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Sorgerecht für Vater

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Hallo, ein guter Freund von mir hat eine 19monatige Tochter. Mit der Frau ist er nicht mehr zusammen, sieht sein Kind aber täglich (holt es ab oder ist bei ihr daheim), zahlt alles was anfällt, und möchte jetzt auch das geteilte Sorgerecht. Seine Ex-Freundin sträubt sich sehr, hat das Jugendamt schon angerufen und die hätten gesagt, wenn sie nicht will, bekommt er es auch nicht, basta. Stimmt das so oder hat er Chancen? Er möchte jetzt einen Anwalt einschalten, hat aber auch Angst, dass sie ihm dann aus Wut die Kleine nicht mehr gibt oder nur alle 14 Tage. Vielen Dank im voraus, Sonja


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ich versteh das gar nicht? der vater kümmert sich ums kind WUNDERBAR er zahlt ist auch toll und er hat ein recht auf sein kind. sie muß nicht unterschreiben fürs sorgerecht richtig aber ich denke er hat gute chancen vor gericht. abgesehen davon das die beiden nimmer zusammen sind. er verhält sich in meinen augen wie ein papa ich wünschte mir der papa von tim wäre genauso. also dsa ist egosistisch von deiner freundin. lg


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Hallo Sonja, wenn die beiden nicht verheiratet waren, stimmt das meines Wissens nach so. Sie hat dann seit der Geburt automatisch das alleinige Sorgerecht und das wird er ihr nur unter äußerst widrigen Umständen (Drogen oder so) streitig machen können und wenn sie ihm das freiwillig nicht geben will, hat er wohl "Pech" gehabt...finde ich persönlich manchmal ungerecht - Mann kümmert sich, zahlt...vielleicht läßt er sich mal von einem Anwalt beraten - kostet ja nicht die Welt und erfährt ja auch keiner - um das abzuklären...aber große Hoffnungen würde ich mir da nicht machen. VG Heike


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Er braucht ihr Einverständnis für das gemeinsame Sorgerecht was ich bei unverheiraten auch völlig i.O. finde. Sie kann froh sein das er sich so prima kümmert, sowas ist dem Kind doch echt zu wünschen.


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Daß er sich so gut kümmert, ist klar dem Kind zu wünschen, aber ich denke immer, daß sie so ja schon ein gewisses Druckmittel hat und ihm das Kind ja nicht geben muß...und ich kann mir schon vorstellen, daß das einen Mann, der alle Vaterpflichten übernimmt, aber im Grunde keinerlei Rechte hat, schon hart treffen kann...LG von einer heute eher nachdenklichen Heike


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Hallo Tinsche, na ja, ob die besagte Regelung 'in O.' ist, bezweifle ich. Sie bedeutet nämlich im Grunde, daß der Vater nicht "die Pflicht und das Recht hat, für sein Kind zu sorgen". Wenn er es trotz dieses mangelnden Rechts und der entprechenden Pflicht dennoch tut, leistet er etwas, das er nicht muß gemäß BGB. Seine entsprechenden Rechte und Pflichten leiteten sich nur von der Zustimmung der Mutter ab und nicht vom Kind, was ich ohnehin für pervers halte. Die Pflicht und das Recht, für sein Kind zu sorgen, leitete sich eigentlich nur vom Kind ab. Bei uns in D leiten sich aber Recht und Pflicht eines unehelichen Vaters gegenüber seinem Kind allein von der Mutter ab. Das erniedrigt im Vorhinein ue Väter und macht sie zu elterlichen Lakaien der entsprechenden Mütter. Für weitere Argumente offen grüßt Richie


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Ich schrieb ja auch das ICH die Regelung in Ordnung finde (bezogen auf meinen Fall), nicht das sie in Ordnung ist ;o) meiner Meinung nach sollte es sich ja von selbst verstehen das ein Vater sich um sein Kind kümmert, Erziehungsberechtigt hin oder her. Sollte einfach allein schon der Anstand gebieten. Von Eltern denen ihr Kind egal ist und sie sich daher nicht kümmern, halte ich persönlich absolut nichts. Wer sich wirklich kümmern will der tut es. Sorgerecht hin oder her. Und wem daran nichts liegt hat mit der Aussage das er ja kein Sorgerecht hat, offensichtlich für sich die ideale Ausrede sich nicht kümmern zu müssen. Meine Meinung. Grüßle, Tinsche


