer die Wahrheit wissen und dass das eben nicht der Papa ist. Denn solltet ihr euch trennen (wünsch ich euch natürlich nicht) dann ist doch sehr fraglich ob er sich weiterhin kümmern würde. Ich denke dass das nur im Ausnahmefall der Fall ist. Viell. kann ich nicht mitreden aber für mich klingt das schrecklich was ihr erzählt. lg max


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ruhig vom papa erzählen und das thema nicht tabuisieren sagen, wir haben uns lieb gehabt, und deshalb bist du entstanden, aber jetzt lebt der papa woanders. das mit den lustigen geschichten finde ich auch eine gute idee, mein sohn liebt es auch, mein kinderalbum anzusehen und zu fragen, wie war das mit deiner oma, deinem opa usw. eine bekannte aus der allein erziehenden gruppe, zu der ich manchmal gehe, hat der tochter den vater aus hassgefühlen lange zeit vorenthalten und da wurde daheim nicht darüber geredet. an ihrem 10. geburtstag war das geschenk von mutter an tochter ein großes fotoalbum mit bildern von ihrem papa drin und die tochter hat sich riesig gefreut darüber. nun blättert sie darin und darf ihrer mutter wieder fragen stellen. papa sollte für ein kind kein unerreichbares phantom sein. ich denke, kinder wollen antworten.


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ich denke es ist was anderes wenn ein Papa verstorben ist, als wenn er sich schlichtweg nicht fürs Kind interessiert. Da kann man den Papa zusammen auf dem Friedhof besuchen, abends zu ihm beten oder dergleichen. Soll ich ihm sagen....du schatz, dein "Papa" interessiert sich nicht für dich? Sorry, aber das muss nicht sein das mein Sohn sich unter Umständen dann noch für Minderwertig hält nur weil er so nen missratenen Erzeuger hat dem das einzige Kind am Hintern vorbei geht. Es gibt keinen Papa in seinem/unseren Leben und das ist nunmal so. Grüßle, Tinsche


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Ich selbst habe es als Kind miterlebt, was ein Papa ist und was ein Vater. Meine eltern haben sich scheiden lassen, als ich 13 war, mein Stiefvater war mir mehr Papa als der Mann der es eigentlich hätte sein sollen. Er ist nur noch der Vater. So wie es bei meinem Sohn ist. Und einen Papa braucht mein Sohn, das habe ich festgestellt. Er ist viel glücklicher seit dem da jemand ist, mit dem er kämpfen kann und lauter wilde Bubensachen macht. Und im Himmel??? Was ist das denn für eine Erklärung, wo die Toten hingehen? Es gibt Leute die glauben, es gibt ein zweites Leben, andere kommen ins Paradies und haben dann ein paar Jungfrauen, andere werden als anderes Lebewesen wiedergeboren.... Also sollte man sich doch überlegen, was man einem kleinen Kind da erzählt!


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Na ja, das musst du ja nicht erzählen. Aber normal fragen ja Kinder noch nicht: warum interessiert sich Papa nicht für mich. Sie fragen: wo ist er (keine Ahnung, in der Stadt XY), was tut er (sicher doch arbeiten), hat er mich lieb (hätte er sicher wenn er dich kennen würde), warum kommt er mich nicht besuchen (das weiß ich nicht, wir könnten versuchen ihn ausfindig zu machen wenn du willst) Und mit solchen Antworten nimmt man das Kind ernst finde ich. Bei uns gibt es keinen Papa, sorry, aber DA fühlt sich das Kind doch minderwertig. Ein Kind besteht zur Hälfte aus Papa und du gibst ihm das Gefühl, es ist nicht vollständig. lg max


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Dann kann man ihm ja auch die versch. Möglichkeiten aufzählen. Wir wissen nicht was mit uns passiert nach dem Tod, manche Leute glauben das und manche Leute glauben was anderes. Wäre gleich eine tolle Diskussion zum Thema. Glaub mir, Kinder suchen sich schon die für sich passende Erklärung raus. Und sei es nur was er glauben will. Und ein Grab ist was reelles, dazu Fotos, Geschichten. Ich finde das ganz wichtig. Und ob er zu deinem Freund Papa sagt oder nicht sollte von ihm aus kommen. Ich würde ihm das sicher nie "beibringen". find das ganz schrecklich, echt. lg max


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Max im vergleich zu anderen Kindern deren Eltern sich vielleicht erst nach ein paar Jahren trennen, ist es was anderes als wenn die Trennung eben schon während der SS erfolgte und das Kind somit erst gar keinen Vater in seiner Reichweite hatte. Es gibt bei uns die Mama und ihn. Er hat eine Omi und eine Oma, eine Mami (Meine Freundin die er so nennt) und mehr kennt er nicht. Somit kann er also auch keinen Vater/Papa vermissen. Und sorry, Minderwertigkeitskomplexe bekommt mein Sohn wegen mir sicher nicht. Den Schuh muss sich mein Ex allein anziehen, nich ich. Er wird später die Wahrheit erfahren aber schönreden werde ich sicher nichts. Ich hab auch nicht vor seinen Vater als tollen Held/tapferen Soldaten hinzustellen.


