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meine bilderbuchkarriere *höhö* (es wird lang!)

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so, wegen der diskussion von wegen "arbeiten, ja oder nein?" kommt jetzt noch ein bisschen öl ins feuer von meiner seite: wenn ich hier auf postings antworte, betone ich ja immer wieder gerne, wie *gut* es anna und mir doch geht, aber im grunde hab ich mit meinem job das grosse los gezogen, und bin jeden tag aufs neue dankbar darüber. 1992 habe ich abitur gemacht. für meinen vater gab es keine diskussionen, das kind musste ne banklehre absolvieren, weil das damals ganz chic war. es war noch was besonderes, galt als sicher und krisenfest, und weil ich ein gutes kind war, bewarb ich mich eben. im gymnasium lernt man alles über logarithmen und den spanischen erbfolgekrieg, aber nicht über das, was im leben wichtig ist, und weil ich deswegen keinen plan hatte, was ich überhaupt werden könnte, hab ich das eben mal gemacht. die ausbildung war teilweise ok, teilweise hatte ich wirklich den beruf verfehlt, aber ich biss mich so durch. allerdings wurden rationalisierungspläne bekannt, von 500 mitarbeitern sollten 60 "sozialverträglich" wegrationalisiert werden, und so teilte man mir etwa 3-4 wochen vor der abschlussprüfung mit, dass ich nicht übernommen werde. man biete mir einen vertrag für 3 monate an, ich würde für vorstellungsgespräche freigestellt, wenn ich denn zeit benötige, und das wars. zu der zeit trennte sich dann noch mein erster freund von mir, und ich war nicht besonders motiviert und in der lage, mich noch irgendwie um meine prüfung zu kümmern. erstaunlicherweise hab ich die prüfung im ersten anlauf geschafft, aber auf meinem ihk prüfungszeugnis prangt eine satte "4", und in rechnungswesen habe ich mangelhaft. das war, genau wie chemie, für mich ein böhmisches dorf und total unlogisch. trotzdem war ich motiviert und überzeugt, bald einen prima job an land zu ziehen. erst hatte ich eine stelle bei einer zeitarbeitsfirma gefunden, das ging recht schnell im anschluss. aber, die firma schickte mich OHNE arbeitsvertrag zu einem auftraggeber, und ich sass da erst mal eine woche und hatte keinen plan, ob ich jetzt eingestellt bin oder nicht. als ich nach dieser woche auf einen vertrag drängte, wurde ich mit 400 mark auf die hand abgespeist, und man entledigte sich meiner dienste. ich sass dann ein paar wochen daheim herum, bis mir das arbeitsamt eine anpassungsmassnahme "lohnbuchhaltung" anbot, mit anschliessendem praktikum und priiiiima jobaussichten. ich hab die massnahme natürlich gemacht, aber sie war so nötig wie ein loch im kopp. einen praktikumsplatz fanden die meisten anderen, genau wie ich, nicht. überall wurde man abgewimmelt mit den worten "in einem so datenrechtlich sensiblen bereich wie der lohnbuchhaltung stellen wir keine praktikanten ein". ich fand dann eine praktikumsstelle bei der gemeindeverwaltung in unserem ort. es hatte mit lohnbuchhaltung nix zu tun, aber es war eine tolle zeit. das praktikum hätte 2 monate gehen sollen, aber ich verlängerte freiwillig, und blieb ganze vier monate. das war das maximum, das mir das AA zugestand. anschliessend bot mir die gemeinde eine lehrstelle an als verwaltungsfachangestellte. zitat "der ausbildungsvertrag liegt schon hier, wir brauchen ihn nur noch zu unterschreiben". genommen hat man dann aber einen, dessen vater bei der gemeinde arbeitete. das war vitamin b, der hatte priorität. so hatte ich das erste jahr meiner arbeitslosigkeit rumgebracht, und es ging in das 2. jahr voller