Elternforum Alleinerziehend, na und?

Rechte der Väter / Umgangregelung (Raph+Rainer!?)

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Hallo! Die Diskussion zuvor habe ich nur im Anriss verfolgt.Manchmal muss ich wirklich die Hände über den Kopf zusammenschlagen bezüglich der Meinungen vieler Mütter hier. Ich frage mich, wer hier wirklich an die Kinder denkt und nicht vielleicht eher nur auf der Paarebene reagiert anstatt als Elternteil... Mein Freund hat leider auch einmal so ein Exemplar zur Frau genommen. Es gibt immer wieder Zündstoff zwischen ihnen. Mein Freund hat seine Kinder 2,5 Tage die Woche bei sich. Nun steht der Geburtstag der Tochter an. Die (Noch-) Frau plant nun entgegen der Absprache den Geburtstag alleine ohne den Vater zu feiern. Geht das? Gibt es nicht irgendwelche Regularien auf die man sich beziehen kann? Mit dem Jugendamt ist leider nicht so gut Kirschen essen. Die finden diese 2,5 Tage Regelung nicht gut (über Gewohnheitsrecht von einer Amtsrichterin festgelegt). Muss wirklich alles im Detail festgehalten werden? Kann die Frau ohne Einverständnis Umgangsregelungen umstoßen? Wie handhabt ihr das mit den Geburtstagen? Mirakel


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Hi Mirakel, ich bin alleinerziehender Vater, unsere Kinder leben seit der Trennung bei mir. Mal von ein paar kleineren Geschichten abgesehen, die schon einige Jahre zurückliegen, sind meine Ex-Frau und ich immer Eltern geblieben. Umgang findet sporadisch statt, oft spontan. Ich muß dazu sagen, daß die Mutter all die Jahre keine 1000m weg wohnte. Ich hatte den Kindern (bei der Trennung 9 und 12 Jahre alt) von Anfang an gesagt, daß sie jederzeit die Mutti besuchen können, auch über Nacht. Einzige Bedingung: Ich will es vorher wissen, damit ich meine Wochenende sowohl freizeitmäßig, aber auch kochenmäßig planen kann. Geburtstage wurden meist getrennt gefeiert, zum letzten Geburstag unserer Tochter (21.) kam meine Ex samt dritten Kind (nicht von mir) sogar zur kleinen Familienfeier. Und es wurde sogar ein netter Abend. Was wir bei der Trennung vereinbart und geregelt hatten, war Weihnachten (genauer gesagt Heilig Abend). Da haben wir uns jährlich abgewechselt, wobei es meistens so war, daß die Kinder Heilig Abend bis 2.Feiertag nach dem Frühstück bei dem einen und anschließend bei dem anderen waren. Das hatte entsprechende Ruhe und keine Hektik auch für die Kinder zur Folge, und nach nunmehr fast 9 Jahren muß ich sagen, daß damit alle recht gut gefahren sind. Trotzdem waren die Kinder zeitlich gesehen mehr bei mir als bei der Mutter, das läßt sich wahrscheinlich auch mit noch su gutem Willen nicht verhindern, aber man kann sowohl dem getrenntbetreuendem Elternteil als auch den Kindern sehr wohl das Gefühl geben, daß man die Mitarbeit in Sachen Erziehung/"große" Entscheidungen wünscht. Solange Trennungsanimositäten im Spiel sind, ist das allerdings völlig unmöglich. Das eine hat aber mit dem anderen absolut nichts zu tun, und es ist sehr schwer, daß zu begreifen und dann auch noch emotional zu realisieren. DAs wird auch auf dieser Plattform allzuoft und leichtfertig übersehen, und omeistens spielen auch die Väter eine unrühmliche Rolle dabei. Wie es genau ausschaut, kann man in solch einem Forum natürlich nicht beurteilen, aber manche Aussagen von Müttern kann man irgendwann ziemlich genau einordnen, und Majas Denkstrukturen gehören eindeutig zu den zerstörerischen. Niemals wäre ich auf den Gedanken gekommen, meiner Ex-Frau die Kinder so vorzuenthalten, wie Maja es mit dem Vater der Kinder vorhat. Viele Grüße Ralph/Snoopy


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Hallo, ich bin grundsaetzlich der Meinung, dass auch Vaeter Rechte haben.. Aber speziell zu diesem Thema: wenn sich Mutter und Vatewr nicht ausstehen koennen, finde ich es etwas viel verlangt, zusammen zu feiern. Es spricht doch nichts dagegen, dass man zwei getrennte Feiern organisiert. Ohnehin gibt es ab einem gewissen Alter ja meistens mehrere Feiern, einmal mit Kindern, einmal mit Familie. Dann kommt halt noch eine mit der Familie vaeterlicherseits dazu. Wenn sich die beiden Eltern an ihrem Geburtstag rumstreiten (oder zumindest eine gespannte Atmosphaere herrscht), hat das Kind sicher wenig davon. Klar kann man sagen, dass die beiden sich zusammenreissen sollten. Aber so einfach ist es manchmal nicht, grade wenn noch Gefuehle im Spiel sind. LG Berit


