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@spiky73 (zu deinem beitrag "papa-frage")

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hallo du, gerade habe ich noch ein wenig durchs forum "geplättert" und bin dabei an dem thread bezüglich den "pap-fragen" hängengeblieben. dazu wollte ich noch was äußern, habe das posting hochgesetzt weil es sonst sicherlich untergegangen wäre. ich wollte loswerden, dass es nicht alle so "einfach" haben wie du. bitte nicht falsch verstehen jetzt, ich meine nur, dass du es hinsichtlich beruf,herkunft,leben etc des kindsvaters ein wenig leichter hast, deiner kleinen tochter erklärungen zu liefern. ihr papa ist us.amerikaner und im irak stationiert. dort hat er seinen job , er KANN nicht kommen, das ist klar. erkläre aber mal einem kind (mein fall) dass der papa keine 50 kilometer entfernt wohnt, dass ihn aber der alkohol und sein exzessiver lebenswandel fest im griff haben und er mitunter vergisst, dass das leben auch mit verantwortung verbunden ist und er 2 kinder hat, die ihn vermissen. ich wäre, auch wenns für einige vielleicht doof klingt, ganz froh, ich könnte den kindern wahrheitsgemäss sagen, dass ihr vater soldat ist und seine pflicht als solcher erfüllen muss. dann könnte er in ihren vorstellungen ein held sein, ein mutiger, abenteuerlustiger kerl in uniform. wenn ICH offen und ehrlich zu meinen kindern bin, beschreibe ich ihren papa als versager, einer, der nichts mehr auf die reihe kriegt und angebotene hilfe und unterstüzung abweist, auch wenn er dabei ist seine kinder verliert. ein mann, der erst mitte dreissig, aber blass und mager und irgendwie MÜDE aussieht. und JA, genau deswegen bekomme ich bei der "wo ist mein papa"-frage" feuchte hände. soviel erwartung liegt in dieser frage, hoffnung dass ich vielleicht mal antworte: der papa war lange weg aber heute noch kommt er zurück und alles ist gut. ich kann ihn nicht als weltenbummler darstellen, einer , der seine kinder zwar abgöttisch liebt aber eben nicht da ist, weil es in seinem naturell liegt, immer auf achse zu sein. es ist für ein kind auch leichter im kindergarten oder turnverein zu erzählen, mein papa ist us-soldat, als, mein papa wohnt in der nachbarstadt aber er kommt eben nicht. das ist ein großer, großer unterschied. seit einigen wochen stellen meine kinder (3 und 5) immer mehr fragen und es macht mich krank. nicht, weil ich meinen ex aus meinem leben haben will und ihn deswegen totschweigen möchte, nein, es tut weh zu wissen, dass er NIE ein vater sein wird der mit seinem sohn auf den bolzplatz geht oder seine tochter beim handball anfeuert. ICH WÜRDE ES MIR SO WÜNSCHEN, egal ob getrennt oder nicht. natürlich wird dieser fall (bolzplatz) bei dir/ euch auch nicht eintreten. aber du hast zumindest eine plausible erklärung dafür. und daher finde ich es leicht unangebracht, immer von sich auf andere zu schließen. jeder fall liegt anders, und viele hier haben bestimmt gute gründe, der frage ihres kindes auszuweichen oder dabei zumindest ratlos und nervös zu werden. (ich eingeschlossen). lg,c. * die dich und deine beiträge aber sonst sehr schätzt und dir sicherlich nicht auf die füsse treten will, sondern nur ihre meinung kundtut :-)


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Hallo Cassandra, so wie du den KV Deiner Kinder beschreibst, ist er einfach krank mit einer Mischung von Alkoholismus und Depression in einem verheerenden Zyklus. Es gehört zu dieser Krankheit, daß diese Kranken erst ab einem gewissen Punkt therapiefähig werden. Krankheiten müssen nicht den Kindern verschwiegen werden. Es gibt sogar zahlreiche Mütter, die so krank sind und trotzdem die Kinder bei sich haben. Die unbewußt erkannte Krankheit eines Mitelternteils kann durchaus auch ihren tieferen Sinn darin finden, daß der andere Elternteil eine Erhöhung erlangt. MfG Richie