absagen. entweder war ich überqualifiziert, oder zu schlecht, oder es fehlte die berufserfahrung, oder bankkaufleute waren eh so etepetete, irgendeine entschuldigung fand sich immer. zwischendrin jobbte ich mal in einer kneipe, aber dafür habe ich absolut kein talent. es ist auch nicht etwas, das mir spass macht. als ich dann schon über 2 jahre arbeitslos war (von meiner seite aus gesehen, das AA hat die zeit in der massnahme ja nicht gezählt), fragte mich mein sachbearbeiter eines tages, ob ich auch eine AB-massnahme in einer reha-klinik machen würde. er würde mich so gerne vermitteln, aber was anderes könne er mir leider nicht anbieten. das wäre ein jahr im hol- und bringedienst in eben dieser klinik, und wenigstens ein festes einkommen. in anderen worten: den ganzen tag fusskranke in rollstühlen rumschieben, mit ein paar zivis zusammen. ich hab die schultern gezuckt und gesagt, "ok", war halt besser als gar nix. ehrlich gesagt, was das für lange zeit einer meiner schönsten jobs, und er hat mir menschlich viel gegeben. ich habe lange davon gezehrt. als ich ein paar wochen dort war, erhielt ich einen anruf, dass ich eine stelle in saarbrücken im museum haben könnte, wenn ich wollte. sei zwar nur für 2 jahre befristet, aber man würde sehen. klar wollte ich. ich überlebte die probezeit nicht. diese stelle wäre herrlich gewesen, öffentlicher dienst, und äusserst interessant. allerdings wurde ich, was man gemeinhin so schön "mobbingopfer" nennt. dieser terror ging von der direktorin aus, der ich direkt unterstellt war. das problem war bekannt, man versuchte noch, mit betriebsrat und von übergeordneter stelle zu vermitteln und die dame zur räson zu bringen, aber dann entliess man lieber mich, weil die entlassung der direktorin regionalpolitisch doch grössere wellen geschlagen hätte. die dame wechselte später übrigens nach berlin an ein grösseres museum, wo sie dann kurze zeit später aufgrund ihres personalführungsstils geschasst wurde. da ging das dann plötzlich. mir selber hängt diese erfahrung im berufsleben immer noch nach. es heisst sinngemäss: einmal mobbingopfer, immer mobbingopfer. nach dieser erfahrung vollzog ich innerhalb von 3 monaten einen radikalen wechsel in meinem leben. und um nicht so lange arbeitslos zu sein, heuerte ich wieder bei einer zeitarbeitsfirma an, die mich dann ja auch nach frankfurt brachte. das stadtleben gefiel mir, also blieb ich da, ausserdem sah die auftragslage der ZAF in frankfurt wesentlich besser aus als in saarbrücken. ich habe dann einmal die ZAF gewechselt, weil die konditionen besser waren, aber war mit der zeitarbeit so richtig glücklich. dann wurde ich schwanger, ging im erziehungsurlaub ins saarland zurück, um von dort aus für länger in die u.s.a. zu gehen. nur: nach 10 wochen sass ich schon wieder bei der oma im saarland, und das war dann der punkt, wo ich dachte: "irgendwie bist du im falschen film. so sollte das doch gar nicht sein!" von der sozialhilfe zu leben war mir peinlich, den sachbearbeiter fand ich schikanös. also wollte ich so schnell wie möglich wieder zurück in brot und arbeit, aber das war ja in frankfurt. als anna 12 monate alt war, klappte es nicht, aber als sie 16 monate alt war, hatte mein arbeitgeber wieder einen auftrag für mich. dank der hilfe meiner mutter, die anna betreute, konnte ich den umzug nach ffm vorbereiten und meine stelle antreten, das gind so peu à peu, und nach 3 monaten war alles über die bühne. anfangs klappte es super, anna war bei einer tamu, doch die hatte dann keinen bock mehr, und ich war gezwungen, meinen