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Hallo Tinsche, der 'Anstand' sollte auch gebieten, einen Vater von Geburt an n i c h t für sorglos erklärt zu halten, gleich, ob er sich kümmern wird oder nicht. Wer weiß das denn im Voraus? Es fragt sich zudem, warum der von Dir geforderte "Anstand" dann nicht auch von Geburt an im Gesetz vorausgesetzt wird. Es ist ein unhaltbarer Zustand, daß ein dem Kind geschuldeter "Anstand" in Wirklichkeit der Mutter offensichtlich geschuldet wird. Leute, die man im Vorhinein für "unanständig" hält und erklärt, verhalten sich auch so, warum auch nicht. Es ist auch unheilvoll, daß mit der väterlichen Sorg-Losigkeit eben auch eine Herabsetzung und Kränkung für einen sorgewilligen Vater verbunden ist. Dem Vater, dem die Sorge wurscht ist, dem geht die Sorgeregelung auch am A... vorbei. MfG Richie


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Hallo Sonja, wie schon gesagt, muss die Mutter des Kindes einem geteilten Sorgerecht zustimmen. Ich denke, daß er auch vor Gericht keine guten Chancen hat, dieses zu erhalten. Was mich aber mal interessieren würde: weshalb ist ihm das geteilte Sorgerecht so wichtig? Wenn er das Kind täglich sieht, denke ich mal,ist das Verhältnis zur Ex auch ganz gut. Ergo können wichtige Entscheidungen doch auch in Absprache mit ihr getroffen werden. LG Tinka


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Hallo TinkaN, warum denn dann will eine Mutter am alleinigen 'Sorgerecht' festhalten? Einem sorgewilligen Vater eine gemeinsame Sorgeerklärung vorzuenthalten, stellt doch eine Herabsetzung und Kränkung dar, ist dir das nicht klar? Mütter und Väter sind für Kinder gleich wichtig! - Oder nicht? MfG Richie


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Leicht wäre es für mich jetzt zu sagen, diese Frau ist Böse. Aber die Frage liegt vielleicht darin, warum ist denn eigentlich die Beziehung zerbrochen und wie war der Umgang der beiden wärend der Beziehung ( geh jetzt mal davon aus das es eine war) Vielleicht gab es bestimmte umstände die die Mutter zu dieser Endscheidung führten. Vielleicht ist sie auch nur gehässig und ich froh einen rechtelosen zahlungwilligen Babysitter zu haben. Er wird das Sorgerecht wohl nicht bekommen, traurig aber Wahr. Männer sind halt rechtelos bei unehrlichen Kindern. @TinkaN Warum wird denn ein liebender Vater das Sorgerecht für sein Kind haben wollen? Wir wäre es vielleicht der Grund das jemand der einem Menschen seine Gene mitgegeben hat ins Leben, auch das recht haben möchte an der Erziehung und den endscheidungen Teilzuhaben die so ein Kinderleben mitsichbringt.


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Hallo Holmquist, man muß sich gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen und die Mutter "böse" finden. Man braucht sich auch gar nicht zu Mutmaßungen über das Paarverhältnis der unverheirateten Eltern versteigen. Es reicht doch, daß das Verhältnis der beiden zu einem gemeinsamen Kind geführt hat. Beide haben einen neuen Menschen hervorgebracht, der in seiner Beschaffenheit - Gene sind da nur ein Baustein der Gesamtheit - seiner Existenz und seinem Mensch-Sein beide Eltern gleichermaßen in sich trägt. Zudem entwickelt das Kind den Keim seines noch wachsenden Selbstbewußtseins aus der gleichrangig gegenwärtigen Sorge beider Eltern oder gewissen positiven Repräsentationsanteilen von ihnen. Vorherrschaft einer Mutter läuft dem kindlichen Urverständnis von der Gleichwertigkeit beider Eltern zuwider. Das objektive Machtgefälle zwischen unverheirateten Eltern vermittelt sich auch dem Kind. Möchte jemand leugnen, daß kleinste Kinder so was nicht spüren? MfG Richie


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erstmal Danke für Eure Meinungen. Die Beziehung der beiden war nicht so beständig. Sie hat noch einen 9jährigen Sohn aus einer anderen Beziehung, wobei sich mein Ex-Freund auch um diesen super gekümmert hat. Z.B. hat er dem Jungen immer Frühstück gemacht, in die Schule gefahren etc., sie konnte ausschlafen. Ihr Argument ist einfach nur, dass sie ihn nicht über jeden Pubs informieren oder fragen möchte, was die Kleine betrifft. Sie möchte die Entscheidungen alleine treffen, da fühlt er sich natürlich übergangen, denn er ist absolut für die Kleine da und möchte sich natürlich auch bei wichtigen Entscheidungen einbringen. Na ja, schauen wir mal, was dabei rauskommt. Er geht jetzt auf alle Fälle mal zum Anwalt und läßt sich beraten. Viele Grüsse, Sonja