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Also ich würde auch sagen das der Papa krank ist und sich deswegen nicht um sie kümmert/kümmern kann/will. Was hast du ihnen bisher denn erzählt? Gab es vorher denn schon regelmässigen Kontakt? Mein Ex ist ja auch Soldat aber das ist nichts was ich meinem Sohn stolz auf die Nase binden würde bzw. worauf man stolz sein müsste. Denn letzten endes zählt doch nur ob ein Vater Interesse zeigt oder nicht. Und selbst ein Dad der irgendwo im Irak unterwegs ist wird mal ein Telefon benutzen können oder seinem Kind Briefe zukommen lassen können. Wem seine Kinder wichtig sind, schafft das auch, Soldat und Irak hin oder her. Grüßle, Tinsche


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"Sophie fragt mich mitttlerweile desöfteren, ob sie einen Papa hat und wo der ist?!" Seine Antwort:"Papa hat mittlerweile die dritte sms gelöscht, weil er nicht darauf zu antworten weiß! Papa ist ein Drückeberger und dabei sein Leben neu zu gestalten bzw. mal langsam in den Griff zu bekommen!" Ich war sprachlos - wütend und traurig zugleich. Meine Antwort darauf:"Gut. Dann werde ich Sophie weiterhin sagen, dass sie auch einen Papa hat - der nur nicht bei uns wohnt und viel zu tun hat. Ich spreche vor ihr nicht schlecht über dich." Seine Antwort:"Das ist lieb von Dir und wohl mehr als ich verdient hätte! Mir tut es ja selber jeden Tag weh, wenn ich an Euch denke...!" ??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????? ...bla, bla, bla...fällt mir nur dazu ein. Cassandra schreibt mir aus der Seele. Mir tut es auch unendlich Leid für meine Tochter, das ihr Vater so ist. Sie sieht immer so glücklich aus und freut sich richtig, wenn ich ihr sage: Ja, du hast auch einen Papa! Und dann tut es mir so Leid für sie, das sie ihn wohl nie haben wird... :-( Ich habe auch Angst, das sich ihr Verhalten mir gegenüber einmal ändert, weil sie keinen Papa hat - weil ihr vielleicht doch etwas fehlt... Liebe aber auch traurige Grüße Bianca


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sorry, aber was ist denn das für ein Schwachsinn?! Kommt er nicht vorbei, weil er sich schämt oder wars ironisch gemeint? LG Sue


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Also irgendwie scheint das die gängige Masche zu sein scheint mir langsam. Könnte auch von meinem Ex stammen. AUch mein anderer, nicht Vater vom kleinen könnte das geschrieben haben. Man, man....das die sich immer selbst so bemittleiden müssen *kopfschüttel*


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Nun, es ist so, dass der vater der kinder sich seine krankheit(en) leider gar nicht eingesteht. vor einigen monaten habe ich mich mit den kindern mal auf den weg gemacht, ihn zu besuchen. es war noch nicht ganz 10 uhr, da hat er sein erstes bier (!!!) aufgemacht und dabei gesagt: spar dir jeden kommentar, es ist doch wohl noch legitim am wochenende einen frühschoppen zu trinken. nein, das finde ich nicht. ich war richtig geschockt, habe mir aber auf die zunge gebissen mit dem entschluss, meine befürchtungen und ängste dass er alkoholiker ist, in ruhe später anzusprechen. im übrigen ist sein trinkverhalten schon seit mindestens 4 jahren sehr fragwürdig. seidher ist aber jeder versuch, ihm zaghaft hilfe anzubieten oder einfach darüber zu sprechen kläglich gescheitert. er WILL es nicht sehen, er wird agressiv und abweisend und macht sich sofort vom acker wenn ich in der richtung was zu ihm sage. kann es wirklich sein, dass es SO lange geht bis man sich ein alkoholproblem eingesteht? (frage an richie). hinzu kommt bei ihm noch ein anderes problem, das ist das geldspiel. schon zu zeiten als wir noch zusammen waren, hat er unsummen verspielt. nicht nur eigenes geld, er hat geld aufgenommen, geliehen, dinge verpfändet die noch nichtmal abbezahlt waren etc etc... er hat sich so tief in die misere geritten dass er den alkohol zum kurzfristigen vergessen brauchte. ich wollte ihm immer helfen, aber das war ein ding der unmöglichkeit. ja nichts eingestehen! das wort "therapie" dufte man ers gar nicht in den mund nehmen. ich schaue noch heute oft fassungslos zurück und frage mich, was aus dem charismatischen und im beruf recht erfolgreichen menschen geworden ist. manchmal packt mich die wut, manchmal macht es mich einfach nur traurig und manchmal tut er mir auch unendlich leid. aber jede hoffnung dass er seine probleme erkennt und angeht, wurde bisher zerschlagen. ich möchte gerne, dass die kinder ihren vater kennen- und liebenlernen. aber ich weiß einfach nicht mehr wo ich ansetzen soll. das ganze ist schon richtig verfahren und darum reagiere ich mit "flucht" und schweige mich den kindern gegenüber aus. das WOLLTE ich nie, aber wo soll ich denn bloß anfangen die situation wieder ins lot zu bringen??????????? ich grüble und grüble fast 24 stunden täglich über dieser frage. mein eigener vater war/ IST mir sehr wichtig und ich mache mir nichts vor und weiß, dass jedes kind seinen vater braucht um glücklich aufzuwachsen. ehrlich gesagt hab ich mir in dieser hinsicht lange etwas vorgemacht. ich bin echt verzweifelt. * traurige grüße, c.