job zu kündigen, weil ich so schnell keine neue betreuung fand. dann sass ich 5 monate daheim, bis ich einen job bei einer anderen ZAF fand, und parallel ein au pair mädchen suchte. eigentlich ein unding mit dem damaligen gehalt, zumal die arbeitslosigkeit ein riesenloch gerissen hatte. parallel hatte ich mich bei der stadt beworben, nachdem mir der sachbearbeiter, der mir in der frankfurter anfangszeit einige einmaligen hilfen gewährt hatte, den entscheidenden tip gab: bewerben sie sich bei uns, das sozialamt stellt ein. nach monaten bekam ich die stelle in einem moment, in dem ich gar nicht mehr daran gedacht hatte. ich war 18 monate dort, und irgendwie lief schon von anfang an alles falsch. richtig gemobbt worden bin ich nie, aber es ging eindeutig in die richtung. man sprach mir sämtliche kompetenzen ab, und wenn was schief lief, war es immer die frau martina, auch wenn dem nicht so war. dazwischen war anna ständig krank, der stress schlug mir auf psyche und gesundheit, und da man verpeilt hatte, mich fristgerecht in der probezeit zu kündigen, wurde man mich nicht mehr los, und begann, mich systematisch raus zu ekeln. letztendlich hab ich eine abfindungsregelung in anspruch genommen und bin gegangen, hab mir das ganze noch versüssen lassen - zumal ja schon hartz 4 seine schatten voraus warf, und man nicht sagen konnte, wie es überhaupt weitergehen würde mit den beschäftigten. anschliessend bin ich ins saarland zurückgekehrt, optimistisch, dass ich mit meiner (frankfurter !) berufserfahrung doch schnell eine stelle finden würde. haha. ich sass dann ein jahr zuhause, arbeitete nebenher bei einem konfusen treppen-renovierer, der mich als vollzeitkraft gar nicht hätte bezahlen können, und am tag bevor mein ALG1 auslief, gründete ich eine dienstleistungsfirma. das ganze wurde gefördert, lief aber nicht. die einzigen, die anriefen, waren versicherungsfritzen, die mir was verkaufen wollten. nach 6 monaten wäre ich dann endgültig in den hartz 4 bezug gerutscht, aber da bekam ich die zusage für die stelle, die ich jetzt innehabe. die dame, die meine einstellung forciert hat, war selber alleinerziehende mutter, und ich denke, sie wollte mir einen gefallen tun. so gesehen hatte ich da das glück der dummen. jetzt bin ich schon über ein jahr hier, arbeite eigentlich berufsfremd, habe aber das gefühl, zum ersten mal beruflich da angekommen zu sein, wo ich mich wohl fühle und wo ich meine stärken habe. die angst, wieder auf der strasse zu sitzen, egal ob durch mobbing oder arbeitsplatzabbau ist natürlich da, aber ich bin weiterhin optimistisch, dass ich endlich meine berufliche glückssträhne gefunden habe... wenn ich also die ganze diskussion unten lese zum thema "such dir ne arbeit", dann denke ich: mein berufsweg war nicht gradlinig nach oben bisher, es gab rückschläge und fussangeln, manche probleme habe ich mir selber zuzuschreiben. trotzdem war ich immer motiviert und habe gerne gearbeitet. und vor allem: früher oder später hat sich immer eine neue chance ergeben. man darf einfach nicht aufgeben. von daher möchte ich allen, die nicht wissen wie es weitergehen soll, erst mal ans herz legen: versucht, euch auf eigene beine zu stellen. staatliche unterstützung ist dabei eine hilfe, aber keine hängematte zum ausruhen. und wenn es mal nicht so klappt wie es soll, dann hat man es wenigstens versucht. und von allen "karrieremenschen" hier im forum würde ich gerne wissen: wie sehen eure lebensläufe aus? auch im zickzack, oder steil gerade nach oben? lg von martina... ... die jetzt ins bett geht.