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Hi Berit, das ist völlig richtig. Allerdings gibt es Feierlichkeiten, die nur einmal stattfinden können, Konfirmation, Kommunion, Einschulung... das haben wir z.T. zwar auch gemeinsam gefeiert, aber es wurde zugegebenermaßen hin und wieder heikel. Gemeinsame Feiern dürften wohl in der Regel auch etwas zuviel verlangt sein, insbesondere wenn neue Partner vorhanden sind, wird es meistens (zu) kompliziert. Dennoch muß man sich darüber im Klaren sein, daß man mit dem Vater/der Mutter über die Kinder zeitlebens verbunden ist, ob einem das paßt oder nicht. WENN ich das aber irgendwann auch für mich akzeptiere, spätestens, wenn die Emotionen abgekühlt sind, dann sollte ich das Bestmögliche herausholen. Klar, wenn die Gegenseite völliges Desinteresse signalisiert, ist meistens Hopfen und Malz verloren. Je mehr Fehlschläge ich zu verzeichnen habe, je mehr der andere Elternteil sich auf ALLEN Ebenen entzieht, desto freier werde ich auch irgendwann in meinen strategischen Entscheidungen. Das kann dann durchaus irgendwann sogar der Umzug nach Übersee sein. Von DIESEM Status Quo aber ist Maja Lichtjahre weit entfernt... :-) Viele Grüße Ralph/Snoopy


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Ich habe jetzt nicht so genau verstanden: Der Geburtstag ist an einem "Mama-Tag", aber der Vater möchte gerne eingeladen werden? Oder ist der Geburtstag an einem "Papa-Tag" und Mama plant eine Art Kind-Einbehaltung, um mit dem Kind feiern zu können? Wie alt ist denn das Kind? Und was wünscht sich das Kind? Ich finde das bissi schwer. Wenn die Gefahr eines kalten Krieges auf der Feier besteht, würde ich den Geburtstag einfach zwei Mal feiern. Ist doch auch klasse für's Kind, zwei Feiern zu haben. Wenn die Mutter aber das Kind bei sich behält, obwohl eigentlich Papa-Tag ist, fände ich das auch sehr daneben. "Unsere" Feiern finden sowieso fast immer am Samstag nach dem eigentlichen Geburtstag statt, da wir alle erst abends gegen 17:30 Uhr nach Hause kommen. Gruß, Elisabeth.


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auf wunsch des kv feiern wir den "erwachsenen-geburtstag" immer am samstag nach ihrem geburtstag (weil ... er muss arbeiten, seine mutter will aus dem benachbarten bundesland kommen usw.), also habe ich den tag an dem klein-salsa geburtstag hat, also den tag vor x jahren an dem ichklein-salsa geboren habe ;-) zusammen mit klein-salsa so geplant, dass wir beide einen tollen ausflug machen ... und am samstag drauf kommt seine familie, der kv ..und sonst. erwachsene, die im leben von klein-salsa eine rolle spielen. den kindergeburtstag organisiere ich (nach jahrelangen versuchen mit ihm zusammen) alleine ... dieses jahr hat sich klein-salsa gewünscht, dass wir an ihrem geburtstag zu dritt einen ausflug machen ... ihr zuliebe habe ich zugestimmt ... wir haben uns auch ähem ... höflich benommen ... doch auf der fahrt in seinem auto (in meines steigt er nicht) ... gab es diese drei beinahe unfälle weil er rast ohne zu schauen ... und nur sagt, so war es halt ... weiss nicht, wo die anderen autos so plötzlich herkamen .... und ...jetzt werden wir am samstag (mal wieder) eine aussprache haben ... wie es mit seiner autofahrerei aussieht ... wie er es sich vorstellt.... dass es nicht o.k. ist mit klein-salsa mit 180 auf der autobahn zu rasen, so wie er nicht aufpasst ...dass es nicht o.k. ist klein-salsa auf dem schoß zu nehmen und mir ihr die straße runter zu fahren ...usw. ...es ist immer wieder anstrengend :-( salsa


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hi, Feiertage und Geburtstage sind wohl oft recht schwierige Termine. Bei uns war es so, dass Vincent erst nach der Trennung geboren wurde und sein ersten gebTag dann natürlich bei seiner Mutter zuhause statt fand.... was auch normal verlaufen ist. Inziwchen istz er ja schon (fast) ein Schulkind. Vorletztes Jahr waren wir sogar zu seinem 5. Geburtstag zusammen auf der Insel Rügen. Dieses Jahr fahren wir sogar gemeinsam für 4-5 Tage dort hin (Junior will die Störtebeker-Spiele sehen). Wenn das Verhältnis zwischen den Eltern einigermassen entspannt ist, kann man vieles regeln und das Kind profitiert ungemein davon. Wenn es nicht möglich ist, dass die eltern in gewissen Situationen an einem Strang ziehen, sieht es schlecht aus. Eine Regelung des Umganges im Allgemeinen kann man dann auch ruhig erzingen, soweit der anderen Elternteil nicht kooperiert. Bei Geburtstagen und anderen besonderen Feierlichkeiten (Taufe, Konfimation, Einschulung etc pp) würde ich mich zurückhalten, was erzwungene Regelungen betrifft. Da muss der Vater bei euch versuchen, den Zugang zur Mutter zu finden (hört sich ätzend an, aber was solls...). Oder ihr zieht eure Konsequenzen und plant die Feier alleine für euch. Manche Frauen hören nie auf, sich so zu verhalten. Wenn man das bemerkt, hilft es nur, seinen eigenen Weg zu vcerfolgen. Da bei euch aber eine gute Umgangsregelung besteht und evtl. die Mutter momentan noch die Niederlage vor Gericht verarbeitet, sollte der Vater den diplomatischen Weg gehen.... wie gesagt, bei einer Feier geht es ja auch darum, dem Kind was zu geben und das muss nun nicht unbedingt zusätzlicher Stress sein.


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Ich bedanke mich und bin froh, dass es dieses Forum gibt. Es ist hilfreich sich an Elternteile wenden zu können, die einem in gewissen Erfahrungen vorraus sind. Ich hoffe, dass wenn mein Freund geschieden ist, sich die Situation entspannt. Danke! LG Mirakel