Elternforum Alleinerziehend, na und?

Umgang

Umgang

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, schreibe das erste Mal in diesem Forum, bin aber bereits länger stille Mitleserin. Heute habe ich aber mal eine Frage zu einem für mich aktuellen Thema: Das Wochenende mit Papa steht ab morgen an, unser Sohn ist acht Jahre alt. Die Wochenenden verlaufen von Freitag nachmittag bis Sonntagabend gegen 18 Uhr. Nun meint mein Nochmann, dass er ihn bis Montagmorgen behalten möchte und ihn zur Schule bringen möchte. Davon abgesehen, dass das eine Autofahrt von 40 Minuten ist, möchte unser Sohn dieses auch nicht und hat es seinem Vater heute telefonisch mitgeteilt. Seitens des Vater herrscht Ignoranz und Mißtrauen mir gegenüber, dass ich unseren Sohn dahingehend manipuliere. Wir machen Mediation, die sich sehr schleppend voranbewegt, und diese Konstellation (bis Montag früh) fand bislang auch keine Einigung. Was kann ich tun, wenn der Vater den Wunsch unseres Sohnes und auch die fehlende Vereinbarung ignoriert, dass er unseren Sohn bis Montag behalten will? Liebe Grüsse Katja


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Was soll das denn? Wenn ihr Regeln habt dann sind sie einzuhalten. Wenn er bei Dir lebt dann kannst Du selber entscheiden, aber wenn Dein Nochmann nicht darüber nachdenkt das der Junge doch zu Hause länger schlafen kann dann geht er eben Sonntag Abend nach Hause. Außerdem will der Junge ja nichtmal,richte Dich nach Deinen Sohn, das fängt ja rosig an. L.G.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

na das seh ich auch so... da muss er sich eben dran halten meinst du er würde ihn einfach da halten? lg Jill


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Ja, genau das ist meine Befürchtung. Mein Überlegung ist, wenn er nicht verspricht, Lukas am Sonntagabend zu bringen, bekommt er ihn gar nicht. Kann ich das machen? Gruß Katja


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Es kommt auf einen Versuch an. Den Ranzen gibst Du nicht mit, und ohne Ranzen kann er ja kaum in die Schule gehen. Wenn er ihn erst Montag trotzdem bringt bekommt er seinen Sohn nicht übers WE sondern muß ihn Abends wieder bringen. L.G.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo Katja, wäre es für deinen Sohn wirklich so schlimm, am Montag vom Papa in die Schule gebracht zu werden? Wenn ja, sollte er das am Wochenende in Ruhe mit seinem Papa besprechen. Ich denke, wenn du dann nicht dabei bist und der Papa merkt, das es dem Jungen wichtig ist, kann er es evtl. eher akzeptieren. Ihn einfach nicht zum Papa lassen, würde ich nicht empfehlen. Dann würdest du nämlich dein Kind für einen Machtkampf missbrauchen, in dem auf jeden Fall dein Sohn der Verlierer ist. Ich glaube aber nicht, dass du das willst. Wahrscheinlich meinst du, ihn vor den Ansprüchen seines Vaters beschützen zu müssen. Aber ich glaube wirklich, dass ein Kind in dem Alter versuchen kann, ein derartiges Anliegen einem Elternteil gegenüber selber zu vertreten. Einen schönen Abend noch und liebe Grüße Karo


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo Karo, vielen Dank für Deine Meinung und Einschätzung. Meiner Ansicht fehlt einfach der Respekt meines Mannes für die Bedürfnisse unseres Sohnes, der sie schon ganz klar artikulieren kann. Du hast natürlich recht, dass sind Machtspiele, aber gerade deswegen sehe ich mich auch als "Hüterin" der kindlichen Wünsche und bin unsicher, wie ich mit der Situation umgehen soll. Wünsche ebenfalls noch einen schönen abend. Katja