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Liebe Spiky, das ist ja erstaunlich, was du schon alles so gemacht hast!! Ich würde mich nicht als "Karriere-Mensch" bezeichnen, ich arbeite seit meiner Ausbildung durchgehend im selben Betrieb. Ich hatte nur das Glück, dass mein Chef damals sämtliche meiner Fort- und Weiterbildungswünsche unterstützt hat. So das ich in der Lage war einige Kurse selbst zu leiten. Kurz nach der Geburt der Zwillis war es dann ja chick Leute mit QM-Aufgaben zu beschäftigen, so dass ich mit als QM-Beauftragte wieder fand. Viel Arbeit - wenig Geld oder wie war das? (Nein, es ist okay - es reicht zum Leben ganz gut - aber es sind jetzt keine "Unsummen" und rechnen muss ich ganz schön). Na ja - von da an wurd es schwierig - du musst dem Chef sagen, was er zu tun und zu lassen hat und das WILL er ja selbst so, aber letztendlich ist er nicht kritikfähig. Letztendlich sehe ich einfach keinen Sinn mehr in der Tätigkeit. Mein Chef hat sich sehr verändert und es ist für mich höchste Zeit dort weg zu kommen. Nur WOHIN?? Den Kram, den ich jetzt mache, der Markt ist hier mehr als gesättigt und so ganz spontan in was völlig "berufsfremdes" umzuspringen - so einfach ist das leider nicht, weil dann doch meist eher jemand eingestellt wird, der seit zig Jahren diese Arbeit schon gemacht hat. Ich habe auch mit dem Gedanken an die Zeitarbeitsfirmen gespielt. Aber irgendwie rät mir hier jeder davon ab. Dabei stell ich mir das sehr "spannend" vor mehr oder minder lange Einblicke in die Firmen zu bekommen.


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Karierremensch? Also dazu zähle ich mich ja absolut nicht. Hab mit 17 meine erste Ausbildung beendet gehabt, zur Restaurantfachfrau (nicht mein Wunsch, wurde vom Vater dazu verdonnert). Danach wollte ich darauf aufbauend noch eine Ausbildung dranhängen, eigentlich hauptsächlich aus dem Grund um meinen Eltern aus dem WEg gehen zu können. Als ich dann 18 geworden war, packte ich meine Sachen und kehrte Kroatien endlich den Rücken, wo ich die letzten 5 Jahre zu dem Zeitpunkt verbringen musste. mit 18 und wieder endlich zurück in der Heimat, machte ich einen Grundausbildungslehrgang, da ich einiges nachzuholen hatte was ich hier in den letzten 5 Jahren an Schulbildung verpasst hatte. Mit 19 fing ich dann meine Ausbildung zur Bürokauffrau an und mit 21 hatte ich sie auch gut abgeschlossen. Während der Ausbildung hatte ich nebenher einen Nebenjob gehabt, was bedeutete das ich eine Stunde nach FEierabend immer schon direkt im nächsten Laden stand um mir etwas dazu zu verdienen. Die eigene Wohnung wollte ja bezahlt werden. Während der Ausbildung wollte mich mein letzter Praktikumsbetrieb unbedingt schon vorzeitig übernehmen. Als das dann offiziell möglich war, war ich also in der WErbeabteilung einer bundesweit vertretenen Marktkette beschäftigt, wo ich allerdings nach der 3 Monatigen Probezeit gekündigt wurde. Stupide Zahleneingabe im PC ohne auch nur den geringsten Kundenkontakt lag mir einfach nicht. Zudem hatte sich nie jemand die Mühe gemacht mich wirklich einzuarbeiten, so das Fehler einfach nicht ausblieben. War allerdings gar nicht traurig über die Kündigung. Zu der Zeit lernte ich den Erzeuger meines Sohnes kennen. Im Dezember wollte ich eigentlich Weihnachten bei ihm verbringen, brachte Spasseshalber eine Bewerbung in einer Druckerei bei ihm vor Ort ab, woraufhin direkt ein Vorstellungsgespräch spontan stattfand und man mir sagte ich könne Montag anfangen (hatte angeboten 2 Wochen zur Probe zu arbeiten). Ein jahr später wurde ich dann schwanger und ging dann in den Erziehunsurlaub. Während der Zeit zog ich dann nach Essen und fand auch hier innerhalb von nicht mal einer Woche direkt