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sorry, das sind für mich keine Argumente. Was, wenn ihr euch trennen würdet? Würde dein Freund sich weiterhin um deinen Sohn kümmern? Würde er das auch machen wenn er eine neue Familie gründen würde (du, Schatzi sorry, ich kümmer mich heute um das Kind von meiner Ex, ist zwar nicht mein eigenes aber was solls). Weißt was ich mein? Und dann dem Kind erklären wenn es 10 oder so ist, das ist eigentlich nicht dein Papa. Nein, das könnte ich wohl nicht. Ein Kind hat ein Recht auf die Wahrheit. lg max


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Und auf den Friedhof? Um da hinzukommen müsste ich 2 Stunden fliegen, 5 Stunden mit dem Bus fahren und mich mit Leuten auseindersetzen, die mcih zu seinen Lebzeiten als deutsche schlampe beschimpft haben und mir jetzt die Füße lecken, weil das der einzige Sohn von ihm ist. Auf sowas kann ich verzichten.


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gut, dann eben kein Friedhof. Wobei man viell. auch mal in Erwägung ziehen könnte dort Urlaub zu machen. Dann kann man aber genauso gut in die Kirche gehen z.b. und dort eine Kerze anzünden. Das tut Lisa z.b. sehr gerne. Oder eben meine anderen Postings. Ich weiß nicht wo er genau ist, manche Leute glauben so, andere so. Was denkst du drüber? Man sollte Kinder als mündige Wesen betrachten und, altersgerecht, kann man ihnen mehr zutrauen als viele denken. lg max


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das mit dem neuen Freund als Papa erklären war LeRoHe, hab euch verwechselt. lg max


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Ich bleibe bei meinem Standpunkt. WEnn der Kleine dann irgendwann nach seinem richtigen Vater fragt, werde ich ihm alles erzählen, inkl. der Geschichte seiner Großeltern. Sein Papa ist mein Freund, der sich auch nach einer Trennung um ihn kümmern würde, es gibt Menschen, die lieben können und auch etwas für ihre Lieben tun!


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aber er braucht dann nur eine neue Freundin finden die damit ein Problem hat. Schaffen doch schon viele leibliche Väter nicht. Sorry, aber daran glaub ich nicht und ich nehme immer das Schlimmste an. Und woher soll dein Sohn nach dem richtigen Papa fragen wenn du es ihm verschweigst? lg max


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Weil er weiß, dass er einen richtigen Vater hat und einen Papa. Dann wenn er wissen will wer sein Vater war, wird er die Geschichte erfahren und voher nicht. Und es erstaunt mich, dass du immer so negativ eingestellt bist. Entschuldige wenn ich das so sage, du musst ein ziemlich trauriges Leben führen!


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Weil er weiß, dass er einen richtigen Vater hat und einen Papa. Dann wenn er wissen will wer sein Vater war, wird er die Geschichte erfahren und voher nicht. Und es erstaunt mich, dass du immer so negativ eingestellt bist. Entschuldige wenn ich das so sage, du musst ein ziemlich trauriges Leben führen!


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nein, ich bin ganz sicher nicht negativ, nur realistisch. Ich wünsche euch natürlich dass euch nur der Tod scheiden kann, keine Frage. Nur, wenn man sich heutzutage Scheidungszahlen so ansieht, da muss ich mir keine Probleme zusätzlich schaffen (wer weiß ob sie je eintreffen, könnte aber sein) wo keine wären. Und mein Freund kennt seinen richtigen Papa auch nicht, weiß aber dass es ihn gibt/gab keine Ahnung. Seine Mutter ist gestorben und er wuchs mit seiner Halbschwester beim Stiefpapa auf. Er sagt heute noch Papa zu ihm. Nur, das ist sicher nicht die Regel denke ich. lg max


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was mich so gestört hat war die Aussage: ich bringe ihm bei zu meinem Freund Papa zu sagen. DAS fand ich nicht in Ordnung. Er kennt den Vornamen deines Freundes und sollte doch selbst entscheiden dürfen wie er ihn nennen will. Denn wenn er von sich aus, freiwillig Papa sagen will, weiß dass er einen anderen leiblichen Papa hat, dann ist es ja in Ordnung. lg max


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im Partnerschaftsforum schreibst du dass ihr erst 4 Monate zusammen seid. Hm, und dann muss dein KLeiner schon Papa zu ihm sagen? Versteh ich nicht ganz. gl max


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musst auch net!