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hallo cassandra, so ganz kann ich deine argumentation nicht nachvollziehen. dein ex ist psychisch krank, ok, aber wieso sollte man das den kindern verheimlichen? in welchem gesetz steht geschrieben, dass man kinder vor unangenehmen wahrheiten schützen muss? ob der ex irgendwo krieg spielt oder in seiner eigenen welt gefangen ist, kommt doch so oder so aufs gleiche raus, er ist nicht da, um den kindern ein bolzplatzpapa zu sein. ich hätte mir auch jemanden gewünscht, der dem kind eben das radfahren oder schwimmen beibringt, oder mal drachen steigen lässt oder was weiss ich. aber den gibt es hier leider auch nicht. übrigens, an den wochenenden, an denen annas papa hier war, hat er sich auch mit einem riesenvorrat an bier o.ä. eingedeckt, weil sich betrinken für ihn spass, vergnügen, entspannung bedeutet. dann ist er müde geworden und hat sich schlafen gelegt. *hmpf* und es war ehrlich gesagt wichtiger, sich einen hinter die binde zu kippen, als mit dem kind zu spielen. hätte ich nicht gelegentlich mal angeregt, dass er dies oder jenes mit dem kind tun könnte, hätte er sie wohl auch nur stumm beobachtet und seinen bierchen gefrönt. was ist also der unterschied? ich denke, ein vater, der wegen KRANKHEIT nicht in der lage ist, sich adäquat um seine kinder zu kümmern, ist immer noch einfacher vertretbar als einer, dem das kind schlichtweg egal ist. und mit sicherheit ist es einfacher für das kind, wenn mit diesem thema offen umgegangen wird. das unbekannte wird sicher eher als bedrohung empfunden als das, was bekannt ist. soweit ich das bei meiner tochter beurteilen kann, hat sie dadurch, dass ihr vater hier nur ein sehr seltener gast ist, kein trauma erlitten. sie hat ihrem vater gegenüber eine durchaus positive grundeinstellung, aber ich könnte nicht sagen, dass sie ihn wirklich vermisst. sie bringt nur ganz selten die sprache auf ihn. das wissen, dass sie einen vater hat, scheint ihr vollauf zu genügen. es ist halt leider gottes ein sch***thema und ein richtig oder falsch gibt es nicht. vermutlich hätten es sich alle hier im forum anders gewünscht und vorgestellt, als es gekommen ist, da schliesse ich mich nicht aus. ich habe im nachhinein immer gesagt, wenn ich das ganze vorher geahnt hätte, mit diesem mann hätte ich kein kind in die welt gesetzt. aber dann wäre mit sicherheit der nächste gekommen und hätte sich genauso aus dem staub gemacht... lg martina