wieder einen Job. Diesmal bei einer Zeitarbeitsfirma die mich ebenfalls 3 Tage nach dem Vorstellungsgespräch schon vermittelten in den Bereich in dem ich jetzt tätig bin. Für meinen Teil denke ich schon das man einen Job finden kann, sofern natürlich die Kinderbetreuung gewährleistet ist. Wie das mit 3,4 oder mehr Kinder ausschaut, kann ich nicht sagen, da ich bislang nur ein Kind habe. Ich arbeite VZ und es ist sicher nicht einfach. Morgens um 5 aufstehen, Kind wegbringen, ins Büro hetzen und abends erst kurz nach 18 Uhr wieder daheim ankommen. Egal ob Ausbildungsplatz, Praktikas oder aber Festanstellungen...bisher hatte ich das Glück jedesmal wirklich immer nur 1. Bewerbung schreiben zu müssen um eine Stelle zu finden. Wenn man engagiert ist und den potentiellen AG zeigt das man wirklich will, dann klappt das denke ich auch mit dem Job. Wie gesagt, sofern jetzt keine weiteren organisatorischen Schwierigkeiten vorliegen. Möchte schon seit Jahren gern eher in den EDV Bereich gehen, beruflich umsatteln wenn das ginge, aber Abendschule oder dergleichen ist im Moment einfach nicht möglich. Wirtschaftsenglisch belegen, interessiere mich für BWL... Ob sich das irgendwann später vielleicht mal machen lässt - keine AHnung. An sich bin ich mit meinem Beruf sehr zufrieden. Arbeite am PC, hab Kundenkontakt und alles in allem fühl ich mich sauwohl. Man darf den KOpf einfach nicht in den Sand stecken denk ich, sondern muss aus seiner Situation versuchen das beste zu machen. GRüßle, Tinsche


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wow, das liest sich ja wie ein schlechter SCherz. Also "steil" nach oben würde ich jetzt nicht sagen aber ja, es geht schon aufwärts wenn auch stetig. - Abschluss 10. Klasse, dazwischen noch Grenzöffnung. Damals wußte keiner von uns, was er werden möchte oder gar kann. Unterstützung vom Arbeitsamt bekamen wir nicht bis kaum. War es doch "früher" im Osten so, dass man einfach so ne Stelle bekommen hat, egal was (auch der Dümmste) waren die ganzen Leute, die einem schulbegleitend zur Seite standen, nicht mehr da... also selbst suchen. - Ich fand nichts. Also ein Jahr berufsvorbereitendes Jahr drangehangen. - Wieder nichts gefunden, also auf der gleichen Schule das Fachabi angefangen, Schwerpunkt Recht, Wirtschaft und Soziales. Ich habe mir damals eingebildet, DAS ist mein Job. Nach dem ersten Halbjahreszeugnis war klar, das ist nicht meins und kurz vorm Endjahr stand ich in drei Fächern auf Fünf. Außerdem keinen Praktikumsplatz bekommen - das hieß für mich (und nicht nur für mich) das Ende meiner Fachabiturzeit. Habe dann noch vor Beendigung des Schuljahres einfach das Handtuch geworfen. Dieses knappe Jahr taucht übrigens bei mir zwar im Lebenslauf auf - aber ohne Zeugnis. - ein halbes Jahr arbeitslos, gleichzeitig mit meinem Vater. 51 (!) Vorstellungsgespräche zur Azubi Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte. Meine Zeugnisse waren eigentlich sehr gut, ich in der Vorstellung auch. Habe dann nach dem 51ten Gespräch begriffen, dass es doof aussieht, wenn die Mama mit zur Bewerbung kommt (was diese unbedingt wollte) - und bei der nächsten Stelle hats dann geklappt. - 3 Jahre Lehre zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte. Prüfung versiebt, also noch ein halbes Jahr drangehangen. Wurde bei meinem alten Chef übernommen, der mir nach einem halben Jahr sagte, er könnte sich mich nicht mehr leisten. 