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, solange Ihr in Mediation seid, würde ich Deinem Ex zumindest mal "the benefit of doubt" geben. "Prophylaktisch" das Kind dazubehalten finde ich keine gute Lösung. Damit setzt Du dich nämlich im Endeffekt dem Vorwurf der Umgangsvereitelung aus - der Schuß kann nach hinten losgehen. NOCH hat er ja nur den Wunsch geäußert, das Kind bis Montag früh dazubehalten. Was läßt Dich denn vermuten, daß er ihn einfach dabehält? Hat er sowas angedeutet? Im Grunde kann ich Dir nur sagen, was ich heute früh einer Freundin in einer ganz ähnlichen Situation gesagt habe: Wenn er sich an die vereinbarten Termin hält: Ist doch prima. Wenn er sich nicht dran hält: Auch gut. Damit schneidet er sich nämlich im Endeffekt ins eigene Fleisch. DU bist doch in der viel besseren Situation, wenn ER sich beim nächsten Mediationstermin dafür rechtfertigen muß, daß er gegen Deinen Willen UND den des Kindes UND entgegen einer vor Zeugen getroffenen Vereinbarung gehandelt hat. Im übrigen KÖNNTEST Du sogar die Polizei rufen, besonders wenn er dann z.B. telefonisch nicht zu erreichen ist. Es könnte ja auch was auf der langen Fahrt passiert sein. Aber prophylaktisch tätig werden - großes Nein. Gruß, Elisabeth.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, es ist doch immer wieder hilfreich, eine Meinung von außen zu bekommen und nicht im eigenen "Saft zu schmoren". Um deine Fragen zu beantworten: Die Mediatorin hat telefonisch die Abhol- und Bringezeiten meinerseits (die üblichen) übermittelt und er ließ seine ausrichten. Einen Termin hatten wir leider nicht mehr, da nun der Umgang 14tägig von Freitags bis Sonntag verläuft, bin ich mehr als verwundert ob der Dreistigkeit, unseren Sohn bis Montag zu behalten, der an dieser Ausweitung keinerlei Interesse hat. Mein Problem ist die Hilflosigkeit und Ohnmacht gegenüber solcher Ankündigungen, die so einseitig festgesetzt werden. Meinem Mann habe ich eine Mail geschrieben und um ein erneutes Nachdenken über das kommende Wochenende gebeten. Gruß Katja


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Was hat denn die Mediatorin zu den "Abweichungen" gesagt? Sie kann doch nicht einfach als "Datenträger" fungieren, ein bissi mehr müßte da schon rüberkommen, auch telefonisch. Das ist doch schließlich ihr Job: Daß bei Konflikten - und abweichende Bring- oder Holzeiten sind ein Konflikt - eine gemeinsame Lösung gefunden wird. Mein Ex und ich haben zwei Mediationen gemacht. Er hat beide abgebrochen. In dem Moment fand ich das mistig, im Endeffekt wird mir das wahrscheinlich bei meinem Ántrag auf ASR helfen, den ich gerade vorbereite. Einmal habe ich tatsächlich auch die Polizei gerufen. Da war gar kein Umgang ausgemacht, aber er hat die Kinder einfach mitgenommen. Nun gut, bei uns kommt noch dazu, daß mein Ex Ausländer war und daher immer die Gefahr einer Kindesentführung im Raum stand. Gruß, Elisabeth.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hier gibt es ähnliches Probleme, meine Tochter ist 7 Jahre alt ... Deinem Satz: --Meiner Ansicht fehlt einfach der Respekt meines Mannes für die Bedürfnisse unseres Sohnes, der sie schon ganz klar artikulieren kann. -- Kann ich voll und ganz zustimmen! Ist bei meinem Ex genauso. Manchmal habe ich den Eindruck, er glaubt immer noch ein 3jähriges Kind zu haben, daß keine eigene Meinung und kein eigenes Denken besitzt :-/ Bei uns ist derzeit das "Problem", daß meine Tochter an den 14-tägigen Papa-Wochenenden nur noch 1x bei ihm übernachten will, nicht mehr zweimal. Das hat sie ihm auch schon mehrmals sowohl persönlich als auch telefonisch mitgeteilt, aber das geht irgendwie an ihm vorbei. Und das nicht-wollen kommt von ihr alleine, ich habe da nie irgendwie manipuliert, auch nicht in der Vergangenheit. Ihr ist es einfach zu langweilig bei ihm, sie hat dort nur 1 Freundin zum spielen und wenn die nicht da ist oder keine Zeit hat, dann sitzt sie halt vorm Fernseher ... Unternehmungen o.ä. macht mein Ex ja nicht mit ihr, nicht mal zum Eis essen etc. Da braucht er sich eigentlich nicht zu wundern ... lg, matiz PS: ich würde an Deiner Stelle den Ranzen nicht mitgeben und drauf bestehen, deinen Sohn am Sonntag abend wieder zu bringen!