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Wie würdet Ihr es denn machen, wenn IHR krank wäret? Würdet Ihr das auch den Kindern verschweigen? Wohl eher nicht, oder? Warum soll es also angemessen sein, den Kindern die Krankheit des Vaters zu verschweigen? Ich habe mit meinen Kindern darüber gesprochen, daß ich wahrscheinlich demnächst ins Krankenhaus gehe. Wenn es mit der Tagesklinik klappt, bekommen sie das wohl nur am Rande mit, trotzdem möchte ich, daß sie es wissen. Sie sollen auch wissen, warum das so ist. Damit sie keine Angst bekommen - schließlich ist Papa ja schon verschollen - habe ich ihnen erklärt, daß ich im KKH wieder gesund werde. Aber auch, daß ich bis dahin oft müde sein werde und nicht immer alles so machen kann, wie sie es wollen. Temi hat bisher noch nicht so richtig reagiert. Ich denke, das ist jetzt noch zu weit weg für ihn. Fumi aber macht sich Gedanken. Und ich bin froh, daß sie sich an den Gedanken "Mama ist im KKH" langsam gewöhnen kann. Kinder können mit sowas umgehen. Im Grunde macht Ihr Euch es doch selber einfach: Was man den Kindern nicht sagt, muß man auch nicht erklären, dazu muß man keine Fragen aushalten. Aber der leichte Weg ist nicht immer der bessere. Und noch was: Kinder können es auch aushalten, wenn man manchmal einfach sagt: "Ich weiß es nicht!" Wenn meine Kinder fragen, warum Papa sie nicht mehr besucht, sage ich genau das, denn so ist es. Gruß, Elisabeth.


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da bei uns auch die Mama krank ist. Deswegen leben meine beiden jüngsten auch bei mir. Es gibt eben Fälle da müssen die Kinder mit diesem Schmerz und Verlust leben lernen, das kann ihnen niemand abnehmen. Es ist zwar schwer für Marcel und Franziska, aber sie wissen das ihre Mama Alkoholikerin ist. Nur wenn sie nüchtern ist, kann sie die Kinder Samstags drei Stunden besuchen. Letzte Woche haben ihr die Kinder Briefe geschrieben und Bilder gemalt, die haben wir am Dienstag in ihren Briefkasten gesteckt. Mittwoch kam dann ihre SMS und am Samstag war sie das erste mal seit 5 Wochen wieder da. Für die Kinder war es sehr schön, sie haben sich riesig gefreut. Das ist die Hauptsache für mich. Roland


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natürlich hast du recht; für die kinder macht es letztendlich keinen großen unterschied ob der vater im irak oder in seiner krankheit "gefangen" ist. ich meinte gestern nur, dass es für die kinder leichter verständlich ist, wenn eine große entfernung häufige treffen nicht zulässt. natürlich will ich die kleinen auch nicht anlügen bzw. ihnen die wahrheit vorenthalten. aber was ist in meinem fall die wahrheit??? der kv gesteht sich nicht ein, dass er schlichtweg alkoholsüchtig ist. davon möchte er nichts hören, ich sehe gespenster. der begriff "spielsucht" gibt es auch nicht in seinem vokabular. er hat halt immer 'ne menge pech, und schuld daran sind sowieso immer die anderen. das sind seine sichtweisen. nun stellt euch vor, ich gehe hin und sage zu meinen kindern, der papa ist krank. dann erkläre ich kindgerecht was das für eine krankheit ist. wenn mein ex dann eines tages wieder eine hochphase hat und vor der türe steht, und die kinder würden ihm entgegenschmettern, er sei doch krank.... ich glaube, er würde mir vor hass an die gurgel springen. er muss doch das problem erst selbst erkennen, oder? wenn er zu mir sagen würde; hör mal ich mache jetzt eine therapie, den kindern wegen und um meine leben wieder in den griff zu bekommen, dann würde klarheit herrschen, auch für MICH, und es würde mir wirklich viel leichter fallen, den kindern dies so zu erklären. ich will ihnen doch keine heile welt vorspielen wo sie nicht heil ist. aber er ist das problem, für ihn ist sie heil, er schwelgt in selbsmitleid dass ihn alle welt schlecht behandelt, er immer mißverstanden wird und überhaupt, er hat KEINE fehler, keine krankheiten, nichts. er leidet wirklich unter realitätsverlust !? es ist wirklich verzwickt... lg,c.