3 Tage die Woche nachmittags bei ihm gearbeitet, dadurch geringer Verdienst aber hab ja noch bei Mama und Papa gewohnt. - melde mich arbeitslos, da bin ich 21 oder 22 Jahre alt. Fange ein Praktikum bei einem Berliner Radiosender an, weiß ab dem Moment wo ich hingehöre. Tja, leider verschafft mir das AA eine Beschäftigungsmaßnahme bzw. eine eventuell neue STelle und obwohl ich mich mit (ungelogen!!!) dreckigen Klamotten, ungekämmt und einem fettigen Zeugnis bewerbe, werde ich genommen... - da kündige ich nach nur 2 Monaten, weils der absolute Mobbing-Schuppen war, fange dann bei einem Rechtsanwalt in Charlottenburg an, bin da auch 2 Jahre und ein wenig länger, bis ich mit einem Nervenzusammenbruch in die KLinik gebracht werde. Verklage diesen Anwalt später noch aber das ist ne andere Geschichte... - komme mit 24 nach München, beginne einen Job als back office managerin bei einer großen Ecommerce-Firma, die später leider Pleite geht. Bin da über ein Jahr, mein Traumjob. Von allem etwas, super. - mit 25 fange ich in der jetzigen Firma als Maklerassistenz an und bin dort heute noch. - mit 31, also letztes Jahr, fange ich ein Fernstudium zur Immobilienmaklerin an. - jetzt, 2007, habe ich beschlossen, meine Firma zu verlassen und mich woanders zu bewerben. LG Sue


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Hallo Zusammen, ich arbeite bei einem großen Träger sozialer Einrichtungen. Dort habe ich nach meinem Abitur eigentlich mal was ganz anderes gelernt als ich heute mache...gelernt habe ich in meinem jugendlichen Leichtsinn Datenverarbeitungskauffrau (das ist aber schon verjährt ;-) ). Dann habe ich festgestellt (schon während der Ausbildung) das in die Verwaltung und Organisation gehen möchte. Erst habe ich ein paar Jahre in den verschiedenen Verwaltungsabteilungen gearbeitet. Dann habe ich ein begl. Studium der Betriebswirtschaftslehre absolviert und arbeite seit ich 18 bin (und das ist schon lange her) lückenlos bei diesem AG. Wie gesagt immer wieder in anderen Abteilungen und auch Standorten. Jobpause beim ersten Kind 6 Monate, beim 2. Kind 10 Monate. Privater Schicksalschlag der sehr frühe Unfalltod meines 1. Mannes. Mittlerweile in 2. Ehe sehr glücklich verheiratet und schwanger ;-)....Geplante Jobpause < 1 Jahr. LG Linda


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Wenn ich das so lese, dann denke ich mein Leben war immer total öde. Hab nach der Ausbildung sofort eine Vollzeitstelle im Kiga bekommen, war dort knapp acht Jahre. Hab dann eine Bewerbung geschrieben und eine, leider befristete Stelle, in einem anderen Kiga bekommen. Nebenbei habe ich als Türsteherin und auf Biker-Treffen gearbeitet. Tja, dann kam Nik, wenn ich nichts gesagt hätte, dann hätte ich in dem Kiga eine Festanstellung bekommen- der Vertrag lag schon im Fach meiner Chefin, wurde aber sofort zurückgezogen, weil es keine Planstelle war und die Stelle extra für mich "gebastelt" wurde und für ne Schwangere natürlich nicht durchgegangen wär. Nu hab ich ich weiß nicht wieviele Bewerbungen geschrieben und bekomme immer zu hören, sie würden wunderbar ins Team passen, aber wir haben uns dann doch für eine Mitbewerberin ohne Kind entschieden. Ich hab einen Mini-Job im Spielkreis, der zwar Klasse ist, aber eben viel zu wenig Stunden hat. Aber ich geb nicht auf. Liebe Grüße Becky


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Hi Becky, "Nu hab ich ich weiß nicht wieviele Bewerbungen geschrieben und bekomme immer zu hören, sie würden wunderbar ins Team passen, aber wir haben uns dann doch für eine Mitbewerberin ohne Kind entschieden." Sagen die das so wirklich oder ziehst du den Schluss selber ??? Wenn sie es so sagen oder gar schreiben, ist das äußerst unbedacht von den Arbeitgebern ;-) ..... Grüße Linda


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Das sagen sie so am Telefon, in der schriftlichen Absage steht nur, wir haben die Stelle anderwertig besetzt. Aber irgendwann werd ich schon wieder was finden. Wenn ich am WE wen für Nik hätte, würd ich wieder nachts arbeiten, aber WE und Nacht findet sich keiner. Liebe Grüße Becky


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Hallo, ich gebe zu, wenn ich diese Beiträge hier so lese, geht es mir unendlich gut (weiß ich allerdings auch so). Ich habe zwei Jahre nach Spiky Abi gemacht, ich wollte unbedingt Jura studieren, aber um mit Jura hinterher Jon-Chancen zu haben, braucht man ja vorher noch irgendeine andere Ausbildung, die irgendwie "passt". Meine Mutter war für Bank, aber ich war keine brave Tochter und habe lieber im gehobenen Dienst beim Finanzamt angefangen. Und das hat mir, wirklich und wahrhaftig, so gut gefallen, dass ich meine Jura-Träume aufgegeben habe (jedenfalls, bis irgendwann das Jura-Studium überarbeitet wird und man direkt Steuerjurist werden kann, grins) und mittlerweile seit 12 Jahren beim Finanzamt arbeite. Mein Kind habe ich 1999 bekommen, da war ich mit dem Studium schon fertig und wohlversorgt in Lohn und Brot, und ich konnte dann problemlos nach einem halben Jahr Elternzeit wieder in Teilzeit (75%) weiterarbeiten - alles kein Problem, und unsere Amtsleitung war schon damals herrlich flexibel, bot fast alle Arbeitszeitmodelle an, die man wollte, ... Kinderbetreuung konnte ich überwiegend über eine Tagesmutter bzw. über meine eigene Mutter sicher stellen, und in Notfällen konnte eine sehr nette ältere Nachbarin einspringen, so dass ich wirklich arbeiten konnte. Ich verdiene zwar nicht die Welt, aber eigentlich auch nicht wirklich schlecht - und ich bleibe lieber bei geringerem Verdienst im öffentlichen Dienst, wo ich weiß, dass Familie und Beruf mit ein bisschen Organisation ganz gut vereinbar ist und der Job sicher, als dass ich für mehr Geld in die freie Wirtschaft ginge, wo meine alten Kollegen mittlerweile sehr gut verdienen, aber dafür meistens auch entsprechende Arbeitszeiten haben.


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ich habe 1986 abitur gemacht und danach nicht wirklich einen peil, wie es mit mir weitergehen sollte. doch meine eltern hätten es nicht zugelassen, wäre ich untätig zuhause gesessen. also hab ich erst mal bei deichmann an der kasse gejobbt und dadurch blut geleckt, was es heißt, ein bißchen geld zu haben ( damals zwischen 2500 und 2800dm!!!) meine mutter hatte geschäftliche beziehungen zum novotel, also drängte sie mich in eine lehre zur hotelfachfrau. ich fand das anfänglich superschick, hatte ich mich doch im urlaub auf gran canaria in einen feurigen spanier verliebt und hatte den pups im kopf, dort in einem hotel arbeiten zu können um bei ihm zu sein. das mit dem schick verging mir schnell, ABER ich habe viel gelernt, vor allem das arbeiten und ich lernte verschiedene crewmitglieder einer deutschen fluggesellschaft kennen, die mir rieten, mich am ende meiner lehre ( nach der ich mit 2200dm BRUTTO am empfang hätte anfangen können ) als saisonflugbegleiterin zu bewerben. das klappte dann fast übergangslos. aus der einen saison wurden 11 jahre. dazwischen bekam ich völlig ungeplant 1995 meine tochter, trennte mich in der etwa 10.ssw vom erzeuger, blieb ein jahr zuhause und konnte mit hilfe meiner mutter dann teilzeit fliegen ( zwei wochen arbeiten, zwei wochen frei ). leider bekam ich diese teilzeit 2000 nicht mehr genehmigt und bewarb mich als teilzeitkraft für den empfang einer stiftung in münchen. obwohl ich schon abgesagt hatte, kam man mir so entgegen, daß ich gar nciht mehr nein sagen konnte. das beste, was mir passieren konnte. hatte zwischenzeitlich auf 36h/woche aufgestockt, nach 1,5jähriger elternzeit mit der kleinen tochter arbeite ich aber wieder nur 25h. aufgrund einiger hobbies habe ich jetzt noch einen 400€job in einem sonnenstudio angenommen, soll aber nur temporär sein...